Einen Eintrag gibt es noch. Wissen Sie, wie toll es wirklich ist, wenn man eine Woche im Dezember nicht zuhause ist? Zum einen leert die liebe Nachbarin den Briefkasten und gibt die gesammelte Weihnachtspost auf einmal ab. Ganz ehrlich, es war so viel, dass mich ein fassungsloser Michelmann auf der Arbeit anrief und mich vorwarnte. Zuhause setzte ich mich erst einmal an den Esszimmertisch, den der Michelmann zum Gabentisch auserkoren hatte. Stellen Sie sich vor, erst verbot er mir sogar auch nur einen Briefumschlag zu öffnen, weil er meinte, Weihnachtspost dürfe erst an Heiligabend geöffnet werden. Sie wissen ja, wie streng der Michelmann sein kann. Das fand ich sehr gemein, weil Sie die Briefe schon öffnen dürfen. Das weiß ich. Schließlich haben Sie Ihre Weihnachtskarten teilweise schon in Ihren Blogs gezeigt. Nach einer kleinen Diskussionsrunde einigten wir uns darauf, dass die großen Umschläge zu den Päckchen kommen und ich die normal großen Briefe lesen und die Karten an unseren Balken hängen darf. Immerhin.

Vielen Dank für die vielen Karten und Päckchen. Ich freue mich sehr, dass Sie an mich gedacht haben. Ich selbst schreibe auch sehr gerne Weihnachtskarten, jedes Jahr werden es mehr. Aber auch in diesem Jahr wird der ein oder die andere, die mir Weihnachtspost geschickt hat, keine Post von mir erhalten. Das ist nicht bös gemeint, liegt aber daran, dass ich mir schon Ende November eine Liste mache, einen Teil der Weihnachtsgrüße als Adventspost schicke, damit sie noch vor der Reise in meinem Weihnachtsentstressungsurlaub zur Post kommt, und ich nach meinem Urlaub den zweiten Teil vornehmen kann. Dabei passiert es immer wieder, dass mir dann doch ein Name durchrutscht oder ich feststelle, dass ich die Adresse und den richtigen Namen gar nicht kenne. Leider fehlt mir im November auch die Geduld und Lust die Zeit und Muse, aufwendige Karten selbst zu basteln. Ich kaufe meine Weihnachtskarten, da bin ich leider nicht so perfekt. Aber ich weiß, Sie stimmen mir zu, dass ist auch gar nicht schlimm.Vielleicht sollte ich es mir für den nächsten Sommer vornehmen und jede Karte ganz persönlich und liebevoll gestalten. Bei aller Freude über meine Post, ich habe aber genauso Verständnis dafür, wenn jemand gänzlich auf das Verschicken von Weihnachtspost verzichtet. Dafür braucht es Zeit und Ruhe. Es ist ja wie es ist: manchmal ist ein Anruf, eine Mail oder eine eCard die bessere oder einzige Möglichkeit. Um so mehr freue ich mich, dass Sie die Zeit gefunden haben. Danke, danke, danke. Und weil ich am Wochenende bei Kerstin gesehen habe, dass sich die Karten an einer Girlande wirklich schön machen, habe ich mir auch eine Girlande an den Balken im Esszimmer gehängt.
Was ist nur in den großen Umschlägen drin? Und den Päckchen? Auf manchen steht noch nicht einmal ein Absender!
Wissen Sie, was aber auch großartig an so einem Winterurlaub ist? Manchmal hat man Glück und fährt von einem grauen Ort fort und kommt nachts in einen zauberhaften weißen Wintergarten zurück. Alles unberührt, das ganze Dorf unter einer dicken weißen Schneedecke. Und, wenn man so eine liebe Nachbarin wie ich hat, wird man am nächsten Morgen mit einem frisch geräumten Gehweg überrascht. Damit der erste Morgen zuhause ruhig und gemütlich anfangen kann. Klar, dass ich mich heute Abend mit einer Flasche Sekt revanchiert habe, oder?

Und nun werden wir die “Schöne Bescherung” ansehen, damit es uns so richtig weihnachtlich um’s Herz wird. Ihnen einen schönen Abend. Heute ist die längste Nacht des Jahres und morgen wird es schon wieder später dunkel.


10 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
Dezember 21, 2009 um 21:06
tonari
Weihnachtspostflut ist was Feines, nicht wahr? Und bestimmt kommt noch mehr…
Dezember 21, 2009 um 21:34
Kerstin
Ich denke mal Tonari hat recht und das werden sicher nicht die letzten Karten und Päckchen sein, die Dich oder auch Euch erreichen. Sooo schön ist das. Auf eine Weise irgendwie ein ganz eigenes Weihnachtsmärchen. Zauberhaft.
Erfreue Dich an Deinen vielen Karten und Päckchen, großartig schaut das aus! Und viel Spaß bei der schönen Bescherung wünsche ich Euch!
Ganz viele liebe Grüße ♥ von Kerstin
Dezember 21, 2009 um 22:09
GZi
Das sieht schön aus mit den Karten – in England werden die auch über die ganze Advents- und Weihnachtszeit an eine Girlande oder Leine gehängt oder auf ein Sideboard gestellt. Ich sammle sie in einer großen Schale, das ist auch schön. Ein unberührter verschneiter Garten sieht wirklich zauberhaft aus… das gibt’s bei uns nur agnz früh morgens – und dann entdeckt der Herr Hund Anton dies und mit Vergnügen stiebt er alles durcheinander
Dezember 22, 2009 um 8:43
Heike
hier tauts dahin..so schade….liebe Grüße Heike
Dezember 22, 2009 um 11:51
Tine
Aufmachen. Reingucken. Auspacken. Freuen.
Dezember 22, 2009 um 12:26
Frau Landgeflüster
Cool. Diesen Kommentar werde ich gleich dem Michelmann zeigen.
Dezember 22, 2009 um 12:32
Frau Sterntau
Genauso sehe ich das auch, Tine
Volle Zustimmung!
Ich finde es so klasse, dass momentan täglich Weihnachtspost eintrudelt. Herrlich, handgeschriebene Post ist so wunderbar, ich freue mich gerade so über jede einzelne Karte.
Und nein, ich bastel auch nicht selbst. Einerseits habe ich es nicht so mit dem Basteln, andererseits war ich mit dem Backen schon bestens beschäftigt
Dezember 22, 2009 um 18:23
Frau Landgeflüster
Dezember 22, 2009 um 18:25
Zeig mir Deinen Schnee und ich sage Dir, wer Du bist…. « Landgeflüster
[...] den großen Umschlägen. Liebe Tine, da Du ja Deinen Absender auf den Umschlag geschrieben und mir erlaubt hast, ihn schon jetzt zu öffnen, habe ich natürlich sofort hineingesehen. Vielen lieben Dank für [...]
Mai 8, 2010 um 21:15
Heute ist alles « Landgeflüster
[...] die Wölfe spielten ein Ex-Meister-würdiges Spiel. Ganz anders als das Hinspiel. Und deshalb gab es heute Currywurst, Pommes und Puffbier. Und das nach 18 Uhr! Im Hause [...]