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Soll ich Ihnen mal etwas verraten? Ich bin etwas wirr im Kopf. Gerade als ich einen neuen Eintrag beendete und ihn veröffentlichen wollte, erfuhr ich von Mutter Landgeflüster, dass unser von mir sehr geschätzte Herr Bundespräsident zurückgetreten wäre. Diese Nachricht hat mich wirklich umgehauen und deshalb habe ich meinen Eintrag erst einmal abgespeichert und habe stattdessen meinen „Brief“ an Herrn Köhler verfasst. Eben habe ich kurz daran gedacht, meine Gedanken von heute morgen zu löschen und nicht zu veröffentlichen. Warum, kann ich Ihnen gar nicht sagen und ich habe mich auch entschlossen, es doch zu tun. Hier also mein Eintrag von heute Mittag, als in Deutschland noch alles von Lena sprach und der Rücktritt von Herrn Köhler noch kein Thema war:
Das Leben ist schon merkwürdig manchmal. Du bist rundum glücklich, zufrieden, fühlst, Du bist angekommen (privat und beruflich) und blickst zuversichtlich in die Zukunft. Dann ergibt sich zufällig die Gelegenheit, Deinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Auf dieser Gedankenreise macht es ganz plötzlich „klick“ und ein Gedankenfunken löst eine wahre Explosion im Kopf aus, die weitere Funken entfacht und diesen ersten Gedankenschnipsel zu einem großen „Ding“ macht. Aus diesem klitzekleinen Gedanken kann sich plötzlich eine konkrete Idee entwickeln, die das weitere Leben schon ein wenig verändern würde. An diesem Punkt sind wir jetzt angelangt. Und das Komische ist daran, seitdem wir beide diese Entscheidung nun auch gemeinsam getroffen haben und sie zusammen mit all ihren Konsequenzen tragen werden, mehren sich die Zeichen, das gerade dieser Zeitpunkt, das Was und Wie genau das einzige Wahre ist. Das sind positive, aber auch ein nicht so schönes Zeichen, die uns darin bestärken.
Jetzt werden Sie bestimmt denken, wie doof und gemein ich bin, dass ich wieder nur so andeutungsgeladen schreibe, aber das muss nun mal so sein. Die andere Alternative wäre gar kein oder ein passwortgeschützter Eintrag und das möchte ich beides nicht. Es ist, wie es ist: es spielen so viele Faktoren eine Rolle, die ich selbst nicht beeinflussen kann, und es wird eine Zeit dauern, bis sich unsere Erwartungen wohl hoffentlich wie von uns gewünscht erfüllen. Also heißt es auch für uns erst einmal abwarten. Und überhaupt, so dramatisch wie sich dieser Eintrag anhört, ist es auch gar nicht. Also keine Kinder und kein Auswandern oder so. Ich möchte meinem und damit unserem gemeinsamen Leben einfach mehr Qualität geben. Vielleicht drücken Sie mir einfach trotzdem mal so die Daumen ohne zu wissen, wofür. Das kann bestimmt nicht schaden. Danke!
Schade. Ich habe mich gut von Ihnen repräsentiert gefühlt. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie erleichtert ich damals war, als Sie die zweite Wahl gewannen. Es tut mir wirklich leid, dass Sie nun so enttäuscht wurden und Sie für sich diesen Schritt wählten. Ich weiß nicht, ob Sie in den letzten Tagen in meinem Blog gelesen haben. Wenn ja, haben Sie gesehen, dass ich von der Verantwortung für sich und sein Leben schrieb. Gerade deshalb habe ich größten Respekt vor Ihrer Entscheidung und ich danke Ihnen für Ihre Zeit, Energie und Kraft, die Sie mir als Teil unseres Landes zur Verfügung gestellt haben. Wissen Sie was, bei Ihnen hatte ich das Gefühl, Sie wollten wirklich nur Gutes tun. Diesen Eindruck habe ich bei anderen Politikern oft nicht. Ganz im Gegenteil. Und das werde ich ganz doll vermissen und deshalb bin ich auch sehr traurig, dass Sie nicht mehr mein Präsident sein möchten.
Lieber Herr Köhler, ich möchte aber nicht egoistisch klingen und wünsche Ihnen daher für die Zukunft alles Gute. Mögen all Ihre Wünsche und Erwartungen, die Sie für Ihre neue Zukunft haben, in Erfüllung gehen. Grüßen Sie mir bitte Ihre zauberhafte Frau, sie musste auf so vieles verzichten. Genießen Sie die gemeinsame Zeit und machen Sie es gut. Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster.

… den ganzen Tag über. Und trotzdem hat es gereicht, die Zeitung aus Frankfurt im Garten zu lesen.
Es war angenehm mild und die Sonne zeigte sich zwischendurch immer wieder.

Das war toll, denn so konnte ich ausgiebig mit der Kamera durch den Garten spazieren. Es ist unglaublich, wie die Wetterschwingungen das Wachstum anregen. Und wissen Sie, was ich so faszinierend finde? Die Natur macht was sie will und lässt sich nicht einschränken. Jedenfalls nicht dauerhaft. Das sehe ich jeden Tag am Giersch. In diesem Jahr hat sich der Dill zum Beispiel ausgerechnet den Kiesweg als neuen Wohnort ausgesucht:
Die Sonnenphase währte leider nicht lange und danach folgte eine Regenguß ohne gleichen. Und weil die Natur nun mal das Sagen hat, gab es statt Garten einen Film für’s Herz und Lavendelduft für die Seele. Eine tolle Kombination. Dazu Kaffee und Schokomandeln, um den Nachmittag perfekt zu machen und gemütlich in den Abend zu starten…. Und zwischendurch immer wieder Sonnenschein. Wetterschwingungen eben.
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kann ja auch ganz gemütlich werden. Die Wetterschwingungen sind wirklich unglaublich in diesem Jahr. Es macht also Sinn, seine Zeit nicht großartig zu verplanen, sondern spontan zu gestalten. Eine Sache, die ich seit je her, wenn immer es eben möglich ist, so praktiziere. Und ich bin froh, dass ich das großartige Wetter gestern so richtig ausgekostet habe.
Wir waren sogar noch abends um acht in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes, die mir mit den vielen Ladenleerständen immer weniger gefällt. Kaum zu glauben, nach drei Monaten, komme ich mir bereits wie eine Touristin vor, die dann aber doch recht schnell wieder in den eigenen Garten zurück zum späten Abendessen fuhr. Vom Länderspiel haben wir nur noch den Abpfiff und das Endergebnis mitbekommen. Es gibt eben Wichtigeres, als abends Fernsehen zu gucken. Dennoch freut mich das Ergebnis. Also hat Herr Löw wohl das richtige Konzept gefunden und wie ich später feststellte, hat auch der Raab wieder alles richtig gemacht. Ist schon irre, was er anfasst, wird ein Erfolg. Ich hoffe, das beste Lied hat gewonnen. Sicherlich werde ich das ein oder andere Lied in den nächsten Tagen noch kennenlernen.
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Da viel frische Luft müde macht, bin ich gestern recht früh ins Bett gegangen und entsprechend munter bin ich jetzt. Heute morgen sehe ich einen regnerischen, grauen Himmel, der so ganz anders aussieht als der gestrige. Also stimmt die Wettervorhersage ja. Ich hoffe nur, die angekündigten Tornados sind ein Scherz. Als das Neubaugebiet unseres Dorfes noch Acker war, hatten wir einmal eine kleine Miniminiminiwindhose im Garten, die eine Schleise quer durch die Beete gehauen und so einiges zerkleinert hat. Das möchte ich bitte nie wieder erleben und andere sollen das bitte auch nicht. Und auch keine großen Tornados!
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Habe ich Ihnen eigentlich schon einmal verraten, dass ich die morgendliche Stille liebe? Ich genieße die frühe Stunde wirklich sehr. Da ich noch ganz ergriffen von dem schönen Buch bin, das ich gestern las, lege ich heute eine Lesepause ein und liege sitze daher mit dem Laptop in meinem Zimmer. Ein Blick auf die Dorfstraße zeigt mir, dass ich nicht die einzige Frühaufsteherin bin.
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Bevor ich diesen Eintrag begann, habe ich nachgelesen, ob die Schließung des Bohrlochs nun endlich geklappt hat und bin unendlich enttäuscht. Ich bin wirklich fassungslos und geschockt. Ist das nicht furchtbar? Wir fliegen seit gefühlten 37625 Jahren durch das Weltall und haben kein Notfallprogramm für solche Katastrophen und keine Lösung ist in Sicht? Wohin wird das führen und welche Auswirkungen wird es haben? Ich mag gar nicht darüber nachdenken. Mich würde interessieren, wie die amerikanische Bevölkerung mit der Situation umgeht, besonders der Teil der Bevölkerung, der nicht direkt betroffen ist? Darüber bekomme ich leider so wenig mit.
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Ich werde mir jetzt noch einige Nachrichtenseiten aufrufen, bevor ich das Frühstück vorbereite. Wissen Sie, was ich manchmal vermisse? Ich hätte gern ein tolle Tageszeitung morgens. Sie würde mich auch gar nicht am Frühstückstisch stören. Leider hat das Käseblatt aus der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes Bildzeitungscharakter, schlechte Fotos, viele Rechtschreibfehler und zum größten Teil auch einen nichts sagenden Inhalt. Lange haben wir die Sonntagszeitung aus Frankfurt gelesen, aber die wird nicht in unser Dorf geliefert und wir mussten sie immer aus der Kleinstadt holen. Der Inhalt reichte dann für die ganze Woche, aber auch dafür fehlt mir jetzt die Zeit. Die perfekte Nachrichtenseite im Internet habe ich für mich leider auch noch nicht gefunden. Verraten Sie mir Ihre? Am Frühstückstisch werde ich sie zwar nicht lesen, aber in der frühen Stunde davor.
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Zum Schluss wünsche ich Ihnen noch einen entspannten Sonntag. Meiner wird vorraussichtlich im Hause stattfinden, aber das erwähnte ich wohl schon. Und sollte es doch noch schön werden, finden Sie mich im Garten!
Die Verantwortung kann Dir keiner abnehmen. Nur Du weißt, wie es in Dir aussieht, was Dir gut tut und was nicht. Und es ist Deine Aufgabe, selbst aktiv alles für Dein Wohlbefinden zu tun. Es muss gar nicht immer was Großartiges sein. Manchmal helfen auch so kleine, einfache Dinge, wie zum Beispiel ein Besuch auf der Sonnenbank, um die Sonne zurück ins Herz zu lassen:
Und ich kann es gar nicht oft genug schreiben: es gibt Bücher, die sind Balsam für die Seele. Heute habe ich „Deine Juliet“ beendet und ich bedanke mich noch einmal von ganzen ♥en für Ihre Empfehlung, die ich auch noch einmal so weitergeben möchte. Ein wunderschönes Buch!
Den Nachmittag habe ich im Garten verbracht, auf der Bank lesend und schlafend. Und immer wieder lustwandelnd. Der Garten gefällt mir in diesem Jahr besonders schön.

Weitere Fotos gibt es später im Gartengeflüster.
Also, eins steht ja wohl fest: Den Grand Prix gewinnen wir! Kein anderes Land hat den Sieg so sehr verdient wie wir! Die treuen Fans, die Lena bejubeln und ihre CDs kaufen und die, die sie nicht mögen und sie so tapfer ertragen. Es ist unglaublich, was besonders in den letzten Tagen in den Medien abgeht! Gut, dass es gerade nichts wirklich Wichtiges zu berichten gibt.
Es ist un.glaub.lich! 500000 x wurde mein Landgeflüster angegklickt, seitdem ich es am 23. November 2007 eröffnete. Und ich habe es gar nicht bemerkt! Nun konnte ich den 500000 Gast auch gar nicht persönlich mit Tusch und Rosen begrüßen. Danke, Frau Sonnenschein, dass Sie mich darauf hingewiesen haben. In Gedanken überreiche ich Ihnen die Blumen, stellvertretend für alle meine bisherigen Gäste.
Ganz ehrlich, ich versuche ja nicht so auf Zahlen zu achten, aber ich gebe zu, nun bin ich doch ziemlich baff und auch ein bisschen stolz. Doof, sich überhaupt von Zahlen beeindrucken zu lassen. Aber, ei.ne.hal.be.Mil.li.on. Wie das klingt!
500000 mal sage ich nun artig danke für Ihre Treue und die lieben Worte, die Sie mir täglich hinterlassen. Sie haben mir schon so manches Mal Trost und Kraft gespendet. Ohne Sie und Ihre Kommentare wäre das Landgeflüster auch gar nicht das, was es ist. Ich freue mich wirklich sehr und wünsche mir, dass Sie sich nicht von dieser Zahl beeinflussen lassen und nun fern bleiben, weil Sie vielleicht meinen, 500000 wären jetzt genug. Mir würden Ihre Anregungen und Denkanstöße wirklich fehlen.
Danke. Thank you. Merci. ♥ Ihre gerührte Frau Landgeflüster
Die sehr sympathische Frau BlaueSuppe und die nicht weniger sympathische lFF haben schon ein wenig über den gestrigen Abend berichtet. Da kann ich mir eine Menge Worte sparen. Der Abend begann nicht so ganz nach meinen Wünschen. Das Meeting dauerte länger als geplant, kein Taxi war zu bekommen, die Straßenbahn fährt nicht so oft, wie Frau Landgeflüster es aus anderen Städten kennt. Und so musste Frau Landgeflüster einen Spurt zum Zug einlegen, um wenigstens einigermaßen pünktlich am Bahnhof in Düsseldorf anzukommen. Natürlich hätte sie sich vorher gern noch frischgemacht und aufgehübscht, aber nun musste sie in Businesskleidung ins Kino stöckeln. Immerhin waren wir pünktlich auf die Minute am Kino und das, obwohl einige Autos mit dem falschen Kennzeichen vor uns fuhren. Der Rebell ist ein Mann und wollte leider trotzdem oder gerade deshalb unbedingt mit ins Frauenkino. Das war doof, aber der Film war sehr nett. Und deshalb haben wir den Rebellen auch einfach ignoriert. Zuhause bei der lFF haben wir ihn dann betäubt und irgendwann verschwand er wieder. Sauhund der.
Es ist amüsant, einen Abend mit ledigen, jungen Frauen zu verbringen. Und stellen Sie sich vor, Frau Landgeflüster weiß jetzt, wie das so mit facebook funktioniert. Was die alles so machen, die jungen Dinger! Und so hemmungslos! Hahaha, na, wie klingt das? Frau Landgeflüster ist ja ziemlich konservativ und deshalb mit den neuen Sozialnetzen nicht so vertraut. Aber so ist sie eben, die Frau Landgeflüster. Doch das ist eine ganz andere Geschichte, über die ich gar nicht schreiben wollte.
Bereits gestern hat Frau Landgeflüster beschlossen, auf die Platzreservierung zu verzichten und ein Stündchen länger bei der lFF zu bleiben. Das war eine weise Entscheidung, hatten wir so noch Zeit für ein Frühstück im Bett. Ein toller Start in den Tag! Inzwischen bin ich wieder richtig zuhause angekommen und freue mich jetzt auf den Michelmann, der bis um zehn die Welt rettet. Ich wünsche Ihnen einen netten Abend und ein tolles Wochenende!


Ihr Geflüster