Der Michelmann ist ein regelmäßiger Besucher der Videothek in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes. Das wissen Sie bereits. Fast jede Woche fährt er dorthin und leiht einige Filme aus. Immer ganz unterschiedliche, damit er mir für jede Lebenslage den richtigen Film präsentieren kann. Wenn ich müde bin, müssen es eher die seichten Filme sein, wenn ich dagegen wach und munter bin, die Anspruchsvollen. Wenn ich melancholisch bin, dürfen es die traurigen ohne Happy End sein, und bei bester Laune, die kitschigen Liebesfilme, die mich auch gern zum Weinen bringen. Hach, ich liebe es, DVDs zu gucken. Kino ist auch toll, aber nur, wenn die Plätze um mich herum großzügig frei sind und keine sprechenden, knisternden, kauenden Menschen direkt um mich herumsitzen. Filme zuhause gucken ist großartig für mich mit meinem rebellischen Wirbeln. Denn im Kino rumzappeln möchte ich natürlich nicht.
Auch in der letzten Woche hat der Michelmann mich mit großartigen Filmen versorgt. Drei möchte ich Ihnen heute empfehlen und ich beginne mit “Nichts als die Wahrheit“. Sehr spannend erzählt. Der zweite Film heißt “Married life” und spielt in den 40/50er Jahren. Auch dieser Film ist nett anzusehen. Aber fragen Sie mich bitte nicht nach einer konkreten Handlung. Dieser Film beginnt einfach, erzählt die Geschichte der beteiligten Menschen und endet. Ein richtiger Entspannungsfilm. Den dritten Film haben wir, man lese und staune, am Sonntag nach dem Frühstück am brennenden Kamin geguckt. Zu keiner anderen Zeit hätte ich diesen Film geguckt, als zu dem Zeitpunkt, bei dem das Frühstück noch sackt und der Michelmann und Frau Landgeflüster überlegen, was sie bei so schlechtem Wetter an einem Sonntag Sinnvolles machen können. “Charlie und die Schokoladenfabrik” mit einem stark an Michael Jackson erinnernden Johnny Depp. Und wenn Sie mich jetzt fragen, wie der Film mitten in der Fastenzeit zu ertragen ist, dann antworte ich Ihnen: “Sehr gut. Achten Sie auf den deutschen Jungen Augustus und Sie werden keinen Heißhunger auf Schokolade bekommen.”
Mir haben alle drei Filme gut gefallen. Alle drei keine, die man sooft sehen muss, wie “Mamma Mia” oder “Tatsächlich Liebe”, aber für eine kleine Erholungspause eignen sie sich allemal.


8 Kommentare
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März 16, 2010 um 20:27
Svenja-and-the-City
Oh, ich kenne nicht einen einzigen davon und ich bin sonst gut mit Filmen. Johnny Depp in der Schokoladenfabrik, das ist ja schon fast zuviel, oder?
Nein, das tu ich mir nicht an. Ich darf keine Kohlenhydrate und bin doch nur auf Johnnys Frau scharf. Das ist Vanessa Paradis und die ist soooo süß. Schmacht…
März 16, 2010 um 20:29
Frau Landgeflüster
März 16, 2010 um 20:46
Frau Sterntau
Ich finde Herrn Depp in diesem Film phänomenal
März 16, 2010 um 20:32
GZi
Ich kenne auch keinen der Filme habe nur die Ankündigung damals von Charlie und die Schokoladenfabrik gesehen… hatte mich aber nicht so vom Hocker gerissen, als dass ich ins Kino hätte gehen wollen.
März 16, 2010 um 20:38
Frau Landgeflüster
Ins Kino wäre ich dafür auch nicht gegangen. Wie gesagt, er war nett als Pausenfüller vor dem Kamin. Sehr lustig, aber für einen Kinoabend nicht gut genug
März 17, 2010 um 9:37
Heike (aus R-M)
[Zitat]In dem Film ist der Johnny besonders gewöhnungsbedürftig. Vernaschen würde ich ihn da nicht wollen![Zitatende]
*lach*?
Das lässt sich toppen, Du hast wohl noch nicht “Alice im Wunderland” gesehen
Aber ich als absoluter Johnny-Depp-Fan (und das nicht erst seit “Fluch der Karibik”) finde alle seine Filme gut – für’s Schmachten ist aber definitv “Chocolat” und nicht “Schokoladenfabrik” zu empfehlen. Und das sowohl für Johnny Depp als auch für Schokolade
LiebGrüß, Heike (die vorgestern “Coco Chanel” gesehen hat)
März 17, 2010 um 20:47
Frau Landgeflüster
Stimmt, “Alice…” habe ich noch nicht gesehen. Ach ja, “Chocolat”, der ist wirklich gaaaanz lecker
Wie fandest Du “Coco Chanel”?
März 18, 2010 um 17:06
Heike (aus R-M)
Ich fand “Coco Chanel” – gerade weil er die Zeit vor dem Erfolg behandelt, was oft kritisiert wird – gut. Er ist halt nichts für die Modefreaks, aber ich bin ja keiner
(Audrey Tautou allerdings finde ich in dem Film erschreckend dünn – erst recht angesichts der Magersuchtgerüchte).