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Ganz arg schade finde ich es, dass gerade die nordeutschen Blogger am 28. August keine Zeit haben. Immerhin wird die liebe Familie Frische Brise dabei sein, doch der Rest eben nicht Aber wissen Sie was? Als ich heute mit der Frau Kaiser hin- und hermailte, die leider im August auch nicht mitfeiern kann, kam mir dieser Gedanke: vielleicht können wir Nordlichter im Herbst ein kleines Nordlichtertreffen bei uns machen oder Kekse backen, auch gern ohne Kekse zu backen. Sie können es sich ja mal überlegen. Zeit genug haben Sie ja noch.

Apropos Zeit. Können Sie sich vorstellen, dass ich seit ca. 30 Minuten an diesem Eintrag schreibe? Gemeine Funklöcher auf der Zugstrecke. Es ist jetzt 20 nach sechs, gleich sind wir in Eschede und in 20 Minuten bin ich im Hundertwasserbahnhof. Nur mal so zur Orientierung für Sie. Jemand hier im Zug, der gerade mitiest???

(die mühselig zusammengebastelten Links, die sich hinter “Kekse backen” und “ohne Kekse zu backen” verbergen sollten und nun leider wieder verschwunden sind, bastle ich zuhause am Laptop hinein. Dann verstehen auch Unbeteiligte des letzten Backens, was ich meine.)

Gern nutze ich eine kleine Pause, um Sie über die wichtigsten Dinge des Tages zu informieren. Das Allerwichtigste zuerst: es ist Lieblingstag! Wenn der Michelmann um zehn Uhr aufhört die Welt zu retten, werden wir gemeinsam ins Wochenende starten. Wir werden es ganz nach Wetterlage gestalten. Wenn es morgen nicht zu hässlich ist, werden wir einen Gutschein in der großen Stadt einlösen. Witzigerweise können wir den oder anderen Gutschein in der großen Stadt einlösen. Als ich die Gutscheine damals beschrieb, wusste ich noch gar nicht, dass ich fast täglich dorthin fahren würde. Sollte das Wetter so werden, wie es angekündigt ist, dann werden wir meine neuen Schränke aufbauen. Und das ist auch toll. Also ist es mir auch total egal, wie das Wetter wird. Eine gute Voraussetzung, oder?

Meine Laune ist immer noch hervorragend, weil ich die Wolkenhände immer noch kann und heute Abend auch Zeit haben werde, sie noch ein paar Mal zu üben. Da es hier heute sehr ruhig ist, habe ich sogar auch immer mal wieder die Möglichkeit, in mich zu gehen und sie gedanklich durchzuspielen.

In zwei Stunden werde ich schon auf dem Weg zum Bahnhof sein. Bitte drücken Sie mir doch die Daumen, dass ich trockenen Fußes dort ankomme. Draußen wird es bedrohlich dunkel und es ist auch schon sehr windig. Wäre doch schade, wenn ich wie ein begossener Pudel zuhause ankommen würde.

Ich wünsche Ihnen allen ein wunderschönes Wochenende und sende viele Grüße aus der großen Stadt. Wenn ich schaffe, drehe ich heute auch noch eine Runde bei Ihnen und hinterlasse zumindest ein ♥. Alles Liebe für Sie, Ihre Frau Landgeflüster

Das ist mein Gedanke seit vorletzter Woche. “Huch”, werden Sie jetzt fragen: “warum denn das? Tai Chi tut Ihnen doch so gut!” Ja, schon. Wenn ich die Zeit und Muse habe, ist es toll. Wunderbar entspannend und gleichzeitig fordernd. Denn die einzelnen Figuren sind teilweise sehr schwer zu lernen. Zwei Arme, zwei Beine und vier Bewegungsrichtungen. Dafür braucht es Konzentration und Ruhe. Und viel Zeit zum Üben. Sie ahnen, was jetzt kommt. Mir fehlen vier Stunden am Tag und damit viel Zeit, zuhause zu üben. Aber gerade für diese richtig schweren Figuren muss ich jeden Tag üben, damit ich sie mir überhaupt bis zum nächsten Training merken kann. Sie glauben gar nicht, wie frustrierend es für mich ist, seit vier oder fünf Wochen beim Training die Wolkenhände zu üben und sie mir jedesmal wieder auf’s Neue zeigen lassen zu müssen. “Nun gut, bleiben Sie doch entspannt”, wird jetzt vielleicht ihre Antwort sein und: “dann brauchen Sie eben ein wenig länger.” Das ist aber so nicht befriedigend für mich und deshalb auch sehr unentspannend. Außerdem ist es inzwischen so, dass aus unserer Anfängergruppe  fast alle aufgehört haben. Nur ein ganz frischer Mitstreiter, der noch ganz am Anfang der Form ist, und eben Frau Landgeflüster sind noch dabei. Die Fortgeschrittenen, von denen ich mir etwas abschauen könnte, sind schon so weit, dass ich da noch nicht mitmachen kann. Vom Anfängeranfänger kann ich mir nichts abschauen und das ist das zweite Doofe. Denn beim Tai Chi braucht es Mitstreiter, auf die man schielen kann, wenn man selbst einen Aussetzer hat. So war es vorher in unser Gruppe und so ist es auch jetzt noch in der Fortgeschrittenengruppe. Nun stehe ich ganz alleine da. Die Trainerin muss sich ja auch um den Anfängeranfänger kümmern und so muss ich eben sehen, wie ich klarkomme. Das ist doof, doof, doof, denn ich weiß, dass ich so auf Dauer nicht weiterkomme. Bis ich soweit bin, mit den anderen mitmachen zu können, wird es noch ganz lange dauern. Das werden Sie verstehen, wenn Sie Tai Chi kennen.

Und wissen Sie, was noch ziemlich blöde ist? Wenn ich nach dem langen Arbeitstag beim Tai Chi ankomme und wir mit den Einstiegsübungen anfangen, meist sind es Entspannungs- oder Meditationsübungen, dann merke ich erst, wie anstrengend der Tag war und wie schwer ich mich auf die Übungen konzentrieren kann. Es ist, wie es ist: ich fühle mich in den letzten Wochen nicht mehr so gut vor, während und nach dem Tai Chi. Und so habe ich dem Michelmann heute morgen gesagt, dass ich mich nach dem Training entscheiden werde, ob ich aufhöre oder nicht. Wenn ich auch diesmal mit einem schlechten Gefühl das Training verlasse, werde ich mich abmelden.

Beim Training habe ich meiner Trainerin gesagt, wie schwer es für mich ohne gleichwertige Trainingspartner ist und vielleicht hat sie auch in den letzten Wochen schon gemerkt, dass ich nicht mehr mit Herz und Seele dabei bin. Jedenfalls hat sie Verständnis gezeigt und sich ganz viel Zeit für mich genommen. Hat mir die Übung noch und nöcher gezeigt, bis es in meinem Kopf klick gemacht hat. Jetzt habe ich den Ablauf endlich begriffen. Endlich!  Jetzt fehlt natürlich noch der Feinschliff und gerade jetzt habe ich leider wieder zwei Wochen Pause. Also muss ich gucken, was ich bis dahin noch von den Wolkenhänden behalten habe. Aber immerhin ahne ich, dass ich in drei Wochen wohl auch wieder zum Tai Chi gehen werde, und das ist doch auch schon ein kleiner Erfolg.

Gestern zwischen grey’s und Private Practice, während einer dieser unzähligen Werbepausen, erzählte mir der Michelmann von der Einlösung eines weiteren Gutscheines. Nein, keine Angst, er wird die restlichen Gutscheine nicht allein “abarbeiten”. Nur diesen einen, denn der kann nur zu bestimmten Uhrzeiten eingelöst werden und zu diesen Zeiten bin ich in der großen Stadt unterwegs.

In der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes befindet sich die Fabrik, die das Wasservögelmitvpick-Eis herstellt. Das ist praktisch und gut. Denn im Fabrikverkauf gibt es das leckere Eis sehr viel günstiger zu kaufen als in allen anderen Geschäften. Da wir ja nun offiziell eine Gartenparty im Sommer planen, bei der es auch Eis geben darf, hat der Michelmann sich großzügig bereit erklärt, zu überprüfen, ob das Eis noch genauso toll schmeckt wie im letzten Jahr. Geteiltes Leid ist halbes Leid und deshalb wird Frau Landgeflüster ihn selbstverständlich bei diesem schweren Test unterstützen. Das machen wir nur für Sie!

grey’s, dazu kohleydratarmer Gemüseauflauf mit viel Mozzarella, Apfelschorle, Sofa, Gemütlichkeit und nachher noch die zweite Halbzeit. Kompromiss im Hause Landgeflüster. Normalerweise gilt live vor Konserve, aber heute darf Frau Landgeflüster wählen. Denn eigentlich müsste der Michelmann ja eh noch zwei Stunden arbeiten. Schöner Abend. Bei Ihnen hoffentlich auch.

In einigen Blogs habe ich großartige Löwenzahnfotos gesehen und eben auf dem Weg zum Zug, der mich in die Kleinstadt vor den Tores bringen soll, kam ich an diesem Grünstreifen vorbei. Da dachte ich mir, ich sende Ihnen, die Sie an dem Löwenzahnprojekt teilnehmen, blumige Grüße aus dem Zug. Aber auch an Frau Rotkraut und ihrem wunderbaren Gatten zu ihrem Liebestag, an Kerstin als Gutebesserungsgruß und an alle, die sich über einen Löwenzahngruß von Frau Landgeflüster freuen.

In einer Stunde werde ich zuhause sein. Darauf freue ich mich schon. Der Michelmann darf heute zwei Stunden früher aufhören, die Welt zu retten und so können wir gemeinsam um acht in unser Dorf fahren. Hach, so schôn.

  • Meine liebste Schwester und mein Schwager sind bewundernswerte Menschen. (Das können Sie jetzt nicht nachvollziehen, aber das müssen Sie mir einfach mal glauben)
  • In den ersten zwei Monaten, die ich jetzt fast täglich in die große Stadt fahre, habe ich erst um die 35 € ausgegeben. Der Michelmann hat mir am ersten Tag einen 50€-Schein in die Hand gedrückt, von denen jetzt noch 15,32 € in meinem Portemonnaie sind.
  • Diese Speise schmeckt auch mit Garnelen statt Hähncheninnenfilet und frischer Ananas statt Walnüsse.
  • Ich freue mich über die ersten Zusagen für die Gartenparty. Diese Zusagen bedeuten mir ganz viel, denn es ist ja, wie es ist: so ganz ohne Gäste wäre eine Gartenparty doof. So aber wird sie stattfinden, denn nun werden Besucher kommen. Und ja, Sie dürfen sich trauen, sonst würde ich davon nicht schreiben.
  • Der Michelmann hat angefangen, die Schränke in meinem Zimmer aufzubauen. Ich glaube, mein Zimmer wird hübsch aussehen. Die Kontraste zwischen alt und neu finde ich toll. Wie Sie vielleicht wissen, ist unser Haus schon bald 130 Jahre alt und in dem machen sich moderne Möbel auch gut. Wir haben alte und neue Möbel, rustikales Holz und weiße Hochglanzschränke, Kronenleuchter und moderne Eiswürfellampen. Hach, ich freu mich schon auf die Einweihungsparty.
  • Tanzen Sie in den Mai? Wir wohl nicht, denn der Michelmann muss bis nachts die Welt retten. Aber dafür werden wir am Sonntag einen Gutschein einlösen und tanzen gehen!
  • Das Wetter wird in den nächsten Tagen großartig werden. Ich hoffe trotzdem, dass ich endlich dazu komme, meine Mails zu schreiben zwecks Terminabsprachen für unsere Besuche in Berlin und Krefeld. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld mit mir.
  • Ich trinke jetzt noch ein drittes Glas Sekt und danach singe und tanze ich vielleicht. Die Fastenzeit hat mich echt empfindlich gemacht. Egal, das Leben ist schön.

Vielen Dank für Ihre tröstenden Worte zu unserem traurigen Sitzplatz im Hof. Damit der Michelmann es nicht ganz so schwer in seinem Garten hat, habe ich im Laufe der Jahre den ein oder anderen Sitzplatz in unseren Garten integriert. So kann ich den Michelmann von der fehlenden Terrasse ablenken, in dem ich immer mal wieder einen anderen Sitzplatz für unsere Gartenspeisen herrichte. Und wenn der Michelmann sich im Garten verlaufen hat, braucht er sich nur an den Obstbäumen orientieren:

Unter dem großen Apfelbaum im Hauptgarten

Der Sitzplatz unter dem Mirabellenbaum:

Der kleine Apfelbaum im Dreiecksgrundstück:

So einfach ist das bei uns. Einfacher als einen Eintrag im Gartengeflüster einzustellen, denn natürlich sollte dieser Eintrag dort erscheinen. Aber nun, da er fertig ist, lasse ich ihn einfach im Landgeflüster!

Fliederduftende Grüße aus der großen Stadt.

Mein Arbeitstag hat heute erst nach 18 Uhr geendet und es ist bewölkt. Deshalb ist der Flieder vielleicht etwas dunkel. Unglaublich, wie weit die Natur in der großen Stadt schon fortgeschritten ist. Toll, ich liebe Flieder, und so geht ein guter Arbeitstag lächelnd zu Ende.

In zwei Stunden bin ich wahrscheinlich zuhause. Auch schön!

Den sonnigen Sonntag begannen wir mit einem Frühstück in der Sonne um halb zehn:

Und die nächsten neun Stunden verließen wir den Garten nicht mehr. Unkrautzupfen, fast zwei Stunden, telefonierenderweise mit der liebsten Freundin, auch solche Arbeiten machen zu zweit eben viel mehr Spaß.

Kübelpflanzen umgetopft, Beete geharkt und gesäubert, Stauden umgepflanzt, gedüngt, gegossen, Deko verteilt, Frostschäden beseitigt, Brunnen gefüllt und angeschlossen und immer wieder pausiert, gegessen, getrunken, na und was es sonst im Garten zu tun gibt.

Der Garten wird. Da bin ich mir ganz sicher. Und deshalb haben der Michelmann und ich beschlossen, am 28. August eine Gartenparty zu feiern. Sie wissen, was das bedeutet?

Zum Abendessen haben wir gegrillt, wie alle Nachbarn um uns herum. Das perfekte Essen an so einem Tag, diesmal die Holzkohlevariante.

Leider haben wir keine Terrasse, das wissen Sie, wenn Sie bereits länger im Landgeflüster mitlesen. Das ist ganz schön schade, weil wir immer nur im Hof essen können. Deshalb sind unsere Gartenpartys auch nie so perfekt. Ein Garten ohne Terrasse, das geht nun wirklich nicht. Aber sonst ist alles schön.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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~japanische Weisheit~

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