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Frau Landgeflüster hat heute kurzfristig das Programm geändert. Nachdem sie mit Tina telefoniert hat, riss der Himmel auf und die Sonne fing an zu scheinen (ein Zeichen!). Und so entschied sie sich ganz spontan in die Kleinstadt vor den Toren ihres Dorfes zu wanderen, um ihr Auto zu holen. Nach dem überraschenden Wintereinbruch gestern hat sie nämlich ihr Auto in der Firmentiefgarage gelassen, damit es dort auftauen kann, und hat sich vom Michelmann in seiner Mittagspause (um 17 Uhr!) nach Hause fahren lassen. Der Spaziergang führte mich zunächst wie immer durch das halbe Dorf. Und so konnte ich sehen, dass unser neuer Supermarkt (finde ich persönlich immer noch unnötig für unser Dorf) schon kurz vor der Vollendung ist:

wahrscheinlich, vielleicht
- meinen neuen Schal beginnen (nachdem ich gestern dreimal begonnen und alles wieder aufgeräppelt habe.) (siehe unten)
- telefonieren (mit meiner Mutter und mit Tina, beide haben sich bei mir gemeldet)
- einen der beiden Filme* meiner neuen Doppel-DVD gucken, die ich mir in Braunschweig gekauft habe. (* “Seite an Seite” und “Magnolien aus Stahl”, so schön, so traurig. Mal wieder so richtig heulen.) (“Seite an Seite” läuft gerade)
bestimmt
- Wäsche waschen (hängt bereits)
- Kaminfeuer bewachen (gestrichen, ist zu warm)
- eine weitere Schublade aufräumen (Gästebadezimmerschrank ist ausgemistet und aufgeräumt)
und sonst
- an den Michelmann denken, während er die Welt rettet
- mal sehen, was der Tag so bringt
bestimmt nicht
- “Wetten, dass?” gucken
Und Sie so?
Bekannterweise essen wir samstags immer ein “Arme-Leute-Essen”. Heute gab es eine fantastische Linsensuppe, gekocht für vier Personen. Hier sehen Sie die erste Tasse der ersten Portion für die erste Person. Also, was ich meine: Sie sehen 1/8 der Suppe, oder besser gesagt, das was von dem /8 noch übrig ist. (Äh? Egal.)

Kosten für den gesamten Eintopf: 50 Cent. Das wäre doch auch was für sie.

“Guck mal“, sagt Frau Landgeflüster zum Michelmann und hält ihm ihren angefangenen Schal vor die Nase: “Findest Du es blöd, dass ich mir noch einen Schal stricke?” “Nö, Schals kann man nie genug haben, so als Mädchen.“
Danke, Michelmann, Du hättest ja auch sagen können, dass ich ja auch gar nichts anderes stricken kann als pubseinfache Schals. ♥

wahrscheinlich, vielleicht
- Haus ein wenig frühlingshaft dekorieren (wenn ich Lust habe, bei dem angekündigten schaurigen Wetter rauszugehen und mir lindgrüne oder zitronengelbe Kerzen zu kaufen)
- meinen neuen Schal beginnen (nachdem ich gestern dreimal begonnen und alles wieder aufgeräppelt habe.)
- Muffins backen, wenn es die vorhandenen Zutaten zulassen (weil ich bestimmt keine Lust habe, bei dem angekündigten schaurigen Wetter rauszugehen und mir lindgrüne oder zitronengelbe Kerzen und dann auch noch die fehlenden Backzutaten zu kaufen. )
- telefonieren
- einen der beiden Filme* meiner neuen Doppel-DVD gucken, die ich mir in Braunschweig gekauft habe. (* “Seite an Seite” und “Magnolien aus Stahl”, so schön, so traurig. Mal wieder so richtig heulen.)
bestimmt
- Wäsche waschen
- Schönheitspflege
- Kaminfeuer bewachen
- eine weitere Schublade aufräumen
und sonst
- an den Michelmann denken, während er die Welt rettet
- mir ein nettes Abendessen überlegen
- mal sehen, was der Tag so bringt
bestimmt nicht
- “Wetten, dass?” gucken
Und Sie so?
Was ist das denn? Es ist Wochenende. Frau Landgeflüster hat heute frei. Der Michelmann muss erst heute Nachmittag die Welt retten. Wir sind erst um Mitternacht ins Bett gegangen. Frau Landgeflüster ist bereits um halb sechs wach und munter. Und Sie sind schuld. Sie schon wieder!
Irgendwann habe ich mal gehört, dass jeder Mensch zigmal in der Nacht aufwacht. Nur so kurz, dass er sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnert. Das ist mir heute natürlich auch passiert. Das letzte Mal um halb sechs. Und gerade in dieser Millimillimillisekunde kommt mir eine Idee für unsere Gruppentherapie. Zack macht es, dann plink und Frau Landgeflüster ist hellwach. Ein Blick zur Uhr: 5:27 Uhr! Ups, schnell umdrehen und weiterschlafen! Pah, von wegen! Kommt die nächste Idee. Kurz gefreut und die Augen wieder zu. Aber nix da. Haben Sie schon einmal versucht zu schlafen, wenn Sie munter sind wie nie zuvor? Na, dann wissen Sie ja, wie unmöglich das ist.
Also hat raus aus dem Schlafzimmer mit meiner riesigen Decke und beiden Kissen, ab auf das Sofa, Laptop auf den Bauch und Fernseher an. Morgens kommen am Wochenende ja glücklicherweise interessante Dokumentationen auf ARTE und Phoenix. Gerade sehe ich eine Reportage über Rassismus in Amerika. Fassungslos bin ich über die Kaputzenmänner, die sich noch immer nachts treffen… Furchtbar, dass mit der Wahl dieses hoffnungsvollen Präsidenten nun der andere Mist in einigen Teilen der USA wieder zunimmt.
Ich werde jetzt ganz entspannt ein bisschen durch Bloggerland spazieren und dann mit dem Michelmann frühstücken. So in zwei Stunden. In diesem Sinne: Guten Morgen, Sie alle!

