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Auch auf die Gefahr, meine Leser zu langweilen. Aber ich muss es noch einmal schreiben. Ich freue mich. Ich freue mir richtig ein Loch in den Bauch. Ich bin mal wieder richtig glücklich und zufrieden.

Heute hatte ich einen tollen Arbeitstag. Er war nicht nur deswegen toll, weil es der letzte vor dem Urlaub ist. Nein, es war ein Tag, der von Beginn bis zum Ende nur gut war. Alles lief locker und gut von der Hand und alle haben mitgezogen. Ich hatte auch noch Gelegenheit mit meinem Chef über die unangenehme Angelegenheit von gestern zu sprechen und er hat mich bestätigt und bestärkt, mehr noch, sogar zu meiner Coolness gratuliert. Außerdem hat er mir jegliche Unterstützung zugesagt, sofern sie überhaupt noch nötig ist. Ach, bin ich froh.

Na ja, über das Gefühl, wie es ist, vom Firmengelände zu fahren und zu wissen, dass jetzt zwei Wochen Urlaub vor mir liegen, brauche ich wohl nichts zu schreiben.

jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, Freiheit, Urlaub, Leben!!!!!!!!

(der Michelmann, liebe Gäste, Haus, Garten, Sonne, tolles Essen, schöne Ausflüge, tolle Gespräche, lachen, entspannen, lesen, Musik, Filme, Meer, Klippen, Strand, Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge, Muscheln sammeln, Wiedersehensfeier, Gäste verabschieden, ausschlafen, glücklich sein)

Ihr wisst, man soll gehen, wenn es am schönsten ist und deshalb macht mein Blog jetzt auch Ferien. Es macht mir zwar riesig Spaß, mich jeden Tag ausgiebig mit Euch zu „unterhalten“ und ich bin glücklich hier so tolle Menschen gefunden zu haben. Irgendwie verstehe ich, dass das Internet auch ein bisschen süchtig machen soll. Und deshalb diese konsequente Pause!!! Ich werde nicht zwischendurch heimlich vorbei schauen, ich werde auf keine Mail und keinen Kommentar reagieren. Nein, nein. Bestimmt nicht. Das schaffe ich wahrscheinlich nicht. Das schaffe ich vielleicht. Das schaffe ich bestimmt. Ich schaffe das! Vielleicht. Bestimmt. Mal sehen.

Ich wunsche Euch eine schöne Zeit und alles Liebe. In Gedanken bin ich bei Euch und freue mich schon auf ein Wiedersehen. Lasst es Euch gut gehen. Und genießt die freie Zeit ohne mich. Sie endet schneller als Ihr glaubt!

Vor einer halben Stunde bin ich aufgewacht, 30 Minuten vor dem Wecker. Und weil der Michelmann heute schon Wochenende hat, habe ich den Wecker leise ausgemacht und bin hinausgeschlichen, damit er richtig ausschlafen und Kraft tanken kann. Er konnte gestern schon seinen Lieblingstag feiern. Und damit er merkte, dass dies sein Lieblingstag ist, gab es einen richtigen Jungstag. Fußball im Fernsehen und dazu passend ein absolutes Ausnahmeessen: Currywurst/Pommes und Bier. Wir essen nur maximal einmal im Monat Fritiertes und Schweinefleisch esse ich auch nicht öfter. Aber lecker war es, so eine richtig gute Currywurst und knackige Pommes, die haben was. Das muss auch der konsequenteste Nur-gesundes-Essen-Esser zugeben.

Meine gewonnenen 30 Minuten nutze ich, um diesen Eintrag zu schreiben. Wer weiß, ob ich heute noch dazu komme. Ab heute Nachmittag sind wir schließlich Herbergseltern oder so etwas Ähnliches.

Dies ist sozusagen die Einleitung des Lieblingstages von Frau Landgeflüster. Hoffentlich gibt es bei der Arbeit nicht wieder so unangenehme Überraschungen (geschlafen habe ich übrigens fantastisch und mein Kopf ist auch wieder frei). Und wenn ich dann nach Hause komme, habe ich zwei Wochen Ferien! Cool! Der aufmerksame Leser weiß, dass ich sehr konsequent sein kann, und deshalb bleibt der Rechner aus. Da bin ich mir ziemlich sicher, auch wenn die Versuchung riesengroß bleibt. Es beginnt also eine kleine PC-Fastenzeit. Aber ich denke, einmal werde ich mich heute Nachmittag noch melden, um mich noch einmal richtig zu verabschieden. Denn jetzt begrüße ich erst einmal diesen Tag:

Hallo Lieblingstag!

(In diesem Sinne: Euch allen einen schönen Tag. Und wenn Ihr am Wochenende nicht arbeitet müsst, feiert doch einfach auch Euren persönlichen Lieblingstag. Es macht echt Spaß!)

…. zur Präsidentschaftskandidatin der Vereinten Staaten von Amerika ernannt werde, möchte ich nicht in jedem Bericht sehen/hören/lesen: „Das ist Frau Landgeflüster, die es bis zur ersten weißen Präsidentschaftskandidatin geschafft hat.“ Nein, bitte berichtet nur von Frau Landgeflüster, der Präsidentschaftskandidatin, die gerade gewählt wurde, um Amerika positiv zu verändern.

Zunächst habe ich mich nur über diese Unverschämtheit geärgert. Entgegen meiner sonstigen Gelassenheit konnte ich „es“ auch nicht einfach abharken. Nach Gesprächen mit drei kompetenten Kollegen und deren Reaktion („Unverschämtheit!“ und „Was bildet die sich ein!“ und „Ärgere Dich bloß nicht darüber, der muss wirklich mal die Welt erklärt werden. „), bin ich beruhigt.  Aber dennoch schweifen meine Gedanken immer wieder zu dieser Person hin. Wie mickrig, klein und schäbig ist sie nur? Wie unzufrieden muss sie doch mit ihrem Leben sein? Wie kann sie ihre eigenes Leben nur so verschwenden? Ihr Motiv ist klar, sie hat geschnallt, dass sie mit ihrer miesen Masche nicht mehr durchkommt, ihr keiner mehr glaubt und deshalb ihre Felle wegschwimmen sieht. Diese war Aktion wohl ein letztes Aufbäumen.

Inzwischen ist der Ärger und das Unverständnis gewichen und ich  habe nur noch Mitleid mit dieser armen Kreatur. Ihr Kartenhaus aus Lügen und Betrug, an dem sie fünf Jahre lange mit großem Elan gebaut hat, ist eingestürzt. Damit hat sie wohl ihre bisherige Lebensaufgabe verloren. Möge sie irgendwann die Erkenntnis gewinnen, dass sie selbst ihr Leben in der Hand hat und noch jung genug ist, noch einmal neu zu starten, auf ehrliche Weise und aus eigener Kraft, nicht auf Kosten anderer.

Trotzdem muss ich noch die ganze Zeit an diese Aktion denken und das nervt mich. Da tröstet mich auch nicht, dass die Person garantiert zuhause sitzt und sich schwarz ärgert und darüber nachgrübelt, dass ich kein bisschen was reagiert, noch nicht einmal mit der Wimper gezuckt habe. Und so kann sie sich noch nicht einmal sicher sein, dass ich ihre Aktion überhaupt registriert habe, was ihre Aktion noch wesentlich alberner, lächerlicher und peinlicher werden lässt….

(Ende mit dem Auskotzeintrag. Ich liebe meinen Blog dafür, dass ich hier alles ablassen kann. Denn, wenn ich meine Gedanken einmal zu Wort gebracht habe, kann ich sie wesentlich leichter gehen lassen…)

Ohmmmmmmmmmmmmmmmmmm. Frau Landgeflüster, wir atmen jetzt ganz tiiiiiiief durch und laufen jetzt sofort zum Tisch. Es gibt essen und wer möchte sich ein Candlelight Dinner durch überflüssige Gedanken vermiesen lassen!

wir gehen in den Wiener Wald wir fahren zu unserem Lieblingsgriechen und lassen uns mal so richtig schön bekochen. Ich glaube, ich nehme Lamm…..

Ich setze noch eins drauf! Gestern haben sie in einem Supermarkt in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes die Weihnachtsgebäcktüten ausgepackt. Schock, schwere Not. Ich habe die Verkäuferin, die gerade den ersten Karton aufriß, gebeten, noch fünf Minuten damit zu warten. Sie guckte etwas verstört, aber bis sie trotz ihres verwirrten Gesichtsausdrucks weitermachte, war ich schon einen Gang weiter und so blieb mir weitere Folter erspart. (der aufmerksame Leser weiß, dass mich nicht die Versuchung quält, denn ich esse nie vor dem ersten Advent Weihnachtsgedöns. Nein, es ist der krankhafte Kommerz, der die Weihnachtsmänner bereits im August alt werden lässt.)

Wenn ich es noch einmal erwähnen darf: Frau Landgeflüster fährt nächste Woche in die Sommerferien!!!!!!

Frau Landgeflüster wird modern! Sie gönnt sich zum ersten Mal einen housesitter!

Wie praktisch ist doch die Anfrage einer guten Bekannten, ob ich ihr nicht eine nette Unterkunft in der Lüneburger Heide empfehlen könne. Klar kann ich! Und so hat sie mit ihrem Gatten und ich mit meinem Michelmann eine Reise geplant. Sie in die Lüneburger Heide, wir in die Bretagne. Einige Tage verbringen wir gemeinsam, schließlich wollen wir auch besucht werden. Dann dürfen sie unser Haus bewachen überlassen wir ihnen unser Haus.

Die ersten Bestechungsaktionen sind vorbereitet Vorbereitungen sind im Gange: Zucchinis für den Grillabend eingelegt und ein Kuchen gebacken. Vorher ein großer Einkauf, um den Kühlschrank zu füllen. Danach geht es an den Hausputz. Den kann ich ihnen wohl nicht zur Begrüßung überlassen. Wäre vielleicht ein bisschen plump, oder?

Und parallel dazu beginnen die eigenen Urlaubsplanungen, was wir denn alles mitnehmen werden. Ach, wie freue ich mich.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

huwwdbt

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