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Der Michelmann hat heute wieder großartige Fotos in unserem Garten geschossen. Wenn Sie mögen, folgen Sie mir bitte in den Garten.

Ich führe im echten Leben eine Art Gartentagebuch, in dem ich für jeden Tag in Stichworten aufschreibe, was ich im Garten getan habe. Vervollständigt werden diese Notizen von dem jeweils aktuellen Wetter.

Also ich am letzten Montag beruflich zwei Tage verreist bin, habe ich den Michelmann gebeten, in das Buch die aktuellen Temperaturen hineinzuschreiben. Das wollte er auch ganz brav erledigen. Heute Morgen fiel mir auf, dass ich die Wetteraufzeichnung nicht wie sonst üblich in meinem Gartengeflüster nachgetragen habe. Und überhaupt habe ich auch das Wetter nicht in das „richtige“ Gartentagebuch geschrieben. Also habe ich den Michelmann heute Vormittag gefragt, ob er auch die letzten Tage noch nachträgt und er hat sich netterweise dazu bereit erklärt. Da der Michelmann jetzt Fußball guckt, dachte ich mir, trage ich die Wetterdaten doch ins Gartengeflüster.

Also holt sich Frau Landgeflüster das Buch, schlägt es auf, liest die Einträge vom Michelmann und fängt an zu kichern. Nicht nur, dass er aufgeschrieben hat, was er oder ich im Garten getan haben oder wie das Wetter nun war. Nein, er hat auch beschrieben, was wir außer der Gartenarbeitszeit gemacht haben, seine Arbeitszeiten und was er bzw. wir gegessen haben. Wie süß ist das denn bitte???

(Auf meine Frage, warum er dies denn auch alles aufgeschrieben hat, war seine Antwort: „Wieso, das ist doch auch wichtig.“ )

werden wir demnächst bekommen. Die sympathische Familie, die wir letztens bereits gesehen haben. Auch, wenn sie erst im Juli offiziell einziehen, werden wir sie wohl schon vorher kennenlernen, weil sie im Garten schon ein paar Veränderungen vornehmen möchten. Also wird unser aMMV-Treffen nicht das erste Zusammentreffen sein. Heute waren die Kinder unser Nachbarin mal wieder da und der Michelmann hat geholfen, ein Sofa herunterzutragen. Töchterlein hat mich derweil noch einmal durch das Haus geführt, in der Hoffnung, dass wir das ein oder andere Möbel- oder Dekostück noch gebrauchen könnten. Die Möbel waren leider zu neu (die alten) oder zu alt (die neuen), als dass sie uns gefallen könnten. Aber ich habe mir einige Gläser ausgesucht.

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Ich weiß nicht, ob ich Ihnen bereits einmal verraten habe, dass ich ein Faible für tolle Trinkgläser habe? Egal, ob alt, egal, ob neu. Ich finde immer schöne Gläser. Es müssen gar nicht immer gleich sechs Stück von einer Sorte sein. Zwei reichen. Wir sind ja nur zu zweit und haben inzwischen natürlich viel mehr Gläser als ich zerbrechen benutzen kann. Dafür nehmen wir es aber auch immer ganz entspannt, wenn unsere Gästen mal ein Glas fallenlassen.

Nun habe ich 25 neue Gläser. Witzigerweise habe ich vor gar nicht langer Zeit mein Highboard umgeräumt und dadurch ein ganzes Fach in der Vitrine frei. Frau Landgeflüster freut sich gar sehr.

Man sagt mir nach, ich wäre eine Elfe. Dabei schlummert wohl eher eine Katze in mir.  Sieben Leben sagt man diesen zauberhaften Lebewesen nach. Bereits vor ungefähr 41 Jahren habe ich mein zweites Leben in Anspruch genommen. Heute wohl das Dritte. Das hört sich jetzt banal an, aber, bitte atmen Sie tief durch, heute habe ich einen Stromschlag erlitten. Das hätte übel ausgehen können. Da ich aber eine Profigartenschere mit dickgummiummantelten Griffen mein Eigen nenne, hat es nur einmal laut „Plopp“ gemacht. Trotzdem ist mir der Schreck in die Glieder gefahren, das können Sie sich vorstellen. Der Brunnen und der Michelmann verstummten sofort und auch ich war zunächst leicht benommen. Kann ich ahnen, dass neuerdings das Stromkabel der Wasserpumpe da entlang läuft, wo ich gerade meinen Strauch zurückschneiden möchte? Nach einer längeren Schrecksekunde und der ärztichen Kontrolle durch Dr. Michelmann Mc Dreamy ist Frau Landgeflüster nun wieder froh und munter. Wie eine Elfe im Haferstroh.

Was lernen Sie daraus? Gartenarbeit bitte nur mit vernünftigen Gartengeräten. Sparen Sie nicht am falschen Ende. Billigplastikprodukte sind lebensgefährlich. Es gibt immer Situationen, mit denen man nicht rechnet. Da kann man sonst noch so aufmerksam und vorsichtig sein.

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ist Frau Landgeflüster immer noch putzemunter. Da nun auch kein schöner Film mehr im Fernsehen läuft, dieser Film viel zu berauschend ist und Frau Landgeflüster die ganze Nacht lang eher singen und tanzen denn schlafen lässt, telefoniert sie noch einmal mit dem Michelmann. Um 1 Uhr nachts. Ich glaube, das haben wir noch nie gemacht. Langsam muss ich auch ins Bett, schließlich werde ich in 5 Stunden höchstwahrscheinlich wieder wach. Lesen ermüdet mich immer ungemein, daher beginnt nun die Lesestunde bei Frau L. in dem alten Häuschen in dem kleinen Dorfe in der Lüneburger Heide.

Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren. Weniger als 50 Tage stehen dem Michelmann und Frau Landgeflüster zur Verfügung, alles für eine perfekte Gartenparty vorzubereiten. Wir haben uns einige Überraschungen für Sie überlegt.

In meinem Kopf ist eine kleine Liste verankert, auf der alles eingetragen wird, was wir uns vorgenommen haben. Sie sieht ungefähr so aus:

  1. xxx
  2. xxx
  3. xxx
  4. xxx
  5. xxx
  6. xxx
  7. xxx
  8. xxx
  9. xxx

Statt der xxx stehen dort natürlich konkrete Dinge, aber das ahnten Sie bereits.

Gestern haben wir erfahren, dass Mitte Juli unsere neuen Nachbarn einziehen werden. Mitte Juli. Das trifft unseren Therapietermin schon ziemlich gut. Auf der Fahrt zum Schwestergeburtstag am Nachmittag haben wir uns vorgestellt, was unsere neuen Nachbarn wohl von uns denken, wenn sie an dem Tag unserer Party zum ersten Mal auftauchen und dann einen Blick in unseren Garten werfen würden. Mit allem, was wir für Sie planen. Wir haben dabei natürlich schamlos übertrieben, alles viel wilder und verrückter gestaltet und uns überlegt, dass es der perfekte Test wäre, um zu überprüfen, ob wir ein total entspanntes oder eher ein distanziertes Verhältnis haben werden. Wir werden sie jetzt aber doch besser vorher informieren, wenn wir die Gelegenheit dazu haben sollten.

Die ersten zwei Punkte der Liste sind übrigens schon abgeharkt. Bleiben nur noch gefühlte 826. Die Gruppentherapie kann kommen.

Der Michelmann rettet die Welt, Frau Landgeflüster schaut „Twister“. Draußen (im echten Leben) stürmt es ebenfalls. Der Bewegungsmelder am Carport geht an und wieder aus. An und wieder aus. Die Clematis wird im Sturm hin und her geweht. Schnell wieder auf das Sofa unter die Decke. Aus jeder Ecke des Zimmers kommen fiese Geräusche. Gruselig.

Jedenfalls solange, bis Frau Landgeflüster feststellt, dass der Michelmann für das Fußballspiel seine Soundanlage angemacht hat. Jetzt ist der Sound aus und die Geräusche kommen nur noch aus dem Fernseher. Puh, wie beruhigend. Trotzdem wäre mir lieber, der Michelmann wäre hier.

Morgen früh um sechs Uhr wird der Michelmann nach Hause kommen, also in 5 1/2 Stunden. Alles wird gut.

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute wende ich mich mit diesem Brief an Sie, um Ihnen etwas über mich und mein Schreibverhalten zu erklären. Nicht, weil ich das Gefühl habe, mich rechtfertigen zu müssen, sondern einfach um Ihnen ein wenig über mich zu erzählen. Ich hätte diesen Eintrag auch so beginnen können: „Sagen Sie mal, Frau Landgeflüster, warum kommentieren Sie nie, so wenig, nur ab und zu, so unregelmäßig in meinem Blog. Gefällt er Ihnen nicht?“

Zunächst beginnt es erst einmal damit, dass ich Ihren Blog und natürlich auch Sie kennenlernen muss. Das ist nicht mit einem einmaligen Gegenbesuch erledigt. Natürlich schaue ich mir Ihren Blog an, sobald Sie ihn in Ihrem Kommentar bei mir verlinken. Und je ansprechender mir Ihr Blog und die ersten Einträge gefallen, desto mehr lese ich mich fest (oder komme wieder). Wenn Sie ganz aktuell etwas geschrieben haben, zu dem ich „meinen Senf“ dazugeben möchte, dann melde ich mich sogar sofort zu Worte. Ähnlich ist es bei Blogs, die ich ganz zufällig auf meinen Reisen durch das Bloggerdorf finde.

Den Rest des Beitrags lesen »

Ihr habt geduldig gewartet. Nun seid Ihr an der Reihe.

Ich gratuliere von ganzen ♥, auch im Namen vom Michelmann, der sich nach dem Abpfiff ganz schnell aufmachen musste, die Welt zu retten.

Der Trainer von Leverkusen sieht aber trotzdem viel besser aus, als der Bremer Coach.

sagt der Michelmann und probiert die Sportfotofunktion seiner Kamera aus.

eva2

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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