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Frau Dr. Landgeflüster hat ganz grey’s-like den blutigen Finger verarztet, der nach dem Abrutschen beim Gurkenraspeln ziemlich heftig triefte. Die Patientin und der Gurkensalat haben die Operation unbeschadet überstanden. Das Fingerraspeln hat auch keiner bemerkt: Die Gurken waren so grün, wie Gurken nur grün sein können.
Da habe ich mich schon etwas geärgert, dass mein Arbeitstag bedingt durch organisatorische Dinge so nervenaufreibend und anstrengend war echt gefreut, dass der Michelmann so einen erfolgreichen Tag hatte. Mehr Geld ist immer gut. Das hat er sich wirklich verdient.
Es ist fast neun und noch so hell draußen, dass man in den Garten gucken kann. Es wird Sommer.
Nach diesem schönen gemütlichen Sonntag fehlt mir irgendwie der Elan. Dabei fing es ganz munter an. Bei strahlend blauem Himmel bin ich mit dem Rad zur Arbeit und bin auch in der Mittagspause spazierengegangen. Aber je länger der Arbeitstag dauerte, um so müder wurde ich. Da half auch nicht die Rückfahrt mit dem Rad. Vielleicht, weil der Himmel nicht mehr so schön blau war.
Zuhause habe ich mir erst einmal eine sehr große Tasse Kaffee gekocht und mich danach auf meine Bügelwäsche gestürzt. Ich kann nicht behaupten, dass mich diese Kombination munterer gemacht hätte. Als ich mir dann noch einen kleinen Spaziergang durch unseren Garten gönnen wollte, überraschten mich Sturmböen und Regentropfen. Die Sturmböen brauche ich nun wirklich nicht, aber die sind auch schon wieder vorbei. Der Regen erfreut den frisch gedüngten Rasen und damit den Michelmann. Der muss leider noch bis um 22 Uhr die Welt retten. Schade, der würde mich bestimmt aufmuntern. Also muss ich sehen, wie ich allein klarkomme
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Mal gucken, ob mir der Fernseher etwas bietet und wenn nicht, habe ich ja mein Notfallprogramm: Emergency Room, die Aufzeichnung von letzter Woche. Normalerweise mein Bügelprogramm, aber dafür hatte ich noch das ‘Perfekte Dinner’. (Hoffentlich schlafe ich nicht ein, damit ich dem Michelmann noch einen kleinen Imbiss zaubern kann) In diesem Sinne wünsche ich einen schönen gemütlichen Abend.
Und just in dieser Sekunde fällt die Satelitenschüssel aus.
Gestern war die Konfirmation meiner Patennichte und wir waren von morgens bis nachts in meiner alten Heimat. Schön und sehr anstrengend. Und die Erkenntnis, dass die Konfirmationen heutzutage ganz anders sind als vor 28 Jahren. Es ist alles viel lockerer und fröhlicher und es gibt viel mehr, also ich meine richtig viel mehr, Geld als früher. Soviel, wie mein Wandschrank kosten soll.
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Ungewöhnlich, aber klasse, dass die Konfirmation auf einen Samstag stattfindet. Denn so konnten wir uns ausruhen und diesen ersten sommerlichen Tag von morgens bis abends im Garten genießen. Vormittags ein bisschen gewerkelt, ab mittags nur noch die Füße hochgelegt und gelesen. Ein Tag, so schön wie ein Tag nur sein kann.
Hiermit gebe ich bekannt, dass ich mich aus dem aktiven Fußballgeschäft zurückziehe. Ich übernehme damit die Verantwortung für die dauerhaft schlechte sportliche Einstellung der Wölfe Spieler und der damit verbundenen peinlichen Ergebnisse.
Gleichzeitig gebe ich bekannt, dass die Bayern wohl bereits die Meisterschale sicher haben, da sie in der nächsten Woche gegen meine ehemaligen Fußballkollegen spielen.
Ich bedauere diese Entwicklung zutiefst und möchte mich bei den sicher enttäuschten Fans für die schlechte Leistung ihrer Mannschaft auch im Namen meiner Eltern entschuldigen.
Gestern hat der Michelmann wieder Fußball geguckt und ich habe ihm Gesellschaft geleistet, aber mehr in den Läppi geschaut als auf das Spiel geachtet. Und ich verrate Euch was, etwas Gutes haben die Bayern ja doch und zwar (lacht nicht!) den Luca Toni. Nicht nur, dass er geniale Tore schießt. Ich finde, er sieht nett aus. Besonders, wenn er im gestreiften Pulli und Jeans auf der Tribüne sitzt und lächelt. Endlich mal ein großer, gutaussehender Italiener
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Ihr Geflüster