Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den Juni 13, 2010.

  • Bitte lassen Sie Herrn Réthy nicht mehr an das Mikrofon. Nie, nie, nie wieder! (Ganz ehrlich, ich habe im Leben noch nie so einen doofen Kommentar gehört wie in den 90 Minuten diesen Spieles. Schade, dass die Vuvuzelas so leise sind!)
  • Die wichtigste Zutat für einen WM-Sieg ist ein Müller, egal ob Gerd oder Thomas.
  • Herr Cacao ist mein Lieblingsspieler, weil er den leckersten Namen hat.
  • Sehen Sie, der Klose kann’s ja doch! Ätsch, da hat Herr Löw ja doch Recht gehabt!
  • So ein WM-Fußballspiel ist eine tolle Therapie für langenichttreffende Fußballjungs. Hoffentlich ist die Therapie auch bei Herrn Gomez noch erfolgreich.
  • Vier Tore sind fein: eins für Frau Tonari, eins für Herrn Tonari, eins für den Michelmann und eins für Frau Landgeflüster. Weil es unser Wochenende war.

Nachtrag: “Wir hätten ja zu diesem Spiel auch hinfliegen können” , sprach der Michelmann gerade: “Wir haben doch Urlaub. Zumindest dieses eine Spiel hätten wir uns live angucken können! ” Stellen Sie sich das bitte einmal vor: die kleine Familie Landgeflüster fährt für ein Fußballspiel nach Südafrika! Hahaha, so spontan und unbedacht bin ich dann doch nicht. Zuhause ist es doch auch ganz schön.

Berlin ist toll. Berliner sind großartig. Und Blogger sowieso. Das wissen wir seit längerem. Nun war es an der Zeit zu prüfen, ob Frau Landgeflüsters Gefühl auch bei ihr nicht trügt. Seit ihrer Einladung in Kalenderform freute sich Frau Landgeflüster darauf, sie endlich kennenzulernen. Also hat Frau Landgeflüster am Freitag ihren Koffer Michelmann eingepackt und ist mit ihm in die riiiesengroße Hauptstadt gefahren.

Unser Ichführeuchaneuerzielgerät führte uns einmal quer durch Berlin. So konnten wir wieder einmal alle Sehenswürdigkeiten bestaunen. Nur die Frau Merkel, die haben wir nicht gesehen. Jedenfalls noch nicht am Freitag. Das war aber nicht schlimm, denn wir wollten ja schnell mein Gefühl prüfen. Um es ganz kurz zu machen: über einen Blog kann man sehr wohl richtig einschätzen, ob es passt oder nicht. Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir uns einfach prima verstanden. Nicht nur Frau Tonari und Frau Landgeflüster, nein, auch Herr Tonari und der Michelmann. Als würden wir uns immer schon kennen. Ganz viel erzählt, so viel gelacht, es hat einfach Spaß gemacht.

Ein Berlinbesuch zuhause bei echten Berlinern hat den Riesenvorteil, dass die Gäste vom Lande nicht das Touriberlin kennenlernen, das sie als Touris bereits öfter gesehen haben. Nein, ganz viel Unbekanntes haben wir gesehen und es war toll, toll, toll.

Der erste Abend war dem Kennenlernen gewidmet. Ein bisschen Fußball, ein ganz bisschen Killepitsch, Weizensaft und Sekt. Dazu leckeren Spargel und Schnitzel, zubereitet von Herrn Tonari unter Aufsicht vom Michelmann. Die Beiden haben es sich erfolgreich zur Aufgabe gemacht, die beiden Damen zu verwöhnen.

Für den nächsten Tag hat Frau Tonari ein großartiges Programm zusammengestellt. Es fing an, na klar mit einem gemeinsamen Frühstück. Damit der Kulturschock bei Frau Landgeflüster nicht zu groß wird und sie sich ganz langsam an die riiiesengroße Stadt gewöhnen kann, haben wir die Gärten der Welt im Erholungspark Marzahn besucht. Na, das war natürlich etwas für die Frau Landgeflüster. So schön!

Dieses Foto ist im Orientalischen Garten entstanden und die beiden nächsten im Chinesischen Garten und im Italienischen Garten.

Nach einer Brotzeit im Hause Tonari ging es dann zur Sandsation. Beeindruckende Sandskulpturen! Hier haben wir die Frau Merkel das erste Mal gesehen.

Nein, das ist sie nicht. Diese Figur ist einfach hübscher, deshalb habe ich dieses Foto ausgewählt.  Von dort aus ging es weiter entlang der Mauergalerie.

Damit auch dem Michelmann die Eingwöhnung in der riiiesengroßen Stadt etwas leichter fällt, hat Frau Tonari keine Kosten und Mühen gescheut, dem Michelmann ein Gefühl der Heimat zu vermitteln.

Lange Wege machen hungrig und in der riiiesengroßen Stadt kann man prima Essen! Hier sehen Sie die Speise von Frau Landgeflüster und dem Michelmann, der die Reste verspeiste, nachdem er seine eigene Riiiesenportion gegessen hatte.

Wenn Landmenschen aus der tiefsten Provinz in die riiiesengroße Stadt kommen, möchten sie natürlich auch etwas Kultur erleben. Und auch hier hat Frau Tonari ein gutes Gespür bewiesen. Doch vorher hatten wir noch ein wenig Zeit und deshalb sind wir in die “Ständige Vertretung” gegangen, um dort ein Schlückchen zu trinken. Und weil wir ja Glückskinder sind, haben wir einen wunderbaren Sitzplatz ergattert. Auf der Toilette habe ich dann Frau Merkel wiedergetroffen. Aber auch auf dem Foto sah sie nicht freundlich aus, deshalb habe ich es sie nicht fotografiert.

Unser Abendprogramm war ein Besuch in der Distel. Eine lustige Sache! Wir sahen das Programm “Staatsratsvorsitzende küsst man nicht“, die Fiktion von der spiegelverkehrten Wiedervereinigung, sprich die BRD ist damals der DDR beigetreten. In dieser Kaberettveranstaltung haben wir uns alle vier köstlich amüsiert und bewiesen, dass die echte Wiedervereinigung bei uns Vieren schon wunderbar vollzogen ist.

Nach diesem langen Tag waren wir alle etwas müde und kaputt und uns daher einig, nur noch einen kurzen Absacker zu uns zu nehmen. Tja, und dieser kurze Absacker dauerte dann bis 3 Uhr morgens.

Was die Männer die ganze Zeit zu besprechen hatten, weiß ich nicht. Aber Frau Tonari und ich haben ganz, ganz viele Gemeinsamkeiten im Beruf und auch in unseren privaten Interessen gefunden, da gab es eine Menge Gesprächsstoff. Es war ein unbeschreiblich schöner Abend und der krönende Abschluß für diesen perfekten Tag.

Und weil es so gut passt, möchte ich Sie noch einmal an meinen Lieblingsgedanken von Guy de Maupassant erinnern.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

Das stimmt. Echt!

Unseren Besuch haben wir nach dem Frühstück beendet. Gut, dass wir zeitig losgefahren sind, denn die Autobahn war unterwegs vollgesperrt. Wir standen lange im Stau und haben dann die Staus auf den Umleitungsstrecken großzügig umfahren. Nach fast sieben Stunden waren wir erst zuhause. Zur Entspannung gab es dann die zweite Halbzeit Serbien gegen Ghana für den Michelmann, Frau Landgeflüster ist sofort auf dem Sofa eingeschlafen.

Von den Gärten der Welt habe ich mir eine Karte mitgenommen, auf der eine japanische Weisheit geschrieben steht. Diese Weisheit möchte ich Ihnen mit auf dem Weg geben, denn ich finde ihn so passend. Ich selbst versuche sie schon immer für mich umzusetzen.

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

Meine liebe Tonari, vielen, vielen Dank Dir und dem Herrn Tonari für dieses fabelhaft, grandiose, unvergessene Wochenende. Ich freue mich so auf ein Wiedersehen im Hause Landgeflüster. Und auch wieder bei Euch. Du hast es mir ja schriftlich geben.

(Und zum gerade laufenden Fußballspiel: genauso soll es sein. Weitermachen! Marsch, marsch! Immerhin habe ich für Euch heute das kleine Schwarze schwarze Trikot angezogen)

Aber wenn die Rückreise mehr als sechs Stunden dauert, ist es doch sehr anstrengend. Nein, wir sind noch nicht zuhause.

Berlin ist toll. Berliner sind großartig. Und Blogger sowieso.

Ich könnte Ihnen jetzt ganz viel tolle Dinge von diesem Wochenende berichten, aber wir sitzen gerade im Auto und am IwiPhone viel schreiben, fällt Frau Landgeflüster nicht ganz so leicht. Außerdem möchte sie auch Fotos zeigen und die sind nicht im Telefon. Also gedulden Sie sich bitte. Vielleicht schauen Sie solange bei Frau Tonari nach (Link bitte denken. Sie wissen ja, Links am IwiPhone…). Ich weiß nicht, ob oder wann sie etwas bloggt, aber bei ihr waren wir dieses Wochenende. Ich schreibe nur kurz: dat hat jepasst, wa!

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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