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(Frau Landgeflüster in Blog-Laune)

Nach einer kurzen Rebellenpause, in der Frau Landgeflüster Frieden mit dem Rebellen geschlossen hat, zog es sie wieder magisch in den Garten. Der Michelmann hat meinen Smartie von innen gesäubert und mir juckte es wieder in den Händen. Um den Rebellen nicht zu provozieren, habe ich mir mein Beetentlaubungsgerät geschnappt und auf Rückenhaltung achtend, das Grobe aus den restlichen Beeten gefegt. Wie effektiv, denn nun sieht der Garten doch gleich viel schöner aus. Der Michelmann hat zum Schluß alles zusammengefegt und nun ist alles schön.
So viel Fleiß muss belohnt werden und so haben wir es uns auf der Bank vor dem Stall mit einer Tasse Kaffee gemütlich gemacht und die Vögel beobachtet, die sich die letzten Körner von den Futterplätzen suchten. Sogar an den Meisenknödeln, die sie den ganzen Winter über ignoriert haben, vergreifen sie sich jetzt. Zu meinem Kaffee hätte ich heute gern ein Stückchen Schokolade gegessen. Zum erstenmal in dieser Fastenzeit habe ich richtig Appetit drauf. Aber nun gut, wir haben keine zuhause, also kann ich keines versehentlich verspeisen.
Und nun zeige ich Ihnen unser Kaffeetrinken aus der Michelmannperspektive. Ich habe gar nicht mitbekommen, dass er die Kamera dabei hatte, und deshalb müssen Sie sich mit einem Blick vom Hinterkopf der Frau Landgeflüster begnügen. Zerstrubbelt und ungekämmt. So sein Blick nach links:
Und nun noch einmal nach rechts. Sie sehen unsere Ollis dürfen heute auch Frischluft schnuppern.
Inzwischen hat sich Frau Landgeflüster ein bisschen Kleinstadt-fein gemacht, weil wir gleich zum Einkaufen fahren. Nein, nicht in einen doofen Supermarkt. Wir fahren in Geschäfte, in denen man sich nette Dinge für das Zuhause kaufen kann. Handtücher zum Beispiel, passend zu den neuen Badezimmergardinen, und ein Geschenk für unseren geburtstagfeiernden Freund. Auf dem Rückweg möchte ich dann noch zu Tante Emma, um zu schauen, ob sie schöne Stiefmütterchen hat. Ja, ja, ich weiß, das sind nicht die aufregendsten Blumen der Welt, aber sie bringen so viel Farbe in den Garten und die braucht er ganz dringend. Also, dann, man liest sich.
- Wind, windiger, am windigsten
- rebellische Rebellen
- laufender Nasensaft
was für einen schönen Tag spricht
- das freundliche Wetter, das auch von innen sehr schön aussieht
- die gute Laune vom Michelmann und Frau Landgeflüster
- das Gefühl, wieder unendlich viel Zeit zu haben
- die heutige Einkaufsliste vom Michelmann
Und den Nachmittagskaffee trinken wir in jedem Fall im Garten! Und wenn es regnet, dann weihe ich meinen ersten eigenen kleinen Regenschirm ein. Der Michelmann hat mir gestern nämlich auch einen kleinen Schirm für die Tasche gekauft. Es kann ja sein, dass es in der großen Stadt auch mal regnet. Fürsorglich, nicht?
Fazit: Wir sind immer noch im Wochenend-ist-toll-Feeling!
Nachtrag:
was für Gartenarbeit spricht:
- die unbändige Lust, etwas zu tun. Ergebnis: zwei weitere sind laubfrei, der Frostschutz von allen Kübeln ist entfernt und der Sitzplatz im Dreiecksgrundstück ist hergerichtet.
- der Michelmann, der sein Auto frühlingsschön macht.
- das milde Klima, inzwischen ein wenig grauer, aber immer noch trocken.
Jetzt: Rebellenpflegepause.
Frau Rotkraut hat mich vor zwei Tagen daran erinnert, dass ich mein Haus an diesem Wochenende österlich dekorieren könnte. Traditionell wird im Hause Landgeflüster frühstens 14 Tage vor Ostern damit begonnen und am liebsten verwendet Frau Landgeflüster Naturstoffe wie Moos, Holz, echte Eier. Plastikeier- und hasen dürfen nicht mitspielen, Holzhasen gern.
Die wenigen Dinge, die ich zum Dekorieren verwende, passen in diese Schale. Lieber schmücke ich unser Haus mit vorgezogenen Narzissen oder andern Zwiebelblumen, die danach in den Garten kommen. Mehr braucht es nicht.
Frau Landgeflüster hat heute ausgeschlafen. Es war fast halb acht, als sie aufwachte. Nach dem Blick auf die Uhr und den schlafenden Michelmann ist sie aufgestanden, um die Morgenstunde im stillen Haus für sich zu genießen. Halb acht! Wie toll, um diese Zeit betrete ich meist mein Büro in der großen Stadt.
Den Kaffee hat sie bereits aufgegossen und plätschert leise durch den Filter. Hm, ich liebe den Duft von frisch gemahlendem Kaffee. Sie wissen ja vielleicht, dass wir selbst mahlen und mit Hand aufbrühen. Deshalb werde ich jeden Morgen besonders intensiv mit diesem herrrlichen Duft verwöhnt.
Jetzt sitze ich im Kaminzimmer, sehe die kleinen Schulkinder zur Schule stiefeln und die älteren Dorfbewohner auf ihrem Weg zu Tante Emma und ich freue mich, dass es draußen trotz der Wolken noch freundlich aussieht. Der Frühling ist da. Auch in unseren Garten ist er eingezogen. Es blüht und leuchtet wieder! Wer jetzt keine Frühlingsgefühle bekommt, ist bestimmt noch im Winterschlaf. Hach, ich freue mich darauf, nachher in den Garten zu spazieren. Wie fleißig ich sein werde, überlasse ich meiner Lust und Laune. Und dem Wetter. Aber soll ich Ihnen mal etwas verraten? Ein Geheimnis, das der Michelmann mir gestern verraten hat? Ich selbst habe es allein nicht herausgefunden, weil ich gestern erst nach dem Tai Chi nach Hause kam und gleich durch die Haustür ins Haus gegangen bin. Pssst, ich verrate es Ihnen. Rutschen Sie mal ganz nah an den Monitor heran. Also: er hat mir (ganz allein und ohne Aufforderung!!) Anzuchterde gekauft und meine Lieblingsgartenbank vor das Küchenfenster gestellt. Außerdem hat er das erste Beet an der Auffahrt und den Vorgarten von altem Laub und verblühten Staudenresten befreit. Und jetzt kommen Sie! Ganz ehrlich, dass der Michelmann mal solche Frühlingsgefühle entwickelt, dass er den ersten Frühlingstag nutzt, um allein im Garten zu werkeln, hätte ich nicht erwartet. Es ist ja immer blöd, wenn er bis nachts die Welt rettet. Aber bei so tollem Wetter ist es auch mal ganz toll, erst nachmittags loszumüssen.
Apropos los müssen, ich werde jetzt den Frühstückstisch decken und dafür sorgen, dass der Michelmann davon wach wird. Er findet es ja immer toll, früh aufzustehen. In diesem Sinne: kommen Sie gut in den Tag!
Er begann ziemlich harmlos. Frau Landgeflüster wurde heute wieder um halb fünf geweckt. Das fand sie diesmal besonders gut, weil sie so lustige Sachen geträumt hat, die sie auch nach dem Aufwachen noch verwirrt haben. So ganz zusammenhangslos und verrückt. Inzwischen habe ich aber vergessen, was genau ich da so träumte. Das heutige Frühstück wie immer nett, mit ganz frischer Ricottacreme aus der Tosakana.
Mein Arbeitstag war sehr, sehr anstrengend. Gar nicht so entspannend, wie man ihn sich für einen letzten Arbeitstag vor dem langen Wochenende vorstellt. Natürlich verging die Zeit dadurch wieder sehr schnell. Schön war auch, dass der Tag doch einige positive Überraschungen bereit hielt und die Negativen mich nicht aus der Ruhe brachten. Dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Zeit zwischendurch zum Durchatmen gewünscht, auch wenn ich so natürlich entspannter in die neue Woche starten kann. Um so mehr habe ich meine Mittagspause auf der Dachterrasse in der Sonne genossen. Unglaublich, für die Strickjacke war es viel zu warm. Ganz mucklig war es. Toll, toll, toll. So schön kann Frühling sein!
Sehr froh war Frau Landgeflüster darüber, dass sie pünktlich um 16 Uhr Feierabend machen und ins Wochenende starten konnte. Tja, und dann lernte Frau Landgeflüster den guten Service der Doitschen Barn kennen. Die Gerüchte darüber hat sie ja schon oft gehört und gelesen. Ich möchte mich gar nicht beschweren oder jammern, denn bisher kann ich persönlich ja wirklich kaum etwas Negatives sagen. Absolut albern aber finde ich, dass der Konkurrenzkampf zwischen der Doitschen Barn und unserer Regionalbahn dazu führt, dass wir Kunden nicht darüber informiert werden, wenn die Regionalbahnen nicht durchgehend fahren können, weil die Barn unterweges Baustellen einrichtet. Die Fahrt war nicht so schlimm, wie vorher von der Zugbegleitung im Regionalzug angekündigt. Stundenlanges Warten auf einen Bus für die letzten ca. 50 Kilometer blieben uns erspart. Stattdessen hat sich Frau Landgeflüster nach dem Umsteigen in ein Erste-Klasse-Abteil des IC gesetzt und dort die Ruhe genossen. Kontrolliert wurde sie nicht, daher blieb ihr auch die Diskussion mit dem Zugbegleiter erspart, darüber, ob es rechtens ist oder nicht. Zwanzig Minuten hat die Fahrt durch die Unterbrechung auf halber Strecke länger gedauert und so bin ich direkt vom Bahnhof zum Tai Chi gegangen.
Immer noch mit Niesanfällen, triefender Nase und leichtem Hals und ein bisschen kaputt, vielleicht auch wegen der anstrengenden Rückfahrt, war das Tai Chi nicht ganz so entspannend wie sonst. Aber ich habe durchgehalten und gewissenhaft an den „Wolkenhänden“ gearbeitet. Dennoch war ich froh, als die zwei Stunden vorbei waren.
Nun sitze ich auf meinem Sofa, warte auf den Michelmann und unseren gemeinsamen Abend. Heute ist schließlich Lieblingstag und das sogar vor dem Frei-Tag. Bisher haben wir erst einen Termin am Wochenende und das ist die Einladung am Sonntag bei unserem geburtstaghabenden Freund. Das wird wieder sehr nett werden. Den Rest werden wir je nach Wetterlage verplanen. Ich hoffe auf die erste Tasse Kaffee im Garten! Also ich meine natürlich die erste Tasse Kaffee im Garten ohne Winterjacke. Denn Kaffee trinke ich ganzjährig im Garten, aber im Winter natürlich nicht so gemütlich und ausgiebig wie im Sommer. Besonders, wenn der Schnee meine Gartenbank vor dem Stall versteckt.
Ihnen allen wünsche ich einen zauberhaften Abend und eine gute Nacht. Ich bin wirklich gespannt, wann ich morgen früh munter bin. Aber wenn ich morgen mit dem Michelmann frühstücke, werde ich an Sie denken, die Sie vor mir aufstehen oder morgen noch zur Arbeit gehen müssen. Ihnen allen einen tollen Start ins Wochenende!
Ich weiß zwar nicht, wo die Morgenstund ihren Mund hat, aber ich kann Ihnen berichten, dass die frühe Stunde Einiges zu bieten hat. Ein leuchtender Himmel, der einen schönen Sonnenaufgang verspricht, schöne klare Luft und ganz viel Vogelgezwitscher. Es ist 6 Uhr und es kann ein schöner Tag werden.
Mein Smartie hat den Michelmann gestern mit zwei Stunden Verspätung nach Hause gebracht. Meine Nase schnupft leider noch immer. Sonst ist alles gut. Viele Grüße vom Bahnhof in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes.
Frau Landgeflüster hat seit einer Stunde eine gar fürchterliche Nies- und Schnupfenattacke. Aber noch viel doofer ist, dass der Michelmann seit anderthalb Stunden Feierabend hat und auf den Autonothilfdienst warten muss, weil mein Smartie rumzickt und keinen Meter fährt. Ganz schön doof, das alles. Mögen Sie vielleicht noch ein drittes Mal die Daumen drücken???
sagte der Michelmann vorhin, als ich ihn bei meiner Ankunft in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes in seiner Mittagspause am Bahnhof traf. „Ich finde das frühe Aufstehen richtig toll. Seitdem bin ich tagsüber viel munterer.“ Dazu müssen Sie wissen, dass der Michelmann morgens mit mir aufsteht, damit wir beide nicht alleine frühstücken und in den Tag starten müssen. Genauso bleibe ich auf, wenn er bis nachts die Welt rettet, damit er nach der Arbeit nicht allein den Tag beenden muss. Sie kennen das ja vielleicht auch: nach einem anstrengenden Arbeitstag sofort ins Bett gehen und schlafen ist schwierig. Irgendwie muss man doch erst einmal wieder herunter und in die Entspannungsphase kommen. Da ist es einfach nett, wenn da jemand ist, der sich für den eigenen Alltag interessiert und ein offenes Ohr hat. Wir genießen den gemeinsamen Start und das gemeinsame Ende des Tages immer sehr. Auch wenn die Nächte dadurch nach vier oder fünf Stunden vorbei sind.
Aber der Michelmann hat Recht, auch ich bin angenehm überrascht, wie leicht es ist, so plötzlich mit weniger Schlaf auszukommen. Ich weiß zwar nicht, wie es sein wird, wenn die alberne und total überflüssige Zeitumstellung auf uns zu kommt und wir dann um halb vier aufstehen müssen. Aber ich gehe mal davon aus, dass ich damit auch klar kommen werde.
Abends bin ich in dieser Woche erst um 19 Uhr zuhause und trotzdem habe ich jeden Tag noch einiges im Haushalt gemacht. Das habe ich mir auch so vorgenommen, weil ich meine Wochenenden nicht damit verbringen möchte, alles aufzuarbeiten, was in der Woche liegengeblieben ist. Dafür sind mir meine Wochenenden einfach zu schade. In dieser Woche beginnt mein Wochenende schon sehr früh. Ich danke Ihnen für’s Daumen- und Pfotendrücken, es hat geklappt. Am Freitag habe ich frei und weil ich morgen zum letzten Tai Chi vor den Osterferien möchte, werde ich auch schon um 16 Uhr Feierabend machen und ins Wochenende starten. Und, juchee, wenn der Michelmann morgen um 23:15 Uhr nach Hause kommt, können wir „Lieblingstag-schon-am-Donnerstag“ feiern. Klingt großartig, oder?


Ihr Geflüster