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Nach unserem Ausflug zur angeheirateten Verwandtschaft sind wir beide gleich in die Küche gestürzt und haben uns im wahrsten Sinne des Wortes eine Küchenschlacht geleistet. Der Michelmann hat einen Früchtejoghurt und  Nudelsalat gezaubert, unser Essen für den morgigen Arbeitstag und Frau Landgeflüsters Aufgabe war es, das heutige Abendessen vorzubereiten: Rosenkohl und Ente. Dazu wird es auch bei uns ein Gläschen Rotwein geben. Ursprünglich wollten wir diese Speise heute Mittag zusammen mit Kartoffeln essen, aber da wir so reichhaltig gefrühstückt haben, gab es nur ein kleines Süppchen. Heute Abend verzichten wir einfach auf die Kartoffeln, ist zwar schade, aber macht ja nichts, gibt es eben ein bisschen mehr von dem anderen. Und in dieser Sekunde trägt der Michelmann das Essen herein!

Ach, heute ist es draußen so richtig schön kruschelig. Das richtige Wetter für eine ganz lange Autofahrt durch die herbstliche Natur. Der Anlass ist nicht so mein Ding, eine Kindergeburtstagsnachfeier in der angeheirateten Verwandtschaft. Wie gut, dass mir als Kind und Jugendliche so ein Zirkus erspart blieb. Mal ehrlich, die Geburtstagsfeier mit Freunden und Spielkameraden, egal ob mit oder ohne Tanten, Onkeln und Großeltern, die ist fein. Aber eine Nachfeier nur mit den “alten Verwandten”, die braucht doch kein Kind und keine angeheiratete Tante. Verständlicherweise verpieselt sich das Kind sowieso bei erstbester Gelegenheit. Und wir auch, denn Frau Landgeflüster und der Michelmann werden wahrscheinlich wie immer etwas angespannt sein, weil die Schwiegereltern bei Familienfesten immer besonders anstrengend aufgeregt sind und sich die liebe Schwägerin davon anstecken lässt. Außerdem kräuseln sich mir die Nackenhaare, dass dort auf die Anrede “Tante” und “Onkel” bestanden wird. Gruselig, oder? Frau Landgeflüster fühlt sich da immer gar nicht so richtig angesprochen und fragt jedesmal vorsichtig nach: “Meinst Du mich?” Glücklicherweise ist der Michelmann auch der Meinung, Kaffeetrinken reicht, deshalb überstehe ich diese Familientreffen auch immer ohne größere Schäden. Aber vielleicht denken Sie doch ein wenig an mich…

Während der Michelmann Brötchen von Tante Emma holt, liegt Frau Landgefluester im Bett und bloggt dies:

muffins

Der Michelmann meint, diese Muffins wären die Besten, die ich je gebacken habe. Ich weiß jetzt nicht, ob das für oder gegen meine Backkünste spricht. Da ich sie aber sehr, sehr lecker finde, stelle ich Ihnen das Rezept heute vor. So können Sie es selbst einmal testen.

Zunächst das eingefettete Muffinsblech in den Kühlschrank oder das Tiefkühlfach stellen. Dann

150 g Frischkäse

1 Päckchen Vanillezucker

und 1 EL Milch verrühren.

Nun 200 gr Mehl

mit 1 Päckchen Schokopuddingepulver

2 1/2 TL Backpulver

und 1/2 TL Natron vermischen.

Als nächstes 1 Ei verquirlen.

Mit 140 gr Zucker

80 ml Sonnenblumenöl

250 gr Buttermilch

verrühren und die Mehlmischung zugeben, alles verrühren.

Den Ofen auf 180 ° C vorheizen.

Klein geraspelte Zartbitterschokolade in die Förmchen streuen. Einen Teil des Teiges einfüllen. Dann je einen TL der Frischkäsecreme darauf geben und den Rest des Teiges verteilen.

25 Minuten backen.

Die Frischkäsefüllung verleiht den Muffins Frische und Leichtigkeit. Guten Appetit.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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