Sie wissen ja, Frau Landgeflüster ist kein Handarbeitswunder. Das ist zwar einerseits schade, anderseits aber auch ziemlich praktisch. Besonders, wenn die eigene Mutter handarbeitlich extrem begabt ist und, was noch viel toller ist, auch gar so gerne abends beim Fernsehgucken werkelt. Dieser Tatsache hat es Frau Landgeflüster zu verdanken, dass zum Beispiel wunderschöne Hardangergardinen die Fenster ihres über 120jährigen kleinen Häuschen zieren.

Das neuste Projekt der Mutter Landgeflüster wird das wunderschöne gestrickte Mieder aus der letzten LaLu sein. Dabei wollte Frau Landgeflüster dieses Mal ihre Mutter wirklich nicht damit belästigen, sondern sich selbst ans Werk machen. Aber da Mutter Landgeflüster berechtigterweise kein allzu großes Vertrauen in die Strickkunst ihrer Tochter legt, bot sie sofort an, das Mieder zu stricken. Wahrscheinlich erschien ihr das Stricken leichter als die Geduld aufzubringen zu erklären, wie es geht. Und Frau Landgeflüster hat klein bei gegeben und sich riesig über das Angebot gefreut. Schließlich hat sie in den letzten neun Jahren nur zwei einfache Schals gestrickt und davor 20 Jahre gar nicht.

Wenn sie also nicht stricken darf, lässt sich Frau Landgeflüster eine Nähmaschine kaufen. Nichts Großartiges, ein einfaches Teil, das der Michelmann heute bei Herrn Discounter gekauft hat. Es wird Zeit, findet Frau Landgeflüster, sich mit dem Nähen von Tischläufern oder Kissenhüllen zu beschäftigen. Nie, nie, nie wird sie die Geduld aufbringen, Klamotten oder Taschen zu nähen. Aber einfache, schlichte Dinge, die wird sie versuchen. Freuen Sie sich also auf Berichte aus der Nähstube Landgeflüster. Hahaha, jetzt lehnt sich Frau Landgeflüster abergaaaa nz weit aus dem Fenster!