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und sich den Arsch abfreuen.

Kaffee, Torte, LaLu – so schön kann Feierabend sein!
Beim Blick aus dem Fenster denke ich, die Chancen stehen in diesem Jahr gut. Ich meine für eine weiße Weihnacht. Seit letzter Nacht schneit es ununterbrochen. Wenn es also kalt bleibt…. Vielleicht planen Sie dies auch bei Ihren Planungen für das Ostereierfärben und der Dekoration Ihrer Gartenpartys ein. Es hat ja auch etwas Beruhigendes, den Flocken zuzuschauen. In der Ruhe liegt die Kraft.
Viele liebe Grüße aus dem Büro sendet Ihnen Frau Landgeflüster, die in drei Stunden Feierabend hat und sich auf die Schneeballschlacht mit dem Michelmann freut.
Nee, stimmt natürlich nicht. Der Filmtitel fiel mir eben nur ganz spontan ein. Kennen Sie den Film? Als kleines Mädchen fand ich ihn toll. Ich weiß eigentlich nur noch, dass er in Ungarn spielt und deshalb habe ich den Titel jetzt einfach mal für diesen Eintrag auserkoren.
Sie wissen ja, der zweite Teil unser Reise um die Welt endet heute in Ungarn und es gab natürlich ungarisches Gulasch. Hui, war das scharf, aber sehr, sehr lecker.

Deshalb haben wir uns auch ein Gläslein Sekt zum Neutralisieren gegönnt. Außerdem konnten wir so gleich auf das freie Wochenende vom Michelmann anstoßen. Ich selbst muss morgen noch einmal los und habe sogar einen recht langen Arbeitstag vor mir. Aber das macht nichts, dafür kommt mich am Sonntag die liebste Freundin besuchen und wir werden wieder einen Frauentag zelebrieren. Wenn das Wetter fahrtauglicher gewesen wäre, hätten wir sogar unsere Fahrt nach Hamburg nachgeholt, die wir vor zwei Wochen aus dem gleichen Grund ausfallen lassen haben. So aber haben wir beschlossen, hier zu bleiben und gemeinsam im Hause Landgeflüster zu frühstücken. Nicht zu früh, sondern erst gegen Mittag. Ausschlafen haben wir beide nötig. Und der Michelmann auch. Wir werden also Brunchen, wie es neudeutsch heißt und mal wieder richtig ausgiebig schnacken, quatschen, plaudern. Na, Sie wissen schon, Frauengerede eben. Hach, ich freu mich.
Eines werde ich am Wochenende wohl mehr oder weniger spurlos an mir vorbei gehen lassen. Zum einen natürlich die Faschingskarnevalfeierei, zum anderen die olympischen Spiele. Früher habe ich auch die Winterspiele gern und oft gesehen, in diesem Jahr interessieren sie mich gar so wenig. Aber vielleicht kommt das noch und ich lasse mich anstecken. Bisher plane ich allerdings ein absolut fernsehfreies Wochenende. Wir werden sehen. Ihnen wünsche ich allen einen tollen Start ins Wochenende und ebenfalls viel Spaß und gute Laune. Egal ob mit Karnevalsfasching oder Wintersport.
War das heute ein schöner Tag! Und dass, obwohl Frau Landgeflüster Zahnarztschisserin heute einen Termin beim Zahnarzt hatte! Sie wissen ja, wie sehr Frau Landgeflüster leidet, wenn Sie zum Zahnfried muss. Trotzdem war sie sehr tapfer und wurde dafür von der Zahnfee mit einem roten ♥ voller Marzipan von ihrem Lieblingsmarzipanhersteller belohnt. Nach der Arbeit habe ich den Michelmann am Auto getroffen. Da zeigte er das Geschenk von der Zahnfee und erzählte mir, dass er sie in der Mittagspause getroffen hätte. Ich weiß echt nicht, wie der Michelmann das immer macht, ich habe die Fee noch nie getroffen.
Zuhause ging mein Gang wie immer zuerst zum Briefkasten. Liebe Frau Rotkraut, auch Ihr habt mein ♥ erfreut. Ich musste fast ein wenig weinen vor Rührung und Freude. Vielen Dank dafür und ganz ausführlich in einem Brief in den nächsten Tagen.

Heute ist Donnerstag und somit Tai Chi Tag. Letzte Woche habe ich ja geschwänzt, weil die „Haupttrainerin“ wie neuerdings jeden ersten Donnerstag im Monat ihre neue Trainingsvariante durchgeführte, die sich nicht mit meinem Verständnis von meditativen Sport vereinbart. Unsere Reise um die Welt haben wir also schon etwas früher gestartet, was den Vorteil hatte, dass wir auch Reis zu unserem Züricher Geschnetzelten verspeisen „durften“.
So viel Fleisch wie in dieser Woche esse ich sonst fast in einem ganzen Monat! Und morgen geht es nach Ungarn, was ebenfalls noch einmal Fleischlastiges vermuten lässt. Nur gut, dass nächste Woche die Fastenzeit beginnt. Da verzichte ich dann zum Ausgleich für diese Woche 6 1/2 Wochen auf die fleischigen Beilagen. Immerhin war es trotzdem eine abwechslungsreiche Woche: Rind, Kalb, Lamm, Hähnchen. Übrigens hat mir meine Mutter heute ihren bretonischen Hirtentopf angeboten. Der kommt einem Güveç funktionell schon ziemlich nahe.
Das Tai Chi Training eben war großartig! Wegen der angespannten Wetterlage hier in der Lüneburger Heide, waren wir nur sechs Teilnehmer. Ich war die Einzige aus der Anfängergruppe und hatte somit Einzelunterricht. Das war ganz fabelhaft, denn ich habe heute mehr gelernt als die letzten Male zusammen. Das war auch mir ganz wichtig. Denn ich übe zwar jeden Tag, aber seit Dienstag hatte ich die totale Blockade. Ich musste gestern fast ein bisschen weinen, so frustriert war ich. Um so toller, toller, toller war es heute.
Und überhaupt, wenn heute nicht mein Tag ist, dann weiß ich auch nicht.
Sie wissen ja, im Hause Landgeflüster wird gern gewettet. Und immer um eine Flasche Sekt. Die hat Frau Landgeflüster gestern mal wieder gewonnen. Dabei war sich der Michelmann so sicher. Gewettet haben wir darum, wann denn nun Aschermittwoch ist, nächste oder übernächste Woche. Da wir in letzter Zeit mehr Filme als Fernsehen schauen, haben wir von diesen ähm bunten Fernsehsendungen, die für uns hochdeutsche Menschen etwas befremdlich sind, glücklicherweise noch nicht allzu viel mitbekommen.
Allerdings habe ich dem Michelmann seinen Wetteinsatz erlassen, denn stellen Sie sich vor, in seinem Taschenkalender ist der Aschermittwoch wirklich am 24. Februar eingetragen. Also konnte er die richtige Antwort ja gar nicht wissen. Stellen Sie sich vor, er wäre so ein Karnevalveteran und würde den Umzug und die Sitzungen verpassen, nur weil in diesem Werbegeschenk von der Gewerkschaft so ein Quatsch steht. Gut aber, dass dies für den Michelmann so unbedeutend ist. Er würde sonst auch sicherlich nicht in diesem schönen Hause wohnen. Jedenfalls nicht mit mir.
Natürlich haben wir keinen Güveç, daher haben wir für die Zubereitung unseres heutigen Abendessens einfach den guten alten Römertopf genommen. Tontopf ist Tontopf, behauptet Frau Landgeflüster ganz selbstbewusst. Insgesamt hat die Zubereitung und Vorbereitung länger als zwei Stunden gebraucht, aber nur, weil der Topf 1 1/2 Stunden im Ofen stand. Aber das Warten hat sich gelohnt!

Die Zutaten klingen schon sehr exotisch in meinen Ohren: Scharlotten, Lammfleisch, Weintrauben, Feigen, Mandeln, Weißwein, Honig. Das, was sich meinem Gaumen dann bot, ist in Worte nicht zu fassen. So lecker! Und der Duft! Unbeschreiblich! Der Michelmann ist sogar so beigeistert, dass er meint, ich bräuchte jetzt vielleicht doch einen Güveç. Damit meint er auch mich von meinem schlechten Gewissen wegen der nicht so umfreundlichen Zutaten (Weintrauben und Feigen) abzubringen, die war biologisch angebaut, aber doch fast um die ganze Welt gereist sind. Er meint, im Vergleich zu den Umweltschäden, die aufgrund des vielen Streusalzes entstehen, könne man bei uns auch ruhig mal die Augen zudrücken. Schließlich verwenden wir ja dafür kein Streusalz, sondern hacken unser Eis in mühevoller Handarbeit. Naja, ganz überzeugt mich das nicht, aber nun gut.
Liebe Frau Turkishmom, jetzt bin ich gespannt. Was meinen Sie, erkennen Sie etwas Türkisches in dieser Zutatenliste oder hat uns das Kochbuch angeschmiert?
Frau Landgeflüster liebt es, sich vom Michelmann im Auto spazierenfahren zu lassen. Sie betrachtet so gern die Natur und achtet immer sehr auf Tiere. Besonders glücklich ist sie dann immer, wenn sie seltenere Tiere sieht. Zum Beispiel Schweine oder Feldhasen. Am allermeisten freut sie sich über Feldhasen, denn die hat sie noch nicht allzu oft in ihrem Leben gesehen. Und wenn sie dann wirklich gerade im richtigen Augenblick in die richtige Richtung schaut und einen Hasen entdeckt, dann fängt sie an zu jubeln. Denn es ist ja wirklich Zufall, gerade in diesen Augenblick dorthin zu schauen. Für mich sind Feldhasen Gute-Laune-Tiere und Gute-Laune-Tiere bringen Glück oder wenigstens Glücksgefühle.
Und als sie gestern, wie fast jeden Dienstag, beruflich mit dem Zug in die große Stadt gefahren ist und aus dem Fenster schaute, da sah sie plötzlich einen Hasen. Ganz deutlich war er auf dem verschneiten Feld zu erkennen. Fast hätte sie laut gejubelt. Aber glücklicherweise ist ihr noch rechtzeitig eingefallen, dass sie ja nicht beim Michelmann im Auto sondern im Zug saß. Gefreut hat sie sich aber trotzdem über ihren Glückshasen. Er war es bestimmt, der dafür gesorgt hat, dass sie der Zug pünktlich und ohne zu entgleisen wieder in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes gebracht hat. Bestimmt.
Obwohl der Arbeitstag wohl gelungen war, hatte Frau Landgeflüster heute Nachmittag das Gefühl, es wäre nicht ihr Tag. Der Michelmann hatte keine Zeit für sie und so wusste sie nichts Besseres mit sich anzufangen, als sich von unnötiger Ballast aus ihrem früheren Leben zu befreien. Das tat ihr sehr gut und als der Michelmann dann wieder für sie da war, haben sie die letzten vier Etappen für den zweiten Teil der Reise um die Welt festgelegt. Die Reise soll uns diese Woche über Indien, in die Türkei, dann in die Schweiz nach Ungarn führen.
Heute haben wir zum ersten Mal „pista murgh“ ausprobiert, ein Hühnchencurry mit Pistazien. Ich kann Ihnen versichern, es war lecker. Auch wenn wir uns wie immer nur an die Zutatenliste, aber nicht die Mengenangaben gehalten haben, hat die unabhängige Jury die volle Punktzahl vergeben.

Schön grün war es, etwas scharf und sehr würzig. Ein ganz neues Geschmackserlebnis. Für mich zur Erinnerung die Zubereitung in Kurzform: 1. Paste aus Pistazien, grünen Chilischoten und Sahne. 2.Sahnejoghurt. 3. Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Garam Masala, Kurkuma, Lorbeerblätter, Pfeffer und Fenchelsamen. 4. Fleisch. 5. Gehackte Tomaten, Joghurt, Salz. 6. Brühe. 7. Kardamom und Koriander.
(Keine Angst, mein Blog verkommt nicht zum Küchenblog, aber so habe ich die Zutatenliste jederzeit auf dem IwiPhone greifbar und kann sie jederzeit zusammenkaufen. Denn dieses Curry werden wir garantiert noch öfter zubereiten. Gleichzeitig entschuldige ich mich bei Frau Tonari und allen anderen, die gerade heilfasten. Sie können sich ja dann zwischen Aschermittwoch und Ostersamstag an mir rächen.)
„Hör mal, Frau Landgeflüster“, sagt der Michelmann heute morgen auf dem Weg zur Arbeit: „Das ist mein Lieblingslied auf meiner neuen CD.“ Das Lied klingt ziemlich gut. Nach einer Weile erklärt der Muchelmann, dass dieses Lied für ihn persönlich geschrieben wurde. Stellen Sie sich das mal vor! Glauben Sie nicht? Dann geht es Ihnen wie mir zuerst. Aber es stimmt. Der Michelmann hat mir die CD-Hülle in die Hand gedrückt und da konnte ich den Titel des Liedes lesen: „Morningstar in a black car“ Und nun kommen Sie!
Sie wissen, dass es ein Motto gibt, das Frau Landgeflüster gern mag und um so lieber zelebriert: Wir sollten die Feste feiern wie sie fallen. Und so feiern wir heute „Tag des Hauses“. Eigentlich hätten wir ihn gestern feiern müssen, aber da musste der Michelmann bis nachts die Welt retten. Frau Landgeflüster hätte also allein feiern müssen oder nur eine Stunde gemeinsam mit dem Michelmann zur Verfügung gehabt. Also haben wir diese Feier einfach auf heute verschoben. Sie hätten das sowieso nicht gemerkt, denn ich wette, die wenigsten von Ihnen wissen, dass der 07. Februar ein Feiertag im Hause Landgeflüster ist.
Außerdem beginnt heute der zweite Teil unserer Reise um die Welt. Also haben wir den „Tag des Hauses“ mit einer Reise nach Italien begonnen. Es gab Pizza und dazu ein Glas trockenen Rotwein. Die Pizza hat der weltbeste Pizzabäcker gezaubert. Die Zutaten unter anderem: Parmaschinken, Büffelmozzarella, Artischockenherzen und frischem Basilikum. Es war köstlich. Wohl die leckerste Pizza, die ich jemals gegessen habe.

Gleich wird es noch einen späten Espresso geben, bevor wir dann einen Film sehen werden. Der Michelmann ist gerade von der Videothek gekommen und hat einen Film mitgebracht für unseren heutigen Filmabend. Welcher Film es ist, hat er natürlich noch nicht verraten. Sie kennen ihn ja, er macht es gern spannend. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen spannenden und gemütlichen Abend.


Ihr Geflüster