Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den September 2009.

Der erste Arbeitstag war gar nicht schlimm. Um mir den Tag zu versüßen, habe ich mich in der Mittagspause mit dem Michelmann getroffen und wir sind gemeinsam durch die Sonne spaziert. Sie wissen ja bestimmt, wie wichtig die Sonne zum Schutz vor Vitamin-D-Mangel ist. Noch wichtiger aber ist der Michelmann für das Wohlbefinden von Frau Landgeflüster. Deshalb freue ich mich auch gar so sehr, dass er in dieser Woche zu ganz zivilen Arbeitszeiten die Welt rettet und wir uns viel sehen werden.

Die Erkenntnis des Tages: Der Herbst ist schon so gut wie fast ganz da. Morgens ist es jetzt wirklich noch dunkel und im Schatten kühlt es recht schnell ab. Die Sonne steht auch schon so tief, dass unsere Bank auf der nicht vorhandenen Terrasse vor dem Küchenfenster  selbst bei Sonnenschein am späten Nachmittag im Schatten liegt. Kombiniert mit der dazugehörigen Abkühlung bedeutet dies, dass Frau Landgeflüster ihren „Hallo-ich bin wieder zuhause-Kaffee“ in ihrer warmgefütterten Jacke zu sich nimmt.

Nach dem Kaffee habe ich den Michelmann zu einem gemeinsamen Spaziergang durch den Garten eingeladen. Vielleicht erinnern Sie sich, dass wir noch einen riesigen Gutschein einzulösen haben, und so haben wir gemeinsam ein bisschen geplant. Schließlich wollen wir in den nächsten Wochen richtig loslegen.

Nachdem Essen, das heute der Michelmann zubereiten möchte und wer kann dazu schon „nein“ sagen?, werden wir auch noch einmal durch das Neubaugebiet spazieren und schauen, was wir in den letzten Wochen verpasst haben. Lieber würde ich natürlich am Strand spazieren, aber der Michelmann hat noch keine Idee, wie wir den in unser Dorf bekommen. Immerhin ist zwischen den beiden Neubaugebieten eine Grünanlage, bei der man sich mit etwas Phantasie vorstellen kann, auf Dünen zu wandern. Manchmal muss man sich eben auch mit kleinen Dingen zufrieden geben. In diesem Sinne: machen Sie es sich nett heute Abend und genießen den Feierabend.

Wir hatten die Einlösung von zwei Gutscheinen vor dem Essen bei den Schwiegereltern geplant. Ganz spontan ergab sich die Möglichkeit, einen weiteren Gutschein einzulösen. Aber zunächst zeige ich Ihnen, was wir uns vorgenommen haben. Dazu fuhren wir in den Ort, in dem der Michelmann aufgewachsen ist und seine Eltern noch heute wohnen.

badbodenteich

Beim Minigolf bin ich genauso talentiert wie beim Krocket. Daher hat der Michelmann wieder Haus hoch (50:73) gewonnen.  Der Minigolfplatz befindet sich im Kurpark, daher brauchten wir nur einige Meter zur Wassertretanlage gehen. Eine schöne Erfrischung! Wir hatten heute nämlich 26 ° C, daher war das Wassertreten eine angenehme Kreislaufstärkung. Zufällig wurde dort auch ein Flohmarkt veranstaltet und so kam auch gleich der weitere Gutschein zum Einsatz.

flohmarkt

Das Computerproblem meines SchwieVa war schnell beseitigt und so konnten wir uns auch rechtzeitig zum Kaffeetrinken im Garten meiner Cousine aufmachen. Den Tag dort habe ich sehr genossen. Meine Cousine hat einen wunderschönen Garten, in dem ich mich immer sehr wohl fühle. Sie hat das Glück den Garten frei und naturnah gestalten zu können. Anders als ich, die ich auf Nachbarn Rücksicht nehmen muss. Wir haben Crémant geschlürft, Kuchen und Latte Macciato zu uns genommen und abends noch ein Gläschen Rotwein getrunken, uns nett unterhalten und einen wirklich schönen Gartentag verbracht. Witzigerweise hatte ich mit meiner Cousine in der Kind- und Jugendzeit nie etwas am Hut. Erst als Erwachsene haben wir unsere Gemeinsamkeiten (Garten, Kochen und unsere Vorliebe für Frankreich) entdeckt. Auch unsere Männer verstehen sich blendend.

Und damit endet unser Urlaub nun wirklich und ich bin froh, dass er vom ersten bis zum letzten Tag so perfekt war. Wissen Sie, was mir den Start in den Alltag erleichtert? Das Wissen, dass ich in zehn Wochen wieder Urlaub habe. Ich glaube, morgen bastle ich mir als erstes bei der Arbeit einen Abzählkalender, auf dem ich die Tage abstreichen kann…..

Still und leise ist unser Urlaub zu Ende gegangen und dem Wochenende gewichen. Ein  wenig wehmütig bin ich, weil der Urlaub gefühlsmäßig ruhig noch weitergehen könnte.  Diese Art zu leben, ist wirklich mein Ding. Naja, ein Grund sich auf das gemeinsame Rentnerdasein in ca. 20 Jahren zu freuen. Solange werden wir weiterhin versuchen das Arbeitsleben mit der Freiheit Freizeit so zu kombinieren, dass wir weiterhin glücklich und zufrieden mit unserem Leben sind.

Immerhin hat das Urlaubsabschiedswochenende großartiges Wetter bereitgehalten. Gestern haben sich überraschender- und netterweise meine Eltern zum Kaffeetrinken angemeldet. Gleichzeitig haben sie unsere Urlaubsfotos sehen wollen und weil sie sich nicht sattsehen konnten, hatten wir beide nun auch die Möglichkeit alle ca. 1200 Fotos anzusehen.  Mein Vater ist, glaube ich, schon mit Fotoapparat vor dem Gesicht auf die Welt gekommen, daher sind „mal eben 1200 Fotos ansehen eine kleine entspannende Beschäftigung“. Es war ein netter und unterhaltsamer Tag, dem ein großartiger Filmabend folgte. Wir haben unsere neue DVD angeschaut „Rock Radio Revolution“, den wir im April im Kino gesehen haben. Der Film ist so toll. Wenn Sie Musik genauso lieben wie ich, werden auch Sie begeistert sein! Leider konnte ich die Nacht schlecht schlafen, weil ich noch so aufgekratzt von diesem Film war, aber das macht nichts.

Jetzt wird sich Frau Landgeflüster ein wenig aufhübschen, denn heute ist „Wir futtern uns durch-Sonntag“. Wir wurden von meiner SchwieMu zum Essen eingeladen, damit wir meinem SchwieVa mit seinem PC helfen können. Das wird grausam. Nicht das Essen, sondern das Helfen. Aber diesmal ist der Michelmann dran, das letzte Mal war ich an der Reihe. Vorher fahren wir aber noch zwei Gutscheine einlösen. Weil wir schon einmal da sind, wo die Gutscheine einzulösen sind. Nachmittags sind wir dann bei meiner Cousine zum Kaffeetrinken eingeladen….

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Sonntag.  Bitte drücken Sie die Daumen, dass der Michelmann keinen Nervenzusammenbruch bekommt.

Frau Landgeflüster findet Wahlplakate überflüssig und doof. Weil für die so viel Geld verplempert wird und sie doch nichts aussagen. Wochenlang starren sie Männer und Frauen an, die sie meistens weder attraktiv noch sympatisch findet. Bemalen, wie als Kind die Gesichter auf den Fernsehzeitungen, darf Frau Landgeflüster sie auch nicht.

Blöderweise wird die Straßenlaterne direkt hinter unserer Hecke auch immer für so ein doofes Plakat missbraucht. Dabei dürfen weder der Michelmann noch Frau Landgeflüster die Partei das Gesicht auswählen, das ihnen den Blick aus dem Esszimmer verschandelt. Nun raten Sie mal, welche Partei bei der letzten Wahl dort hing? Unglaublich, aber traurigerweise wahr: die Partei der NichtwählbarenPolitischenDrecksäue. Fies, oder? Glauben Sie mir, der Appetit ist mir vergangen und ich habe mich während der Wahlkampfzeit umgesetzt. Habe auf den traumhaftschönen Blick in meinen Garten verzichtet, weil mir das Plakat Augenschmerzen verursachte.

In der Zeit unserer Ferien in Frankreich wurde unser Dorf mit Wahlplakaten zugemüllt. Auch unser Laternenpfahl. Und so kann ich auch in diesem Herbst täglich darüber nachdenken, ob es wirklich jemanden in Deutschland gibt, der aufgrund eines Wahlplakates eine bestimmte Partei wählt.

Es ist übrigens dieses Mal ein Plakat einer anderen Gruppierung:

plakat

Ich verrate Ihnen nichts Neues, wenn ich schreibe, dass Frau Landgeflüster kein Bastelwunder ist. Folglich muss das, was sie bastelt immer ganz einfach und in fünf Minuten fertigzustellen sein. Keiner weiß warum, aber heute war Frau Landgeflüster nach Basteln. Herbstliche Deko sollte es sein, obwohl es netterweise auch heute sehr sommerlich ist. Also wandert Frau Landgeflüster mit ihrer Gartenschere durch den Garten auf der Suche nach Bastelmaterial. Sie schnippelt dort ein wenig und da auch, setzt sich auf die Bank und bastelt dies:

kranz

und diesen Korb:

strauss

Nichts Aufregendes, aber vergessen Sie nicht, Frau Landgeflüster ist kein Bastelwunder….

Für die Einlösung des heutigen Gutscheines hat der Michelmann sich unseren Garten ausgesucht. Ein Zeichen, dass auch ihn zur Zeit nichts von zuhause wegzieht. Und so habe ich meine Lieblingspicknickdecke geholt, während der Michelmann in das Fach gegriffen hat, um uns eine Stärkung für die bevorstehende Aufgabe mitzubringen.

gutscheinwolke

Das mit den Wolkenzählen war ganz einfach. Insgesamt haben wir mit viel Phantasie sechs unscheinbare, kleine Wolken gefunden. Auf die mussten wir aber länger warten, weil der Himmel fast wolkenlos ist. Warum wir dann ausgerechnet diesen Gutschein einlösen? Weil es so kuschelig warm auf der Decke ist!

Um uns die Warterei auf die Wolken zu verkürzen, kam zwischendurch der Postmann und brachte uns ein paar Briefe, eine Musikzeitschrift für den Michelmann und ein Paket mit der DVD „Willkommen bei den Sch’tis“. Wie nett. Gestern brachte der gute Mann bereits eine Lieferung mit zwei DVDs. Der Herbst mit seinen kuscheligen Filmabenden kann also kommen. Weil es so nett auf der Decke ist, hat der Michelmann seine Zeitschrift gelesen und Frau Landgeflüster ein Buch. Und so dauert das Wolkenzählen einige Stunden. Ganz angenehm und ruhig war es. Ab und zu ein „Plopp“, wenn mal wieder ein Apfel vom Baum fiel. Sonst kaum ein Geräusch. Der Feierabendverkehr im Dorf hat noch nicht eingesetzt und unsere renovierenden Nachbarn sind heute nicht da.

Inzwischen fahren die ersten nachhausekommenden Autos vorbei und der Michelmann ist mal kurz an seine Hantelstangen marschiert. Zeit für Frau Landgeflüster die Fotos und den Bericht über diesen Gutschein einzustellen. Ich weiß nicht, ob ich diesen schönen Platz auf der Decke vor dem Dunkelwerden verlasse. Es ist so nett und warm hier, das gefällt mir sehr gut. Da ich das Frühstück und das Mittagessen (gebackene provenzialische Tomaten zum frischen Baguette) zubereitet habe, zaubert der Michelmann das Abendessen. Vielleicht als Picknick im Fackelschein auf meiner Decke?

Als ich heute morgen, nach dem Bügeln meiner vielen Wäsche von gestern (ja, da staunen Sie ob der Fleißigkeit am fühen Morgen, oder?) zu Tante Emma stiefelte, über mir der strahlend blaue Himmel, da dachte sich Frau Landgeflüster. „So ein Tag, der ist toll!“ Und sie überlegte sich, wie schön es wäre, wenn jeder Tag so angenehm beginnen würde. Aufzuwachen, den Luxus zu genießen, ganz ruhig zu überlegen, ob man aufstehen sollte oder nicht. Und bereits morgens um halb acht die Energie zu haben, den Tag mit so etwas wie Bügeln zu beginnen. Wissen Sie, ich mache solche Tätigkeiten immer gern, wenn der Michelmann noch schläft. Er ist ja ein wenig älter, deshalb braucht er seinen Schlaf. Dann muss ich die Zeit, die ich mit ihm verbringen kann, nicht mit solchen Dingen verschwenden. Vielleicht wundern Sie sich, dass ich so gern so viel Zeit mit dem Michelmann verbringe. Aber das hat mehrere Gründe. Erst einmal liebe ich ihn heiß und innig sind wir noch nicht ganz 15 Jahre zusammen, daher haben wir noch gar nicht so viel Zeit miteinander verbracht, wie Paare, die ihr Leben lang mit der Jugendliebe zusammen sind, und haben deshalb noch Nachholbedarf, und zum anderen bleibt uns nicht mehr viel gemeinsame Zeit, wenn uns der Berufsalltag erst einmal wieder hat. Sie kennen ja die teilweise recht ungünstigen Arbeitszeiten vom Michelmann. Außerdem ist es einfach schön mit dem Michelmann zu sein. Er ist ja nicht nur mein Mann, sondern auch mein bester Freund. Aber darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben, sondern darüber, wie glücklich ich über solche Tage bin, an denen ich mich einfach treiben lassen kann. An denen einfach alles passt. Nicht nur die Zeit und das Wetter, sondern auch das eigene körperliche Befinden und die Energie, die gerade an solchen Tagen dafür sorgt, dass man viel schafft und macht. Auch Dinge, die nicht so toll sind. Denn Bügeln finde ich natürlich nicht so toll, wie zum Beispiel am Strand laufen oder im Garten zu sitzen und zu lesen oder Vögel zu beobachten.

Aprospos beobachten. Einen Gutschein werden wir heute auch noch einlösen. Aber nur, wenn der Himmel nicht so wolkenlos bleibt, wie er noch immer ist. Bevor ich in den Garten verschwinde, zeige ich Ihnen noch kurz das Frühstück, das ich für uns vorbereitet habe, bevor ich den Michelmann geweckt habe die extrem laute Musik den Michelmann um kurz vor halb zehn geweckt hat. Klein, aber fein.

fruehstueck

Aus den Weintrauben, die der Michelmann gestern noch im Garten geerntet hat, habe ich eine kleine Joghurtspeise gemacht. Den Michelmann hat’s überrascht und geschmeckt. Der Honig ist ein Mitbringsel aus Frankreich. Lavendelhonig. Hm, ein Gedicht!

Da fällt mir auch ein, dass ich einen Punkt in meinem Ferienaufsatz vergessen habe, aber das kann ich später noch einmal nachholen. Jetzt gehe ich in den Garten!

Einen schönen Tag für Sie alle. So einen Tag, von dem Sie sagen werden: „Der Tag, der ist toll!“

Wie dumm gedankenlos und unverantwortlich muss man als Vater, als Führerscheinneuling, als Autofahrer, als Bei- und Mitfahrer sein, damit so etwas passiert?

Vielen Dank erst einmal für die vielen lieben Kommentare. Welch nette Begrüßung!

Mein vorletzter Urlaubstag heute war großartig. Ich habe wirklich eine Menge gemacht, obwohl ich den ganzen Tag zuhause war. Morgens bin ich schon recht früh aufgewacht und habe doch der Versuchung widerstanden wenigstens zum Dösen liegenzubleiben. Stattdessen habe ich den Michelmann schlafen lassen und mich an die Bügelwäsche gemacht.  Gleichzeitig habe ich Else die erste Ladung Wäsche waschen lassen, der noch zwei weitere Ladungen folgten.

Mein Spaziergang durch das Dorf folgte morgens um acht. Da habe ich mich aufgemacht, um, wie auch in den letzten Tagen, für die kleine Familie Landgeflüster Brötchen zum Frühstück zu kaufen. Tante Emma ist ja bekannterweise umgezogen, daher ist auch der Weg zum Einkauf schon ein kleiner Spaziergang.

Nach dem Frühstück ging es in den Garten. Die Zeit, die wir in Frankreich verbracht haben, hat gereicht, um aus dem sowieso schon ausgetrockneten Garten eine Wüste zu machen. Mir ist so einiges vertrocknet und so habe ich heute vier Schubkarren voll aus den Beeten geholt und danach wieder kräftig gewässert.

Für das Mittagessen habe ich heute Empanadillas gebacken. Da wir im Urlaub ganz schön gesündigt haben, wollen wir wieder konsequent darauf achten, nach 18 Uhr (so gut wie) keine Kohlenhydrate zu uns zu nehmen. Daher gibt es die kräftigenden kohlenhydratreichen Speisen eben zum Frühstück und Mittag. Die Anregung für die Empanadillas habe ich mir aus meinem Tapas-Buch geholt, die Füllung aber abgewandelt. Lecker waren sie!

empanadillas

Gefüllt habe ich sie mit Spinat, Knoblauch, geriebenen Emmentaler, Seelachsschnitzel und Pinienkernen. Als Beilage gab es die restliche Füllung mit Ei, ebenfalls gebacken. Hmmm, war wirklich sehr lecker.

Nachmittags haben wir noch ein wenig mehr im Garten gewerkelt und dann noch Apfelsaft gemacht. Da die Äpfel jetzt noch reifer und röter sind, sieht der Saft wunderschön rosafarben aus und schmeckt  ein wenig süßer. Sehr, sehr lecker.

Sie merken, es geht uns nicht schlecht. Abends haben wir noch einen weiteren Gutschein eingelöst:

krocket

Das Krocket-Turnier war sehr lustig! Ich bin bei diesem Spiel nämlich ziemlich schlecht. Und so hat sich der Michelmann großzügig nach dem Sieg der ersten Runde auf eine Revanche eingelassen, weil er ja davon ausgehen konnte, dass er auch das zweite Spiel ganz überlegen gewinnt. Aber nicht mit Frau Landgeflüster! Die ist über sich hinausgewachsen und hat die zweite Runde sensationell gewonnen! Natürlich hat sie beim Entscheidungsspiel wieder gnadenlos versagt und verloren. Aber der Gutschein war ja ein Geschenk für den Michelmann, deshalb musste sie ja wohl auch verlieren, oder?

Heute Abend bleibt es ruhig bei uns. Der Michelmann wird Fußball schauen und ich lesen, was ich die letzten Wochen bei Ihnen verpasst haben.

Drei Wochen minus zwei Tage auch. Und doch habe ich wieder hierher gefunden und, wie ich feststellen kann, haben Sie mich nicht vergessen. Danke für Ihre lieben Kommentare zum letzten Eintrag, für Ihre netten Mails und die tolle Post. Sie sind großartig!

Klar hätte ich auch noch zwei Tage länger ausgehalten und damit die drei Wochen ganz konsequent einhalten können. Aber der Michelmann hat mir gerade so ein witziges Haustier gebracht, das möchte ich Ihnen unbedingt zeigen. Daher melde ich mich schon heute zurück zwei Tage Urlaub und ein Wochenende, bevor meine Sommerferien offiziell zu Ende sind.

Vielleicht interessiert es Sie aber zunächst, wie mein Urlaub war und was der Michelmann und ich in dieser langen Zeit gemacht haben? Mussten Sie jemals in der Schule einen Aufsatz über „Mein schönstes Ferienerlebnis?“ schreiben? Ich glücklicherweise nie! Habe ich Ihnen schon einmal verraten, was für eine Niete ich früher im Aufsatzschreiben war? Glücklicherweise war meine Rechtschreibung in Diktaten immer so großartig, dass ich die schlechten Noten meiner Aufsätze damit ausgleichen konnte. Mir ist nämlich nie etwas eingefallen, was ich zu den bescheuerten Themen meiner Lehrer schreiben könnte. Für Sie aber werde ich versuchen, einen tollen Aufsatz über meine Sommerferien mit dem Michelmann zu schreiben ist. Ich hoffe, die Bewertung Ihrerseits fällt besser aus, als die während meiner Schulzeit.

Doch zunächst schreibe ich über einen ganz traurigen Augenblick in meinem Urlaub. Es war der Moment, in dem ich erfuhr, dass Patrick Swayze verstorben ist. Obwohl seine Krankheit schon lange bekannt ist, kam die Nachricht doch unerwartet und sie hat mich sehr getroffen. Die aufmerksamen Leser unter Ihnen wissen natürlich, wie sehr ich den Film Dirty Dancing liebe. Als Herr Swazye mit diesem Film in mein Leben trat, war ich schon aus dem Alter, in dem sich Teeniemädels in Popstars und Schauspieler verlieben und ihr Zimmer mit Postern tapezieren. Aber dieser Film und dazu diese Musik. Das ist meins. Ganz und gar. Und er ist Teil des Films und so begleitet er mich auch mehr als die Hälfte meines Lebens. Ich habe am Dienstag um ihn geweint.

Ausgenommen von diesem traurigen Tag, der insgesamt sehr ruhig war, hatten wir die wohl bisher schönsten gemeinsamen Ferien. Alles war so perfekt und schön. Obwohl wir soviel Zeit wie selten miteinander verbracht haben, hatten wir nicht eine Sekunde Langeweile und immer etwas zu besprechen oder zu lachen. Da es nicht ganz leicht zu beschreiben ist, wie toll dieser Urlaub wirklich war, habe ich für Sie ein paar Fotos zusammengestellt. So können Sie sich noch viel besser vorstellen, was ich schreibe…..

Wir haben im Garten gewerkelt. Nicht so fleißig, wie geplant, aber es war für Pflanzungen einfach zu heiß und zu trocken. Trotzdem haben wir viel Zeit im Garten verbracht und neben den Dingen, die den ganzen Sommer anstehen wie Rasen mähen, die Wildkräuter in Schach halten, Äpfel und Zuchcis ernten und verarbeiten, haben wir bereits den Sitzplatz unter dem Carport eingelagert (die vier anderen stehen uns aber weiterhin zur Verfügung!) und den Vorgarten für die neue Bepflanzung vorbereitet. Alles andere machen wir in den nächsten Wochen. Der Herbst fängt ja auch gerade erst an. Fotos habe ich keine, aber ich werde in den nächsten Tagen aktuelle ins Gartengeflüster einstellen.

Und dann sind wir auch noch verreist. In die Heimat meines Herzens, Sie ahnen es, nach Frankreich. Zum ersten Mal an die Atlantikküste, in der Bretagne. Und, was soll ich sagen, es war einer der schönsten Urlaube, die ich je erlebt habe. So schön, so entspannend. Perfektes Wetter, eine schöne Wohnung und, ich schrieb es bereits, gute Laune ohne Ende beim Michelmann und Frau Landgeflüster. Einfach großartig. In Bildern sieht es so aus:

bretagne

bretange02

Verstehen Sie, was ich meine?

Natürlich haben wir uns auch Gutscheine vorgenommen. Insgesamt drei, alle in Frankreich eingelöst:

gutscheine

Einen Tag haben wir im wunderschönen Lüneburg verbracht. Wir mussten einkaufen und hatten keine Lust auf die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes. Also haben wir spontan beschlossen, einen Ausflug nach Lüneburg zu machen. Einkaufen, shoppen, Mittag essen. Auch dieser Tag war sehr nett und ich habe ihn sehr genossen. Und nicht nur, weil ich so tolle Sachen gekauft habe. Fotos habe ich kaum gemacht, dazu sind wir zu oft dort. Diese müssen als „Beweis“ reichen:

lueneburg

Wir sind jeden Abend spazieren gegangen (in Frankreich am Strand, zuhause durch das Dorf) und haben uns vorgenommen, dies auch weiterhin bei Wind und Wetter so oft wie möglich zu tun. Schließlich gibt es kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Schreibt Frau Landgeflüster bei schönstem Sonnenschein und hofft, dass sie das auch beim kalten Regenwetter nicht vergisst. Fußballtechnisch habe ich ein wenig gelitten, wurde aber auch ein wenig versöhnt. Wir waren nicht im Stadion, dazu fehlte uns die Motivation. 80 Kilometer, nö, das musste nicht sein. Gelesen habe ich auch, aber weniger als üblichlerweise im Urlaub (normalerweise ich lese im Urlaub alle 1-2 Tage ein neues Buch).

lesen

Das lag wohl an dem großartigen Wetter, das bei uns, aber auch in Frankreich herrschte. Was für ein toller Sommer in diesem Jahr! Auch Kochbücher habe ich durchgeblättert. Und wir haben es wirklich wahrgemacht und jeden Tag mehr oder weniger aufwendig gekocht und einiges Neues ausprobiert. Der Michelmann in Frankreich, Frau Landgeflüster zuhause. Kerstin stellt bekannterweise immer die tollsten Speisen und Getränke in ihrem Blog vor. Ich habe das große Glück, fast täglich mit ihr zu telefonieren und so die leckeren Anregungen auch während meiner Internetpause zu erhalten. Den von ihr vorgestellten Basilikumsirup müssen Sie zum Beispiel unbedingt ausprobieren! Wir haben ihn mit Mineralwasser getrunken und sind sehr begeistert.

saltimbocca

tarte

Sie sehen, drei Wochen Urlaub sind wirklich eine lange Zeit, wenn man sie so intensiv auskostet, wie wir es getan haben. Ohne meine selbstverordnete Blogpause wäre der Urlaub nicht so ausgefüllt gewesen, auch wenn es ganz ungewohnt war und mir schon etwas fehlte. Aber immer nur kurz, und ich muss zugeben, die Internetpause hat mir insgesamt gutgetan. Ich werde diese selbstverordneten Pausen bei meinen nächsten Urlauben beibehalten. Einfach, weil ich dann viel mehr Zeit für das echte Leben habe. Also notieren Sie bitte: im Dezember werden Sie zwei Wochen nichts bei Frau Landgeflüster lesen. Da hat sie ihren „Ich freue mich auf Weihnachten und mach es mir im Hause schön“-Urlaub. Das kennen Sie ja auch schon, wenn Sie hier bereits länger lesen.

Drei lange Wochen waren eine lange Zeit, in der ich nicht in Ihren Blogs mitgelesen habe. Wie geht es Ihnen? Hatten Sie auch drei schöne Wochen? Sicherlich haben Sie Verständnis dafür, dass ich die drei Wochen nicht sofort bei Ihnen allen nachlese. Hoffentlich geht es Ihnen allen gut. Sollte es Ihnen gerade nicht so toll gehen, wünsche ich Ihnen eine gute Besserung und rasche Genesung. Sollte ich Ihren Geburtstag oder Hochzeitstag verpasst haben oder ein ähnlich wichtiges Ereignis, gratuliere ich nachträglich ganz herzlich.

Allen, die mich auch nach drei langen Wochen nicht vergessen haben, wünsche ich alles Liebe und einen tollen Start ins Wochenende. Ich freue mich wieder da zu sein.

Und jetzt stelle ich Ihnen mein neues Haustier vor, es ist ein Igel:

paprikaigel

(Na, erkennen Sie, woraus der Michelmann ihn gebastelt hat? Oder sollen wir eine Rätselaufgabe daraus machen? Ja, es ist ein Paprikaigel.)

Nachtrag: Sehen Sie wie durcheinander ich zeitlich bin? Jetzt schon ein schönes Wochenende zu wünschen, ist wohl etwas verfrüht. Aber wenn Sie sich schon einmal langesam darauf einstellen, dann passt mein Gruß vielleicht doch schon…

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

September 2009
M D M D F S S
« Aug   Okt »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

Geflüsterauswahl

vergangenes Geflüster

Aktionsgeflüster

Die Rote Schleife

Ich bedanke mich für

  • 1,390,574 Besuche

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 88 other followers