Donnerstag ist mein Tai Chi-Tag, das wissen Sie bereits. Jedenfalls dann, wenn nicht gerade Schulferien sind. Am Donnerstag vor den Ferien hat mich mein Halswirbel am Tai Chi gehindert, deshalb ist mein letztes Training schon vier Wochen her. Natürlich glauben Sie, dass Frau Landgeflüster sittsam, bescheiden und rein wie sie ist, in den Ferien jeden Tag fleißig geübt hat. Schließlich ist das Wetter seit Wochen schön, so dass sie wunderbar im Garten üben und den fehlenden Platzmangel im Haus nicht als Ausrede vorschieben kann. Aber ich muss Sie enttäuschen. Gestern kam mir das erste Mal die Idee, dass ich meine Figuren üben könne, damit ich beim ersten Training nicht ganz blöd unwissend dastünde. Also übte ich meine Figuren und war begeistert ob der Tatsache, dass ich sie auch nach vier Wochen nicht verlernt hatte.

Heute beim Training war auch alles gut. Die Schrittfolgen klappen sehr gut und ich kann mich auf die Verfeinerung der einzelnen Figuren konzentrieren. Das ist toll und macht alles viel entspannter.

Demnächst werde ich mich beim Üben im Garten mit meiner kleinen Digicam filmen. Ich möchte gern einmal sehen, wie meine Übungen aussehen. Ob noch so abgehackt wie zu Beginn oder schon fließender, wie es eben sein soll. Richtig gut wird es erst nach Jahren sorgfältiger Übung sein, aber ein bisschen schön möchte ich es schon machen. Sie verstehen, was ich meine.

Habe ich Ihnen eigentlich schon verraten, dass ich Tai Chi liebe?