Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den September 23, 2009.
Es geht ein Mann mit einem kleinen Rauhhaardackel die Hauptstraße entlang. Auf und ab. Mehrmals am Tag. Er führt Selbstgespräche und ist immer leicht gebeugt. Wenn er einen Menschen trifft, blickt er auf und grüßt. Und geht weiter seinen Weg, die Hauptstraße entlang. Jeden Tag. Auf und ab. Er ist noch gar nicht so alt, Ende der Dreißiger bis Mitte Vierzig vielleicht. Gekleidet ist er einfach und konservativ, immer eine Jeans, ein kariertes Hemd und eine Baseballkappe, an kalten Tagen natürlich eine Jacke. Und immer ist der Hund dabei. Seit vielen, vielen Monaten. Bis…
Bis kurz vor unserer Reise nach Frankreich, da sahen wir ihn. Mit Glatze, Bomberjacke, hochgekrempelter Jeans. Um die Schultern der Arm eines wesentliches Jüngereren. Mit Glatze, hochgekrempelter Jeans, Bomberjacke und Springerstiefel. Noch nie gesehen in unserem Dorfe.
Es rollt ein Mann auf einem Fahrrad die Hauptstraße entlang. Auf und ab. Mehrmals am Tag. Er führt Selbstgespräche und ist immer leicht gebeugt. Wenn er einen Menschen trifft blickt er auf und grüßt. Und fährt weiter seinen Weg, die Hauptstraße entlang. Jeden Tag. Auf und ab. Er ist noch gar nicht so alt, Ende der Dreißiger bis Mitte Vierzig vielleicht. Gekleidet ist er mit Bomberjacke, hochgekrempelter Jeans. Er trägt Glatze. Und immer hat er sein Fahrrad dabei.
Furchtbar. Und beunruhigend.
Von der Schwierigkeit, eine perfekte Tarte Tatin zu zaubern, hat Kerstin letztens in ihrem Blog berichtet. Danach telefonierten wir wie fast jeden Tag und ich versprach ihr, mal in meinen französischen Kochbüchern zu wühlen. Da ich dort ein fast identisches Rezept fand, dachte ich mir, was die Franzosen können, kann ich auch. ich versuche es einfach auch einmal. Und, was soll ich sagen, meine Tarte Tatin ist auch nicht perfekt. Nun gut, ich war vorgewarnt durch ihren Eintrag und so habe ich auf das Wasser verzichtet, also klappte es mit dem Karamelisieren gut. Ich habe auch den Butteranteil deutlich reduziert. Vielleicht ist die Oberfläche deshalb nicht so wie sie sein soll. Sie war nicht fest karamelisiert sondern weich. (Wie muss die Oberfläche denn eigentlich sein, weich oder fest?)
Geschmacklich war sie sehr gut. Wir haben ein kleines Stückchen als Dessert zum Abendessen probiert. Sozusagen als Belohnung dafür, dass wir den Rest der Woche so konsequent auf die Kohlenhydrate am Abend verzichtet haben.
Liebe Kerstin, inzwischen habe ich in meinem Kochbuch aus der Provence noch ein weiteres Rezept gefunden. Ich werde es nächste Woche ausprobieren und Dir dann berichten, ob es einfacher besser ist. Bei meinem nächsten Besuch zuhause in Frankreich werde ich nach einer passenden Tarte Tatin-Form Ausschau halten.
Dies der heutige Bericht aus der Experimentenküche Landgeflüster.




Ihr Geflüster