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“Was ist das?” fragte mich der Michelmann und hielt mir dieses Foto vor die Nase:

Ich muss gestehen, es dauerte länger, bis ich darauf kam. Wissen Sie, was das ist?

sagt der Michelmann ganz traurig, als Frau Landgeflüster die Küche betritt und  gleichzeitig die frisch gewaschenen Haare mit dem Handtuch bearbeitet. Frau Landgeflüster schält ihr Gesicht aus dem Handtuch und ahnt, dass es dieses Mal kein Spaß ist. Dann sagt der Michelmann: “Eine plattgetretene Eidechse” und deutet auf die Fliese vor seinen Füßen.

Beim zweiten Hinsehen sah das Blatt kein bisschen wie eine Eidechse aus, aber auf dem ersten Blick schon. Männo! Und weil der Michelmann auch einen Beitrag zu Halloween leisten möchte, gibt es auch noch dieses Foto:

Mehr Halloween wird es im Hause Landgeflüster nicht geben. Und auch keine weiteren Todesopfer. Halloween hin oder her.

um 10 Uhr mit Croissants und Rührei am Frühstückstisch zu sitzen und zu wissen, dass es erst 9 Uhr ist.

Eine Stunde geschenkt zu bekommen ist super, findet Frau Landgeflüster. Die Umstellung der Uhrzeit insgesamt findet sie aber doof und überflüssig. Doch es fragt sie keiner und weil sie kein Bestimmer ist, darf sie auch nicht befehlen, dass der Quatsch endlich mal aufhört.

Heute Nacht werden wir die Auswirkungen der Zeitumstellung bestimmt in die andere Richtung spüren. Hoffentlich werde ich nicht zu früh müde. Wir verbringen unseren Abend nämlich in Lüneburg und werden wohl erst spät nach Hause kommen. Das ist ungewöhnlich für einen Sonntagabend, aber auch kein Problem, denn mein Zug geht morgen nicht um Viertel nach sechs, sondern erst zwanzig vor neun. Stellen Sie sich vor, der Michelmann und ich haben in dieser Woche eine Fahrgemeinschaft! Der Michelmann rettet die Welt gerade zu einer Zeit, bei der er Frau Landgeflüsters direkt zum Zug bringen bzw. vom Zug abholen kann. Meine Arbeitszeiten werde ich jetzt immer spontan festlegen, je nachdem wie der Michelmann gerade die Welt rettet. So, dass ich nicht zu früh aufstehe, aber auch nicht zu spät nach Hause komme.

Aber heute konzentrieren wir uns erst einmal auf unseren freien Sonntag! Einen schönen Tag für Sie!

“Heute koche ich für uns.” sprach Frau Landgeflüster gestern Abend zum Michelmann.  Das Rezept für den lauwarmen Rotkohlsalat hat es ihr wirklich angetan.


Erwartungsgemäß hatte ich nicht alle Zutaten im Haus. In diesem Fall war es der frische Majoran. Statt zwei Äpfeln habe ich nur einen Apfel genommen und vom Rotkohl nur etwa ein Drittel.

Und damit das Rezept auch hier vollständig ist, kommt nun die weitere Zubereitung: Äpfel habe ich zunächst wie im Rezept beschrieben in dünne Spalten, später dann aber doch noch in kleinere Stücke geschnitten. Danach wurden sie mit dem Zitronensaft beträufelt.

Die Zwiebel werden zuerst mit Olivenöl angedünstet, dann kommt der Rotkohl dazu. Die Pinienkerne werden in einer anderen Pfanne fettfrei geröstet. Ich gebe zu, dass ich bei den Pinienkernen großzügiger war. Sie sind einfach immer lecker.

Das Dressing wird aus Olivenöl, 100 ml Orangensaft und je einem Esslöffel Honig und Balsamico Essig angerührt und mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Nachdem alles verrührt und auf meinen Tellern angerichtet ist, habe ich noch die frische Siebenkräutermischung aus dem Tiefkühlfach darübergestreut. Dazu gab es Wildlachs.

Dieses Rezept ist wirklich ganz famos. So lecker und so schnell zu bereitet! Genau wie es Frau Landgeflüster liebt. Ein richtig fluxes Rezept! Es wird ab sofort ein fester Bestandteil der Landgeflüsterschen Herbstküche bleiben. Vielen Dank dafür. Auch vom Michelmann.

(Die Fotos vom fertigen Salat sind qualitativ leider nicht so toll. In echt sieht der Salat viel leckerer aus!)

In der Lüneburger Heide treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Frau Landgeflüster findet es ganz schön gruselig! Anfang Juli wurde die erste Leiche gefunden. Na, Sie können sich vorstellen, wie groß die Aufregung in unserem kleinen Dorfe war. Jeder verfolgte ganz gespannt die Arbeit der eilens einberufenen Sonderkommission, aber trotz intensiver Fahnung wurde der Täter nicht geschnappt. Das war ein ganz schön doofes Gefühl, kann ich Ihnen sagen. Tja, und heute dann der nächste Tote. Bei uns im Dorf!

Jetzt wimmelt es hier von Polizeimänner und anderen wichtigen Menschen. Fast wie im Fernsehen. Gerüchte sagen, dass der Täter, der beim ersten Mord keine einzige Spur hinterließ, jetzt nicht so vorsichtig war. Angeblich wurde die Tatwaffe am Tatort gefunden. Im Dorfschaukasten hängt jetzt ein Foto mit dem Opfer und der blutrotgefärbten Tatwaffe.

Heute: eine neue Zeitschrift. Sie wissen ja, dass Frau Landgeflüster jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit fährt. Bisher ist sie immer um kurz nach sechs gefahren und hatte zu dieser Zeit zwei Züge zur Auswahl für die Fahrt in die große Stadt. Den Bummelzug, der an jeder Milchkanne hält und der schnellere Zug, der unterwegs nur einen Stopp einlegt und fünf Minuten später losfährt. Da der schnellere Zug von der Doitschen Barn ist, passiert es schon einmal, dass er nicht ganz so pünktlich ist. Bei Verspätungen größer 25 Minuten lohnt es sich, den Bummelzug zu wählen, um pünktlich bei der Arbeit zu sein.

Um diese Möglichkeit nutzen zu können, ist Frau Landgeflüster also immer so früh am Bahnhof, dass sie auch noch den Bummelzug erreichen kann. In dem halben Jahr, musste sie aber nur einmal diesen blau-gelben Zug nehmen. Die Zeit, die sie früher am Bahnhof ist, nutzt sie immer wieder gern für einen Besuch im Zeitschriften-Bücher-Laden. Dort hat sie ihre letzten vier Zugbücher gekauft und auch schon die ein oder andere Zeitschrift inspiziert. Meine Lieblingszeitung kennen Sie ja bereits. Die erste Zeitschrift, die sich dem Klientel Landmenschen annahm. Inzwischen gibt es zig Zeitschriften dieser Art, die der LaLu teilweise verdächtig ähnlich sehen. Ich persönlich finde die LaLu immer noch am besten, weil sie die schönsten Fotos und die wenigste Werbung zeigt.

Gestern erzählte mir die Verkäuferin des Lädchens nebenbei im Gespräch, dass es gerade an diesem Tag eine neue Zeitschrift gäbe. Da mir beim Durchblättern sofort interessante Artikel ins Auge fielen, kaufte ich sie mir.

“Landspiegel” klingt ein wenig steif, aber das Heft selbst gefällt mir gut. Auf jeden Fall werde ich mir auch die zweite Ausgabe näher anschauen. Schade nur, dass auf der Vorschauseite vergessen wurde, anzugeben, wann genau sie denn herauskommt. Also merke, merke: Ende Dezember darauf achten.

“Landspiegel” klingt ein wenig steif, aber das Heft selbst gefällt mir recht gut. Auf jeden Fall werde ich mir auch die zweite Ausgabe näher anschauen. Schade nur, dass auf der Vorschauseite vergessen wurde, anzugeben, wann genau sie denn herauskommt. Also merke, merke: Ende Dezember darauf achten.

sagt der Michelmann: “Und deshalb bekommst Du nur die Hälfte.” Dann stellt er den Frühstückskaffee auf den Tisch. In einer Tasse ohne Unterteller.

Ja, Sie sehen richtig. Es war heute Frühstückimgartenwetter! Mild, sonnig, windstill. Herz, was willst Du mehr?

Und danach ein wunderschöner Gartentag. Fleissig bis eben.

Einmal erwähne ich es noch: jetzt bin ich Teilzeit. Zur Feier des Tages habe ich noch eine Überstunde eingelegt und bin danach mit Kollegen essen gegangen. Jetzt sitze ich im Zug, der mich in die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes zum Michelmann bringt.

Ist ja unglaublich, wie viel um diese Zeit im Bahnhof der großen Stadt los ist. Mehr als zur Haupteinkaufszeit in der Kleinstadt.

Und nun geht es ins Wochenende. Der Michelmann zelebriert schon seit gestern seinen Lieblingstag. Er hat heute nämlich frei.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Nacht und ein tolles Wochenende.

Ab und zu ein Blick in die Statistik kann ja sehr amüsant sein. Ganz spontan die letzten sieben Tage betrachtet und wie immer: Fleischwunden, Scheinschlachtungen, widerlich. Aber auch mal ganz neue Anfragen:

  • rock und stiefel – sehr schön
  • beziehungsprobleme 26. juni / 28. dezember
  • nur wahres ist bares
  • frau im imbiss
  • es ist genug
  • plastik nähen
  • grüße zurück
  • umoperation von mann zu frau blutige bilder
  • vor liebe nicht einschlafen können
  • otto-normalverbraucher herr-und-frau
  • das gefühl nicht gut genug zu sein
  • blutige köchin
  • engel an die wand hängen
  • ist aber schon bißchen her
  • wie strickt man ein schal
  • bin heute krank
  • kackende banane
  • brief wiegt 33 gramm

Mein Favorit ist die kackende Banane. Unglaublich, oder?

Wissen Sie was? Der Michelmann und ich passen wirklich ganz famos zusammen. Vielleicht haben Sie es auch schon einmal gedacht bei dem ein oder anderen Eintrag, den ich schrieb. Vorgestern wurde es mir selbst wieder richtig dolle bewusst und es war mir fast ein wenig unheimlich, wie sehr wir uns auch ohne Worte verstehen. Ich wollte es Ihnen gestern schon berichten, aber irgendwie bin ich gar nicht mehr dazu gekommen. Aber immerhin habe ich das Beweisfoto geladen, so dass ich Ihnen jetzt in meiner Mittagspause davon erzählen kann.

Ich habe Ihnen ja gezeigt, wie ich unseren Esszimmertisch dekoriert habe. Und nun zeige ich Ihnen ein Foto, das ich am Mittwochabend fotografierte, kurz nachdem der Michelmann nach Hause kam:

Fällt Ihnen etwas auf?

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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