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Es hat einen Virus, aber kein H1N1.

Gemein ist, dass ich heute eine Übernachtung in einem tollen Hotel verpasse mit einem Abendprogramm, das ich noch nicht kenne. Erfahrungsgemäß wird es großartig werden. Krank sein ist immer doof, aber an so einem Tag, das ist fies, oder? Aber ich komme durch. Inzwischen sind die Übelkeit und das Schwindelgefühl verschwunden und die Kopfschmerzen erträglich. Der Blutdruck war heute ganz weit unten, aber nachdem ich fast drei Stunden geschlafen habe, ist es wieder besser. Der Halsschmerz, der ist noch immer sehr unangenehm, aber ich möchte mich nicht beklagen. Die Ärztin ist zuversichtlich, dass ich am Donnerstag wieder arbeiten kann. Bei dem Mitbringsel, das der Michelmann mir heute mitgebracht hat, wird’s bestimmt auch mit dem Hals schnell wieder gut.

Frau Landgeflüster liebt Kräutertees, und da sie selbst in diesem Jahr gar keinen Salbei oder andere Kräuter für Tee getrocknet hat, freut sie sich riesig über die Auswahl ihrer Tees. Danke, sehr aufmerksam, lieber Michelmann.

Den Nachmittag verbringt Frau Landgeflüster auf dem Sofa in dem Zimmer vom Michelmann. Von dort aus kann sie so schön Fernsehen aus dem Fenster gucken.

Und, soll ich Ihnen was verraten? Der Weihnachtsmann backt Plätzchen! Glauben Sie nicht? Ist aber so, sehen Sie selbst:

Bei Ihnen bedanke ich mich für die vielen Genesungswünsche. Und bei meiner lieben lFF für die bunten Kullerchen, die mir der Michelmann gerade im Eierbecher (!) serviert hat.

Frau Landgeflüster ist schon ein kleines Glücksschwein, so allgemein. Findet zumindest Frau Landgeflüster.

Am letzten Samstag zum Beispiel, da ist sie mit dem Michelmann durch die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes spaziert, weil das Wetter vormittags so schön war und sie ein paar Stiefel kaufen wollte, von deren Aussehen sie eine klare Vorstellung hatte: schwarz, hoher Schafft, flache Hacken und dennoch gleichzeitig eine gewisse Eleganz ausstrahlend. Genauso einen Stiefel hat sie auch gefunden, leider nur in Größen ab 40. An diesem Tag musste Frau Landgeflüster sogar lernen, dass es in der ganzen Kleinstadt keine schwarzen Stiefel in Größe 39 gibt. Das ist zwar schade, aber nicht schlimm, denn Frau Landgeflüster musste ja bisher auch nicht barfuß durch’s Leben stiefeln.

Eines der wenigen größeren Geschäfte in der Kleinstadt hat neben Schuhen auch Kleidung anzubieten. Also kam der Michelmann auf die Idee, dort nach einem echten “kleinen Schwarzen” Ausschau zu halten. Denn Frau Landgeflüster hat für heute Abend eine Einladung “mit festlicher Abendkleidung” erhalten. Geplant hatte sie eigentlich eine festliche schwarze weite Hose mit flaschengrünem Glitzeroberteil. Bereits in der letzten Woche hat sie sich intensiv mit ihrem Kleiderschrank beschäftigt und beschlossen, keines ihrer langen Abendkleider zu tragen, weil vielleicht doch etwas zu feierlich. Ein kleines Schwarzes wäre perfekt, aber das einzige schwarze Kleidchen in meinem Schrank ist nur für den Sommer geeignet. Das rote Kleidchen ist zu auffallend für eine Veranstaltung mit Kollegen. Es wird gern bei Hochzeiten getragen, weil schwarz für diesen Anlass zu traurig wäre.

Am Donnerstag habe ich mir extra die gar fürchterliche Bambiverleihung angetan, um mich von der Abendgarderobe der Damen inspirieren zu lassen. Da ich aber nur viele Kleider sah, die ich für den jeweiligen Inhalt zu eng fand oder bei denen der Schneider wohl vergessen hatte, den Stoff im Brustbereich einzusetzen, fand ich keine Anregung. Übrigens, die armen Damen, abends ist es doch im November recht frisch. Die Herren trugen sogar Jacken! Rot sah ich, viel rot. Die Kleider sahen teilweise sehr nett aus. Aber diese Farbe hatte ich ja bereits aussortiert. Die Sendung brachte wirklich keine Inspiration, nur die Erkenntnis, dass Frau Witt nicht als Moderatorin arbeiten sollte und es peinlich ist, wenn so viele “Witzchen” gemacht werden und nie einer lacht. Frau Landgeflüster übrigens auch nicht. Ganz im Gegenteil, unangenehm berührt und fassungslos saß sie vor dem Fernseher und schüttelte den Kopf. Die wichtigste Erkenntnis aber war die, dass diese Verleihung die erste und wohl auch die letzte im Leben der Frau Landgeflüster ist. Es sei denn, sie erhält selbst den Ehrenbambi für ihr Lebenswerk irgendwann einmal. Hahaha, kleiner Scherz. Und so schlecht, eben passend zur Sendung.

Jedenfalls, Sie ahnen es, hat Frau Landgeflüster ein perfektes schwarzes Kleidchen gefunden. Wissen Sie, so eines, dass man zu jedem Anlass tragen kann und das auch noch in einer großartigen Qualität. Damit komme ich wieder zur Einleitung meines Eintrages: Frau Landgeflüster ist schon ein kleines Glücksschwein, so allgemein. Findet zumindest Frau Landgeflüster.

Schade nur, dass sie heute so krank ist, dass sie die Veranstaltung absagen musste. Das ist so gemein! Gleich muss sie zum Arzt. Ob sie vielleicht dazu das neue Kleid anziehen sollte? Wäre doch schade, wenn es nun ungetragen im Schrank bleibt.

Wenn man in unserem Alter zum 200jährigen Geburtstag eingeladen wird, passiert es noch immer, dass wir bis zum 5 Uhr am neuen Morgen feiern. Spricht für die Party, die wirklich klasse war. Und weil es so nett war, haben wir uns nach vier Stunden Schlaf zum gemeinsamen Frühstück getroffen. Danach aber ins Adventshäuschen Landgeflüster, auf das Sofa zum ersten Weihnachtsfilm der Saison. “Mein Schatz, meine Familie und ich.” Nett war er. Nicht zu Tränen rührend, wie “Tatsächlich Liebe”, aber zum Lachen und Entspannen. Gerade das richtige für diesen ersten Advent.

Und wenn ich Ihnen noch einen wirklich großartigen Film (kein Weihnachtsfilm!) empfehlen darf: Schauen Sie sich unbedingtDie Herbstzeitlosen” an. Träume sind dazu da, geträumt zu werden. Auch wenn es manchmal vielleicht lange dauert, bis die Gelegenheit kommt, sich diesen Traum zu erfüllen.

Die ganze letzte Woche haben der Michelmann und Frau Landgeflüster nach rot-weiß-kariertem Schleifenband gesucht, das Frau Landgeflüster für ihre Gartendekoration benötigt. Wir haben uns die ganze Woche kaum gesehen, weil der Michelmann wieder an so doofen Zeiten die Welt retten musste. Dies hatte aber den Vorteil, dass wir beide in unseren Pausen wohl in jedem Geschäft in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes nach diesem Band suchen konnten. Der Michelmann hat die eine Hälfte durchgeforstet, Frau Landgeflüster die andere. Leider vergeblich. Heute haben wir uns also vorgenommen, den wolkenlosen blauen Himmel auszunutzen und noch einmal gemeinsam nach diesem Schleifenband zu suchen. Diesmal war sich Frau Landgeflüster sicher, es auch zu finden, denn sie kennt einen Schnickeldiladen einige Dörfer entfernt, von dem sie vermutete, dass es dort auch Schleifenbänder dieser Art zu kaufen gibt. Dem war auch so. Es war zwar bestimmt total überteuert, aber darauf konnte Frau Landgeflüster keine Rücksicht nehmen.

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel in der Kleinstadt vor den Toren des eigenen Dorfes, konnte Frau Landgeflüster dann endlich mit ihrer Gartendekoration weitermachen. Während sie dies tat, veränderte sich das Wetter natürlich schlagartig, so dass die Windlichter jetzt zwar fertig sind, aber die Kerzen nicht angezündet werden können, weil es in Strömen regnet. Also die Deckel drauf und so in den Garten gestellt. Wenn Sie die Gläser sehen möchten, gern, klicken Sie hier.

Bereits am sonnigen Morgen habe ich den Adventskranz aufgestellt. Sehr rot und sehr üppig dekoriert. Den goldenen Stern habe ich übrigens sofort gefunden. Da hat es doch geholfen, dass ich meine Weihnachtskisten schon vor- und aussortiert habe.

Ganz so leuchtend rot ist er aber “in echt” nicht. Das kommt wirklich von der Sonne. Die Kerzen gefallen mir auch noch nicht so richtig. Ja, ja, Frau Landgeflüster und ihre Kerzen. Aber in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gibt es diese Größe eben auch nicht. Wie übrigens auch keine Damenstiefel in Größe 39. Das ist aber eine andere Geschichte, die ich Ihnen vielleicht erzähle, wenn ich von meinem Einkauf des “kleinen Schwarzen” berichte.

Die ein oder andere hat mich schon in ihr Wohnzimmer blicken lassen, da möchte ich Ihnen doch auch noch einmal zeigen, dass der Michelmann, wer auch sonst, meine gewünschten Kerzen gekauft hat und die Dekoration auf dem Highbord nun komplett ist. Ich finde es so ganz in rot noch ein bisschen netter.

Unser Highboard:

Dieses weihnachtliche Mobile habe ich für unseren Garten “gebastelt”, aber da wir nun seid fünf Tagen fast ununterbrochen stürmischen Wind genießen, habe ich es kurzentschlossen in unser Kaminzimmer gehängt. Ich finde, es macht sich dort auch gut. Ist es in diesem Jahr eben ein bisschen rustikaler.

Und wenn Frau Landgeflüster nicht so blond wäre besser mit der Spiegelreflex vom Michelmann umgehen könnte, hätte es auch noch detailliertere Fotos gegeben.

Morgen mache ich noch einen ganz traditionellen Adventskranz fertig, der unseren Esszimmertisch schmücken soll. Von meiner Mutter habe ich den Holzständer geschenkt bekommen, den ich schon als Kind heiß und innig geliebt habe. Drücken Sie mir bitte die Daumen, dass ich den goldenen Holzstern in meinen vielen Weihnachtskisten finde. Irgendwo darin muss er sein. In den letzten Jahren, hatte ich statt Kranz einen dekorierten Kerzenhalter, deshalb habe ich ihn ein wenig aus den Augen verloren.

Ich wünsche Ihnen allen ein großartiges 1. Advent-Wochenende!

Schön, dass es wieder halb voll ist.

Nachtrag nur für Frau Landgeflüster!

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gestern: viel gequatscht, noch mehr gelacht, etwas getrunken, gut gegessen, mit ihr.

heute nur traurig und in Gedanken bei Dir.

Wie Sie vielleicht wissen, wohne ich in Niedersachsen. Und so höre ich, wenn ich denn mal Radio hören, einen norddeutschen Rundfunk. Den, wo um 7:17 Uhr bei Stefanie gefrühstückt wird. Frau Landgeflüster hört nur morgens vor der Arbeit Radio. Seit einigen Wochen kommt es mir vor, als würde sich das Zentrum der Welt in Osnabrück befinden. Kein Tag, an dem nicht mindestens zwei- bis fünfmal von Osnabrück berichtet wird. Egal, ob im Radio oder im Fernsehen. Wo demonstrieren die Studenten am dollsten? In Osnabrück! An welcher Hochschule unterrichtet der Professor 2009? In Osnabrück! Wo springt VW ein, um Arbeitsplätze zu retten? In Osnabrück! Wo werden künftig Imame ausgebildet? In Osnabrück! Aus welchem Raum kommt der Mann, der gegen den Solidaritätszuschlag geklagt hat? Aus Osnabrück! Sogar beim Fußballwettskandal ist Osnabrück angeblich involviert. Ich habe den Eindruck, Osnabrück ist wohl die bemerkenswerteste Stadt in Deutschland. Ist das so? Bisher dachte ich immer Osnabrück wäre eine relativ unbedeutende Stadt. Vielleicht so ähnlich wie Bielefeld?!

Das Wetter spielt diese Woche so gar nicht mit, also ändert Frau Landgeflüster ihr Programm und fängt nicht mit der Gartendekoration an, sondern im Haus. So ein kleines altes Häuschen gibt die Weihnachtsdekoration selbst vor. Ich finde, eine klassische bzw. schlichte Dekoration macht sich zwischen den alten Holzbalken einfach besser als schrille Farben und blinkende Lämpchen. Und deshalb ist es im Hause Landgeflüster immer ein wenig langweilig rot und rustikal. Einen Stilmix gibt es auch immer. Na ja, fast immer. Im letzten Jahr weniger, in diesem Jahr um so mehr. Traditionell fängt Frau Landgeflüster immer in der Woche nach dem Totensonntag mit der Adventsdekoration an. Genauso traditionell ist die Tatsache, dass Frau Landgeflüster stundenlang vor ihren offenen Weihnachtskisten sitzt und nicht weiß, wie sie beginnen soll. Nachdem ich am Montag schon nicht in die Puschen kam, habe ich gestern erst einmal alle Kisten ausgepackt und neu sortiert. Ich habe viele Dinge zur Seite gelegt, die ich nicht mehr brauche. Tja, aber was macht man mit diesen, eigentlich noch schönen Dingen, die einfach nur nicht ins eigene Konzept passen? Da gibt es bestimmt mehrere Möglichkeiten, aber Frau Landgeflüster verzichtet auf die Mülltonne Einfachste und ruft den Dorfkindergarten an und fragt nach, ob dort Interesse besteht. Besteht. Und Freude darüber, dass an sie gedacht wurde.

Und nun verrate ich Ihnen das Allertraditionellste: nie, nie, nie schafft es Frau Landgeflüster die für die weihnachtliche Dekoration benötigten Kerzen rechtzeitig da zu haben. Also stecken in den Kerzenhaltern weiße statt rote Kerzen, in der Holzpyramide und dem Lichterbogen fehlen sie ganz. Tztztz. Und deshalb spendiere ich Ihnen heute nur einen kurzen unscharfen Blick auf mein Highboard. Detaillierter wird es morgen, wenn ich es schaffe, bis dahin alle Kerzen zusammenzuhaben.

Und wenn Sie Ihr Heim dekorkoriert haben, seien Sie doch bitte so nett und stellen Sie ein Foto ein. Sie wissen ja, wie sehr es Frau Landgeflüster liebt, gerade zur Weihnachtszeit durch das Fenster in die beleuchteten Wohnzimmer zu schauen. Es wäre sehr reizend von Ihnen. Danke. Bitte. Nein, nein, keine Angst. Dies ist keine neue Aktion. Frau Landgeflüster ist doch einfach nur ein wenig neugierig.

Wissen Sie, was ich ganz großartig finde? Diese Spontanitäten des Lebens. Hahaha, ich weiß, erst heute morgen schrieb ich von den Verrücktheiten meines Bloggerlebens und jetzt auch noch dies. Bekomme ich doch vor einer halben Stunden eine Mail mit der Frage, wie es denn morgen mit dem traditionellen MittwochsMädchenAbend aussehen würde. “Na, das soll wohl ein Test sein”, denkt sich Frau Landgeflüster und antwortet schlicht und direkt ungefähr so: “Ja. Bring Deinen Schlafanzug mit. Killepitsch steht bereit.” Und, habe ich den Spontanitätstest bestanden? Toll, toll, toll, es passt so toll, denn den Rest der Woche hätte ich keine Zeit. Juppidijuppida.

Ahnen Sie, wer mich morgen besuchen kommt?

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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