Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den Dezember 22, 2009.

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(Sie lesen eine sprachlose Frau Landgeflüster. Liebe Tonari, vielen Dank für diesen wunderschönen Kalender. Na, da kannst Du Dir aber sicher sein, dass ich das alles “in echt” sehen möchte. Den Michelmann bringe ich mit und dann zeigst Du mir alles. Hach, ist das alles toll!)

Bevor ich mich über meine heutige Post (Ja, sind Sie denn wahnsinnig?) äußere, möchte ich Ihnen eine neue Erkenntnis von Frau Landgeflüster verraten. Da der kleine Smartie heute morgen unter einer 20 cm dicken Schneeschicht versteckt, unser Dorf komplett eingeschneit und die Straßen somit ungeräumt waren, habe ich das großartige Angebot vom Michelmann freudestrahlend angenommen und mich mit seinem Allrad-Hondi zur Arbeit fahren lassen. Da der Michelmann selbst bis um 22 Uhr die Welt retten muss, blieb mir für den Heimweg die Wahl zwischen 6 Kilometer im Tiefschnee am Waldesrand nach Hause zu stiefeln oder mit dem Bus zu fahren. Sie werden es nicht glauben, aber Frau Landgeflüster hat sich für den Bus entschieden. Ein ganz besonderes Erlebnis, weil Frau Landgeflüster in den fast 13 Jahren, die sie hier nun schon wohnt, erst zwei- oder dreimal mit dem Bus gefahren ist.

Über die Busfahrt gibt es gar nichts Negatives zu berichten. Pünktlich, sauber, modern, freundlicher Busfahrer, was möchte man mehr? Auf dem Fußweg nach Hause fielen mir die unterschiedlich geräumten Gehwege auf und es ist, wie es ist: am geräumten Weg erkennt man den Menschen, der sich dahinter verbirgt. Hier mein Fotobeweis allerdings mit qualitativ schlechten Beweisfotos. Mein IwiPhone war in der Dunkelheit etwas überfordert und beim letzten Foto fehlte mir die ruhige Hand.

Foto 1:

Beim genauen Betrachten erkennen Sie im Hinter- und im Vordergrund penibel geräumte Wege, dazwischen ein Stückchen ungeräumter Fußweg. Nicht zu erkennen ist, dass die Grenze zwischen geräumt und ungeräumt auf den Zentimeter genau an der Linie des Gartenzauns verläuft. Was sagt uns das? Zum einen, dass die beiden Nachbarn den in der Mitte wohl nicht so mögen. Jedenfalls sieht es so aus. Bei uns ist anders, wenn wir oder unsere Nachbarn Schnee schieben, nehmen wir es mit “meins” und “deins” nicht so genau. Die geräumten Wegteile sind übrigens die von den Menschen, die den öffentlichen Grünstreifen an der Straße mehr pflegen als wir unseren Rasen im Garten.

Kommen wir nun zum Foto 2:

Hier sehen Sie im Vordergrund den Gehweg von dem Nachbarn, der seinen Gehweg  umweltfeindlich entsalzen noch penibler geräumt hat. Das ist der, in dessen Gärten kein einziges Unkraut wächst, also so ganz anders als bei uns weil wir das ja nicht totspritzen. Auch werden sie bei ihm im Herbst kein einziges Blatt Laub im Garten finden. Jedenfalls nicht über einen längeren Zeitraum. Der Michelmann und ich werfen manchmal eins heimlich beim Spazierengehen in den Vorgarten. Bitte verraten Sie uns nicht.

Der Gehweg im Hintergrund ist das unseres direkten Nachbarns. Früher war dort Tante Emma. Seitdem der neue Nachbar dort renoviert, wird weder gefegt, noch Laub entfernt oder Schnee geräumt. Das ist manchmal rutschig und nicht so toll. Bei so viel Schnee ist es ganz schön schwierig für Radfahrer und Fußgänger. Aber da die Renovierung des Hauses noch im vollen Gange ist, gehen wir mal davon aus, das es künftig nicht ganz so arg sein wird.

Und damit kommen wir zum dritten, leider gar sehr unscharfen, Foto:

Das ist das Haus vom Nikolaus Landgeflüster. Unser Gehweg ist zu jeder Jahreszeit gleich: Unkraut, ja manchmal schon. Aber nie soviel, dass es ungepflegt aussieht. Laub, ja, aber nur soviel, dass man den Herbst erkennt, aber nicht soviel, dass man ausrutscht. Schnee, ja, aber soweit geräumt und mit Sand abgestreut, dass man zwar nicht rutscht oder das Gehen zu anstrengend wird, aber doch soviel, dass die vielen Kinder sich mit dem Schlitten über den Gehweg ziehen lassen können.

Insgesamt sieht unser Gehweg durch das Dorf sehr lustig aus. Wie eine Schlange mit unterschiedlichen Mustern. Gut finde ich, dass es jedem selbst überlassen bleibt, wie er es handhabt und keiner bis auf Frau Landgeflüster hier im Blog das zum Thema macht. Jedenfalls hat mit mir noch keiner geschimpft.

So, nun wissen Sie, was ich auf meinem Nachhauseweg erlebt habe mir heute Abend auf dem Nachhauseweg aufgefallen ist.

Mein erster Gang, Sie ahnen es vielleicht war zum Briefkasten. Um es kurz zu machen:

  1. Die Girlande am Balken reicht nicht aus. Un.glaub.lich.
  2. Mein Postbote überlegt bestimmt, ob ich nicht doch irgendeine Promitorte bin.
  3. Ist es vielleicht blöd, dies Thema so hoch aufzuhängen. Aber ich freue mich nun einmal so. Sorry.

Um es noch kürzer zu machen: Danke! Danke Ihnen allen. ♥

Mein zweiter Gang, Tine ahnt es vielleicht, war der Gang zu den großen Umschlägen. Liebe Tine, da Du ja Deinen Absender auf den Umschlag geschrieben und mir erlaubt hast, ihn schon jetzt zu öffnen, habe ich natürlich sofort hineingesehen. Vielen lieben Dank für diesen großartigen Weihnachtsgruß. Der Weihnachtsmann passt perfekt in unser Weihnachtszimmer und hängt nun ebenfalls am (zweiten) Holzbalken.

Und nun ruft der Hunger!

Bitte teilen Sie mir bis zum 31.12.2009 mit, welches das Seelentrösterwetterfoto 2009 ist und wer den Preis erhalten soll!

Ich danke Ihnen allen für diese rege Beteiligung. 97 Fotos. Unglaublich. Und eines schöner als das andere.

Na dann viel Spaß. Hahaha, in Ihrer Haut möchte ich nicht stecken.

Bitte sehen Sie sich alle auch noch einmal die wunderschönen Fotos von Frau Kaisa an. Leider hatte ich den Link nicht richtig gesetzt. Entschuldigung, liebe Frau Kaisa!

Wunder schafft die Weihnachtszeit.
Vor dem Dorf, darin verschneit
Jeder Hof und jedes Haus,
Vogelbeerbaum, Nacht für Nacht
Hundert Lichtlein trägt, entfacht,
Die da leuchten weit hinaus.
Achtet seiner Herrlichkeit
Niemand auch im Wintergraus,
Bläst der Wind doch keins ihm aus,
Alle strahlen dicht gereiht -
Wunder schafft die Weihnachtszeit.

Martin Greif, 1839 – 1911

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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