Nach einer kurzen Rebellenpause, in der Frau Landgeflüster Frieden mit dem Rebellen geschlossen hat, zog es sie wieder magisch in den Garten. Der Michelmann hat meinen Smartie von innen gesäubert und mir juckte es wieder in den Händen. Um den Rebellen nicht zu provozieren, habe ich mir mein Beetentlaubungsgerät geschnappt und auf Rückenhaltung achtend, das Grobe aus den restlichen Beeten gefegt. Wie effektiv, denn nun sieht der Garten doch gleich viel schöner aus. Der Michelmann hat zum Schluß alles zusammengefegt und nun ist alles schön.

So viel Fleiß muss belohnt werden und so haben wir es uns auf der Bank vor dem Stall mit einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht und die Vögel beobachtet, die sich die letzten Körner von den Futterplätzen suchten. Sogar an den Meisenknödeln, die sie den ganzen Winter über ignoriert haben, vergreifen sie sich jetzt. Zu meinem Kaffee hätte ich heute gern ein Stückchen Schokolade gegessen. Zum erstenmal in dieser Fastenzeit habe ich richtig Appetit drauf. Aber nun gut, wir haben keine zuhause, also kann ich keines versehentlich verspeisen.

Und nun zeige ich Ihnen unser Kaffeetrinken aus der Michelmannperspektive. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass er die Kamera dabei hatte, und deshalb müssen Sie sich mit einem Blick vom Hinterkopf der Frau Landgeflüster begnügen. Zerstrubbelt und ungekämmt. So sein Blick nach links:

Und nun noch einmal nach rechts. Sie sehen unsere Ollis dürfen heute auch Frischluft schnuppern.

Inzwischen hat sich Frau Landgeflüster ein bisschen Kleinstadt-fein gemacht, weil wir gleich zum Einkaufen fahren. Nein, nicht in einen doofen Supermarkt. Wir fahren in Geschäfte, in denen man sich nette Dinge für das Zuhause kaufen kann. Handtücher zum Beispiel, passend zu den neuen Badezimmergardinen, und ein Geschenk für unseren geburtstagfeiernden Freund. Auf dem Rückweg möchte ich dann noch zu Tante Emma, um zu schauen, ob sie schöne Stiefmütterchen hat. Ja, ja, ich weiß, das sind nicht die aufregendsten Blumen der Welt, aber sie bringen so viel Farbe in den Garten und die braucht er ganz dringend. Also, dann, man liest sich.