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Tinschn hat sich getraut, mir einen Stock an den Kopf zu werfen. Bekannterweise bin ich ja eine „Ich beantworte aber nicht jeden Stock-Bloggerin“. Besonders bei denen mit mehr als fünf Fragen kann ich ziemlich zickig werden wählerisch sein. Aber Tinschns Stock ist a) nicht zu lang und b) auch ganz witzig. Ich überlege nämlich gerade den Zusammenhang dieser fünf Fragen, der erschließt sich mir noch nicht. Vielleicht haben Sie ja eine Idee. Derweil mache ich mich schon einmal an die Beantwortung der Fragen.

1. Kann man mit Dir Schuhe kaufen gehen?

Bekannterweise mag ich es nicht so sehr in vollen, engen, lauten Geschäften einzukaufen. Schuhe aber kaufe ich gern, daher kann man selbstverständlich mit mir Schuhe kaufen gehen. Sehr gut sogar. Erst einmal sei festgehalten, dass es fast nichts Wichtigeres zu kaufen gibt im Leben einer Frau als Schuhe. Dieser Erkenntnis verschließt sich auch Frau Landgeflüster nicht und nimmt deshalb die Unannehmlichkeiten von evtl. vollen, engen, lauten Geschäften in Kauf. Ein Vorteil beim Schuhekaufen ist ja, man kann zwischendurch sitzen und wenn es in dem Geschäft eine aufmerksame und geschäftstüchtige Schuhfachverkäuferin gibt, bringt sie einem sogar die Schuhe

2. Welchen Nachholbedarf hast Du?

Hm, überlege, überlege. Ich glaube, da fällt mir spontan nichts Gescheites ein. Nur so ein Quatsch wie: weil der Michelmann schon seit Stunden die Welt rettet, habe ich einen ganz großen Nachholbedarf an Küssen, Neckereien und gemeinsamen Singen  (habe ich schon einmal verraten, dass wir oft singen? Der eine erzählt irgendwas und dem anderen fällt zu einem gesagten Wort ein Lied ein und fängt an zu singen…)

3. Welche Farbe(n) haben Deine Wände?

vanillegelb, sonnengelb, mintgrün, dunkelrot, sunset (ein ganz helles Aprikot)

4. Wobei machst Du keine Kompromisse?

Ich bin wie ich bin und an dem, was und wie ich bin, habe ich lange und intensiv gearbeitet. Wer mich liebt, liebt mich wie ich bin, und wer mich nicht mag, mag mich nicht, weil ich so bin, wie ich bin. Das ist dann auch okay und ich werde mich nicht verbiegen, nur damit mich einer mag, der mich, so wie ich bin, nicht mag. Da mache ich keine Kompromisse.

5. Wofür schlägt Dein Herz höher?

Für den Michelmann, für mein Haus, für den Michelmann, für meinen Garten, für den Michelmann, für Tina, für den Michelmann, für Frankreich, für den Michelmann, für gutes Essen und Trinken, für den Michelmann, für gute Musik, Filme, Bücher und für den Michelmann.

6. Was tust Du, wenn die Krokusse blühen?

Mein Leben genießen.

So meine Damen, damit habe ich Ihnen wieder ein wenig über mich verraten. Bitte bedienen Sie sich selbst.

Also außergewöhnliches Strickmonster Strickwunder bin ich ab und zu auf Unterstützung angewiesen.  Daher habe ich mir in Braunschweig den Rat von einer anwesenden Strickerin geholt, die gerade fleißig in den Wollhaufen herumwühlte. (Eine Wollefachverkäuferin war leider weit und breit nicht zu sehen.) Sie machte einen seriösen und kompetenten Eindruck und so fragte ich sie, wie viele dieser wunderschönen himbeerroten Knäuel ich denn für meinen Schal bräuchte. Zwar hatte ich es mir bereits allein im Kopf anhand meines letzten Schals vorgerechnet, aber eine Bestätigung kann ja nicht schaden. Die Strickerin empfahl mir vier Knäuel, weniger als ich genommen hätte. „Damit kommen Sie locker aus!„, sagte die doofe Frau nette, aufgeschlossene Dame und ich dummes Ding habe ihr geglaubt. Nun habe ich das erste Knäuel verstrickt und  weiß jetzt schon, dass die Wolle nicht reichen wird. Na prima. Jetzt könnte ich das fertige Teil aufräppeln und einen schmaleren himbeerroten Schal stricken oder mit einer zweiten Farbe, die ich erst noch finden muss, ergänzen. Da steigt meine Motivation und Begeisterung wirklich rapide an.

Der Michelmann hat dazu natürlich wieder die passende Idee. Er meinte, ich könne doch den Schal so lassen, wie er ist, und ihn als Topflappen nehmen und aus dem zweiten Knäuel noch einen zweiten stricken… Bäh, das ist gar nicht lustig!

Frau Landgeflüster hat heute kurzfristig das Programm geändert. Nachdem sie mit Tina telefoniert hat, riss der Himmel auf und die Sonne fing an zu scheinen (ein Zeichen!). Und so entschied sie sich ganz spontan in die Kleinstadt vor den Toren ihres Dorfes zu wanderen, um ihr Auto zu holen. Nach dem überraschenden Wintereinbruch gestern hat sie nämlich ihr Auto in der Firmentiefgarage gelassen, damit es dort auftauen kann, und hat sich vom Michelmann in  seiner Mittagspause (um 17 Uhr!) nach Hause fahren lassen. Der Spaziergang führte mich zunächst wie immer durch das halbe Dorf. Und so konnte ich sehen, dass unser neuer Supermarkt (finde ich persönlich immer noch unnötig für unser Dorf) schon kurz vor der Vollendung ist:

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wahrscheinlich, vielleicht

  • meinen neuen Schal beginnen (nachdem ich gestern dreimal begonnen und alles wieder aufgeräppelt habe.) (siehe unten)
  • telefonieren (mit meiner Mutter und mit Tina, beide haben sich bei mir gemeldet)
  • einen der beiden Filme* meiner neuen Doppel-DVD gucken, die ich mir in Braunschweig gekauft habe. (* “Seite an Seite” und “Magnolien aus Stahl”, so schön, so traurig. Mal wieder so  richtig heulen.) („Seite an Seite“ läuft gerade)

bestimmt

  • Wäsche waschen (hängt bereits)
  • Kaminfeuer bewachen (gestrichen, ist zu warm)
  • eine weitere Schublade aufräumen (Gästebadezimmerschrank ist ausgemistet und aufgeräumt)

und sonst

  • an den Michelmann denken, während er die Welt rettet
  • mal sehen, was der Tag so bringt

bestimmt nicht

  • “Wetten, dass?” gucken

Und Sie so?

Bekannterweise essen wir samstags immer ein „Arme-Leute-Essen“. Heute gab es eine fantastische Linsensuppe, gekocht für vier Personen. Hier sehen Sie die erste Tasse der ersten Portion für die erste Person. Also, was ich meine: Sie sehen 1/8 der Suppe, oder besser gesagt, das was von dem /8 noch übrig ist. (Äh? Egal.)

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Kosten für den gesamten Eintopf: 50 Cent. Das wäre doch auch was für sie.

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Guck mal„, sagt Frau Landgeflüster zum Michelmann und hält ihm ihren angefangenen Schal vor die Nase: „Findest Du es blöd, dass ich mir noch einen Schal stricke?“ „Nö, Schals kann man nie genug haben, so als Mädchen.

Danke, Michelmann, Du hättest ja auch sagen können, dass ich ja auch gar nichts anderes stricken kann als pubseinfache Schals. ♥

wahrscheinlich, vielleicht

  • Haus ein wenig frühlingshaft dekorieren (wenn ich Lust habe, bei dem angekündigten schaurigen Wetter rauszugehen und mir lindgrüne oder zitronengelbe Kerzen zu kaufen)
  • meinen neuen Schal beginnen (nachdem ich gestern dreimal begonnen und alles wieder aufgeräppelt habe.)
  • Muffins backen, wenn es die vorhandenen Zutaten zulassen (weil ich bestimmt keine Lust habe, bei dem angekündigten schaurigen Wetter rauszugehen und mir lindgrüne oder zitronengelbe Kerzen und dann auch noch die fehlenden Backzutaten zu kaufen. )
  • telefonieren
  • einen der beiden Filme* meiner neuen Doppel-DVD gucken, die ich mir in Braunschweig gekauft habe. (* „Seite an Seite“ und „Magnolien aus Stahl“, so schön, so traurig. Mal wieder so  richtig heulen.)

bestimmt

  • Wäsche waschen
  • Schönheitspflege
  • Kaminfeuer bewachen
  • eine weitere Schublade aufräumen

und sonst

  • an den Michelmann denken, während er die Welt rettet
  • mir ein nettes Abendessen überlegen
  • mal sehen, was der Tag so bringt

bestimmt nicht

  • „Wetten, dass?“ gucken

Und Sie so?

Was ist das denn? Es ist Wochenende. Frau Landgeflüster hat heute frei. Der Michelmann muss erst heute Nachmittag die Welt retten. Wir sind erst um Mitternacht ins Bett gegangen. Frau Landgeflüster ist bereits um halb sechs wach und munter. Und Sie sind schuld. Sie schon wieder!

Irgendwann habe ich mal gehört, dass jeder Mensch zigmal in der Nacht aufwacht. Nur so kurz, dass er sich am nächsten Tag nicht mehr daran erinnert. Das ist mir heute natürlich auch passiert. Das letzte Mal um halb sechs. Und gerade in dieser Millimillimillisekunde kommt mir eine Idee für unsere Gruppentherapie. Zack macht es, dann plink und Frau Landgeflüster ist hellwach. Ein Blick zur Uhr: 5:27  Uhr! Ups, schnell umdrehen und weiterschlafen! Pah, von wegen! Kommt die nächste Idee. Kurz gefreut und die Augen wieder zu. Aber nix da. Haben Sie schon einmal versucht zu schlafen, wenn Sie munter sind wie nie zuvor? Na, dann wissen Sie ja, wie unmöglich das ist.

Also hat raus aus dem Schlafzimmer mit meiner riesigen Decke und beiden Kissen, ab auf das Sofa, Laptop auf den Bauch und Fernseher an. Morgens kommen am Wochenende ja glücklicherweise interessante Dokumentationen auf ARTE und Phoenix. Gerade sehe ich eine Reportage über Rassismus in Amerika. Fassungslos bin ich über die Kaputzenmänner, die sich noch immer nachts treffen… Furchtbar, dass mit der Wahl dieses hoffnungsvollen Präsidenten nun der andere Mist in einigen Teilen der USA wieder zunimmt.

Ich werde jetzt ganz entspannt ein bisschen durch Bloggerland spazieren und dann mit dem Michelmann frühstücken. So in zwei Stunden. In diesem Sinne: Guten Morgen, Sie alle!

Heute ist es uns mal wieder zweimal passiert, dass wir uns sekundengleich eine Mail mit fast identischem Inhalt zugeschickt haben. Und das zu unterschiedlichen Zeit und Themen. Witzig. Aber die Gedankenübertragung funktioniert auch mündlich:

Michelmann: „Was sagst Du denn zu….“

Frau Landgeflüster:“ Djulja Siegäll?

Michelmann: „Ja.“ (gemeinsames Ablästern über ihr Ausscheiden folgt)

(wir gucken die Sendung ja offiziell nicht mehr, aber gestern haben wir doch ein paar Minuten gesehen. Die Szene, wo alle gemeinsam Sterne im Tümpel zerstören mussten und Frau Siegäll wieder so doof geguckt hat.)

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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