Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Januar 2009.
Freitag:
- Lieblingstag (Feierabend 17:00 Uhr)
- Geburtstagsnachfeieressenseinladung vom SchwieVa in ein gutes Restaurant in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes
Samstag:
- ausschlafen
- Hausfrau sein (ich) (Einkaufen, der Michelmann)
- telefonieren (ich) (immer noch Einkaufen, der Michelmann)
- Essen, was wir immer auf den Barhockern essen (weil frisch aus der Pfanne):
- Topflappen verarbeiten (ich) (lassen Sie sich überraschen, ich verrate, wenn fertig) (Musik, der Michelmann)
- telefonieren, lange, mit Lieblingsfreundin, für morgen verabredet (ich) (Musik, Internet, der Michelmann)
- Grüße aus der Lüneburger Heide (der Michelmann) (Film auf meinem Lieblingssender gucken, stricken, ich)
- Pizza zubereiten (Der Michelmann) (darauf wartend und bloggen, ich)
Fortsetzung folgt…
werde ich oft gefragt: “Sie klingen immer so entspannt, positiv und glücklich. Wie machen Sie das? Sind Sie wirklich nie traurig und unglücklich?“
Oh, das ist eine Frage, da muss ich erst einmal ein wenig nachdenken…. Es freut mich, dass Sie mir das sagen. Denn, wenn ich so klinge, dann bin ich schon ein ganzes Stück dort, wo ich sein möchte. Wissen Sie, mein Leben war nicht immer ganz einfach. Auch, wenn Sie es vielleicht nicht nachvollziehen können, ist es nicht leicht, das verhätschelte kleine Nesthäckchen zu sein. Besonders, wenn man außer den Eltern noch drei ältere Schwestern hat. Das Ergebnis dieser Tatsache kann sein, dass man unselbstständig, feige, jämmerlich, krank und faul wird. In jahrelanger mühevoller Kleinarbeit habe ich mich aus dieser Rolle befreit und bin jetzt das, was ich bin. Glauben Sie mir, der Weg war schwer und schmerzlich. Mein Ziel war es dabei immer, eine glückliche, zufriedene und starke Person zu werden, auf das Wesentliche konzentriert und befreit von allem, was ihr nicht gut tut.
Dieser Weg begann mit dem Auszug in meine erste eigene Wohnung. Der zweite große Schritt folgte dann vor 14 Jahren (im November 1994), als ich die Chance ergriff, 80 Kilometer entfernt von meiner alten Heimat ein neues Leben zu beginnen. Befreit und endlich selbstständig. Das dies der richtige Weg war, beweisen mir die vielen tollen Zeichen, die ich seitdem jeden Tag sehe, erlebe, fühle.
Ich nehme kleine Dinge so wichtig wie möglich und große Dinge so unwichtig wie nötig und lebe sehr gut damit. Mit “kleinen Dingen” meine ich, alles, was um mich herum ist und mich täglich erfreut. Die Blumen im Garten, die Sonne am Himmel, das Essen auf dem Teller, die Worte und die Gesten vom Michelmann, die Schmettelinge, Vögel, Katzen und Eichhörnchen im Garten die Postkarten im Briefkasten, das Lächeln meiner Nachbarin, das freundliche Wort der Verkäuferin, das Kompliment von meinem Kollegen, der Anruf von der liebsten Freundin… Die Liste ist unendlich lang, denn eigentlich freue ich mich über alles, was toll ist.
Viele “großen Dinge” nehme ich nicht so wichtig, weil ich das große Glück habe, sie nicht wichtig nehmen zu müssen. Entweder habe ich dafür den Michelmann oder wir beide haben einfach andere Prioritäten. Sie wissen ja bereits: Frau Landgeflüster lässt zum Beispiel einkaufen, also muss ich mich mit diesen unangenehmen Dingen gar nicht erst beschäftigen. Der Michelmann dagegen liebt es, da ergänzen wir uns einfach perfekt. Anderseits können wir auf Dinge verzichten, die anderen Menschen wichtig sind, z.B. Designerklamotten, Rolexuhren und anderen Schickimickikram, und sind auch mit einfacheren Dingen zufrieden. Mir ist egal, was andere besitzen und freue mich, wenn sie sich selbst darüber freuen. Neid kennen wir beide nicht und zufrieden mit dem, was wir beide gemeinsam erreicht haben, sind wir auch. Reichsein bedeutet nicht viel Geld zu haben, sondern glücklich und zufrieden zu sein. Gesundheit und ein offenes Herz sind viel mehr wert als alles was man kaufen kann.
Wenn ich die “Liste der zehn häufigsten Dinge, warum sich Paare streiten” lese, muss ich immer sehr lachen, denn kein Punkt auf dieser Liste hat jemals zu einem Streit zwischen dem Michelmann und Frau Landgeflüster geführt. Wir sagen uns gegenseitig die Meinung, auch mal laut und vielleicht auch mal fies. Aber innerhalb kürzester Zeit, weiß jeder von uns, wenn er zu weit gegangen ist und sich zu entschuldigen hat. Es hat noch nie einer im Streit das Haus verlassen. Und wir sind auch noch nie im Streit schlafen gegangen. Wenn einer von uns für immer gehen muss, soll dies nicht im Streit passieren. Das ist uns beiden unendlich wichtig. Inzwischen ist es sogar meistens so, dass wir schon während der Meinungsverschiedenheit anfangen, gemeinsam darüber zu lachen, gemeinsam einen Kompromiss finden und so den Streit beenden.
Glücklich machen mich die vielen kleine Dinge, mit denen wir uns immer wieder gegenseitig erfreuen. Unser gemeinsames Reden, Lachen, Singen, Blödsinn machen, unsere kleinen Liebesbriefchen – oft nur ein Satz auf der Tafel – und unsere Einfach-weil-ich-Dich-lieb-hab-Geschenke -kleine Aufmerksamkeiten, aber auch große Geschenke. Immer unerwartet und überraschend. Manchmal so überraschend (und jetzt verrate ich Ihnen noch ein dunkles Geheimnis von mir!), das mir vor Schreck Freude die Tränen kommen. Nicht, wenn ich dem Michelmann etwas schenke, sondern wenn er mich überrascht.
Ich brauche Ihnen jetzt nicht verraten, dass es viele Dinge gibt, die mich wütend, traurig und unglücklich machen. Ungerechtigkeiten, Hass, Kriege, Kummer, Leid, Krankheit und Tod in meiner Umgebung, in Deutschland, in der Welt, überall. In solchen Momenten überkommt mich eine unbeschreibliche Dankbarkeit für das, was ich habe und was ich bin. Ich weiß, dass ich unheimlich viel Glück hatte, im richtigen Moment am richtigen Ort gewesen zu sein (Sie wissen schon, die Tiefkühltruhe!) Glauben Sie mir, das ist mir wirklich bewusst und glauben Sie mir bitte auch, dass ich es nicht für selbstverständlich nehme. Vor einiger Zeit habe ich Ihnen schon einmal berichtet, dass ich mich jeden Abend vor dem Einschlafen für die drei schönsten Dinge des Tages bedanke. Damit mache ich mir mein Glück täglich bewusst. Und glauben Sie, auch ich habe Tage, an denen es mir nicht so toll geht (das haben Sie hier ja auch schon gelesen), aber es gibt trotzdem jeden Tag drei Dinge, für die ich mich bedanken kann. Kein Tag konnte bisher so schlecht sein, dass ich mich nicht über irgendetwas freuen konnte. Und wenn es nur ein Stückchen Papier oder etwas zu essen ist. Ich bete dafür, dass es immer so bleibt. Natürlich ist es mir auch wichtig, dass sich andere über mich freuen und deshalb versuche ich, immer aufmerksam und wach durch das Leben zu stiefeln. Denn, was Du willst, das man Dir tut, das füge auch den anderen zu. Oder so ähnlich.
Das alles, was ich gerade aufgelistet habe, ist auch das, worüber ich hier in meinem Blog schreibe. Alles nichts Großartiges oder Aufregendes. Es ist aber das, was mir am Herzen liegt und mein Leben ausmacht. Ich flüstere es hier in die Bloggerwelt und hoffe, dass es nicht die falschen Menschen lesen und erzähle Ihnen außerdem von meinem Leben in unserem Dorfe. Damit wissen Sie jetzt auch, warum mein Blog “Landgeflüster, mein Leben auf dem Lande, der Michelmann und ich” heißt. Und wenn Sie finden, dass ich mich positiv und glücklich anhöre, freut mich das sehr und Sie wissen ja jetzt auch warum.
(Und danke, dass Sie mir immer so nette Fragen stellen und so schön “zuhören” und fleißig antworten. Auch das macht mich glücklich. Sie glauben gar nicht, wie wichtig Sie mir inzwischen geworden sind. Und wie sehr ich mich freue, genau das wenigstens einem Teil von Ihnen persönlich im Sommer sagen zu können.)
Sie hatten so Recht!
Zu Einstimmung ein kleiner Dialog aus dem Hause Landgeflüster, nachdem Frau Landgeflüster das Rätsel einstellte:
“Das Rätsel ist viel zu einfach“, sagt der Michelmann. “Ein Lied Mitte der siebziger Jahre, das man mitsingen kann und dessen Interpret peinlich ist, kann nur Roberto Blanco oder Jürgen Drews sein“.
“Und was ist mit Toni Marshall?” fragt Frau Landgeflüster.
“Der ist nicht peinlich, das ist ein ehrlicher Arbeiter.”
Ja, nee, alles klar.
Ihre Antworten zeigen mir, dass Sie die Tipps zur Rästselaufgabe sehr aufmerksam gelesen haben.
Es war also im Sommer 1976. Ich liebte dieses Lied heiß und innig und konnte es nach ein paar Tagen auswendig mitsingen. Den Sänger fand ich unheimlich cool. Heute finde ich ihn peinlich.
Und die Lösung
Sie sind wirklich großartig und am liebsten würde ich ja schon etwas verraten. Aber vielleicht überlegt ja noch der ein oder die andere, weil ich die Lösung erst Freitag Nachmittag verkünden wollte. Und nun? Nun sehen Sie hier Frau Landgeflüster, die sie gerade eine Umfage bastelt. Klasse, das wollte ich schon immer einmal ausprobieren!
Und der Michelmann übt bereits Schönschreiben.
Nachtrag für Frau Rotkraut: mir fehlt noch das Lied zu ihrem Interpreten.
Wissen Sie was? Ich erzähle Ihnen immer soviel von mir. Jetzt habe ich auch einmal eine Frage an Sie! Sie haben alle so schöne und interessante Namen für Ihre Blogs gefunden. Verraten Sie mir die Geschichte zu diesem Namen? Warum heißt er so und nicht anders?
Eine spannende Frage finde ich.
heute: chinesisch im WOK.

Mir ist heute so nach lustiger Hut.
Sie werden es nicht glauben, aber gerade in der Sekunde, als ich den letzten Eintrag abschickte, kam mir die Idee für ein neues Rätsel. Cool, oder?
Der Michelmann spielt mir nämlich gerade eine Auswahl meiner Lieblingslieder vor. Zur Zeit sind wir bei meiner “Best of Janis Joplin” angelangt und gerade läuft mein absoluter Lieblingssong “Piece of my heart” von ihr. Habe ich Ihnen eigentlich schon verraten, dass auch eine kleine Janis Joplin in mir ist? Im tiefen Inneren bin ich ein kleines Hippiemädchen und werde es wohl auch immer bleiben. Aber das ist eine andere Geschichte und hat auch nichts mit meinem Rätsel zu tun.
Also, kommen wir nun zu meiner Rätselaufgabe für Sie: Im zarten Alter von neun Jahren habe ich meinen ersten Plattenspieler bekommen. Zum Geburtstag. Er war wunderschön: knallrot und glänzend. An diesem Tag habe ich auch meine erste Single bekommen. Welche Single war es denn wohl? Ich weiß gar nicht, ob ich sie nicht im Laufe meiner sieben Bloggerjahre bereits erwähnt habe? Egal. Raten Sie einfach mal mit. Es war also im Sommer 1976. Ich liebte dieses Lied heiß und innig und konnte es nach ein paar Tagen auswendig mitsingen. Den Sänger fand ich unheimlich cool. Heute finde ich ihn peinlich. So, das muss an Tipps reichen.
Nun raten Sie mal schön. Ich gebe Ihnen bis Freitag Nachmittag Zeit, okay? Raten Sie um die Ehre oder möchten Sie wieder einen Gruß aus der Lüneburger Heide? Vielleicht diesmal vom Michelmann? Bitte geben Sie Ihren Wunsch bei Ihrem Tipp mit an (“Ehre” oder “Gruß vom Michelmann”).
1. Nachtrag: Der Michelmann weiß noch nichts ….
2. Nachtrag: Gesucht wird neben dem Interpreten auch das Lied. Entschuldigen Sie bitte, dass ich das im Eintrag nicht extra erwähnte.
Ich hätte ja mal wieder richtig Lust, ein Ratespiel mit Ihnen zu veranstalten. Aber mir fällt gerade gar kein schönes Rätsel für Sie ein. Ich denke da schon seit ein paar Tagen drüber nach, aber noch fehlt mir eine zündelnde Idee. Nur mal so gesagt geschrieben, damit Sie sehen, dass ich an Sie denke. Aber seien Sie gewiss, das nächste Rätsel kommt bestimmt. Ganz nach dem Motto: Rate mal mit Rosenthal Frau Landgeflüster.
sagt der Michelmann zu Frau Landgeflüster, als diese nach der Arbeit durch die Küchentür das Haus betritt. “Wenn Du das siehst, musst Du bestimmt weinen.” Er führt sie zum Tisch und befiehlt ihr, die Augen zu öffnen.






Ihr Geflüster