wurde ich gerade gefragt: “Wie sehen denn ihre letzten Vorbereitungen aus? Wie es aussieht, wird das Wetter ja ziemlich mies am Samstag, macht Sie das nicht total nervös?”

Nein, ehrlich gesagt, nicht. Ganz im Gegenteil. Seitdem wir wissen, dass sich wohl erst am Samstag selbst entscheiden wird, wie wir feiern werden, sind der Michelmann und ich nur noch am Kichern und Rumwitzeln. Zum Beispiel bei der Überlegung, ob wir den fast drei Meter hohen “Mamma-Mia-Aufsteller” nicht doch irgendwie ins Haus bekommen. Von der Breite her gibt es wohl nur einen Ort im Haus. Sie wissen ja bereits, dass unser Haus genauso klein ist, wie es mit seinen über 120 Jahren alt ist. Diese eine Stelle befindet sich in der Küche, an der ich auch immer Tai Chi übe. Der einzige Platz, den man in fünf Meter Länge ohne Unterbrechung abschreiten kann. Allerdings ist die  Decke auch nur 2, 80 m hoch, sodass es für den Aufsteller zu niedrig ist. Außerdem hätten wir dann ein Problem, an das angedachte Büffet, zur Gästetoilette oder überhaupt ins Haus zu kommen. Das ist etwas ungünstig. Aber wir arbeiten an einer Problemlösung.

Der Michelmann hat schon einen “worst case scenario”-Plan aufgestellt, ausgehend von dem Schlimmsten, das uns wettertechnisch widerfahren könnte. Also die für unser Dorf typischen Sturmböen, dazu Hagel, Starkregen, Blitz und Donner. Wir werden alle durchkommen und die Party satt und fröhlich unbeschadet überstehen. Sollte ein Sturm das Grillen auf dem Holzkohlegrill verhindern, werden wir in der Küche elektrisch grillen. Im Hause Landgeflüster ist man mit zwei Grills gut ausgerüstet. Platz genug zum Sitzen haben wir auch. Wir werden von meinem SchwieVa noch einen Couchtisch organisieren, dann können im Kaminzimmer (sehr praktische Plätze, falls wir kurzfristig auch noch mit Schnee beglückt werden) auch noch sechs Personen bequem speisen.

Ich kann Ihnen versichern, dass auch die Sonne am Samstag scheinen wird. Die Rolle der Sonne werde ich übernehmen. Ich werde Sie mit meinem Dauergrinsen meinem strahlendsten Lächeln beglücken. Damit Sie auch immer von innen gewärmt werden, habe ich mir heute eine riiiiesige Kaffeemaschine geliehen. Sie wissen ja, im Hause Landgeflüster gibt es keine Maschine. Diese Maschine kocht ganz viel Kaffee in kürzester Zeit und wenn Sie selbst keinen Kaffeetrinken, können Sie sich wenigstens die Hände am Kaffeebecher aufwärmen.

Ich denke, auch die Musik wird Sie erwärmen. Zum einen natürlich unsere gemeinsame Musik, aber vielleicht singen wir ja auch diesen Ohrwurm, den ich seit vorhin trällere. Jetzt höre ich gerade meine Haushaltsmusik, die mich auch ziemlich erheitert. Den Michelmann weniger. Musik spielt bekannterweise eine große Rolle im Hause Landgeflüster und ich hoffe, Sie tanzen auch mit mir. Ein bisschen zumindest. Das können wir im Flur. Wenn allerdings alle gleichzeitig mittanzen, müssten wir uns wohl auf einen Engtanz einigen. Sie wissen ja, unser Haus ist klein…

Den Garten können  Sie, wenn er Sie interessiert, in jedem Fall im Trockenen betrachten. Wir zeigen Ihnen den grooßen Garten zur Not von unserem Schlafzimmer aus. Allerdings ist das so klein, dass nur eine Hand voll Personen gleichzeitig in den Raum kann. Einfacher wird der Blick in das kleine Dreiecksgrundstück. Michelmann hat in seinem Zimmer zwei Fenster, die auf das Grundstück zeigen.

Was gibt es noch dazu zu schreiben? Das Essen? Für mich ja kein Problem, Sie bereiten es ja vor. Hahaha, jetzt merken Sie wahrscheinlich erst, wie leicht ich es mir gemacht habe!  Die Getränke hat der Michelmann gekauft und Frau Landgeflüster kann ganz entspannt dem Tag entgegen sehen. Geben Sie zu, ich bin nicht dumm!

Sie sehen also, im Hause Landgeflüster verläuft alles in gewohnt ruhigen Bahnen, seitdem ich meine anbahnende Krise glücklicherweise innerhalb weniger Stunden wieder überwunden hatte. Der Garten sieht entsprechend aus, aber das ist bei dem angekündigten Wetter ja auch egal.

Und Sie so? Wie sind Ihre letzten Vorbereitungen?