Wie versprochen die Rezepte für die Scampi-Fenchel-Quiche und die Schweineohren. Bekannterweise koche/backe ich zumeist “frei Schnauze”, daher ist die Mengenangabe etwas ungenau ;-))
Für die Quiche habe ich zunächst einen Mürbeteig aus 250 gr. Mehl, einem Eigelb, 125 gr. gesalzene Butter und ein bisschen Wasser gemacht. (Es geht natürlich auch “normale” Butter und loses Salz). Den Teig in eine Folie wickeln und mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank legen und rechtzeitig vor dem Verarbeiten aus den Kühlschrank nehmen. Dann ausrollen und in eine eingefettete, mit Semmelbrösel ausgestreute Quicheform legen und blindbacken.
In der Zwischenzeit den Fenchel zerkleinern und in Salzwasser andünsten, die Scampis in der Pfanne anbraten. Ich habe die Scampis vorher in Olivenöl und Kräutern eingelegt, das muss aber nicht sein. (Dann müssen danach nur stärker gewürzt werden.) Walnüsse knacken und hacken. Außerdem benötigen wir eine Eiersahne (1 Becher Sahne, 2 Eier, Salz, Pfeffer) und Käse gerieben (ich hatte diesmal Edamer und Mozzarella).
Nachdem Vorbacken den Fenchel verteilen, nach Geschmack salzen und pfeffern, die Scampis daraufgeben, die Walnüsse drüberstreuen und die Eiersahne drübergießen.
Nun bei 200 ° (je nach Ofen) 20-25 Minuten backen.
Für die Schweineohren Blätterteig auftauen (den mache ich nicht selbst!).
Für die Füllung eine Oliven-Sadellen-Knoblauch-Paste herstellen (schwarze Oliven, frischer Knoblauch und Sadellen imMixer zerkleinern und mit Olivenöl zu einer Paste verrühren. Und wenn es mal ganz fix gehen muss: fertige Olivenpaste mit fertiger Sadellenpaste aus der Tube und kleingeschnippelten Knoblauch nehmen und das alles mit Olivenöl vermanschen) Ich empfehle wirklich frischen Knoblauch, weil der viel, viel besser schmeckt!
Wenn der Blätterteig aufgetaut ist, die Platten mit der Paste einschmieren, von beiden Seiten einrollen und in Streifen schneiden. Diese “Schweineohren” auf das Backblech legen und ca.15 Minuten backen. Die Schweineohren nach dem Backen nicht abdecken, damit sie knusprig bleiben.
Bei der Paste beachten, dass Sardellen sehr salzig sind, entsprechend sparsam mit weiteren Gewürzen umgehen. Da ich die Schweineohren zu frischen Salaten serviere, ist das ein netter Kontrast.
(Als Salat habe ich Romanaherzen kleingeschnitten, kleingehackte Walnüsse und Cashwe-Kerne und frisch gebratene (noch warme!) Zwiebelringe serviert mit einem Dressing aus Balsamicoessig und Olivenöl, abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer.)
Ich wünsche gutes Gelingen!

7 comments
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Mai 7, 2008 um 6:52
Sabine
Das klingt echt verführerisch! Wie machst Du das mit dem Blindbacken? Erbsen?
Mai 7, 2008 um 7:36
landgefluester
ja, genau: Pergamentpapier drauf und darauf die Erbsen. Oder, wenn keine Erbsen im Haus sind, eine etwas kleinere Quicheform draufstellen.
Mai 7, 2008 um 8:06
Heike
DANKE!! gruß Heike
Mai 7, 2008 um 8:04
Sabine
Benutzt Du die Erbsen eigentlich nur 1x?
Mai 7, 2008 um 8:07
landgefluester
Nein, öfters. Es sind ja getrocknete und durch das Papier bleiben sie ganz sauber.
Mai 8, 2008 um 11:15
Tina
Hm, das habe ich noch nie gemacht, blind backen. Muss ich auf irgendwas besonders achten??
Und wie geht das genau mit den Erbsen???
Hmpf. Mag mir das jemand kurz erklären??
Mai 13, 2008 um 7:51
landgefluester
Hallo Tina,
Du verteilst den Teig wie immer in die Quicheform, legst darauf Pergamentpapier und verteilst getrocknete Erbsen darauf. Dann backst Du den Teig ca. 15 Minuten. Durch die Erbsen geht der Teig nicht auf. Der Vorteil des Vorbackens ist, dass die Flüssigkeit Deiner Füllung den Teig nicht durchmatscht.
(Entschuldigt die späte Antwort, aber ich war einige Tage verreist)