So meine Damen, ich darf verkünden: heute in vier Wochen ist Karfreitag, der letzte Tag meiner Fastenzeit. Das Ende naht.
Versuchungen des Tages: Die sehr leckere Geburtstagsrunde vom Kollegen und der Einzug von Carlotta stellten zwar nette Versuchungen dar, aber es fiel mir nicht schwer, denen zu widerstehen. Und so hat der Michelmann Carlotta allein eingeweiht und ich habe zugesehen.
Fazit: die Fastenzeit sollte immer zu der Zeit sein, in der ich den größten Stress bei der Arbeit habe. Noch nie fiel es mir so leicht und gleichzeitig wurde ich beruflich noch nie so gefordert wie in diesen Tagen. Tagsüber komme ich gar nicht dazu, überhaupt nur an das Naschen zu denken. Und das, obwohl nicht weniger Leckereien um mich herum stehen. Ich bin eindeutig keine Stress-Nascherin. Nachmittags ist es zuhause ruhig und entspannend, auch da habe ich keinen Japp. Einerseits finde ich es toll, aber anderseits fühle ich mich nicht wirklich gefordert. Es ist so wie 2001, bei meinem ersten Fasten. Da stand nur Alkohol auf der Liste und der Verzicht darauf war nun wirklich keine große Sache. Vielleicht war die Idee mit der Internetpause zur Fastenzeit doch nicht so schlecht? DAS würde mir wirklich richtig, richtig schwer fallen. Ich bin nämlich auch keine Stress-Internetverweigerin.
(Einzahlung auf das Fastenkonto heute : 1 x Nutella, 3 Tassen Kaffee, Dessert, 2 * Espresso, Knabberspaß)
* heute schreibe ich mir zwei Espresso auf, weil Carlotta unsere funkelnagelneue Espressomaschine ist, und ich bei der Einweihung nur zugesehen habe. Wir sind bekennende Kaffee-Hand-Aufbrüher, aber der Espresso, der braucht Druck und daher haben wir für den eine Maschine.
(Einzahlung auf das Fastenkonto insgesamt: 13x Nutella, 48 Tassen Kaffee, 4x süße Kaffeebeilage, 17x Dessert, 18x Espresso, 17x Knabberspaß am Abend, 2 Gläser Freundinnen Sekt)
Siebzehn Tage ohne Alkohol, Fleisch, Süßwaren, Kuchen, Softgetränken. Alles ohne Ersatzspeisen und – getränken.


Ihr Geflüster