Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den Juli 27, 2009.
wurde ich in den letzten Tagen öfter angeschrieben: “Verraten Sie uns, wie Sie die Medizin für Ihre Gäste zusammengebraut haben?”
Ja, das mache ich gern. Es ist ganz einfach, Holunderblütensirup herzustellen. Allerdings müssen Sie bis bis zum nächsten Mai/Juni warten, bis es die nächsten Holunderblüten gibt.
Sie benötigen folgende Zutaten:
- 2 l Wasser
- 2 kg feiner Zucker
- 50 g Zitronensäure
- 2 Zitronen
- 20 Holunderblütendolden

Die Zubereitung:
- Wasser, Zucker und Zitronensäure verrühren.
- Die Zitronen in Scheiben schneiden und die Holunderblüten von Schmutz und Insekten befreien (nicht waschen!). Beides ins Wasser geben.
- Zugedeckt 4 Tage stehen lassen, dabei gelegentlich umrühren, damit sich der Zucker ganz auflöst.
- Den Sirup durch ein Tuch filtern und in Flaschen abfüllen.
- Vielleicht noch eine nette, persönliche Karte herstellen und mit einem schönen Bändchen befestigen.
Holundersirup ist besonders zur Verfeinerung von Sekt und Mineralwasser im Verhältnis 1:10 geeignet.
Da habe ich doch wirklich gegrinst, als ich die topaktuelle Werbung eines Autovermieters sah, in der es da heißt: “Mit dem Dienstwagen in den Urlaub? Es gibt XXXX doch auch in Alicante.” Weniger lustig finde ich die Tatsache, dass eine Ministerin einen Fahrer nach Spanien fahren lässt, nur damit sich die Dame ab und zu mal herumkutschieren lassen kann. Ja, nee, schon klar. Ist ja rechtens. Also warum nicht Steuergelder ohne Ende verprasseln? Man ist ja schließlich in der sozialen Partei. Da darf man sich natürlich zuerst um das eigene Wohlergehen kümmern. Sorry, aber das finde ich wirklich doof!
Das ich das noch in diesem Sommer erleben darf. Gartentaugliches Wetter und Zeit. Der Michelmann hat den Rasen gemäht und damit innerhalb kürzester Zeit den Garten merklich aufgehübscht. Frau Landgeflüster hat derweil eine Stunde im Bauerngarten geharkt, Wildkräuter gezupft und Stauden geschnitten. Und? Man sieht die Veränderung kaum. So ist das immer. Männerarbeit ist optisch meist viel effektiver.
Und, weil Rasenmähen viel mehr Spaß macht als Wildkräuter zupfen, darf der Michelmann mich bekochen, während ich noch faul auf der Bank am Stall herumlungere. So ist das!



Ihr Geflüster