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Wie gut, dass Frau Landgeflüster sich jeden Tag in der Woche um halb fünf von ihrem Wecker wecken lässt. Heute hat sie frei und wahrscheinlich hat sie aus diesem Grunde den Wecker gestern nach dem Klingeln ganz ausgeschaltet, ohne daran zu denken, dass der Michelmann heute die Welt retten muss. Und zwar auch schon so früh, dass der Wecker zur gleichen Zeit wie sonst klingeln sollte. Tja, leider aber klingelte er heute nicht. Doch Frau Landgeflüster ist um 5:20 Uhr aufgewacht. Ihr fiel sofort auf, dass es schon hell durch das geöffnete Schlafzimmerfenster hereinschien und sie konnte sich glücklicherweise daran erinnern, dass der Michelmann so früh aufstehen muss, dass es eigentlich noch dunkel sein müsste. Ein Blick zum Wecker, dann ein Blick auf den schlafenden Michelmann. Nein, Frau Landgeflüster hat keinen klingelnden und aus dem Zimmer schleichenden Michelmann überhört und verschlafen. Also schnell den Michelmann geweckt! Er ist noch rechtzeitig zur Arbeit gekommen und Frau Landgeflüster hat sich nach dem Abschiedswinken am Gartenzaun noch einmal hingelegt und bis acht geschlafen.
Dann Kaffee aufgebrüht und während er langsam durch den Filter tröpfelt, ein Spaziergang zu Tante Emma, Brötchen kaufen. Dort erblickt sie eine interessante Zeitschrift und die gönnt sie sich dafür, dass sie diesen schönen Vormittag allein in ihrem Gartenwohnzimmer verbringen darf.

Ein früher Weltrettungsdienst bedeutet einen frühen Feierabend und der will gebührend begrüßt werden. Und wie geht das besser als mit diesen Zutaten im gut durchlüfteten Gartenwohnzimmer?

Und während der Michelmann sich nun mit Musik und Training von seiner Arbeit erholt, liest sich Frau Landgeflüster in ihrem aktuellen Zugbuch fest. Im Garten hat sie nämlich heute Vormittag schon gewirbelt und zu Gartenarbeit hat sie keine Lust mehr muss sich davon nun auch ein wenig erholen. So ein freier Samstag ist prima, findet Frau Landgeflüster. Und noch viel toller findet sie, dass der Michelmann morgen überraschenderweise nicht die Welt retten muss. Auch die muss mal allein klarkommen! Großartig!
Ein schönes Wochenende für Sie alle!
Tja, wie is’ es denn so, nach fünf Monaten?
- Frau Landgeflüster ist immer noch riesig froh, dass sie diesen Schritt getan hat.
- Sie möchte nicht wieder in der Kleinstadt vor den Toren ihres Dorfes arbeiten.
- Sie genießt es, jeden Tag neue Menschen kennenzulernen. In der Bahn, aber auch in der Firma.
- Die ist toll, die große Stadt. Frau Landgeflüster entdeckt immer wieder Neues.
- Zugfahren am Samstag mit dem Michelmann ist lustig. Die große Stadt zu entdecken auch. Früher undenkbar, sich einfach in den Zug zu setzen und „mal kurz“ in die große Stadt zu düsen.
- Drei Verspätungen größer als 10 Minuten. Das findet Frau Landgeflüster für diesen langen Zeitraum sehr wenig. Aber sie ist ja manchmal ein Glücksmensch. Einige Kollegen schimpfen oft über Verspätungen.
- In der großen Stadt herrscht ein anderes Klima als in unserem Dorf. Hat es die letzten drei Tage dort tagsüber in Strömen geregnet, fiel bei uns kein Regen. Aber Frau Landgeflüster ist immer trocken angekommen. Anders als einige Kollegen.
- 27 Zugbücher (einige habe ich vergessen vorzustellen, aber die Liste ist komplett).
- 2 Kilo verloren. Doof, ich hätte lieber 2 Kilo zugenommen. Bitte überweisen Sie mir fünf Kilo.
- Fünfeinhalb Stunden Schlaf sind sehr wenig Schlaf. Dafür ist der Schlaf tief und fest.
- Dösen oder ein kurzer Minutenschlaf im Zug bringt eine gewisse Ermunterung. Also immer auf die Nachbarschaft im Zug achten.
- Fünf Monate gehen superschnell vorbei. Noch ist es auf eine gewisse Art aufregend und neu, morgens in die große Stadt zu fahren. Keine Langeweile oder Eintönigkeit.
- Fünf Monate, an denen ich nicht einen Tag die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes vermisst habe.
- Ich freue mich auf die nächsten Monate in der großen Stadt und bin gespannt, was ich nach einem Jahr in der großen Stadt schreibe.
Frau Landgeflüster kann auch wunderbar im Gartenwohnzimmer schlafen. Sehen Sie selbst:

Kennen Sie „Das perfekte Dinner“? Das ist die Kochsendung auf diesem furchtbaren Privatsender, in der sich Menschen gegenseitig bekochen und bepunkten. Ich habe sie früher, als sie noch neu war, sehr gern geguckt. Später merkte man, dass die Gäste immer ausgewählter wurden, um Quote zu machen. In dieser Sendung ist die Höchstpunktzahl 10 Punkte. Dem Michelmann gebe ich auch immer Punkte, wenn er mich wie jeden Abend mal wieder mit einem großartigen Menü verwöhnt. Gestern hat er 1 625 424 Punkte von mir erhalten. Für ein einfach zubereitetes Essen. eine Geschmacksexplosion, wie ich sie noch nie, nie, nie erlebt habe. So lecker. So unbeschreiblich lecker. Das wohl leckerste Essen, das ich je in meinem Leben gegessen habe. Es ist gar nicht in Worte zu fassen. Hört sich doof an, ist aber so. Sieht auch lustig aus.
Die erste Fußballzucchini aus dem eigenen Garten, mit Garnelen, frischem Parmesan und Semmelbröseln überbacken, gewürzt mit Garam Masala, Salz, Pfeffer, Olivenöl und vor dem Servieren Limettensaft beträufelt. Hach.
Dein gemeiner Blog lässt mich nicht kommentieren! Ich hoffte, dass Dein Blog nur die Kommunikation mit meinem IwiPhoen nicht mag. Aber nein, auch hier am Laptop bekomme ich nicht die Chance. Damit Du nicht denkst, dass ich nicht an Dich denke, gratuliere ich eben hier:
Liebe Britta, ich wünsche Dir alles, alles Liebe zum Geburtstag und ganz viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für das neue Lebensjahr. Feiere schön und genieße Deinen Tag! Liebe Grüße, auch an Frau Schmitt!
Gerade erzählt die blonde Wetterfrau im Fernsehen, wie das Wetter morgen wird. Und was fällt dem Michelmann dazu ein? „Gleich kommt bestimmt der Kachelmann ins Bild und fängt an zu singen“, sagt er und singt in richtiger Marius-Stimmlage: „Ich bin wieder hier, in meinem Revier. War niemals richtig weg, hab’ mich nur versteckt.“ Frau Landgeflüster verschluckt sich fast vor lachen, weil sie sich den Kachelmann vorstellt, wie er die arme Blondine zur Seite schubst.
Gibt es Gedankenzwillinge? Bei echten Zwillingen kennt man es ja. Sie können 46457 Kilometer entfernt voneinander sein und tun zur gleichen Zeit genau das Gleiche ohne zu wissen, was der andere gerade macht. Brechen sich das Bein, bekommen Zahnweh, machen ganz zufällig ein Bäuerchen oder irgendetwas in der Art.
Es gibt eine Bloggerin, bei der denke ich, sie muss ein Gedankenzwilling von mir sein. Das fing damals schon an, als sie ganz unerwartet im echten Leben auf mich zu kam und fragte, ob ich Frau Landgeflüster wäre. Vielleicht erinnern Sie sich an meinen Eintrag über diese unheimliche Begegnung. Verlinken kann ich hier am IwiPhone jetzt mal nicht. Wir stellten sofort ganz viele Gemeinsamkeiten fest. Es fängt an beim gleichen Vornamen unseres Liebsten und geht bis zum gleichen Job. Aber auch so ist es die gleiche Wellenlänge. Wir verfolgen das Leben der Anderen regelmäßig im Blog, mailen ab und zu, kommentieren wenig, telefonieren noch weniger, verlieren uns aber nie aus den Augen.
Warum ich nun finde, dass sie irgendwie mein Gedankenzwilling ist? Weil ich gerade gestern erfahren habe, dass sie sich verändern wird. In einen halben Jahr. In eine ähnliche Richtung. Hallo mein lieber Gedankenzwilling, ich drücke Dir die Daumen, dass sich alle Deine Wünsche und Erwartungen erfüllen. Und wir beide im nächsten Jahr richtig durchstarten können!
Deine Mail beantworte ich Dir von zuhause. Aber ich wollte Dir wenigstens jetzt schon einmal mitteilen, wie witzig ich das mit uns finde. Alles Liebe für Dich.
Morgens ein wunderschöner Sonnenaufgang am fast wolkenlosem Himmel auf dem Weg zur Arbeit noch vor sechs Uhr. Während Frau Landgeflüster in der großen Stadt verweilt ein schöner kräftiger Regen, der dem Garten so gut tut. Und am frühen Abend, als Frau Landgeflüster in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes einfährt, ein fast wolkenloser Himmel, Sonnenschein und immer noch angenehme Temperaturen. Frau Landgeflüster hält sich deshalb gar nicht lange im Haus auf. Sie tauscht ihre „Business-Kleidung“ in bequeme „Jetztmacheichesmirgemütlichklamotten“ und geht gleich in den Garten, während im Ofen ein Spinat-Fisch-Auflauf vor sich hin backt. Der Michelmann freut sich, dass die Leichtathletik-EM läuft und ein hoffentlich spannnender Abend vor ihm liegt. Sie sehen, es wird wieder sehr langweilig ruhig und gemütlich bei uns. Ich liebe das.
Es wäre so toll, toll, toll, wenn das Wetter noch lange sommerlich bliebt. Wissen Sie warum? Darum:

Der Michelmann hat in 29 Tagen Urlaub und Frau Landgeflüster in 30 Tagen. Und den wollen wir doch so viel wie möglich in unserem Gartenwohnzimmer verbringen. Deshalb wünschen wir uns weiterhin Sonne, Wärme und Sommergefühl. Seit Montag streichen wir die Tage ab. Nicht, dass wir in 29 oder 30 Tagen versehentlich zur Arbeit fahren! Stellen Sie sich das vor! Wir starten doch mit unserer Gartenparty in die Sommerferien und diese Feier möchten wir nun wirklich nicht verpassen!
Sonst weiß ich gar nicht viel zu berichten. Es war ein guter Tag und das ist gut so. Ich hoffe, Sie hatten auch einen angenehmen Tag und wünsche Ihnen einen dazu passenden schönen Abend. Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster.
sieht es so bei uns aus.
Das Lämpchen am Montag beim blau-gelben Schweden gekauft und auch zwei weiße Rollos für die Sonnenfenster. Die hat der Michelmann gestern abend montiert. Während Frau Landgeflüster das kleine Tischchen rechts im Hintergrund zusammengebaut hat. Für ihren Laptop. Oder den Cocktail. Und nun ist das Zimmer wirklich komplett!
Hm, worüber schreibe ich denn künftig?!?? Über das gwzchen gibt es ja nun gar nichts mehr zu berichten.
Manchmal noch ein ganzes halbes Jahr. So ungefähr. Ein halbes Jahr kann lang sein, wenn Frau Landgeflüster sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Aber sie wird ihren Weg finden, sich die Zeit bis dahin zu verkürzen. Und wenn sie genauer darüber nachdenkt, ist ein halbes Jahr vielleicht doch nicht ganz so lang. Weniger, als dieses Jahr schon alt ist. Und in diesem halben Jahr liegen noch die drei Wochen Sommerferien und zwei Wochen Weihnachtsentstressungsurlaub. Außerdem ist es vielleicht sogar besser mit einer großen Veränderung ins neue Jahr zu starten und das Alte hinter sich zu lassen. Und, heißt es nicht, Vorfreude ist die beste Freude?!? So habe ich noch viel mehr Zeit mich zu freuen. Wenn sich nur Frau Ungeduld nicht immer melden würde…


Ihr Geflüster