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fragt Frau Landgeflüster, nachdem der Michelmann sie heute morgen geweckt hat. “Was möchtest Du denn heute machen?”, entgegnet darauf der Michelmann, der auf diese Weise den Ball sauber zurückspielt und sich nicht anmerken lässt, dass er selbst keine Idee für den heutigen Tag hat. Diese Chance nutzt Frau Landgeflüster und schlägt einen Besuch bei der Lieblingsschwester vor. Den können wir nämlich verbinden mit einer Tour durch zwei Baumärkte, drei Möbelgeschäften mit Gartenabteilung und einem Besuch beim blaugelben Schweden. Hahaha, mit dieser Option auf ein wenig Shopping kriegt sie den Michelmann, das war ihr klar!

Auf der Einkaufsliste standen für heute die Holzlasur für außen und innen und natürlich die Einrichtung des Gartenwohnzimmers. Also, meine Damen, ich kann Ihnen gleich verraten, ein Swing Bed haben wir nicht gefunden, weder für 10000 Euro noch für weniger Geld. Auch kein anderes Möbelteil, dass unseren Vorstellungen entsprach. Also war es ein sehr günstiger Einkauf. Drei Bambusläufer für meinen Esszimmertisch, in schönen Farben, und einen weißen Korb, in dem Zeitschriften im Gartenwohnzimmer Platz finden werden, gefunden beim Schweden, mehr haben wir nicht gekauft. Sie sehen also, wir sind bescheiden geblieben.

Die Holzlasur für außen haben wir immerhin gefunden, die helle für innen leider nicht. Der wenig kompetentwirkende Baumarktmitarbeiter meinte auf meine Nachfrage, ob sie die auf der Schautafel gezeigte Lasur denn vorrätig hätten oder er sie bestellen könne: “Das, was Sie wollen, nimmt keiner, deshalb gibt es sie auch nicht.” Ähm, spricht das jetzt für oder gegen meinen Geschmack? Das habe ich ihn nicht gefragt, hatte ich doch schon fast ein schlechtes Gewissen ihn in seiner Ruhe gestört zu haben.

Der Besuch bei der Lieblingsschwester war wie immer nett, kurz und schmerzlos. Der Rückweg nach Hause war  etwas anstrengend. Es war inzwischen draußen etwas weniger schwül und der Sexualtrieb einiger Männer steigerte sich entsprechend, wie der rege Besuch bei den Blasehasen auf der B4 deutlich zeigte.

Auf dem Hinweg rekelten sich die Damen noch gelangweilt in ihren Wagen, während bei unser Rückfahrt neben allen mobilen Bumsstationen schicke große Limousinen und Familienkurschen standen. Entsprechend langsam fuhren einige Autos vor uns, um nach einem freien Blasehasen Ausschau zuhalten, ungeachtet davon, dass sie mit der Schleicherei den ganzen, hahaha, Verkehr aufhalten.

Nun sind wir wieder zuhause und warten gespannt, ob es heute wohl ein neues Unwetter gibt oder nicht. Es ist spannend, denn wettertechnisch ist alles möglich. Haben Sie die Wettervorhersage für das Wochenende gesehen? Auch das ziemlich explosiv! Ich glaube, dass wird ein ziemlich aufregendes Wochenende. Ich freu mich drauf!

fragt Frau Landgeflüster Gartenzeitschriften-blätternderweise den Michelmann und natürlich antwortet der ohne zu zögern: “Ja, sicher, Du bist mir auch noch viiiiel mehr wert.” Ja, er weiß, was sie von ihm erwartet, schließlich war sie auch den ganzen Tag ganz zauberhaft und nett zu ihm.

“Das ist toll. Dann kannst Du mir dieses “Swing Bed” kaufen.”, sagt daraufhin Frau Landgeflüster und hält dem Michelmann den Katalog vor die Nase, der gerade aufgeschlagen vor ihr liegt.

Um es abzukürzen: Der Michelmann wird mir dieses Teil nicht kaufen. Aber soll ich Ihnen etwas verraten? So wirklich traurig bin ich darüber gar nicht. Aber es macht schon Spaß in Luxuskatalogen herumzustöbern. Ein Windlicht für 500 Euro, eine Fußmatte für 300 Euro, Gartenhandschuhe für 55 Euro und so weiter und so fort. Wenn ich einmal so reich bin, dass ich mir diese Dinge in so einer Preisklasse ohne nachzudenken kaufen könnte, dann möchte ich nie, nie, nie vergessen, dass man mit Geld wirklich Gutes in der Welt bewirken kann. Dann möchte ich mir weiterhin Gartenhandschuhe im Baumarkt für unter 5 Euro kaufen und den Rest spenden. Bitte erinnern Sie mich an diesen Eintrag, sollte ich irgendwann darüber schreiben, dass ich mir eine Fußmatte für 300 Euro gekauft habe.

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Na, das war ja ein lustiges Unwetter gestern Abend! In zehn Minuten kamen 12 l/m² Regen herunter und dazu große Hagelkörner.

Diese kurze Zeit hat gereicht, unser Badezimmer leicht unter Wasser zu setzen. Denn, wie es sich für eine gute Bloggerin gehört, hat Frau Landgeflüster natürlich erst Fotos geschossen, bevor sie ins Badezimmer rannte.

Schließlich sollen Sie ja sehen, welch’ schöne Kugeln bei uns vom Himmel fielen.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht, warum der Michelmann nicht das Badezimmerfenster geschlossen hat. Das verrate ich Ihnen gern. Wie es sich für einen guten Bloggerehemann gehört, hat er natürlich als erstes seine Kamera geholt und fotografiert!

Wir mussten uns nämlich ziemlich beeilen, weil das ganze Spektakel nach 10 Minuten schon wieder vorbei war. Großere Schäden am Bauprojekt gab es auf dem ersten Blick nicht zu beklagen. Wir mussten nur das Tischset suchen, das meterhoch durch die Luft gewirbelt wurde und zehn Meter weiter in einem Blumenbeet landete. War wirklich lustig, das Unwetter. Der blaue Himmel danach war aber viel, viel schöner, und deshalb möchte ich auch keine weiteren Unwetter dieser Art. Bitte. Danke.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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~japanische Weisheit~

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