von der Party gestern. Vorab: Die Party war toll!! Ein Jungsgeburtstag. Jungsgeburtstage sind die Geburtstage, zu denen der Michelmann eingeladen ist und ich mit darf. Auch, um zu fahren (dafür fährt der Michelmann bei den Mädchengeburtstagen). Dieser Jungsgeburtstag gehörte zu den besonderen Jungsgeburtstagen.

Die besonderen Jungsgeburtstage finden seit 40 Jahren vier Mal im Jahr statt. (ich bin aber nicht seit 40 Jahren dabei!). In diesem Jahr werden die Jungs 43. Seit ihrer Kindergartenzeit feiern sie zusammen. Entsprechend viele gemeinsame Erinnerungen werden auf diesen Jungsgeburtstagen ausgetauscht. Je feuchter später der Abend, desto aufregender werden diese Erinnerungen. Und immer wieder kommen neue Erinnerungen dazu. Leider konnte ich mir nicht alles merken. Es war köstlich. Und man merkte, dass die anderen “Jungs”, die noch nicht so lange dabei sind, ein bisschen das Gefühl hatten, etwas verpasst zu haben.

Ich wurde daran erinnert, dass der damals Kleinste sich für die anderen geprügelt hat (”Wir haben uns wie beim echten Duell verabredet”) und V. das funkelnagelneue blauglänzende Mofa von A. in einen 1,20 Meter tiefen Graben fuhr, weil er so konzentriert auf das Tacho starrte, und einige Jahre später den grünen Käfer von T. (derjenige, der sich für die anderen prügelte) in einer 90 ° Kurve gradeausfuhr. Soweit zu den bekannten Geschichten. Ich weiß aber nun auch, dass A. im Kofferraum des gelben Ford Taunus zwischen Joghurt, Käse und Milch landete, weil er zwischen den anderen Dreien freihändig Fahrrad fuhr und als Einziger den Ford übersah. Ich erfuhr gestern, dass die Vier (stellt Euch vor, auch der M.!!) auch böse waren: sie stahlen Weingummi (”Wir hatten Hunger und wollten nicht sterben”) und ein Mädchen mit Steinen beworfen haben (”Getroffen hat aber nur T.”). Das war zu der Zeit, als sie gerade in die Schule kamen, da wollen wir wohl nachträglich noch einmal ein Auge zu drücken.

Da waren noch die Geschichten über die Geburtstagspartys, die vorzeitig von den Vätern beendet wurden, sei es wegen der Silvesterknallkörper, die besser nicht gezündet worden wären, dem Schnaps, der in der liebevoll gezogenen Geranienpracht meines Schwiegervaters gegossen wurde und die Blümchen zum Sterben brachte oder den anderen, ach, ich weiß nicht mehr warum, Gründen, die Partys zu beenden.

Was lernten wir gestern noch? Bier, dass im September des Vorjahres lt. Etikett abgelaufen ist, schmeckt im Januar auch noch ganz gut. Auch die Sorte, die erst im November und die, die im Dezember abgelaufen ist, schmeckte wohl noch. Was wir nur nicht verstanden: Warum hatte er nur so wenige Flaschen von dem Bier, dass noch bis März haltbar ist und warum hatte er überhaupt so viele Sorten Bier mit so unterschiedlichen Mindesthaltbarkeitszeiten da? Und warum wollten die Töchter des Geburtsagskindes (15 und 17 Jahre) partout nicht ins Bett? ;-))