Nachdem ich achtmal allein gefastet habe, mache ich es in diesem Jahr gemeinsam mit Ihnen live in meinem Blog. Das finde ich wirklich großartig. Da der Michelmann nicht mitfastet, ist es nämlich manchmal gar nicht so leicht für mich. Ich beschreibe Ihnen einmal an einem durchschnittlichen Tag, wie ich mein Suchtverhalten Ess- und Trinkverhalten während der Fastenzeit verändere. Dann wissen Sie auch, warum ich vielleicht mal ein paar Entzugserscheinungen zeige wenig nervös werde. Auch in diesem Jahr steigere ich übrigens meine Fasterei wieder. Dieses Mal steht auch Fleisch auf der Liste.
Frühstück zuhause: eine Tasse Hallo-wach-Kaffee, frischer Orangensaft, zwei Reiswaffeln mit Nutella (Nutella wird gestrichen)
tagsüber bei der Arbeit ein bis zwei Kannen Tee (je nach Appetit Rooibos, Fenchel, Salbei) und eine Flasche Mineralwasser (ersatzlos gestrichen werden all die vielen Dinge, die immer da sind und den ganzen Tag über verteilt nebenbei gefuttert werden: Kuchen, Schokolade, Kekse etc. )
Frühstück bei der Arbeit: Joghurt mit kleingeschnippeltem Obst und Walnüssen oder Mandeln (bereits zuhause zubereitet aus 2 bis 3 regelmäßig wechselnder Obstsorten) und dazu eine Tasse Kaffee (diese Tasse Kaffee wird gestrichen)
Mittags bei der Arbeit: Salat (bereits zuhause vorbereitet aus täglich wechselnden Zutaten) und danach eine Tasse Kaffee (diese Tasse Kaffee wird gestrichen, außerdem im Salat keine Hähnchen- oder Putenstreifen und Geflügelwurst oder anderer Fleischbeilagen)
Nachmittags zuhause: eine Tasse Hallo-ich bin wieder zuhause-Kaffee mit etwas Nettem, z.B. zwei Stückchen Schokolade oder einem Stückchen Kuchen (wird beides ersatzlos gestrichen)
Abendessen zuhause: täglich wechselnd (Fleisch wird ersatzlos gestrichen), Dessert und Espresso (wird beides ersatzlos gestrichen)
Zwischen Abendbrot und Schlafengehen: täglich wechselnde Snackis (Käse, Kohlrabi, Knabber- oder Naschzeug oder so) (wird ersatzlos gestrichen), Tee und Mineralwasser
Außerdem wird ersatzlos gestrichen: Alkohol, kleine Imbisse zwischendurch wie Schokoladenpudding oder Crêpes, Softgertränke (Cola, Limonade o.ä.) und Trinkschokolade.
Das, was die Sache dabei so schwierig macht, ist die Tatsache, dass ich manche Dinge ersatzlos streiche. Zum Beispiel knabbere ich abends beim Filmegucken sehr gern. Ich könnte während der Fastenzeit stattdessen was Gesundes naschen, z.B. frisches Gemüse mit Dipp. Genauso könnte ich nach der Arbeit statt Kuchen ein gesundes Vollkornkäsebrot essen. Aber nix da, ich will mich selbst nicht austricksen. Mein Körper, besonders mein Kopf, soll spüren, dass etwas fehlt. Sie sehen, ich mache es mir wirklich nicht leicht. Am allerschwiergsten werden aber bestimmt auch in diesem Jahr meine Mitmenschen, ausgenommen natürlich der Michelmann, sein…
Nun denn, in drei Tagen geht es los!


9 Kommentare
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Februar 22, 2009 um 17:00
Kerstin
Oh oh, das hört sich in der Tat nach harten Zeiten an. Du hast dir ja ordentlich was vorgenommen. Aber ich bin mir sicher: In der Gemeinschaft wird es dir leichter fallen als alleine im stillen Kämmerlein. Und wenn ich mir die Liste links so ansehe, hast du ja doch einige motiviert, das mit dir gemeinsam durchzuziehen. Ich wünsche dir und allen anderen “Mit-Leidenden” viel Durchhaltevermögen und werde das auf euren Blogs sicherlich mitverfolgen.
Alles Liebe ♥ Kerstin
Februar 22, 2009 um 17:09
berliner luft und ostseewelle/ Carola
Ui, ui, Frau Landgeflüster!
Da fällt aber eine Menge weg! ERSATZLOS?! Und der Michelmann macht einfach weiter? Das traut er sich?
Ich verfolge das Vorhaben gespannt!
Februar 22, 2009 um 17:23
landgefluester
Das darf er
Natürlich schränkt er sich zwangsläufig auch ein wenig ein, aber wenn er Heißhunger auf irgendetwas hat wird er sich dem ohne Rücksicht auf mich hingeben. Ist aber okay. Alle anderen nehmen ja auch keine Rücksicht
Februar 22, 2009 um 17:34
Sterntau
Oh, deinen Tagesplan finde ich gut, könnte ich glatt übernehmen
Und ja, es wird keine Ersatzknabbereien geben, es wird in der Tat ersatzlos gestrichen, so will ich es auch handhaben.
Ich freue mich schon… Heute habe ich zum letzten Mal ein Stück Torte geschlemmt
Februar 22, 2009 um 19:25
Heike
ersatzlos getrichen..oweia..ich würde hungern bei deinem Speiseplan in der Fastenzeit..bei nur zwei Reiswaffeln ohne alles zum Frühstück würde ich auf dem Weg zur Arbeit wegen akuter Unterzuckerung vom Rad fallen..den Nachtisch täglich gibt´s bei uns sowieso nicht…..na dann fallen sie mir nicht vom Fleisch liebe Eva…viel Erfolg wünsche ich..meine Fastenliste ist viel viel kleiner..die Zwischensüßriegel und den Käse…lG HEike
Februar 22, 2009 um 20:09
tinschn
Bei dem, was du anscheinend sonst so den ganzen Tag verputzt, schaue ich mir neidvoll nochmal einige Fotos von dir in deinem Blog an…Grün werd vor Neid bei der Figur!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe heute, was wirklich selten vorkommt, ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte verschlemmt. War lecker. Ich fange dann ab Do an, auf Süßes zu verzichten. Ob ich auch 6 Wochen auf ein süßes Brötchen am Samstagmorgen verzichten kann?? Ich lass mich überraschen!
Februar 22, 2009 um 23:14
Kittynn
Bei uns stehen die nächsten zwei Tage noch jede Menge Fleisch, Schinken und Süßkram auf dem Speiseplan um mögliche Versuchungen zu vernichten. Auch Sweetie möchte mitfasten, das macht es für mich leichter. Die Frage ist nur, ob er es durchhält, oder einfach darauf “vergisst”.
Februar 23, 2009 um 14:08
Suse
OHO …. Ich ziehe jetzt schon mal den Hut. Wirklich!
September 30, 2009 um 20:29
Frau Landgeflüsters persönliche Therapie gegen Herbst- & Winterdepressionen « Landgeflüster
[...] öffentlich. „Warum denn das nun wieder. Reicht es nicht, wenn Sie uns mit ihrer Fasterei langweilen?“, werden Sie jetzt vielleicht fragen. Und Frau Landgeflüster wird milde lächeln [...]