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Schon immer habe ich Musik geliebt. Entsprechend viele Schallplatten habe ich mit in die Ehe gebracht. Der Michelmann, der Musik genauso liebt wie ich, hat auch ganz viele Scheiben mitgebracht. Sie wissen bereits, dass wir gern die alten Platten auflegen und manchmal auch dazu tanzen. Jetzt, wo wir unser Haus gerade umgestalten, ist die ganze Musikanlage vom Michelmann neu arrangiert und lädt noch mehr dazu ein, die beiden Schallplattenspieler anzuschmeißen. Auch die Schallplatten sind jetzt viel leichter zu greifen. Und deshalb hören wir in den letzten Tagen öfters die alten LPs. Daraus hat sich ein neues  Spiel entwickelt: Frau Landgeflüster nennt eine Zahl zwischen 1 und 249 und den Zusatz „von der Tür“ oder „vom Fenster“. Der Michelmann zählt die Schallplatten aus und legt sie auf. Gestern vor dem Fußballspiel waren es die Herren ZZ Top mit einem Lied, dessen Titel ich vergessen habe, danach ein paar Lieder von Frau Turner live in Birningham 1988, „Forever young“ die Maxisingle von Alphaville und „Such a shame“ von Talk Talk. Es gibt Lieder, die treffen immer meinen Nerv, und das war früher so und wird sich auch nie ändern. Zu toll, dass mein Rebell gestern so reizend war und mit mir tanzen wollte.  Nach dem Fußballspiel hat der Michelmann noch einige Maxisingles hervorgekramt, Sie wissen schon, die aus den guten alten Discozeiten, damals in den frühen Achtzigern. Nee, was waren das schöne Zeiten, damals noch in der großen Stadt.

Heute Abend wünsche ich mir die 12, 73 und 96 vom Fenster und die 15, 36, 84 von der Tür. Wer das wohl ist? Wenn Sie mögen, suchen Sie sich auch eine Zahl aus, dann spielt der Michelmann auch ein Lied für Sie.

Apropos Michelmann: Gestern hat der Michelmann zwei Orangen gepellt und in Spalten geteilt. Für jeden eine. Frau Landgeflüster lag wie angekündigt auf dem Sofa, hatte das Laptop auf dem Bauch und griff immer mal wieder zu den Orangen. Eine Spalte nach der anderen wanderte in ihren Mund. Irgendwann fragte der Michelmann: „Na, die schmecken Dir aber gut, oder?“ und sie antwortete: „Ja, soooo gut.“ Für mich, die ich lange, lange Zeit gar kein Obst, Gemüse  und vieles andere auch nicht essen konnte, ohne davon krank zu werden, ist es noch immer ein großartiges Gefühl, in eine saftige frische Orange zu beißen. Die Säure gleichzeitig mit der Süße auf der Zunge zu schmecken, hm, hach, so lecker. Das gleiche Glücksgefühl überkommt mich bei ganz vielen Lebensmitteln. Ich bin inzwischen der totale Genußmensch und esse einfach zu gern. Am liebsten, wenn die einzelnen Zutaten gut herauszuschmecken sind. Also ohne viel Sauce und Ketchup nur zur Currywurst. Das war früher anderes. Als Singlefrau in der ersten Wohnung habe ich angefangen, viel aus der gelben Tüte mit dem roten Namen zu kochen oder Fertiges aus der Kühltruhe. Billig, einfach, lecker, sattmachend. Für fast jedes Gericht der Welt gibt es so eine Tüte mit einer fertigen Gewürzmischung. Heutzutage kommt mir so etwas nicht mehr ins Haus. Dazu esse ich viel zu gern. Bei mir gibt es kein Herunterschlingen nur, wenn es in Notfällen nicht anders geht und der jeweils erste Bissen ist immer eine besondere Freude.Klingt das doof? Ja. Ist aber trotzdem so. Wahrscheinlich musste ich erst krank gesund werden, um dieses Gefühl kennenzulernen.

Ich musste nie samstags zur Schule, das war auf dem Gymnasium nicht üblich. Meine Schwester hatte auf der Realschule Samstagsunterricht. Meine Schwester muss samstags nie arbeiten, ich ja. Früher hatte ich nie Mitleid mit meiner Schwester. Sie heute auch nicht, glaube ich.

Früher durfte man bei der Arbeit nicht bloggen. Heute leider auch nicht. Deshalb wünscht Ihnen Frau Landgeflüster noch schnell einen schönen gemütlichen Morgen (Sitzen Sie noch im Pyjama am Frühstückstisch?), blickt dann wieder eifrig auf den großen Monitor und schielt nur noch ab und zu heimlich auf das IwiPhone…

meinte der Michelmann und schwengte einen großen Umschlag vor meiner Nase hin und her. „Gib her“, antwortete Fru Landgeflüster, fühlte und drückte ein wenig, bevor sie ganz mutig den Umschlag öffnete:

Ein weiches, schwarzes, aber tatsächlich lebloses Wesen, kam zum Vorschein. Sehen Sie selbst:

Sie können sich vorstellen, dass ich mich riesig gefreut habe. So eine Überraschung kommt gerade richtig an diesem Tag. Zwar hatte ich heute keine Probleme mehr mit dem Rebellen, aber der Arbeitstag war anstrengend und teilweise auch nervig. Jetzt hoffe ich, dass ich irgendwie den Kopf frei bekomme und nicht ständig an die merkwürdigen Begebenheiten von heute denken muss. Ich finde gerade nicht den Knopf zum Ausschalten und das nervt mich am allermeisten. Deswegen werde ich gleich mal gucken, was der Michelmann macht, und mich ein wenig von ihm ablenken lassen. Leider guckt er heute keinen Film mit mir, weil heute die Bundesliga startet. Zwar könnten wir danach noch den DVD-Player starten, aber bis dahin schlafe ich bestimmt schon auf dem Sofa. Also werde ich mit mein Laptop auf dem Bauch auf dem Sofa liegen und der Michelmann wird Fußball gucken.  Weil ich ja sohoo nett bin, meint der Michelmann, und ihn gucken lasse (Bei uns gilt übrigens immer „live geht vor Konserve“), hat er ganz von sich aus den Job des Zimmerservices übernommen. Er hat schon das Abendessen vorbereitet und wird auch die abendliche Versorgung übernehmen (Orangen pellen, Tee servieren, Nüsse knacken und was uns sonst noch so einfällt). Ich finde ja auch, dass ich nett bin und es verdient habe. Und schließlich kann ich ja nicht immer unter dem Laptop hervorkrabbeln. Das geht nun auch nicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Abend!

An der Überschrift erkennen Sie, dass Frau Landgeflüster zum Trost für das ausgefallene Tai Chi mit einem Film getröstet wurde. Und weil sie den Film wirklich großartig findet, möchte sie ihn auch nicht unerwähnt lassen. Eine witzige, spritzige Liebeskomödie. Den Herrn Papa konnte ich zwar teilweise etwas schwer verstehen, das tat der Komik aber keinen Abbruch

Meinem Rücken geht es nun auch schon wieder besser und die Kopfschmerzen sind auf ein erträgliches Maß zurückgegangen.  Ob es nun an dem gemütlichen Nachmittag und Abend liegenderweise auf dem Sofa oder meiner schönen neuen Jacke lag, man weiß es nicht. Vielleicht lag es auch an dem leckeren Abendessen, das der Michelmann mir gestern gezaubert hat. Die Zutatenliste klingt in Ihren Ohren vielleicht sonderbar (Spinat, Walnüsse, Ingwer und Wildlachs, mit Käse überbacken), aber glauben Sie mir, zusammen ein wahres Geschmackserlebnis. Frau Landgeflüster findet Walnüsse gehören unbedingt in den Spinat. Diese Geschmackskombination ist wirklich großartig, genauso wie die Note, die der Ingwer dem Wildlachs verleitet. Probieren Sie’s mal aus.

Sie starten heute Abend bestimmt alle ins Wochenende. Frau Landgeflüster muss morgen noch einmal zur Arbeit und der Michelmann muss sogar an beiden Wochenendtagen die Welt retten. Sie können ja an uns denken, wenn Sie morgens, vielleicht sogar noch im Pyjama, gemütlich am Frühstückstisch sitzen und den Morgen genießen. Wir werden im Gegenzug ein wenig neidisch an Sie denken und hoffen, dass der Arbeitstag angenehm und schnell vorbeigehen wird. Einen schönen Start ins Wochenende für Sie.

Früher, als Kind, wollte ich immer Lehrerin werden. Dieser Wunsch ging so weit, dass ich, als ich endlich eingeschult wurde, mit meinen Stofftieren und Puppen jeden Ferientag Schule gespielt habe.

Je älter ich wurde, um so mehr verblasste dieser Wunsch. Jetzt, im hohen Alter, bin ich erleichtert, diesen Job nicht machen zu müssen. Ich finde, es gibt nur wenige Jobs mit so viel Verantwortung und Härte. Nicht jeder ist dafür geeignet aber macht ihn vielleicht trotzdem. Heute Nachmittag schauen Herr Rebell und Frau Landgeflüster gemeinsam Dokumentationen im Fernsehen. Darunter der wohl deprimierenste Bericht über Lehrer, den Frau Landgeflüster sich vorstellen kann. Tolle Lehrer, die nicht dürfen, was sie zum Wohle der Kinder wollen, und Lehrer, die nicht wollen, was sie sollen, zum Nachteil der Kinder. Frust und Unlust, Motivation und Gegenwind. Doofe Kinder, doofe Eltern, doofe Kollegen, doofes System.

Ich grüße heute Abend einfach mal alle Lehrer unter Ihnen, die sich trotz widriger Umstände jeden Tag auf’s Neue aufmachen, etwas Gutes für unsere Gesellschaft zu tun.

Irgendwann muss auch Frau Landgeflüster sich von ihrem schönen Tannenbaum verabschieden, meint der Michelmann. Schließlich haben die Nachbarn auch schon alle ihre Weihnachtsbeleuchtung aus den Fenstern abgebaut. Nur der doofe Weihnachtsmann hängt noch beim Nachbarn. Bei dem mit dem großen Schneeschieber, Sie wissen schon… Damit Frau Landgeflüster sich langsam an die Trennung von dem Bäumchen gewöhnen kann, steht es nun vor dem Esszimmerfenster und darf dort als Gartenbaum noch einige Zeit im Schnee stehen.

Leider ist es bei uns heute grau und trübe, aber ich habe gerade die Fotos von der Kamera vom Michelmann herunter geladen und ein schönes sonniges Foto von unserer Dorfstraße gefunden. Das stelle ich einfach noch einmal ein. Ein wenig Sonne und Licht in diesen Tagen kann bestimmt nicht schaden.

Dieses Foto von der bereiften Birke auf dem Nachbargrundstück (nein, nicht der mit dem Schneeschieber) finde ich auch ziemlich gut:

Und das sind die Eiszapfen, die sich an unserem Hausdach gebildet haben:

Und ein Foto habe ich noch. Meine neue Jacke. Hach, die ist heute nämlich geliefert worden. Ich habe sie mir am Wochenende bestellt, weil sie so ein schönes Türkis und schöne Stickereien hat, was leider auf diesem geblitzten Foto gar nicht so gut zu erkennen ist. Und ist sie kuschelig warm und weich, weil sie ein dickes Fellfutter hat.

Außerdem hat sie eine Kapuze (ich liebe Kapuzenjacken!) und das Beste: sie war gerade preislich heruntergesetzt. Alles Argumente für Frau Landgeflüster, sich gerade diese Jacke zu bestellen und sich heute riesig darüber zu freuen. Wäre mein Rebell heute nicht so gemein zu mir, würde ich zum Tai Chi fahren und die Jacke gleich dazu anziehen. Ich glaube, ich habe schon einmal berichtet, dass unser Training in einer doofen Schulsporthalle stattfindet, in der es im Winter sehr kalt und ungemütlich ist. Deshalb ist die Jacke auch dafür sehr geeignet. Leider geht es mir aber heute gar nicht so gut und deshalb habe ich das Training abgesagt und weihe die Jacke liegenderweise auf meinem Sofa ein. Und freue mich trotzdem. Und, ähm, natürlich ist dieses Foto eine Ausnahme. Ich werde nicht beginnen, jedes Kleidungsstück, dass ich mir künftig kaufen werde, hier einstellen. Was für eine Vorstellung!

Sie wissen bereits, dass ich viel lieber Filme auf DVD sehe als im Fernsehen. Keine Sendereinblendungen, keine Werbung, Sehvergnügen pur. Deshalb freue ich mich immer, wenn der Michelmann Zeit hat, zur Videothek zu fahren und neue DVDs auszuleihen. Kino ist natürlich noch toller als DVD zuhause gucken. Wenn keine lautstark während des Filmes unterhaltenen Frauengruppen, keine Chipstüten knisternden, in die Rückenlehne tretenden oder auf sonst irgendeine Weise unangenehmen Menschen im gleichen Film sitzen. Aber ins Kino kommen wir leider nur sehr selten, weil der Michelmann ja immer so blöde Arbeitszeiten hat. Und Filme gucke ich nun mal am allerliebsten mit dem Michelmann. Deshalb haben wir eben auch in den letzten Tagen Filme aus der Videothek gesehen, die mich wieder positiv überrascht haben.

Erwähnenswert finde ich zum Beispiel den Film „Sieben Leben„, von dem ich vorher nicht wusste, worum es inhaltlich geht. Das ist bei diesem Film auch besser so.  Das Thema finde ich schon ziemlich heftig, aber die Schauspieler sind sehr überzeugend. Sie erinnern sich, ich mag am liebsten Filme, die mir realistisch erscheinen. Das ist hier auf jeden Fall so. Will Smith gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsschauspielern. Ich muss aber zugeben, ich kenne ihn nur aus Filmausschnitten in Vorschauen, in denen ich ihn albern und anstrengend fand. Dies war der erste Film mit Mister Smith, den ich ganz gesehen habe, und da hat er mir richtig gut gefallen. Ganz und gar kein lustiger Film, aber gut anzusehen.

Der zweite Film, den ich Ihnen vorstellen möchte, ist „The Royal Tenenbaums„. Dieser Film ist witzig gemacht, allein schon durch seine Erzählweise, die an Filme mit Audrey Tautou erinnert. Nett, wenn man skurrile Filme mag. Die Handlung können Sie sich bei diesem Film ruhig vorher durchlesen, das ist bei dem egal. Man kann diesen Film bestimmt auch öfter sehen und immer wieder Neues entdecken.

Unsere gemeinsamen Filmabende finde ich großartig. Frau Landgeflüster liegt dann immer unter einer riesigen Decke auf dem Sofa, der Michelmann sitzt im Sessel daneben. Auf dem Tisch eine Kerze. Es gibt eine knister- und knirschfreie Verpflegung. Gestern zum Beispiel Orangen (Frau Landgeflüster) und Geflügelwürstchen (Michelmann), Apfelschorle (Frau Landgeflüster) und Wasser (Der Michelmann) und nach der Pipi-Pause Melisse-Lavendel-Tee (Frau Landgeflüster) und Honig-Fenchel-Tee (Der Michelmann). So, nun wissen Sie ganz genau Bescheid!

Es ist Abend und Frau Landgeflüster kommt nun endlich zum Bloggen. Der Arbeitstag war ausgefüllt mit so vielen wichtigen Aufgaben, dass heute kein heimliches Bloggen oder Kommentieren am IwiPhone möglich war. Das ist immer so an Tagen, an dem Frau Landgeflüster den anderen Kollegen vertritt und zusätzlich die Aufgaben von zwei bis drei Kollegen allein übernehmen muss, die nicht mehr da sind. Solche Tage sind Herausforderungen für Frau Landgeflüster, weil sie sich richtig beweisen muss und das findet sie meist sehr spannend. Zum Beispiel bin ich ja kein Computerexperte. Aber leider haben wir gerade niemanden, der unsere PC zum Laufen bringen kann, wenn sie ihren Geist aufgeben. Die nehmen natürlich keine Rücksicht auf diese Misere und zicken herum ohne Ende. Und das ist dann ein Fall für Frau Landgeflüster … Das nur eins von vielen Beispielen. Toll ist, dass an diesen Tagen die Zeit verfliegt und der Feierabend gefühlsmäßig viel schneller da ist.

Nach einem kurzen Einkauf mit dem Michelmann (er kauft ein und Frau Landgeflüster schaut sich derweil im Zeitschriftenregal um), eine Tasse Kaffee im Esszimmer, bei dem wir weiter an unseren Plänen schmieden. Es geht voran. Danach noch zwei Anrufe, soziale Kontakte wollen gepflegt werden, und bis zum Abendessen weitergekramt. Jetzt, frisch gestärkt mit einem leckeren Gemüseauflauf, sitze ich auf dem Sofa und beginne meine Blogrunde. Und bekomme gerade einen Anruf….. PAUSE! Hahaha, meine Mutter, die sich die Maße meines Muffs hat geben lassen. Ich glaube, das mit dem schwarzen Muff, das wird was!

In weniger als sechs Wochen wird sich mein ganzer Tagesablauf und damit auch mein Blogverhalten total verändern, weil mein täglicher Arbeitsweg 94 Kilometer länger sein wird. Bisher schreibe ich meine Einträge ja doch meist zuhause und kommentiere auch bei Ihnen von zuhause, denn so viel Luft wie in den Tagen zuvor habe ich bei der Arbeit natürlich normalerweise nicht. Ab März habe ich durch die lange Fahrzeit jeden Tag vier Stunden  weniger Zeit, die ich zuhause verbringen kann. Deshalb habe ich mir vorgenommen, die Bahnfahrt für meine tägliche Internetzeit zu nutzen und zuhause nicht mehr so viel am Laptop zu sitzen. Sie können sich also darauf einstellen, morgens und am Nachmittag von mir zu lesen, aber nicht mehr abends. Da ich das Internet dann hauptsächlich am IwiPhone nutze, werde ich dann wohl leider auch noch unregelmäßiger bei Ihnen kommentieren, als ich es jetzt leider schon tue. Und bestimmt noch ein schlechteres Gewissen haben. Denn mit dem IwiPhone kann ich nicht in allen Blogs kommentieren. Auch meine Einträge werden sich wohl ändern, denn das Verlinken beim Bloggen mit dem IwiPhone finde ich ziemlich umständlich. Dies nur mal so als „Vorankündigung“. Heute ist nämlich so ein Tag, an dem ich öfter darüber nachdachte, wie es wohl ab März werden wird. Die Zeit rast so. Zunächst war der 1. März so weit weg und inzwischen sind es keine 6 Wochen mehr.

Auch wenn ich das Winterwetter gerade sehr genieße, hoffe ich, dass der Winter Anfang März vorbei ist. Den brauche ich dann nicht mehr.Eigentlich wollte ich heute noch so einiges bloggen, aber der Kopf ist jetzt ziemlich leer. Bin müde und auch ein bisschen kopfschmerzig. Und sehe hier gerade die Bilder aus Haiti und finde es ganz schrecklich. Diese Nachricht ist heute an mir weitesgehend vorbeigegangen. Zwar hatte ich eine kurze Meldung morgens im Radio gehört, aber die wirklichen Ausmaße der Katastrophe sehe und höre ich zum erstenmal. Ich verlinke hier eine Seite auf der die Spendenkonten aufgelistet sind, vielleicht spenden Sie ja auch etwas.

Ein Foto habe ich noch für Sie. Ich habe es vom Sofa aus fotografiert, als ich vorhin telefonierte. Dem Michelmann habe ich den Auftrag gegeben, sie morgen bei Tageslicht zu fotografieren. Die Zapfen sehen nämlich sehr beeindruckend und mordsgefährlich aus.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Machen Sie es fein.

Und noch schnell einen Nachtrag: Während ich eben meinen Eintrag schrieb, hat der Michelmann sich meinen grünen Zettel genommen, auf dem ich nur eine Überschrift notiert habe. Schauen Sie mal:

Na, das ist doch schon einmal ein Anfang, oder? Scheint ein ausschweifender Einkauf zu werden. Wenn erst meine Wünsche auf der Liste stehen….

fragte gestern meine Mutter am Telefon: „Hast Du Deinen neuen Muff auch schon einmal benutzt?“ „Aber natürlich!“, entgegnete Frau Landgeflüster entrüstet: „Was glaubst Du denn???“ Und damit die Frau Mama auch sieht, wie gut mir der Muff steht, hat der Michelmann heute morgen vor der Arbeit ein Foto gemacht, das ich ihr mailen werde. Und damit Sie auch einmal mein Weihnachtsgeschenk, den Wollkragen, sehen können, zeige ich Ihnen das Foto auch.

Natürlich hat Frau Landgeflüster auch die Chance genutzt, ganz unauffällig zu erwähnen,  dass sie Irgendwie kamen wir dann auch noch ganz zufällig darauf zu sprechen, dass ich nicht traurig über einen schwarzen Muff wäre. Mag ja sein, dass meine Mutter ganz dringend eine Beschäftigung braucht. Ich möchte schließlich nicht schuld sein, wenn sie sich langweilen muss. Als Tochter habe ich ja auch irgendwie die Verantwortung für das Wohlbefinden meiner Mutter., oder?

Ich habe meine Wochenende in der Berghütte nicht für Maniküre, Pediküre, Haare schneiden, Kotzen, Kamin befeuern, Filme schauen und was auch immer genutzt. Nein, ich habe auch umgeräumt, umdekoriert und außerdem konkrete Pläne für die Verschönerung unseres Hause geschmiedet. Ich liebe es sehr, unser Haus zu dekorieren und auch ab & zu umzugestalten. Der Michelmann ist davon meistens zunächst nicht so begeistert, weil er ahnt, dass auf ihn Arbeit zukommt. Trotzdem hört er sich meine Ideen immer geduldig an und lässt sich früher oder später auch davon anstecken. Meist entwickelt sich aus einem kleinen „Wir könnten doch in dem Xzimmer xxx machen.“ eine mehr oder weniger komplette Hausrenovierung und -umdekorierung. So hatten wir vor einigen Jahren einmal ein Woche Urlaub. In diesem Urlaub sollte ein Zimmer gestrichen werden. Das hat uns dann soviel Spaß gemacht, dass wir nach dieser einen Woche jedes Zimmer im Haus neu und in einer anderen Farbe gestrichen hatten. Wir sind eben manchmal sehr spontan. Sie erinnern sich da vielleicht noch an unseren Küchenkauf.

Diesmal wird die größte Veränderung aber nicht die Küche betreffen, sondern mein Zimmer. Den Besuchern der Gruppentherapie im letzten Sommer ist dieses Zimmer als Internet-Café bekannt, der lFF als ihr Zimmer, was es auch nach der Renovierung bleiben wird. Das Zimmer wird neue Farben bekommen und ganz anders eingerichtet werden. Hach, mit so vielen Ideen im Kopf komme ich wieder richtig in Schwung. Schade, dass der Frühling noch so weit weg ist. Zwar liebe ich das derweilige Wetter total, aber die Renovierungen starten erst, wenn es wärmer wird und wir den Garten wieder richtig betreten können.

Gestern waren wir trotzdem schon einmal in dem einzigen Möbelgeschäft in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes, um uns noch ein wenig inspirieren zu lassen. Aber natürlich führt kein Weg an einem Besuch beim blaugelben Schwedenhaus mit den vier großen Buchstaben vorbei. Wenn das Wetter mal anders wird…. Hach, ist das aufregend!

Guten Morgen und zunächst einmal vielen Dank für die Genesungswünsche. Glücklicherweise blieb es bei dem einen Mal.

Bereits im Dezember habe ich Ihnen meine Nachbarn anhand des Schnees auf dem Gehweg erklärt. Heute zeige ich Ihnen den Unterschied zwischen dem Nachbarn auf der anderen Seite und uns. Dieser Unterschied wird besonders beim Schneeschieben gestern sichtbar. Beginnen wir mit unserem Schneeschieber:

Sie sehen, wir sind spießig, langweilig und kleinbürgerlich. Unser Nachbar, dessen gepflastertes Grundstück wesentlich kleiner als unseres ist und dessen Gehweg vor der Tür auch nur halb so lang wie unser ist, der hat gestern den Schnee mit dieser Schaufel geräumt:

Hm, welche Eigenschaften kann ich unserem Nachbarn nun zuordnen?

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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