Also außergewöhnliches Strickmonster Strickwunder bin ich ab und zu auf Unterstützung angewiesen.  Daher habe ich mir in Braunschweig den Rat von einer anwesenden Strickerin geholt, die gerade fleißig in den Wollhaufen herumwühlte. (Eine Wollefachverkäuferin war leider weit und breit nicht zu sehen.) Sie machte einen seriösen und kompetenten Eindruck und so fragte ich sie, wie viele dieser wunderschönen himbeerroten Knäuel ich denn für meinen Schal bräuchte. Zwar hatte ich es mir bereits allein im Kopf anhand meines letzten Schals vorgerechnet, aber eine Bestätigung kann ja nicht schaden. Die Strickerin empfahl mir vier Knäuel, weniger als ich genommen hätte. “Damit kommen Sie locker aus!“, sagte die doofe Frau nette, aufgeschlossene Dame und ich dummes Ding habe ihr geglaubt. Nun habe ich das erste Knäuel verstrickt und  weiß jetzt schon, dass die Wolle nicht reichen wird. Na prima. Jetzt könnte ich das fertige Teil aufräppeln und einen schmaleren himbeerroten Schal stricken oder mit einer zweiten Farbe, die ich erst noch finden muss, ergänzen. Da steigt meine Motivation und Begeisterung wirklich rapide an.

Der Michelmann hat dazu natürlich wieder die passende Idee. Er meinte, ich könne doch den Schal so lassen, wie er ist, und ihn als Topflappen nehmen und aus dem zweiten Knäuel noch einen zweiten stricken… Bäh, das ist gar nicht lustig!