Bestimmt können Sie alle stricken! Ich konnte es schließlich früher auch einmal. Nach der zweiten Sehnenscheidenentzündung verschenkte ich alle meine Stricknadeln und hängte meine Strickkarriere an den Nagel. Irgendwann war es auch out und keiner strickte mehr. Jedenfalls in meinem Freundes- und Familienkreis. Seit einiger Zeit ist Stricken wieder in und jede/r strickt. Es gibt unzählige Strick- und Kreativblogs und Frau Landgeflüster ist ganz neidisch darauf, was andere so stricken können traurig, dass sie alles verlernt hat. Ich bin eben weder eine Bastel- noch eine Strickqueen.

Als ich mich letztens mit meiner Mutter über meine berufliche Zukunft unterhielt, meinte sie, dass ich die zukünftige Zeit im Zug doch wunderbar für kreative Dinge, z.B. dem Stricken verwenden könne. Gute Idee, dachte ich und nahm ihr gleich das Versprechen ab, mir das Stricken wieder beizubringen. Was ich denn stricken wollen würde, fragte sie und ich antwortete: “Das ist doch klar, Handstulpen und Beinstulpen jeder Art! Ich liebe diese Teile!” Daraufhin fragte sie: “Solche, wie ich Dir letztens gestrickt habe? Ja, genau. Meinst Du ich kann das auch?” Sie äußerte sich zuversichtlich. Klar, sie ist meine Mutter und würde meine neugewonnene Motivation nie durch geäußerte Zweifel im Keim ersticken.

Da meine Mutter 80 Kilometer entfernt von mir wohnt, haben wir es bisher aber noch nicht geschafft, gemeinsam mit Nadeln und Wolle zu wirbeln. Heute hat sie mir aber eine Lehrstunde der besonderen Art verschafft, in dem sie mir einen

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Okay, so etwas kann “man” also auch stricken. Ich glaube, ich fange dann doch erst einmal mit einem Schal an oder so.

Ich habe mich natürlich riesig über die Handstulpen gefreut. Aber das brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?