Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den September 2008.

Als Kind habe ich gern auch mal allein gespielt. Und schon immer gern geschrieben. Ganz oft habe ich mir dann irgendwas gesucht (Namen, Tiere und so) und dann alphabetische Reihen aufgeschrieben. Affe, Bär…. bis Ziege. Na, so eine abgewandelte Art von Stadt, Land, Fluß eben. Bei manchen Dingen war es unmöglich bei bestimmten Buchstaben ein Wort zu finden. Y ist zum Beispiel ein schwieriger Buchstabe.

Wenn ich heute ein Reihe bilden sollte, mit Menschen, die ich gerade doof finde, hätte ich bei Y kein Problem.

Das finde ich wirklich drollig. Im Stadion meiner Wölfe findet die Frauen-Fußball-WM statt. Für die Frauen ist es ja ein bisschen fies, weil unsere Arena ja nur ein kleines Familienstadion ist. Wenn wir da an die WM der Jungs denken, die die größten Stadien des Landes gefüllt haben… Aber wenn ich ehrlich bin, finde ich Frauen-Fußball auch nicht so attraktiv. Vielleicht haben die Veranstalter der WM ja Angst die Stadien nicht vollzubekommen. Anderseits hätte man das Problem ja wie bei den Olympischen Spielen in China lösen können. Alle V*W-Arbeiter müssen auf die Strafbank Tribüne und Fähnchen schwenken. Schließlich sponsert deren Arbeitgeber ja auch die Arena.

Ich war müde, ich hatte Kopfweh, ich wollte nach Hause. Da habe ich ganz spontan zwei Gleitstunden genommen und bin nach Hause gefahren. Der Michelmann rettet heute Nacht die Welt, deshalb war er auch da. Tja, und das Wetter ist so schlecht, wie Wetter nur schlecht sein kann. Viel Wind, viel Regen, wenig Wärme. Um es für alle Beteiligten ein wenig erträglicher zu machen, hat der Michelmann heute die Heizung angeschmissen, so früh wie noch nie. Und dann habe ich mir ein großes Kissen geholt, eine kuschelige Decke, habe mich auf das Sofa gelegt und gespannt darauf gewartet, welche DVD der Michelmann in den Recorder legt. “Ratatouille”. Klasse, den wollte ich schon immer mal sehen. Und was war der Film niedlich. Toll gemacht. Okay, der menschliche Hauptdarsteller war teilweise wirklich anstrengend und nervend, aber trotzdem. Nett.

Das ist für mich etwas ganz Besonderes: mit dem Michelmann nachmittags einen schönen Film zu gucken. Einfach so. Viel toller wäre es natürlich, wenn er nicht noch einmal los müsste. Aber soll ich etwas verraten? Ich habe morgen frei! Weil ich doch am Wochenende gearbeitet habe. Und dann werden wir es uns morgen den ganzen Tag über gemütlich machen. Wenn das Wetter so toll geblieben wäre wie am Wochenende, wären wir nach St. Peter Ording gefahren. So aber bleiben wir, wo es immer noch am schönsten ist: bei uns! (sorry, aber zuhause ist es einfach am schönsten, oder?)

Ich merkte schon am Samstag bei unserem Telefonat, dass sie auf meiner Wellenlänge schwimmt. Und mein Gefühl mich nicht getäuscht. Die zwei Stunden im Café vergingen wie im Flug und wir hatten uns eine Menge zu erzählen.

Danach sind wir dann zu uns gefahren, denn dort ist es ja auch ganz nett. Der Michelmann hatte für mich eine Suppe vorbereitet, die ich mir schwesterlich mit Tina geteilt habe. Tja, und dann haben wir geredet, gequatscht und gelacht. Und hatten Idee auch ein Blog-Foto von uns beiden zu machen. So ein typisches “Frau Langeflüster-Personenfoto”. Das war gar nicht so einfach, weil wir beide ja allein im Hause waren.

Der erste Versuch:

Der zweite Versuch:

Der dritte Versuch, der hat geklappt:

Es war ein schöner Tag, der viele Erkenntnisse gebracht hat. Das Internet ist eine tolle Möglichkeit tolle Menschen kennenzulernen, mit denen man eine tolle Zeit verbringen kann. Ich freue mich schon darauf, Krefeld, Düsseldorf und Köln kennenzulernen. Ach, und überhaupt. Danke, Tina.

Danke, auch an Frau Sterntau, meine liebe Freundin, für diese wunderschöne Karte. Es ist schön, nach Hause zu kommen und so nette Worte zu lesen.

Und auch Bini, ein großes Dankeschön an Dich. Du denkst so viel an mich und bereicherst mein Leben mit so schönen Dingen.

Ich komme mir vor wie bei der Oscar-Verleihung, aber einen Dank muss ich noch los werden. Danke, an den Michelmann. Du kannst toll Bettwäsche kaufen. Sie ist wunderschön. Jetzt brauchen nur noch unsere neuen Bettdecken und Kissen kommen. Und dann, nie wieder frieren und immer toll schlafen. Habe ich schon verraten, dass ich es liebe, wenn Männer selbstständig denken können?

Ach. Nur schön.

Wenn man am Wochenende beide Tage bis zum Nachmittag arbeitet, ist das Wochenende ziemlich kurz. Um so mehr habe ich die restliche Zeit im Garten genossen. Als ich nach Hause kam, schien glücklicherweise noch die Sonne und der Michelmann hat mich schon mit Kaffee begrüßt. Dazu Leckerkekse, die wir uns aus der Bretagne mitgebracht haben. Ich liebe es, mit dem Michelmann auf der Bank zu sitzen, den Garten zu betrachten und Pläne zu schmieden. In unserem auf dem zweiten Blick sehr naturnahen Garten gibt es viele Ecken, in denen wir doch mal was tun könnten. Die Schlimmste haben wir uns für diesen Herbst vorgenommen. Die Restlichen gehen gerade noch so durch.

Schade, dass ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit keinen Fotoapparat dabei hatte. Traumhaft das (über Nacht aufgetauchte) leuchtende Laub an den Bäumen links und rechts der Straße. Bei dem Sonnenschein sah es unbeschreiblich aus. Tja, es lässt sich nicht mehr verheimlichen, der Herbst ist da. Morgen bekommen wir Öl und ich denke, wir werden in diesem Jahr früher als sonst die Heizung anwerfen. Wir müssen ja glücklicherweise immer nur leicht heizen, da wir einen Kamin haben. Ich mag nämlich keine Heizungsluft. Um so mehr liebe ich die Kaminwärme. Stundenlang kann ich mich auf das Sitzkissen davor setzen und in die Flammen schauen. Dazu Tee, Musik, Kerzen, Bücher. Ich habe mir in den letzten Tagen schon wunderschöne Kerzen in tollen Herbstfarben gekauft. Der aufmerksame Leser weiß, dass ich die Herbstzeit mindestens genauso toll finde, wie den kalten Winter im Schnee bei blauem Himmel und Sonnenschein, den Frühling mit seinem ersten Grün und den Sommer mit seinen lauen Nächten, in den man die ganze Nacht ohne Jacke bei Kerzen und Fackelschein im Garten sitzen kann. Der Herbst ist eine tolle Zeit, auf die ich mich jedes Jahr sehr freue, da es im Herbst bei uns in der Lüneburger Heide nie stürmt und regnet oder ungemütlich feucht-kalt ist.

Und jetzt bitte noch ein paar gute Buchempfehlungen für den Herbst. Was lest Ihr gerade? Bitte? Danke.

Na, war das ein Wetter? Ein traumhafter Spätsommer- oder Frühherbsttag. So richtig genießen konnte ich ihn allerdings erst am Nachmittag, weil ich heute den ganzen Tag arbeiten musste. Aber ich bin in meiner Mittagspause über den Markt gestiefelt und habe bei meinem Lieblingsbiobäcker leckeren Dinkelkäsekuchen gekauft und nach der Arbeit mit dem Michelmann im Garten Kaffee getrunken.

Danach habe ich noch ein bisschen im Garten gewerkelt. Der Michelmann hatte schon den Rasen gemäht, das Efeu am Haus zurückgeschnitten, das Gewächshaus saubergemacht und die Sitzgruppe unter dem Carport eingelagert. Also brauchte ich ja nicht mehr so viel tun ;-) )

Zum Abendessen haben wir ein kleines Picknick im Haus veranstaltet, das mich sehr an unseren Urlaub erinnert hat:

Gegrillter Fisch mit gegrillten Tomaten, dazu Stangenweißbrot (Baguette mag ich das Brot aus der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes nicht nennen.), Salz- und Kräuterbutter, Oliven und Salat. Dazu ein schöner Rotwein. Très chic. Und weil wir uns den ganzen Tag nicht gesehen hatten, gab es auch eine Menge zu erzählen.

Gerade als wir es uns auf dem Sofa gemütlich machen wollten, klingelte mein Telefon. Ein supernettes Gespräch mit einem Menschen, den ich (noch) nicht kenne. Jedenfalls nicht real. Jetzt freue ich mich ganz arg auf Montag, denn dann werde ich sie auch “in echt” kennenlernen. Und so wie sie sich anhört, wird es ein supernettes Kaffeetrinken in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes werden.

(und, nein, es gab kein Dessert ;-) ) )

Da der Michelmann gestern Abend gaaaanz allein essen musste, während ich mich superlecker habe bekochen lassen, hatte ich das starke Bedürfnis, ihm heute mal eines seiner vielen Lieblingsessen zu kochen. Und deshalb durfte er sich wünschen, was er wollte. So wie früher als Kind am Geburtstag. Ihm war heute nach Rouladen mit Rotkohl und Kartoffeln. Und selbstverständlich eine neues Dessert.

Hui, ganz schön aufwenig finde ich. Besonders heute nach diesem langen Arbeitstag. Aber versprochen ist versprochen und glücklicherweise hatte ich auch echt viel Lust zum Kochen. Und eingekauft haben wir schon gestern, weil er gestern auch schon wusste, was er heute gern essen wollte.

Also zuerst das Dessert. Heute habe ich eine Orangen-Kokosspeise zubereitet, die so aussah:

(Foto sieht doof aus, ich hasse Blitzfotos. Und die Perspektive ist natürlich auch blöd.)

Dann ging es an die Rouladen und die Beilagen. Ich gebe zu, der Rotkohl ist aus dem Glas. Für selbstgemachtes Kraut hatte ich keine Lust, keine Zeit und keinen Willen. Dafür waren die Rouladen mit viel Liebe gewickelt und die Sauce mit ebensoviel Liebe hergestellt.

Der Michelmann sagte, es wäre sehr lecker und ehrlich gesagt (hört sich jetzt wieder ganz eingebildet an!) war es auch superlecker! Ätsch, ich kann doch kochen! Auch mal ein Nicht-Flux-Essen!

Zum Dessert ein Espresso in kitschigen Tassen, die ich mir vor Jahren in Cannes gekauft habe:

Tja, und das war mein perfektes Dinner für den Michelmann.

(Der Michelmann sagt, dass ihm das Dessert noch besser geschmeckt hat, als das Gestreifte vom Mittwoch. Hm, ich glaube, das Gestreifte war leckerer. Und was meint Ihr ? ;-) )  )

war nett und lecker und schön und toll.

Jetzt bin ich froh und müde und voll.

(gegessen natürlich. Nicht betrunken ;-) ) )

In diesem Sinne:eine gute Nacht

und gebt gut auf Euch acht.

Macht Euch keine Sorgen

wir lesen uns wieder morgen.

Ich gehe jetzt gleich mit Kollegen essen. Auch mal eine nette Abwechslung. Der Michelmann muss sehen, wie er satt wird. In diesem Sinne: guten Appetit.

Bis später.

das bedeutet heute mal wieder ein Dessert:

Vanille-Mascarponecreme im Wechsel mit Kaffeecreme. Die perfekte kreative Hausfrau schichtet die beiden Cremes natürlich nicht in langweiligen gleichmäßigen Streifen. Nein, sie kreiert genau dieses belebende Muster und verziert das Dessert mit Pfefferminze aus dem eigenen Garten.

Der Michelmann meint, dass es heute sein liebstes Dessert wäre und er es gern noch einmal wieder essen würde. Na dann muss es ihm wohl geschmeckt haben!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

September 2008
M D M D F S S
« Aug   Okt »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930  

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

Geflüsterauswahl

vergangenes Geflüster

Ihr Geflüster

unvergessen

Ich bedanke mich für

  • 1,576,959 Besuche