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sagt der Michelmann: „Ich habe Dir ein bisschen Meer mitgebracht.“

meer

Ist es nicht Luxus, wenn man einfach so in den Garten gehen kann und sich so viele Äpfel nehmen darf, wie man möchte?

2009_0924

Und Sie so?

so ähnlich sprach heute der Augendoktor zu Frau Landgeflüster, als sie bei ihm auf dem Stuhl saß. Mein letzter Augenarztbesuch für die regelmäßige Untersuchung ist viel zu lange her, bestimmt schon drei Jahre. Deshalb hat der Augenmann mir auch besonders tief in die Augen geschaut und, nachdem Blick auf meine Patientenkarte, kontrollierte er auch alles andere. „Sie sind ja nun auch schon vierzig“, meinte er und nun weiß ich, dass ich keine Stare in meinen Augen habe, der Druck in Ordnung ist und  ich auch nicht unter Nachtblindheit leide. Die gute Nachricht, auch trotz der vielen Bloggerei Arbeit am PC hat sich die Sehstärke von Frau Landgeflüster nicht verändert. Und das, obwohl sie doch nun auch schon vierzig ist!

2009_0923

Es geht ein Mann mit einem kleinen Rauhhaardackel die Hauptstraße entlang. Auf und ab. Mehrmals am Tag. Er führt Selbstgespräche und ist immer leicht gebeugt. Wenn er einen Menschen trifft, blickt er auf und grüßt. Und geht weiter seinen Weg, die Hauptstraße entlang. Jeden Tag. Auf und ab. Er ist noch gar nicht so alt, Ende der Dreißiger bis Mitte Vierzig vielleicht. Gekleidet ist er einfach und konservativ, immer eine Jeans, ein kariertes Hemd und eine Baseballkappe, an kalten Tagen natürlich eine Jacke. Und immer ist der Hund dabei. Seit vielen, vielen Monaten. Bis…

Bis kurz vor unserer Reise nach Frankreich, da sahen wir ihn. Mit Glatze, Bomberjacke, hochgekrempelter Jeans. Um die Schultern der Arm eines wesentliches Jüngereren. Mit Glatze, hochgekrempelter Jeans, Bomberjacke und Springerstiefel. Noch nie gesehen in unserem Dorfe.

Es rollt ein Mann auf einem Fahrrad die Hauptstraße entlang. Auf und ab. Mehrmals am Tag. Er führt Selbstgespräche und ist immer leicht gebeugt. Wenn er einen Menschen trifft blickt er auf und grüßt. Und fährt weiter seinen Weg, die Hauptstraße entlang. Jeden Tag. Auf und ab. Er ist noch gar nicht so alt, Ende der Dreißiger bis Mitte Vierzig vielleicht. Gekleidet ist er mit Bomberjacke, hochgekrempelter Jeans. Er trägt Glatze. Und immer hat er sein Fahrrad dabei.

Furchtbar. Und beunruhigend.

Von der Schwierigkeit, eine perfekte Tarte Tatin zu zaubern, hat Kerstin letztens in ihrem Blog berichtet. Danach telefonierten wir wie fast jeden Tag und ich versprach ihr, mal in meinen französischen Kochbüchern zu wühlen. Da ich dort ein fast identisches Rezept fand, dachte ich mir, was die Franzosen können, kann ich auch. ich versuche es einfach auch einmal. Und, was soll ich sagen, meine Tarte Tatin ist auch nicht perfekt. Nun gut, ich war vorgewarnt durch ihren Eintrag und so habe ich auf das Wasser verzichtet, also klappte es mit dem Karamelisieren gut. Ich habe auch den Butteranteil deutlich reduziert. Vielleicht ist die Oberfläche deshalb nicht so wie sie sein soll. Sie war nicht fest karamelisiert sondern weich. (Wie muss die Oberfläche denn eigentlich sein, weich oder fest?)

Geschmacklich war sie sehr gut. Wir haben ein kleines Stückchen als Dessert zum Abendessen probiert. Sozusagen als Belohnung dafür, dass wir den Rest der Woche so konsequent auf die Kohlenhydrate am Abend verzichtet haben.

Tarte Tatin

Liebe Kerstin, inzwischen habe ich in meinem Kochbuch aus der Provence noch ein weiteres Rezept gefunden. Ich werde es nächste Woche ausprobieren und Dir dann berichten, ob es einfacher besser ist. Bei meinem nächsten Besuch  zuhause in Frankreich werde ich nach einer passenden Tarte Tatin-Form Ausschau halten.

Dies der heutige Bericht aus der Experimentenküche Landgeflüster.

wein

Wenn man wie Frau Landgeflüster blind mit zehn Fingern schreibt und dabei  nicht sooft auf den Monitor schaut, kann es passieren, dass

msn rinrn komplrzzrn Rinztsh dvhtrinz, frn krinr <mrndvh lrdrn ksnn. <js do idz fsd. Huz, fsdd rd fir >Rnzg-Zsdzr hinz.

  • verzichtet Frau Landgeflüster auf lange Texte
  • war ein wunderschöner sonniger Spätsommertag
  • ist Frau Landgeflüster wieder Zug gefahren und es war gar nicht schlimm
  • gab es zum Feierabend keinen „Hallo-ich bin wieder zuhause-Kaffee“, sondern diesen großartigen Cappuccino

2009_0922

  • habe ich mein Päckchen mit Vanilleschoten und verschiedenen Gewürzen erhalten. Hmmm, das duftet!
  • sind wir wieder gemeinsam durch das Dorf spaziert. Wie jeden Abend.
  • gibt es auch wieder ein leckeres kohlenhydratarmes Abendessen mit frischem Gemüse. Es ist faszinierend, wie vielseitig Gemüse durch wechselnde Kombinationen und Kräuter ist.

2009_0922_02

  • kann sich Frau Landgeflüster gar nicht satt sehen an den schönen Farben, die sie aus dem Zugfenster, im Garten und in der Küche betrachten kann.
  • war ein schöner Tag.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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