Es ist das zweite Adventwochenende und ich durchstöbere gerade mein Archiv nach aufregenden Ereignissen für diesen persönlichen Jahresrückblick. Gar nicht so leicht, finde ich, denn mein Leben hier auf dem Lande ist ziemlich unaufgeregt und unauffällig. Meine Freundinnen wohnen oder arbeiten weit weg, entsprechend selten können wir unsere Frauentage veranstalten. In der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes ist wenig los, also kann ich auch nichts von Premieren, Promitreffen oder spektakulären Events berichten. Mein persönlicher Jahresrückblick mag Ihnen daher vielleicht ein wenig lahm vorkommen, aber so war mein Jahr nun einmal. Ich erlebe eher kleine Dinge. Geprägt war unser Jahr natürlich von den vielen Gutscheinen, die aber nur einen ganz geringen Anteil an diesem Jahresrückblick haben.

Mein absolutes Highlight im Januar war natürlich der Besuch bei der lFF in Krefeld! Persönlich kennengelernt hatte ich sie erst im September davor. Ihre Mama wohnt einige Dörfer entfernt von unserem und so verabredeten wir uns in ihrem Urlaub zu einer Tasse Kaffee in meinem Lieblingscafé in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes. Dieser Tag endete bei uns im Kaminzimmer und war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Die beste Currywurst in Düsseldorf, an der Kö, Frau Landgeflüster und Frieda, mit den Tweety-TT begann das Desaster, Killeptisch Prost!

Wenn Sie das Wochenende bei der lFF  noch einmal nachlesen möchten, können Sie es hier tun:

In Krefeld

In Düsseldorf

Düsseldorf, die Fotolovestory

Frau Landgeflüster hat den Michelmann wie versprochen von der Arbeit abgeholt und es war schon ein bisschen so, als hätten wir ein Date. Das Auto haben sie stehen gelassen und sind zur Einlösung des 51. Gutscheines in das Stadtcafé gestiefelt. Dort haben sie ein Stück Torte und einen Becher Kaffee zu sich genommen. Hm, war das gut!

Leider haben Sie nicht genug die Daumen gedrückt und der Regen setzte wieder ein, während wir noch unsere Kuchenteller austauschten, um auch in den Genuß der Torte des anderen zu kommen. Also sind der Michelmann und Frau Landgeflüster gemeinsam im Regen durch die Kleinstadt gestiefelt, um die Bewohnr des „Altdeutschen Weihnachtsdorfes“ und das Eisvergnügen zu besuchen. Den Weihnachtsmarkt haben wir uns für besseres Wetter bessere Zeiten aufgespart.

Der Regen wurde schlimmer und wir suchten Zuflucht in der schönen St. Marien-Kirche, wo gerade das Adventskonzert begann. Heute war ein Shanty Chor aus Helgoland zu Gast. Das war sehr schön, auch wenn dies nicht so meine Musik ist. Die Männer sahen aber genauso aus wie bei Inas Nacht und Frau Müller hätte gut in die Runde gepasst. Natürlich sangen auch alle gemeinsam Weihnachtslieder und ich war begeistert, dass ich noch alle Texte konnte. Ich liebe es, Weihnachtslieder in der Kirche zu singen. Pünktlich  zum Adventstürchenöffnen war das Adventssingen vorbei und wir konnten den nächsten Gutschein einlösen:

Wegen der vielen Regenschirme kann ich Ihnen leider kein schöneres Foto von den Engeln zeigen, aber so ungefähr können Sie es sich vielleicht vorstellen. Drei Trompetenlieder, dann das Öffnen des 7. Fensters und eine Rede von einer Uelzener Persönlichkeit. Auf diese Rede verzichteten wir aber, weil der Regen einfach unangenehm war. Also sind wir weitermarschiert zur Einlösung des dritten Gutscheines in die Zansibar, wo wir ein großartiges Essen zu uns nahmen.

Sollten Sie sich einmal in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes verirren und Hunger haben, gehen Sie bitte in dieses Cafè-Bar-Restaurant. Es ist das Beste hier in dieser Kleinstadt. Außerdem gibt es hier die Postkarten, die ich so gern verschicke und natürlich habe ich mich wieder eingedeckt. Nach diesem wirklich grandiosen Essen sind wir nach Hause gefahren, wo der Michelmann mich gerade mit einem leckeren Cappuccino verwöhnt.

Nun heißt es für uns Abschiednehmen, denn ich verschwinde jetzt in meinen Weihnachtsurlaub. Wenn Sie wollen, besuchen Sie meine Seite weiterhin. Ich habe wie versprochen die Einträge für die nächsten zwei Wochen vorgebloggt, damit es hier nicht zu trostlos wird. Am nächsten Wochenende melde ich mich dann live aus der Weihnachtsbäckerei. Sie kennen das Liveblogging im Landgeflüster bereits von früheren Anlässen.

Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Adventszeit. Bleiben Sie gesund und machen Sie sich eine schöne Zeit. Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster. ♥

Gerade läuft eine junger Mann im T-Shirt an meinem Fenster vorbei. Das ist aber nicht das, was ich eigentlich schreiben wollte. Aber bei 8 ° C im T-Shirt, okay, das ist schon bemerkenswert. So cool, der Typ.

Ein paar Kleinigkeiten von diesem Adventswochenende wollte ich erwähnen. Fängt damit an, dass gestern LaLu-Tag war! Noch liegt sie ungelesen auf meinem Tisch, aber nachher! Da gibt es eine feine Tasse Trinkschokolade für Frau Landgeflüster und dann…

Die vormittagliche Ruhe habe ich mit dem ersten Teil der Adventspost verbracht.  Die gehört nämlich in meinen Aufgabenbereich und, da der Michelmann die Welt rettet, ist heute der perfekte Zeitpunkt. Auch dazu eine Tasse Trinkschokolade. Ich sehe gerade, die ist sogar auch auf dem Foto verewigt.

Berichten möchte ich auch, dass ich gestern zwei Weihnachtsfilme gesehen habe. Sie wissen ja, Weihnachtsfilme gehören für mich in die Adventszeit wie Kerzen und Sterne. Zunächst also „Noel“ ein ganz ruhiger Film mit Susan Sarandon. Da wird einem schon ein wenig warm um’s Herz. Abends das Kontrastprogramm. Wir haben „Surviving Christmas“ angeschaut, den wir entgegen der vernichtenden Kritiken durchaus sehenswert fanden. Eine Komödie, amüsant und nicht zu albern.

Heute morgen sagte ich beim Frühstück zum Michelmann: „Jetzt musst Du nur noch vier Tage arbeiten und den Rest von heute. Dann hast Du frei.“ Da guckt er mich ganz empört an und erzählt mir, dass es nur noch drei Tage und der Rest von heute wären. Na hallo, da hat er doch glatt vergessen, mir zu verraten, dass er schon am Donnerstag frei hat! Das ist ganz großartig, weil wir dann unsere Reise in die norddeutsche Stadt nachholen können. Ich habe ihn persönlich heute zur Arbeit in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gefahren und werde ihn nachmittags auch wieder abholen, weil wir dort noch ein bis drei Gutscheine einlösen möchten. Drücken Sie bitte die Daumen, dass es heute Abend nicht regnet. Von den Gutscheinen berichte ich dann heute Abend, bevor ich mich in meinen Weihnachtsurlaub verabschiede.

Ihnen allen einen schönen zweiten Advent!

Diesen Gutschein hat der Michelmann ganz allein eingelöst. Zumnindest den ersten Teil:

Seit unserem Kinobesuch im letzten Dezember in London steht dieser Film ganz oben auf der Wunschliste. Natürlich gibt es den Film „Ist das Leben nicht schön?“ jedes Jahr zu Weihnachten im Fernsehen, aber die Originalfassung ist noch viiiel schöner.

Wenn Sie jetzt fragen, warum der Gutschein gerade für dieses Geschäft gilt, so kann ich Ihnen verraten, es ist der einzige Laden, den es in der Innenstadt der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gibt, der DVDs und CDs anbietet. Verzeihen Sie mir  daher bitte die Schleichwerbung in meinem Blog. Den Film werden wir erst in den nächsten Tage sehen, aber dennoch gilt der Gutschein als eingelöst.

Bereits am Freitag haben wir gemeinsam der Teig vorbereitet. Frau Landgeflüster hat die Zutaten gewogen und der Michelmann hat geknetet. Ein wunderbar geschmeidiger Teig ist entstanden. Und wie der nach Orangen geduftet hat! Großartig! Wir haben übrigens gleich die doppelte Menge gemacht, damit das ganze Marzipan in einem Rutsch verbraucht ist. Ihre tollen Marzipananregungen hebe ich mir für das nächste Jahr auf, in der Hoffnung, dass mich dann die Backwut total packt. Lieben Dank noch einmal für Ihre seelische Unterstützung und die Rezepte. ♥

Über Nacht kam der Teig in den Kühlschrank und wartete dort genauseo geduldig wie Frau Landgeflüster geduldig auf den Michelmann, der bereits vor sieben Uhr in der früh los musste, um die Welt zu retten. Nach dem Kaffeetrinken ging es dann los. „Briefmarken und Schleimkugeln backen wir“, sagte der Michelmann und rollte, kugelte und stach aus. Noch fehlt die Schokoladenverzierung, aber das holen wir noch nach. Das Rezept für diese Orangen-Marzipan-Plätzchen finden Sie hier in einem der Kommentare.

Der 50. Gutschein ist eingelöst und die ersten Kekse gebacken.

In zwei Tagen beginnt mein „Ich freue mich auf Weihnachten und mach es mir im Hause schön“-Urlaub. Sie wissen, was das bedeutet? Ich hatte Sie nach meinem letzten Urlaub bereits vorgewarnt. Im September habe ich angekündigt, dass ich während meines Urlaubes eine  Blogpause einlegen werde. Es ist ja wie es ist, ich verbringe so viel Zeit am Laptop, die kann ich während meiner freien Zeit besser nutzen.

Allerdings wird es zwei Änderungen im Vergleich zu meinem Urlaub im September geben. Damals wusste ich nämlich noch nicht, dass wir am 12. Dezember gemeinsam Plätzchen backen werden und ich denen, die nicht live dabei sein können, ein Liveblogging versprochen werde. Und was Frau Landgeflüster verspricht, das hält sie auch. Ich werde also das Wochenende zwischen den beiden Urlaubswochen live und in Farbe bei Ihnen sein.

Für die restlichen 12 Tage habe ich mir einen ganz persönlichen Jahresrückblick 2009 vorgenommen. Bedeutet, ich werde 12 Einträge vorbloggen und in jedem Eintrag mein persönliches Highlight jedes Monats beschreiben. So kann ich auch gleich mal ausprobieren, wie das mit dem Vorbloggen so geht und ob es überhaupt funktioniert. Sie, die mich schon länger mitverfolgen, können so noch einmal mit mir in Erinnerung schwelgen und Sie, die erst in den letzten Wochen ins Landgeflüster gefunden haben, erfahren, was in diesem Jahr mein Herz besonders erfreut hat. Ich verspreche Ihnen, ich stelle keine 12 Fotos vom Michelmann ein!

Also, so schlimm wie befürchtet war die Einlösung dieses Gutscheines für Frau Landgeflüster dann doch nicht. Dieser Gutschein brachte eine echte Premiere: zum allererstenmal hat der Michelmann im eigenen Haus Grünkohl bekommen. Er liebt dieses Gemüse gar sehr so sehr, aber Frau Landgeflüster hat aufgrund eines Kindheitstraumas so gar keinen Appetit auf dieses Gemüse. Schon allein der Geruch erinnert sie an den riesigen fetten Brummer, der von der Schwester damals aus der frischen Bregenwurst geschoben wurde, die es vor ungefähr dreißig Jahren als Beilage zum Grünkohl gab. Sie kennen die ekeligen blauen Fliegenbrummer, die im Sommer dieses nervige Brummen von sich geben und total aufdringlich immer an den Kopf fliegen. Es war damals ein Tier, so groß, dass man auch auf der anderen Tischseite jedes Bein und jeden Flügel erkennen konnte. Würg.

Sie sehen also, dieser Gutschein war für Frau Landgeflüster eine große Herausforderung. Tapfer ertrug sie den Anblick und den Geruch. Meine Liebe zum Michelmann reichte allerdings nicht so weit, dass ich auch Grünkohl gegessen habe. Für mich gab es Spinat und eine frische Bratwurst statt geräucherter Bregenwurst. Wir haben heute besonders früh zu Abend gegessen, damit die Kartoffeln vor 18 Uhr verzehrt werden.

Damit ist der 49. Gutschein eingelöst. Auch wenn der Michelmann die nächsten beiden Tage die Welt rettet, planen wir noch vier oder fünf Gutscheine am Wochenende einzulösen. Die 80 werden wir zwar nicht mehr in diesem Jahr schaffen, aber wir arbeiten weiterhin fleißig daran, so viele wie möglich einzulösen.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

huwwdbt

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