Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den Januar 10, 2010.
sagt der Michelmann und fängt an zu lachen: “Das ist lustig!” Na ja, so wirklich lustig war es nicht. Aber nett, dass Du mir die blaue Schlüssel rechtzeitig gereicht hast und erst darüber lachst, nachdem es mir wieder richtig gut geht.
Es kam überraschend und ging schnell vorbei. Und nun ist alles wieder gut.
Über Nacht eine Menge Neuschnnee. Großartig! Sieht die Bergwelt doch gleich viel schöner aus. Jungfräulich und unberührt. Noch im Bett liegend die schlimmen Folgen besonders in Norddeutschland im Radio verfolgt. Na, wie gut. Mir tun zwar die Menschen leid, aber dann hatten die Medien und das Bundesamt wenigstens doch noch ein wenig Recht. Brauchen wir uns nicht mehr über sie lustig zu machen.
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Bereits seit einigen Tagen überlegen der Michelmann und Frau Landgeflüster, wie sie ihr kleines Häuschen umgestalten können. Nicht, dass sie es nicht mehr gemütlich fänden oder sich unwohl fühlen würden. Nein, bestimmt nicht. Aber als wir das kleine Häuschen kauften und einrichteten, haben wir bei der Einrichtung mehr an die Optik als an das Praktische gedacht. Und so stehen in den kleinen Zimmern ohne gerade, lange und hohe Zimmerwände einige Holzkommoden und massive Schränke, die optisch zwar sehr schön in dieses alte Häuschen mit seinen Holzbalken passen, aber nicht sehr viele Dinge aufnehmen können. Das macht eigentlich nichts, denn je weniger Stauraum wir haben, um so weniger unnötige Dinge, können wir aufheben und darin bewahren. Aber es ist ja, wie es ist: nach fast 13 Jahren hat sich eben doch das ein oder andere angesammelt, das einen Platz in irgendeinem Schränkchen braucht. Und so haben wir in den letzten Tagen immer wieder hin- und herüberlegt, was wir machen. Umräumen, umstellen oder doch rausschmeißen und etwas Neues, Praktischeres kaufen?
Den morgendlichen Berghüttenverschneitnochimbettkaffee haben wir genutzt, um konkrete Umräumarbeiten festzulegen, und den zweiten Teil der Hörbuchs hörend gleich im Schlafzimmer begonnen. Das war richtig effektiv und wir haben dann den ganzen Vormittag gewirbelt, unterbrochen nur von dem Frühstück und dem Schneeschieben. Ein wenig umstellen werden wir auch noch, um noch mehr Platz ins Häuschen zu bekommen, aber das machen wir alles ganz in Ruhe nach und nach.
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Jetzt steht der Michelmann gerade am Herd und kocht an drei Töpfen gleichzeitig. Auf meine Frage, was er da mache, weil wir doch gerade erst die Ente mit dem Rosenkohl und den Kartoffeln gegessen haben, antwortete er: “Ich koche für die Menschen, die heute vielleicht auf der B 4 in den Schneeverwehungen stecken bleiben.” Ähm? Ja, okay, das ist wirklich nett von ihm. Und weil wir hier glücklicherweise doch weit davon Verwehungen entfernt sind, freue ich mich schon auf einen großartig riechenden Eintopf, den wir in den nächsten Tagen verspeisen werden.
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Frau Landgeflüster hat eben vergeblich nach ihrem silbernen Hirschkopf gesucht, der Teil ihrer ganzjährigen Dekoration ist. Haben Sie eine Idee, wo er sein könnte? Frau Landgeflüster hat überall vergeblich danach gesucht. Da hat wohl eine letztens zuviel aufgeräumt. Und während ich darüber nachgrüble, wo der Hirsch wohl sein könnte, sitze ich vor dem Winterbaum im Kaminzimmer und schaue den Film “Beim nächsten Mann wird alles anders“. Wohl zum vierzigsten Mal oder so. Ein Kultfilm im Hause Landgeflüster. Trotzdem lässt mich der Gedanke an den Hirsch nicht los. Wo könnte er nur sein? Er gehört unbedingt in die weiße Schale mit den Nüssen. Liebe lFF hast Du ihn vielleicht bei dem letzten Besuch gesehen? Ach bestimmt nicht, sonst….
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Der Michelmann ist derweil natürlich wieder viel aktiver als Frau Landgeflüster. Er macht fleissig Training. Pfff, wer es nötig hat. Frau Landgeflüster bevorzugt da doch lieber so etwas wie ein KaminKaffeeeisKaffee. Den werde ich gleich mal vorbereiten. Wir haben nämlich glücklicherweise noch ein wenig von dem selbstgemachten Kaffeeeis im Kühler.
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Sie sehen also, die Stimmung in unserer Berghütte ist gut. Schade, dass wir dieses Idyll morgen wieder verlassen müssen. Aber wissen Sie was wirklich, wirklich großartig ist? Der Michelmann arbeitet die ganze nächste Woche zu ganz normalen Zeiten. Das bedeutet, wir können zusammen zur Arbeit und nachmittags wieder gemeinsam nach Hause fahren. Und vielleicht können wir uns auch mittags verabreden. Richtige Dates, so wie Verliebte es machen. Klingt toll, findet Frau Landgeflüster.



Ihr Geflüster