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Unser Spaziergang führte uns auch über den Weihnachtsmarkt in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes:

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Durchgefroren wieder zuhause:

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Sie wissen schon: Trinkschokolade und Kaminfeuer. Advent ist toll.

soll auch im Hause Landgeflüster nicht unerwähnt bleiben. Gehört er doch zu den Top Ten der beliebtesten Tagen im Jahr von Frau Landgeflüster. Neben dem zweiten, dritten und vierten Advent, dem Kennlerntag im Supermarkt (übrigens morgen vor 14 Jahren!), dem Lieblingstag, dem Krümeltag, dem Geburtstag, dem Frauentag und dem erstem Urlaubstag.

Auch heute haben wir etwas länger geschlafen (mein Güte bis halb elf!). Der Michelmann hat schon unsere Sonntagszeitung aus Frankfurt geholt (nicht aus Frankfurt, sondern aus der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes) und ein paar Tannenzweige von dort, wo gestern der kleine Dorfweihnachtsmarkt stattfand. Nun muss ich nur noch meinen Adventskerzenhalter dekorieren.

Eine weitere Dekoration, die im Laufe der letzten Woche in unserer Küche Einzug gehalten hat, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Der Michelmann hat sie extra für Sie fotografiert. Er freut sich ja immer so, wenn er Fotoaufträge für seine neue Spieglereflex von mir erhält.

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Sechs unterschiedliche Sterne und Herzen zieren den Kronleuchter über dem Küchentisch. Drei davon sehen Sie hier:

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Der Adventskerzenhalter ist nur provisorisch geschmückt und entspricht noch nicht den Erwartungen von Frau Landgeflüster. Da aber heute die erste Kerze brennt, sollte er natürlich auch nicht nackig bleiben. In diesem Sinne ein provisorischer Adventsgruß. Später wird er aufgehübscht.

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Ich werde jetzt die Einladung vom Michelmann annehmen und mit ihm ausgiebig spazierengehen. Die perfekte Einleitung für eine schöne Trinkschokolade am Kamin. Ihnen allen einen zauberhaften ersten Advent!

Gar nicht geplant entwickelte sich der heutige Tag zum Frauentag. Vormittags hatten wir telefoniert und verabredet, dass die liebste Freundin mit zum Weihnachtsmarkt kommt. Noch während ich die zweite Liveschaltung in das Haus Landgeflüster schaltete, klingelte sie an der Tür.

Obligatorisch gab es einen kleinen Begrüßungssekt.

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Meine Freundin sehe ich, das wissen Sie bereits, recht selten und daher celebrieren wir unser Wiedersehen gern mit einem leckeren Prickelwasser.

Gemeinsam mit dem Michelmann sind wir zum Weihnachtsmarkt gestiefelt, haben uns alles einmal angeschaut und auch eine Bratwurst gemampft. Auch ich, obwohl Schwein, ich gebe es zu. Gekauft habe ich auch etwas, weil ich rote schlichte Dekorationsdinge mag.

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Auf dem Foto erkennt man es nicht, aber vorne sind links und rechts kleine Löchlein, durch die das Kerzenlicht durchscheint. Im Dunkeln leuchtet es wunderschön.

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Ich bin ja keine Bastelqueen, aber ich weiß, dass die Materialkosten höher als der Preis waren. Doch die Dame meinte, es wären die Reste von ihrer eigenen Weihnachtsausstellung und sie wolle die Teile nun auch wirklich loswerden und nicht noch einmal mit nach Hause nehmen.

Wieder zuhause hat der Michelmann uns in das Kaminzimmer verfrachtet und uns ein kleines Feuerchen gemacht. Er meinte, wir sollten uns nett unterhalten, er würde uns mit einem kleinen Imbiss überraschen.

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Wir hatten uns eine Menge zu erzählen. Ab und zu kam der Michelmann dazu und irgendwann rief er uns in das Esszimmer, um uns seinen Imbiss zu servieren:

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Tja, meine Damen, da staunen Sie, oder? Wir waren jedenfalls hin und weg ob diesen tollen Mahls. Petersilienkartoffelpü mit Entenbrust und Rotkohl.

Zum Dessert: Wasservögelmitvpick-Eis, dazu ein Espresso.

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So vollgefressen gut genährt, konnten wir uns alle nicht mehr bewegen und blieben die nächsten zwei Stunden einfach bewegungslos und quatschenderweise am Tisch sitzen. Charming-Michelmann zeigte sich von seiner lustigsten Art und brachte die Damen zum Kichern und Lachen. Es war wieder so ein herrlich alberner Abend wie gestern, nur diesmal waren wir zu dritt an einem Ort.

Inzwischen hat uns die liebste Freundin verlassen, der Michelmann guckt das Stockcar-Rennen und ich wandere noch einmal durch das Bloggerland.

Es ist 14:45 Uhr. Der Michelmann und Frau Landgeflüster sitzen am Tisch und essen Suppe. Also jedenfalls der Michelmann, denn Frau Landgeflüster muss diesen Eintrag jetzt unbedingt loswerden. Sie fragen sich bestimmt, warum die beiden heute so spät essen. Na ja, sie sind ja so spät aufgestanden und mussten dann Schneeschieben. Also jedenfalls der Michelmann:

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Denn Frau Landgeflüster musste ja die Fotos machen!

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Danach sind sie durch die verschneite Kleinstadt vor den Toren ihres Dorfes spaziert, um einige Dinge einzukaufen. Grund dieser Einkaufstour war der fehlende Sekt, denn die liebste Freundin hat sich überraschenderweise angekündigt, um mit zum dörflichen Weihnachtsmarkt zu kommen. Das mit dem Sekt kennen Sie ja bereits. Auf dem Markt gab es eine große Tüte Mandarinen und danach ging es in das neu eröffnete Geschäft am Ende der Fußgängerzone. Das ich das noch erleben darf: ein neues, ein vielfältiges Geschäft mit einer CD und DVD Abteilung!!! In dieser Kleinstadt!!!!. Dort haben wir uns die DVD von “Schöne Bescherung” gekauft. Denn die letzten 14 Jahre bisher haben wir diesen Film immer auf Video geguckt, entsprechend war die Qualität. Danach noch einmal in die Weihnachtsabteilung, in der sich Frau Landgeflüster schöne Weihnachtskugeln gekauft hat, die gar keine Weihnachtskugeln sind. Ganz feine, aus Glas.

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Zuhause angekommen… na, ahnen Sie es? Klar, der Wettlauf zum Briefkasten. Eine Postkarte von einer vollkommen berauschten Bini vom Nordkapp! Merci, chérie! Und eine Reisebestätigung für den nächsten Urlaub! Juhu, dann kann ich unserem housesitter bescheid geben. Ich wette, Ihr ratet nicht, in welches Land wir fahren!!

Kurz darauf dann der Schock!

Zur Erinnerung blicken wir noch einmal zurück zum heutigen Frühstück, als alles noch in Ordnung war:

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Stopp! Falsches Bild! Ich meine dieses:

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Tja, da war wirklich noch alles in Ordnung. Gerade eben setzt sich Frau Landgeflüster an den Esszimmertisch, dieses Mal direkt gegenüber des Fensters, reisst die Augen auf und fängt an zu kreischen. Der Michelmann, der ihr gegenüber sitzt, dreht sich um und erstarrt:

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Warum muss ausgerechnet uns das passieren???

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Es ist zehn nach zehn. Frau Landgeflüster liegt seit einer Stunde wach im Bett und döst vor sich. Neben ihr liegt der Michelmann und schläft. Plötzlich wird er wach, wirft einen Blick zum Wecker, findet, dass es schon verdammt spät ist und steht auf. Frau Landgeflüster erzählt ihm, dass sie bereits vor einer Stunde aufgewacht wäre und nach dem Gang zur Toilette gesehen hat, dass es ein bisschen geschneit hätte.

Der Michelmann zieht das Rollo an und entdeckt dies:

Ja, hallo? Was ist das denn bitte schön? Und da vier Augen bekanntlich mehr sehen als zwei, springt Frau Landgeflüster auf, schnappt sich den Fotoapparat, guckt in alle Richtungen im Garten und knipst:

Ist das nicht das richtige Wetter für den kleinen Weihnachtsmarkt, der heute in unserem Dorfe stattfindet??? Jetzt schnell frühstücken, für die Nachbarn den Weg vor der Haustüre freischaufeln und dann durch das Dorf spazieren. Nachmittags gehen wir dann zum Weihnachtsmarkt. Das nenne ich doch mal sponten, den Tag verplant!

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Es geht lohos!

Achtung!

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Erleben Sie Frau Landgeflüster singend, tanzend, springend, grinsend…..

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(Bin ich normal???)

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Nachtrag: es ist sooo witzig: Jrène sitzt hunderte (tausende?) Kilometer von mir entfernt und hat zufällig genau/fast zur gleichen Zeit den DVD-Player angemacht und nun gucken wir gleichzeitig diesen großartigen Film. Wie toll ist das denn bitte???

Die ersten Gäste sind da!

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Sieht sie nicht einfach nur schön aus?

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Soll ich mal?

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Vorfreude ist die beste Freude….

Der wichtigste Behälter im Hause Landgeflüster ist der Briefkasten. Jedenfalls ist er das Behältnis, das täglich mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit bedacht wird. Das war nicht immer so, denn früher hat er immer nur langeweilige Dinge wie Rechnungen, Werbung und andere uninteressante Briefe ausgespuckt. Seit ich Sie/Euch kennen- und liebengelernt habe, schenkt mir das Öffnen des Kastens so viele Glücksmomente. In den Wochen, in denen der Michelmann erst nachmittags beginnt, die Welt zu retten, empfängt er die Post und legt sie mir in die Küche. Das ist nicht weniger aufregend für mich.

Soviel “Papierpost” wie ich in den letzten Wochen und Monaten geschrieben und erhalten habe, ist in den Jahren zuvor noch nie durch meine Hände gegangen. Toll. Ich habe mir mich schon als Kind den Arsch abgefreut über Briefe und Postkarten gefreut und habe auch immer gern selbst geschrieben. Mit Beginn des Internetzeitalters wurde dies immer weniger. Entgegen aller Erwartungen hat sich das inzwischen wieder grundlegend geändert und ich bin sehr glücklich darüber. Danke, liebe Heike, für Deine Postkarte, über die sich besonders der Michelmann gefreut hat: “Guck mal, diesmal habe ich eine Karte bekommen” meint er, und “von Herrn Krabbtaska! Und für Dich ist ein Gruß von Heike drauf.

Die Heimat hat mich wieder. Gestern war ich von morgens halb sieben bis zum darauffolgenden Morgen um 2:00 Uhr unterwegs und nach einer kurzen vierstündigen Nacht komme ich gerade von der Arbeit. Ich habe das Gefühl, als wäre ich zwei Tage gar nicht zuhause gewesen.

Die Feier war großartig, die wohl beste Weihnachtsfeier überhaupt, die ich in den 22 Jahren, die ich mit dem Großteil der Kollegen zusammenarbeite, bisher erlebt habe. So viel Spaß und so viel gute Laune. Wir waren heute noch alle ganz entzückt.

So, und jetzt muss ich mich erst einmal sammeln. Bis später.

Es gibt so vieles, was ich noch entdecken möchte. Ich lebe ganz zentral im Herzen von Deutschland & Europa und war auch schon im Norden, Osten, Süden und Westen. Aber es gibt noch viele Ecken, die ich nicht kenne. Und deshalb werde ich gleich im Januar beginnen, mir diese Orte nach und nach anzuschauen. Beginnen werde ich mit Krefeld und Umgebung (Düsseldorf? Köln?).

Wer mich kennt, weiß, dass er mich nicht leichtfertig einladen darf. Denn, ich bin so eine, die eine Einladung durchaus annimmt. Diese Erfahrung duften schon Frau…äh…Mutti, Frau Meinigkeiten und Frau Krabbtaska im Mai machen und Tina muss da jetzt auch durch. Das wird bestimmt ein großartiges Mädchenwochenende, geübt haben wir  schließlich schon einmal.

Geht Euch das auch immer so, dass Ihr Euch von einem Ereignis zum nächsten durcharbeitetfreut? Ich freue mich jetzt auf meinen Urlaub. Dann freue ich mich auf den Geburtstag meiner Mutter, an dem ich auch meine Schwestern nach längerer Zeit wiedersehe, dann auf  Weihnachten und danach auf mein Wochenende bei Tina. Und zwischendurch kommen dann die vielen kleinen Glücksmomente, die ich jetzt noch gar nicht erahnen kann. Es gibt also eine Menge zum Freuen in nächster Zeit. Apropos freuen: gefreut habe ich mich heute auch gar sehr so sehr. Ich habe heute eine Postkarte aus der nördlichsten Stadt der Welt bekommen! Beeindruckend, oder? Ich war “nur” einmal an der westlichsten Stelle von Frankreich: Die nördlichste Stadt der Welt ist natürlich noch wesentlich spektakulärer.

Und nun noch dies: Morgen werde ich keine Zeit für Sie haben, denn da feiere ich mit meinen Kollegen. Es soll die Weihnachtsfeier sein, ist jetzt aber mehr eine Abschiedsfeier für alle. Denn zum Ende des Jahres werden uns die ersten Kollegen verlassen und im nächsten Jahr werden wir in alle Richtungen verstreut sein. Damit Sie mich aber nicht vergessen, stelle ich zwei Fotos für Sie ein, die der Michelmann am Wochenende mit seiner neuen Spiegelreflex gemacht hat.

Im Esszimmer:

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im Kaminzimmer:

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Und immer im Kontakt mit Ihnen ;-) )

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Nachtrag: Am Freitagabend lade ich Sie gerne bei mir zum Bügeln undMamma Mia” gucken ein. Meine DVD hat sich gestern per Mail angekündigt und da der Michelmann auch am Freitag noch bis spät in der Nacht die Welt retten muss, könnten wir uns einen netten Mädchenabend machen. Dann ist übrigens auch wieder Lieblingstag!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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~japanische Weisheit~

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