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Manchmal ist Frau Landgeflüster wirklich doof. Da ist sie unmotivert und gelangweilt, obwohl sie eigentlich glücklich und zufrieden sein sollte, weil es nämlich gar nichts, rein gar nichts zu beklagen gibt. Und trotzdem ist Frau Landgeflüster eben manchmal grundlos unlustig. Gottseidank kommt das nur sehr, sehr selten vor. Aber heute war es so. Warum gerade heute? Keine Ahnung. Klar war der Arbeitstag mit seinen neun Stunden anstrengend und ermüdend. Anderseits ist das doch schon ein gute Einstimmung auf die 12-Stunden-Tage, die sie künftig täglich genießen darf. Auch war heute der erste Tag in diesem Winter, an dem das Wetter richtig ekelig war. Also, so richtig ekelig, wie er ekeliger nicht sein kann. Mit Worten gar nicht zu beschreiben. Ich bin ja glücklicherweise alles andere als wetterfühlig. Aber auch im Winter darf es ruhig ein wenig heller sein. Und natürlich wäre es toller, wenn der Michelmann nicht bis um 23 Uhr die Welt retten müsste. Aber immerhin werden wir uns heute einige Minuten sehen. So what?
Bevor Sie sich jetzt überlegen, wie Sie mich nun aufmuntern können, kann ich Sie beruhigen. Es gibt ein garantiert wirkungsvolles und sicheres Mittel, Frau Landgeflüster aus diesem Stimmungstief zu holen. Und eben mit diesem Mittel hat es Frau Landgeflüster geschafft, ihre gute Laune zurückzugewinnen. Deshalb ist sie jetzt auch wieder hier zu lesen.
Sie fragen sich vielleicht, was das denn wohl für ein tolles Mittelchen ist? Gar nichts Spektakuläres, nur ein ganz bestimmtes Lied. Ich habe es vor langer, langer Zeit in meinem Blog als mein dunkles Geheimnis verraten. Leser, die meinen Blog schon länger verfolgen, könnnen sich vielleicht noch erinnern. Dieses Lied ist so heftig, dass es nur wirkt, wenn man es laut, also wirklich ganz laut hört, wenn man dazu springt, tanzt und mitträllert. Aber so dolle, dass es peinlich wäre, dabei beobachtet zu werden. Es sei denn, man ist so betrunken, dass man es selbst nicht mehr merkt. Anders ist dieses Lied auf gar keinen Fall zu ertragen. Höchstens noch beim Staubsaugen. Das Ergebnis dieser Selbsttherapie? Mir geht es jetzt so gut, dass ich auch die restlichen Lieder auf dieser CD höre und mitsinge, was ich gewöhnlich nie tue. Das eine Lied ist schon so peinlich. Auf einmal ist alles wieder gut.
Nein, fragen Sie nicht nach dem Titel des Liedes. Das dunkle Geheimnis werde ich nicht noch einmal lüften. Sie können ja die Leser fragen, die hier schon länger mitlesen. Ich werde lieber die CD lieber noch einmal starten schweigen…
- Ohne Internet sind lange TuDu-Listen gut zu schaffen. Kurze auch.
- Frau Landgeflüster ist technisch zumindest so begabt, dass sie den Plattenspieler auch allein zum Laufen bringt. Immerhin sind dafür drei elektrische Geräte und ein Schalter an der Steckdosenleiste zu bedienen.
- Zu “Such a shame” und “It’s my life” von Talk Talk kann man gut steppen.
- Es ist Zufall, dass die Farben des Plattencovers so gut zum Stepper passen.

- Es ist viel schöner, wenn der Michelmann nur bis um 21 Uhr die Welt rettet. Heute leider wieder zwei Stunden später.
- Der Film “Last Stop 174 – Endstation Hoffnung” ist ein beeindruckender Film, aber keine leichte Kost. Trotzdem, wenn Sie das Thema interessiert, schauen Sie sich den Film an. Danach werden Sie vielleicht auch dankbar sein für das, was Sie haben und sind.
- Der Michelmann kann zienlich streng sein. Besonders, wenn Frau Landgeflüster spät noch Lust auf Cashew Kerne oder Schokolade hat. “Aber, Frau Landgeflüster!”, sagt er dann ganz streng: “Um diese Uhrzeit noch Kohlehydrate naschen, das geht nun wirklich nicht!” Dazu guckt er ganz vorwurfsvoll.
- Frau Landgeflüster muss nur ganz traurig gucken und tief seufzen, damit der Michelmann ihr für heute nach der Arbeit (vor 18 Uhr!) einen Schokopudding verspricht.
- Der Start in die neue Woche war nett.

