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Nachdem wir gestern in meinem Zimmer den Schrank abgebaut und die Vitrine nach oben ins Arbeitszimmer getragen haben, habe ich begonnen, die Sachen aus meinem Schrank zu sortieren. Dabei fielen mir auch diese Fotos in die Hände:
Sie zeigen Frau Landgeflüster im Brautkleid. Fotografiert hat sie der Michelmann. Deshalb ist er auch nicht mit auf den Fotos. Diese Fotos lagen bisher in der Vitrine in meinem Zimmer zusammen mit meinen Brautsträußen, die inzwischen gar furchtbar aussehen und wohl nun unser Leben verlassen werden, den Buchsbaumringen und anderen Andenken an meine Hochzeit.
Es heißt ja immer, die Hochzeit wäre der schönste Tag im Leben. Soll ich Ihnen mal etwas verraten? Das war bei uns ganz und gar nicht so. Ich denke nicht gern an meine Hochzeit zurück und habe mir deshalb die Fotoalben und das Hochzeitsvideo auch nie wieder angesehen. Warum ich die Sträuße und das andere aufgehoben habe, keine Ahnung. Der Platz in der Vitrine war frei, vielleicht deshalb.
Ich könnte Ihnen jetzt die Geschichte einer Hochzeit und ihrer Vorbereitung erzählen, die durchaus als Drehbuch für eine schräge Familienkomödie herhalten kann. So viel ist schief gelaufen. An dem Tag selbst, aber auch während der Vorbereitungen. Dem Michelmann ist es heute nach fast 14 Jahren noch peinlich, wie sehr seine Eltern, die Schwester und ein großer Teil seiner Verwandten uns die Zeit vor und während der Hochzeit schwergemacht haben. Gemeinsam haben sie mir diesen Tag ziemlich versaut und ich war maßlos enttäuscht darüber. Aber meine Familie, meine Verwandten und unsere Freunde waren ganz aufmerksam und gemeinsam sehr bemüht, das zu retten, was noch zu retten war. Das ist auch der Grund, warum ich meine Hochzeit nicht ganz aus dem Gedächtnis gestrichen habe. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die Andenken noch in der Vitrine waren. Zur Erinnerung an meine tolle Familie ♥
Die Hochzeitsfotos, die Sie da oben sehen und die in der Vitrine lagen, stammen nicht von unserem Hochzeitstag. Sie sind ungefähr 15 Monate später entstanden, im ersten Sommer in unserem eigenen Garten. An dem Tag, an dem diese Fotos entstanden, feierten der Michelmann und ich unsere eigene Hochzeit ♥ und sie sehen eine glückliche, strahlende Braut. Mit dieser zweiten Hochzeit war die Erste dann endgültig abgeharkt. Auch unsere Hochzeitsreise haben wir noch einmal wiederholt. Einige Monate nach dieser zweiten Feier sind wir in die Karibik geflogen und haben dort auch noch einmal schöne Fotos im Hochzeitskleid geschossen. Das war ein absoluter Traumurlaub, an dem ich sehr, sehr gerne denke. Die Fotos habe ich mir heute auch noch einmal angesehen und auch die von unserem zehnten Hochzeitstag.
Sollten Sie also irgendwann gemerkt haben, Ihre Hochzeit war gar nicht der schönste Tag in Ihrem Leben, dann seien Sie nicht mehr traurig. Sie sind damit nicht allein. Ich habe schon so oft zum Michelmann gesagt: „Heute war der schönste Tag in meinem Leben.“ und das ist doch viel besser, als wenn die Hochzeit wirklich der schönste Tag wäre. Dann hätte man nur einen oder wenn man öfter heiratet auch zwei oder drei oder vier schönste Tage. So aber haben wir jeden Tag die Gelegenheit einen neuen schönsten Tag im Leben zu erleben. Ist doch viel besser, oder?
Sollten Sie die guten alten Glühbirnen gegen Energiesparlampen ausgetauscht haben und es Ihnen seitdem nicht mehr so gut gehen, dann lesen Sie sich bitte dies durch. Ich habe es gestern zufällig im Fernsehen gesehen und muss zugeben, dass ich sehr froh bin, noch normale Glühbirnen zu nutzen.
an dem sich der Michelmann am Nachmittag aufmacht, die Welt zu retten. Gestärkt mit Kaffee und…
Damit der Tag genauso schön weitergeht, wie die gemeinsam verbrachte erste Hälfte des Tages, hat Frau Landgeflüster sich einiges vorgenommen. Möchten Sie mich begleiten? Das bisschen Bügelwäsche wartet geduldig bis morgen und mehr Solidaritätsaufgaben gibt es an diesem Wochenende nicht mehr zu tun. Ein bisschen fleissig war ich heute schließlich auch schon. Also widmen wir uns den wirklich wichtigen Dingen des Lebens. Sie wissen ja, dass ich dabei bin, unser Haus umzugestalten. Also kochen wir uns doch erst einmal eine schöne Tasse Trinkschokoladen und lassen wir uns inspirieren von diesem schönen Katalog aus Frankreich.
Ich hoffe, Sie blättern auch so gerne in Katalogen und Wohnzeitschriften wie ich? Wenn nicht, warten Sie bitte noch einen kurzen Augenblick… So, dann mögen Sie jetzt vielleicht gemeinsam mit mir in den Kochbüchern blättern und überlegen, was wir nächste Woche für unsere Reise um die Welt kochen möchten?

Ich glaube, selbstgemachte Ravioli wären doch ganz nett. Italien passt immer. Oder doch lieber Pizza? Dann ungarisches Gulasch! Schließlich beginnt bald die Fastenzeit und für Frau Landgeflüster die fleischlose Zeit. Ich würde auch gern einmal etwas Russisches oder Polnisches kochen, aber das werden wir nicht in meinen Kochbüchern finden. Dafür aber ein indisches Curry. Ja, das sollten wir uns auch vornehmen. Und etwas Schönes aus dem türkischen Kochbuch, scharf und mit Joghurt als Beilage. Und Tapas aus Spanien. Ich glaube, für all das werden wir den Michelmann begeistern können. Jetzt müssen wir ihm nur noch die Einkaufszettel für die nächste Woche schreiben und dann schauen wir uns gemeinsam einen schönen Film an, ja?
Ich habe uns „Die fabelhafte Welt der Amélie“ ausgesucht mit der bezaubernden Audrry Tautou. Ich hoffe, Sie mögen diesen Film. Wenn ja, nehmen Sie doch bitte Platz und suchen Sie sich Ihr Getränk aus: Kaffee, Tee, Trinkschokolade oder etwas ganz anderes? Und wenn diesen Film nicht sehen möchten, dann könnten Sie sich ja vielleicht um die geduldig wartende Bügelwäsche kümmern?
Der Michelmann und Frau Landgeflüster besitzen nicht nur viele Langspielplatten, sondern auch viele Singles. Die meisten hat Frau Landgeflüster mit in die Ehe gebracht. Sie stammen aus dem Besitz ihrer Eltern, aber einige hat sich sie auch selbst gekauft. Sie wissen ja, Frau Landgeflüster hat ihre Kinder- und Jugendzeit in der Zeit verbracht, in dem es noch kaum CDs gab. Gestern hat der Michelmann gemeint, Frau Landgeflüster müsse jetzt das Musikspiel mit den Singles mitmachen. Das war eine famose Idee, wir haben uns nämlich gekugelt vor lachen. So schön, so schmalzig, so kitschig. Großartig!
Sind Sie neugierig? Dann verrate ich Ihnen die zehn gezogenen Lieder und Sie können Ihre Muskikkenntnisse einmal auf die Probe stellen. Ich wette, Sie kennen nicht alle Lieder!
- Elvis „Can’t help falling in love“
- Horst Winter Ensemble „26 Meilen“
- Frank Duval „Angel of mine“
- Elvis „All shook up“
- Peter Alexander „Wunderbares Mädchen“
- Lolita „Stern der Tropennacht“
- Catharina Valente „Spiel noch einmal für mich, Habanero „
- Wolfgang Sauer „Wenn die Glocken hell erklingen“
- Thomas Dolby „Hyperactiv“
- Bay City Rollers „Yesterdays hero“
Beim Aufschreiben der Titel muss ich schon wieder anfangen zu lachen. Besonders bei den Liedern „Stern der Tropennacht“ und „Spiel noch einmal für mich, Habanero“ habe ich gestern Tränen gelacht. Bei „Wenn die Glocken hell erklingen“ war es dann auch um den Michelmann geschehen und wir haben gemeinsam geschrien vor lachen und uns die Tränen aus den Augen gewischt. Wenn ich nicht sowieso schon so gut drauf gewesen wäre, nach dieser Musikeinlage wäre ich es in jedem Fall gewesen. Also gleich vormerken für den nächsten trüben Tag.
Wissen Sie was wirklich fantastisch ist? Jeden Tag finde ich neue Gründe mich auf meinen neuen Arbeitsplatz zu freuen. Ich meine so richtig richtig. Klar werden dadurch die vier Stunden fehlende Freizeit nicht kürzer. Aber die Arbeit wird besser, weil ich ganz andere Möglichkeiten habe und ganz tolle Unterstützung bekomme. Mein neues Büro sieht großartig aus, schöne Farben und viel Licht im Raum. Und ich freue mich auf viele neue Kollegen. Mein neuer Chef ist wirklich klasse. Der Einzige von meinen bisherigen Chefs, denen der Mensch wichtiger ist als Vorgaben, Aufgaben, Systeme. Wir haben heute ein sehr, sehr tolles Gespräch geführt. Nicht das erste, aber doch das aussagekräftigste bisher. Ich glaube, für mich wird es künftig einfacher sein, meinen Job erfolgreich auszuüben, da bin ich mir ziemlich sicher. Im letzten Jahr musste ich nicht nur meinen Job erfüllen, sondern auch von einigen Kollegen, die uns verlassen haben. Und zusätzlich war ich dann auch noch Chefin, Seelsorgerin, Postbotin, PC-Spezialistin, Therapeutin, Dolmetscherin, Sekretärin, Pförtnerin, Streitschlicherin. Ab März darf ich dann wieder ich sein und mich auf meine Aufgaben konzentrieren. Und ich freu mich, freu mich, freu mich drauf. Wissen Sie, ich glaube, schon allein aus diesem Grund werde ich viel entspannter in den Feierabend starten können und die lange Fahrzeit wirklich freizeittechnisch nutzen können. Toll ist ja auch, dass ich jeden Tag in einer richtigen Stadt bin. Können Sie sich vorstellen, was das für mich als Frau für ein Gefühl ist? Jeden Tag shopping gehen zu können, wenn ich es möchte? Ich meine, in meiner alten Heimat bin ich jeden Tag shoppen gegangen, natürlich ohne mir jedes Mal etwas zu kaufen. Einfach nur schauen, gucken, staunen, spontan Geschenke für andere aber auch für mich kaufen. Wie toll ist das denn? Wenn Sie die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes kennen, verstehen Sie mich. Wenn nicht, erkläre ich es Ihnen gerne. In dieser Kleinstadt gibt es viele Apotheken, Reisebüros und Brillenläden. Boutiquen wie Nujorker, harundem oder wie die neumodischen Läden so heißen, gibt es nicht. Die Klamottenläden sind eher für die Damen, die sich alt fühlen. Und, stellen Sie sich das mal vor: Ein Teil der Geschäfte hat mittags geschlossen! Unglaublich, oder? Sie denken jetzt vielleicht, was will die Frau Landgeflüster denn überhaupt? Sie geht doch eh nie einkaufen. Und Geld hat sie auch nie dabei. Das stimmt wohl schon. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Jetzt sind es nur noch drei Wochen, die Zeit rast wirklich. Und ich glaube, das ist jetzt auch gut so.
Uuuuund sollte es doch doof werden, tja, dann nehme ich eben das Jobangebot an, dass ich im letzten Monat erhalten habe. In der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes. Also zitiere ich jetzt Frau Leandros und singe aus tiefsten Herzen: „Was kann mir schon geschehn? Glaub’ mir ich liebe das Leben. Das Karussell wird sich weiterdrehn
Gestern Abend kein französischer Film, obwohl wir in der Nacht zuvor einen weiteren Film mit Monsieur Auteuil aufgenommen haben. Nein, wir schauten meine DVD „Die Hüterin der Gewürze„, die seit Anfang Januar ungesehen auf uns wartete. Was waren das für wunderschöne Farben! Wenn Sie Gewürze genauso lieben wie ich, werden Sie von den Bildern sehr begeistert sein. Die Handlung fand der Michelmann“viel zu seicht„, naja ein Liebesfilm eben. Etwas kitschig, aber doch schön anzusehen, findet Frau Landgeflüster und deshalb erwähnt sie diesen Fim auch in ihrem Blog. Ich werde den Film bestimmt noch einmal an einem Wellnesswochenende genießen, wenn der Michelmann die Welt rettet, oder an einem Frauentag mit der liebsten Freundin. Oder in einer schlaflosen Nacht.
Gestern hat Frau Landgeflüster ganz bewusst Tai Chi geschwänzt. Stattdessen ein schöner Film, von denen ich Ihnen nachher in meiner Frühstückspause berichten werde, und unser Musikspiel. Jetzt lasse ich mir schon seit über 15 Jahren Schallplatten vorspielen und noch immer ziehe ich welche, die ich zwar schon 1000 Mal gehört, aber noch nie gezogen habe. Heute (wie immer von den LPs jeweils das erste Lied)
64 vF: Bonfire mit dem ersten Lied auf Seite 1: „Ready 4 reaction„
98 vF: David Bowie „Modern Love„
102 vF: Bleibtreu: „Spaghettieis“ (leider nicht bei YT zu finden)
79 vdT: Rod Stewart „Here to eternity“ (auch nicht zu finden)
91 vF: Front 242 „Operating Tracks„
und zum Schluß das großartige Lied: 29 vdT: Talking Heads „Road to nowhere„
Geschlafen habe ich übrigens prima. Gut, dass wir darüber gesprochen haben. Offene Worte bereinigen unangenehme Angelegenheiten eben am besten.
Meine Lieben, erst einmal vielen Dank für Eure vielen Anregungen. Glücklicherweise konnte ich letzte Nacht wieder prima schlafen. Ich weiß nicht, ob es am Lavendeltee lag oder daran, dass ich von der Nacht davor so müde war. Aber das ist ja auch egal. Ich war zwar wieder kurz wach, habe mich aber umgedreht und bin innerhalb kürzester Zeit wieder eingeschlafen. In dem Biosupermarkt meines Vertrauens habe ich mir heute ein reines Lavendelöl gekauft. Für den Notfall.
Vielleicht waren die schlafgestörten Nächte ja wirklich noch die Auswirkungen des Vollmondes. Und sicherlich beschäftigt mich auch der bevorstehende arbeitstechnische Umzug im März im Unterbewusstsein und ist vielleicht für die Schlafpausen verantwortlich. Wir werden sehen, wie es weitergeht. Denjenigen von Ihnen, die ebenfalls mit Schlafstörungen zu kämpfen haben, wünsche ich eine rasche und dauerhafte Besserung und viele ungestörte Nächte.
Mehr als 29 Jahre lang konnte ich nicht richtig schlafen. 3-4 Stunden Schlaf und den Rest der Nacht war Frau Landgeflüster munter. Dann flogen wir in einem Winter in die Karibik und Frau Landgeflüster ereilte auf dem Rückflug ein Jetlag, der bis jetzt, inzwischen 13 Jahre anhält. Die ersten Nächte nach diesem Urlaub schlief ich über 13 Stunden und seitdem mindestens 7-8 Stunden, manchmal sogar noch länger. Selbst wenn ich ausnahmsweise zwischendurch einmal wach werde, kann ich normalerweise sofort wieder einschlafen.
Seit einigen Tagen aber klappt dies nicht mehr so richtig. Es begann am letzten Donnerstag, da wurde ich um 4:44 Uhr wach. Seitdem werde ich jeden Tag ein paar Minuten früher wach und die Phase bis zum Wiedereinschlafen wird immer länger. Heute wachte ich um 3:55 Uhr auf und schlief dann erst kurz vor sechs wieder ein. Das war doof, weil der Wecker um 6:45 Uhr klingelte und ich danach total müde und kaputt war.
Ist dies schon meine innere Uhr, die mich langsam aber sicher darauf vorbereiten möchte, dass ich ab März jeden Tag um 4:30 Uhr aufstehen muss? Das finde ich persönlich ziemlich überflüssig, denn mich wird unser Wecker schon rechtzeitig wecken, wenn es soweit ist. Heute probiere ich es mal mit Lavendel-Melissen-Tee und hoffe, er bereitet mir eine schlafreiche Nacht. Drücken Sie mir doch bitte die Daumen. Vielleicht haben Sie ja auch noch einen guten, von Ihnen erprobten Einschlaftipp für mich?
Letzte Woche habe ich Ihnen von den französischen Filmen berichtet, die ArErDe gerade zeigt. Inzwischen habe ich nicht nur den großartigen Film „Mein bester Freund“ angesehen, sondern auch „Ein Mann sieht rosa“ und „Dialog mit meinem Gärtner„, in denen Daniel Auteuil ebenfalls die Hauptrolle spielt. Monsieur Auteuil kannte ich bis dato noch nicht, aber ich freue mich sehr, ihn nun kennengelernt zu haben. Denn auch die beiden anderen Filme sind großartig. Schön französisch, da bekomme ich gleich Heimatgefühle.
In der Komödie „Ein Mann sieht rosa“ spielt neben Monsieur Auteuil auch Gérard Depardieu mit. Eine gute Kombination, wir haben uns wirklich köstlich amüsiert. Es muss ja nicht immer schwere Kost sein. Wenn Sie also einmal einen entspannten, leichten Abend verbringen möchten und französische Filme lieben, dann sehen Sie sich diesen Film ruhig an.
„Dialog mit meinem Gärtner“ handelt von der Freundschaft zwischen Männern und spielt wieder in einer schönen Umgebung. Herrliche Farben, schöne Bilder. Vive la France, denkt sich da Frau Landgeflüster und träumt sich dorthin. Der Film dieses Mal aber nicht so locker und leicht. Eine Geschichte für’s ♥ mit traurigem Ende.


Ihr Geflüster