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Donnerstag ist mein Tai Chi-Tag, das wissen Sie bereits. Jedenfalls dann, wenn nicht gerade Schulferien sind. Am Donnerstag vor den Ferien hat mich mein Halswirbel am Tai Chi gehindert, deshalb ist mein letztes Training schon vier Wochen her. Natürlich glauben Sie, dass Frau Landgeflüster sittsam, bescheiden und rein wie sie ist, in den Ferien jeden Tag fleißig geübt hat. Schließlich ist das Wetter seit Wochen schön, so dass sie wunderbar im Garten üben und den fehlenden Platzmangel im Haus nicht als Ausrede vorschieben kann. Aber ich muss Sie enttäuschen. Gestern kam mir das erste Mal die Idee, dass ich meine Figuren üben könne, damit ich beim ersten Training nicht ganz blöd unwissend dastünde. Also übte ich meine Figuren und war begeistert ob der Tatsache, dass ich sie auch nach vier Wochen nicht verlernt hatte.

Heute beim Training war auch alles gut. Die Schrittfolgen klappen sehr gut und ich kann mich auf die Verfeinerung der einzelnen Figuren konzentrieren. Das ist toll und macht alles viel entspannter.

Demnächst werde ich mich beim Üben im Garten mit meiner kleinen Digicam filmen. Ich möchte gern einmal sehen, wie meine Übungen aussehen. Ob noch so abgehackt wie zu Beginn oder schon fließender, wie es eben sein soll. Richtig gut wird es erst nach Jahren sorgfältiger Übung sein, aber ein bisschen schön möchte ich es schon machen. Sie verstehen, was ich meine.

Habe ich Ihnen eigentlich schon verraten, dass ich Tai Chi liebe?

Frau Landgeflüster hat es ja nicht so mit der Technik. Ihr fehlt einfach manchmal die Vorstellungskraft, wie irgendetwas funktionieren soll. Nehmen wir zum Beispiel die Erfindung des Telefons. Wie um Himmels Willen kommt man auf die Idee, dass es überhaupt möglich sein könnte, sich über irgendwelche Leitungen und eine riesige Entfernung  zu unterhalten? Und woher weiß man, welchen Draht und welche Schraube man wie zusammen bringen muss? Wenn es denn mal nur ein Draht und eine Schraube wäre! Oder schrauben Sie bitte einmal Ihren PC auf und erklären Sie mir dann, wie derjenige, der diesen PC entwickelt hat, wusste, dass und wie es funktioniert. Verstehen Sie, was ich meine?  Wenn ich mir kalt ist, weiß ich, dass ich mir etwas anziehen muss oder ich mich irgendwie mit einer Decke oder Stoff wärmen kann. Dann nehme ich mir einen Stoff, einen Faden und eine Nadel und verbinde es irgendwie miteinander. Soweit reicht meine Vorstellungskraft. Aber bei vielen technischen Dingen bin ich echt total überfordert.

Nachdem ich von der Arbeit gekommen bin, hat der Michelmann mich freudestrahlend begrüßt mit den Worten: „Hör mal, ich habe einen Radiosender gefunden, der nur Lieder spielt, die ich hören möchte und der keine Werbung sendet.“ Und unser kleiner Weltempfänger spielte gerade ein tolles Lied von Doro Pesch. „Oh, toll“ antwortete ich: „Wie geht das denn bitte?“ Seine Antwort:“ Ich gebe einfach in meinem PC ein, was ich hören möchte und das Radio spielt es dann.“ Ähm, ja. Klar. Logisch. Hahaha, sehr glaubwürdig. Wie soll denn die Musikdatei bitte ins Radio kommen??? Das geht doch nun wirklich nicht! Geht es aber doch. Mit einem neuen Repeater, der es mir zusätzlich noch ermöglicht, in der hintersten Ecke unseres Gartens im Internet zu surfen. Das ist für mich nun auch wieder so eine Sache, die ich zwar faszinierend und beeindruckend finde, aber dennoch unerklärlich für mich ist. Geht es Ihnen auch so?

Wenn der Michelmann mir schreibt, dass er 90 Minuten früher nach Hause kommen darf, ist das großartig!

Also werde ich die folgenden Werbepausen nutzen, seinen Mitternachtsimbiss sein Abendessen vorzubereiten. Ach, ich freu mich so!!!!

Die Tage, an denen der Michelmann bis nachts die Welt retten muss, sind bei uns fingerfood-Tage. Frau Landgeflüster hat den ganzen Abend Zeit, sich kleine Snäckis auszudenken mit den Zutaten, die der Einkaufsmensch zur Verfügung stellt, und diese Speisen mit viel Liebe vorzubereiten.

Da Frau Landgeflüster abends aber lieber auf dem Sofa liegt als in der Küche zu stehen und aufrissige Mehrere-Gänge-Menü zu zaubern, bevorzugt sie die fluxe Küche. Also schnelle, simple Rezepte mit großer Wirkung.

Gestern Nacht gab es für den Michelmann Pflaumen im Speckmantel:

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Darüber hat er sich sehr gefreut, denn so etwas isst er sehr gern. Es war auch leckerer, als es auf diesem Foto aussieht.

Heute gibt es für ihn seinen absoluten Lieblingsmitternachtsimbiss. Sie erinnern sich bestimmt daran und wenn nicht, können Sie sich gern hier Appetit holen.

Und für Freitag, Samstag und Sonntag werde ich mir noch etwas überlegen. Morgen habe ich Pause, denn da hat der Michelmann frei und wird das Küchenregime übernehmen. Praktisch so ein „Ich-koche-auch-gern-Mann“.

Wenn Sie noch fluxe Ideen für mich haben, immer gern. Bitte. Danke.

Frau Landgeflüster schwelgt gerade in Luxus! Was heißt „gerade„? Schon seit heute Mittag. Ein richtige Luxusweib, mit allem was dazugehört.

Oder ist es kein Luxus

  • in der Sonne zu liegen, den wunderschönen blauen Himmel zu betrachten und den Vögeln beim Singen zuzuhören?
  • auf der Bank zu liegen und das angefangene Buch durchzulesen, dabei mögliche Gartenarbeiten gnadenlos ignorierend?
  • im grünen Wohnzimmer mit dem Läppi vor der Nase zu sitzen und in die weltweite Welt zu sehen?
  • zwei Schüsseln Schokoladenpudding, gekocht von dem besten Michelmann der Welt, vor sich stehen zu haben?

Für mich sind solche Glücksmomente mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen. Luxus pur. Schade nur, dass der Michelmann sich diesen Luxus heute nicht gönnen kann, sondern bis halb zwölf die Welt retten muss.

Und heute Abend? Klar! Grey’s! Das hat zwar nichts mit Luxus zu tun, ist aber auch nett.

Dunkellilafarbene Zehennägel. Hm, gefällt mir gut. Ist zwar noch nicht Sommer, aber die Zehen herausblitzen lassen geht bei diesem sommerlichen Wetter ja durchaus schon einmal.

Jedenfalls kam meine Kollegin heute in Sandaletten, kurzärmeligen Shirt und dreiviertellanger Hose zur Arbeit. Frau Landgeflüster, die sich heute morgen entschieden hat, bei 7 ° C mit dem Rad zu fahren, trug heute morgen noch Mütze, Handschuhe und ihre fette Steppweste. Ganz neidisch war sie auf das luftige Outfit ihrer Kollegin. Besonders heute Nachmittag, als sie bei 22 ° C ihre Klamotten irgendwie auf dem Fahrrad unterbringen musste. Zuhause hat sie sich dann entschieden, morgen ebenfalls wieder mit dem Auto und in Sandaletten zu fahren. Und dafür hat sie sich die Zehennägel dunkellila angemalt. Und Sie, auch schon eine Farbe für die Füße ausgewählt? Oder sind Sie etwa ganzjährig angemalt?

heute mal ein wenig schneller mehr. Seit gestern fällt ständig unser DSL aus. Falls Sie in den nächsten Tagen nichts von mir lesen, wissen Sie jetzt woran es liegt und können sich dann an meinen Worten von heute erfreuen mir dann die Daumen drücken, dass ich den Kontakt zur Außenwelt nicht ganz verliere.

… sich schöne Dinge zu kaufen. Dieses Mal waren es die neuen Haargummis, die ich mir letzte Woche gekauft habe. Die beiden T-Shirts heute haben genau die gleiche Farbe, das sieht schick zusammen aus, glauben Sie mir. Nie um eine Ausrede verlegen, die Frau Landgeflüster.

In der letzten Woche habe ich bei Jana einen wunderschönen Blumengruß für mich gefunden. Darüber habe ich mich sehr gefreut und, weil geteilte Freude doppelte Freude ist, möchte ich Ihnen allen, die mich regelmäßig hier oder in meinem Garten besuchen, auch mit Blumen erfreuen. Mit Blumen, die gerade in unserem echten Garten blühen und mein Herz erfreuen.

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Ein besonders lieber Gruß geht an meine lFF Tina. Es war schön mit Dir zu sprechen. Alles Liebe für Dich. Ich drücke kräftig die Daumen!!!

Einen Frosch das Leben retten. Keiner weiß wann, keiner weiß warum. Auf einmal war er da. Unter dem Gitter vor unserem Kellerfenster. Der Michelmann hat ihn nur zufällig gefunden, weil er den Eibenableger und das Immergrün, die sich dort selbst ausgesät bzw. angesiedelt haben, herauszuppeln wollte. Also hat der Michelmann den Frosch in ein Glas gesetzt und mit der Hand zugehalten. Und Frau Landgeflüster hat die beiden in ihren Smartie gesetzt und zum Dorfflüsschen gefahren. Dort hat der Michelmann den Frosch an das Ufer gesetzt und ihm eine gute Reise gewünscht.

Nein, ich habe den Frosch nicht geküsst. Ein Prinzgemahl reicht mir und den habe ich auch geküsst. Dafür, dass er den Frosch für mich gerettet hat.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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