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Wir spielen ja nicht nur Fußball. Morgen wird der neue Bundespräsident gewählt.
- Vielen Dank an die Japaner und die Paraguayer. Es ist ganz lieb, dass Sie für Frau Landgeflüster noch zwei kurze Halbzeiten inziniert haben. So hatte auch sie das Gefühl ein komplettes Spiel zu sehen. Im Nachhinein habe ich gehört, dass die ersten beiden Halbzeiten unbeschreiblich schlecht und langweilig waren. Da habe ich also nichts verpasst. Ganz im Gegenteil, ich durfte mich wahrscheinlich richtig glücklich schätzen, im Zug sitzen und mein schönes Buch lesen zu dürfen.
- Und dann endlich, endlich ein Elfmeterschießen. Das liebt Frau Landgeflüster gar sehr so sehr. Aber nur, wenn die deutschen Fußballjungs nicht involviert sind!
- Hoffentlich muss der verschießende Japaner kein Seppuku machen.
- Der Michelmann hat mir berichtet, dass der japanische Trainer aussah, als würde er überlegen, ob er Pearl Harbour angreifen möchte. So ein finsteres Gesicht. Ich habe ihn erst nach dem Elfmeterschießen gesehen und muss sagen, der sieht wirklich ziemlich fies aus. Der Blick, nicht der Trainer.
- Übrigens konnte der Michelmann das Spiel auch nur kurz sehen. Fernsehausfall! Wenn das am Samstag passiert… dann fahren wir in die nächste Kneipe und gucken dort.
- Der Michelmann liebt Fußbälle. Das war schon so, als er noch der klitzekleine Michelbubi war, und das ist auch heute noch so. Das hat den großen Vorteil, dass er der Star bei allen Kindern ist, die zu Besuch kommen. Denn Kinder lieben Bälle. Und da im Garten Landgeflüster sogar Fußball gespielt werden darf, obwohl es doch so viele liebevoll gestaltete Blumenbeete gibt, ist auch Frau Landgeflüster bei den jungen Gästen sehr beliebt. Und damit Frau Landgeflüster auch beim Michelmann beliebt bleibt, hat sie ihm dieses Geschenk heute gemacht:
Frau Landgeflüster durfte sich bei der Doitschen Barn nämlich ein Geschenk aussuchen und hat natüüüürlich sofort an den Michelmann gedacht. Weil sie ja ununterbrochen an ihn denkt. Und voilà: da iiiiiist er! Heute per Post gekommen. - Heute Abend das iberische Duell. Soll ich Ihnen Etwas verraten? Mir schietegal, wer gewinnt. Den Ronaldo finde ich gar nicht so gut aussehend, wie angeblich 97,34 % der weiblichen Weltbevölkerung. Zu glatt.
- Hoffentlich gibt es wieder ein Elfmeterschießen, das wäre fein!
- Übrigens habe ich gerade gemerkt, dass ich diesen Eintrag schon während des Schreibens veröffentlicht habe. Fragen Sie mich nicht, wie ich das wieder hinbekommen habe…..
- Also beende ich ihn jetzt auch, damit Sie sich nicht zu sehr wundern, falls Sie einen Feedreader nutzen und einen Eintrag lesen, der viel kürzer ist als dieser.
In meinem Urlaub habe ich kaum gelesen und in der letzten Woche im Zug nur in Zeitschriften geblättert. Aber am Wochenende, da hatte ich auf einmal wieder richtig Lust, ein Buch zu beginnen. Meine Entscheidung fiel auf “Das Beste am Leben” von Debra Adelaide. Das Buch sieht nicht nur hübsch aus, sondern ist auch gut geschrieben und schön zu lesen. Allerdings ist es zeimlich traurig.
Mein Gefühl bei diesem Buch hat mich nicht getäuscht. Irgendwann im späten Winter oder frühen Frühjahr habe ich nämlich einen Artikel gelesen und es mir daraufhin bestellt. Lange musste ich darauf warten, weil es die Taschenbuchausgabe erst seit diesem Monat gibt. Aber es hat sich gelohnt.
Ein richtiges ♥buch! Es handelt von Tod, Trauer und Abschied.
(Das Buch, das ab morgen mit mir Zug fahren wird, kommt dann wieder aus den Bücherkisten.)
Nicht alles läuft so perfekt, wie ich es mir für mein Gartenwohnzimmer gewünscht hätte. Die Lieferung der Fenster verzögert sich noch ein wenig. Statt drei Wochen müssen wir nun fünf Wochen warten und können sie daher auch nicht an diesem Wochenende einbauen. Schade, wir hatten nämlich an eine echte Einbauparty vor dem Fußball mit einigen Helfern geplant. Nun werden wir sie frühstens Ende Juli einbauen können. Das ist ein bisschen doof, denn Frau Landgeflüster möchte das fertige Gartenwohnzimmer gern bei der Gartenparty präsentieren. Aber wie Sie wissen, muss der Michelmann jeden Monat zweimal die Welt auch am Wochenende retten. Und so haben wir bis zur Gartenparty nur noch drei unverplante Wochenenden.
Der Michelmann und Frau Landgeflüster lassen sich von den fehlenden Fenstern aber nicht herunterziehen. Wir werden statt der Fenster an diesem Wochenende die Decke des Gartenzimmers fertig machen. Für die haben wir glücklicherweise eine einfachere Lösung gefunden als ursprünglich geplant. Und ein Fußballgrillen im Garten Landgeflüster wird natürlich trotzdem stattfinden.
Außerdem werden wir die Zeit bis zum Fenstereinbau für den Einbau der Türen nutzen. Auch da gilt es Einiges vorzubereiten. Na, und wenn wir dem Siebenschläfer Glauben schenken dürfen, dann brauchen wir die nächsten sieben Wochen sowieso keine Fenster. Und wenn es doch regnet, brauchen wir sechs Fenster weniger putzen.
Heute nicht der Karnevalsverein, sondern ein Horde gröhlender Jugendlicher, die vor unserem Haus stehenblieb. Auf die Jugend von heute ist wenigstens Verlass! Dass gerade sie durch das Dorf marschieren, alle anderen schlafen lieber um diese Zeit. Es war schließlich erst kurz vor halb fünf. Für mich beginnt mit diesem Weckdienst ein Glückstag. Wir hatten nämlich einen unbemerkten Stromausfall und wären ohne Wecker nie und nimmer pünktlich um halb fünf aufgewacht. Mein Dank geht an die Eltern für ihre gut erzogenen und aufmerksamen Kinder. Und natürlich an die Ferienkinder, die ihre Ferien so ausgiebig auskosten. Und so gesundheitsbewusst sind. Wandern an der frischen Luft ist gut für Herz und Seele. Das schrieben schon die alten Heidedichter. Gut, dass diese Tradition auch von dieser Generation bewahrt wird.
Ich wünsche Ihnen ebenfalls ein guten Start in den Tag.


Ihr Geflüster