Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Dezember 2010.

Und weitere Schneeimpressionen aus dem gestrigen Garten Landgeflüster gibt es hier.
Unsere Obst- und Gemüse-Abo-Kisten bestimmen unseren Speiseplan. Und so gab es heute zum Abendessen einen Posteleinsalat mit Avocado und Büffelmozzarella (nicht aus der Biokiste, sondern aus dem Lieblingshofladen). Dazu ein Hähnchenschenkel (auch nicht aus der Kiste, sondern vom Biobauern unseres Vertrauens).

Zum Dessert habe ich eine Creme mit Granatapfel zubereitet. Leider ist das Foto unscharf. Dafür gibt es das Rezept, denn die Creme ist wirklich lecker. Ganz locker und leicht und schön fruchtig.
Zunächst habe ich 4 Blatt Gelantine in kaltem Wasser eingeweicht. In der Zwischenzeit werden 4 EL Orangensaft erwärmt und danach die gut ausgedrückte Gelantine darin aufgelöst. Nun den Granatapfel auspressen und den Saft zu dem Orangensaft geben. Als nächstes einen Becher Sahne schlagen und mit ca. 100 ml Joghurt verrühren, dann den Saft dazugeben, vorsichtig unterrühen und zum Schluss nach Geschmack süßen. Ich habe dafür Avocadodicksaft genommen. Nun die Schüssel in den Kühlschrank stellen und fest werden lassen.
Sie erkennen es nicht so gut, aber ich habe mit einem Esslöffel Nockerl geformt und mit Granatapfelkernen verziert. Morgen gibt es für uns zum Mittag noch eine zweite Portion. Ich werde dann versuchen, ein schärferes Foto hinzubekommen. Sollte es gelingen, zeige ich Ihnen mein heutiges Lieblingsdessert noch einmal richtig.
„Übung macht die Meisterin.“ dachte sich Frau Landgeflüster und: „Talente sollst Du fördern.“ Also überlegte sie sich, dass sie auch heute etwas nähen könnte. Der Michelmann hatte sich vorher aufgemacht, ein wenig einzukaufen. Die Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes mag zwar sehr einfälltig in der Gestaltung von ansprechenden Einkaufsmöglichkeiten sein, aber immerhin gibt es einen schönen Biosupermarkt, in dem es gute Produkte in einer netten Einkaufsatmosphäre zu kaufen gibt. Eine wunderbare Alternative zu den inzwischen allerorts vorhandenen Billigdiscountern und 0/8/15-Supermarktketten. Dort kauft der Michelmann noch viel lieber ein als er es ohnehin schon tut. Und weil er immer sehr aufmerksam einkaufen geht und sich alles immer sehr genau ansieht, wusste Frau Landgeflüster, dass es wohl länger dauern würde.
Nachdem sie das Haus gesaugt und aufgeräumt hat, wählte sie sich einen Stoff, von dem sie meinte, dass er ein ganz famoses Weihnachtsdeckchen werden könnte. Und weil sie die Herausforderung liebt, sollte das Deckchen nicht so simpel werden, wie das Tischset vom Michelmann. Frau Landgeflüster schaute also in ihre Schublade, in der sie ihre vielen Schleifenbänder sammelt, und suchte passende Bänder aus.

Frau Landgeflüster liebt es bekannterweise schlicht und einfach und so zieren diese Schleifenbänder nun eine Kante:

Und hier sehen Sie mein Weihnachtsdeckchen in Gänze.

Ich muss selbst kichern, wenn ich dieses Deckchen sehe und dabei an die aufwendigen Sachen denke, die Sie so nähen. Taschen, Kleidung und so weiter. Schlauerweise habe ich ja angekündigt, nur Tischläufer und Kissenhüllen nähen zu wollen. Sie brauchen aber keine Angst zu haben, dass ich Ihnen jetzt jedes Deckchen zeige, das ich nähe. Sollte ich etwas Anspruchsvolleres nähen, mein erstes Kissen, Lavendelherz oder so, dann kann es natürlich passieren, dass ich ganz zufällig ein Foto davon habe. Und das würde ich dann bestimmt vielleicht auch einstellen…
Ein paar Fotos habe ich noch aus unserem Weihnachtsentstressungsurlaub. Beginnen wir in Ahlbeck. Blick aus unserem Wohnzimmerfenster:

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Und nun Zinnowitz, das wir bisher nur von einem Besuch im Sommer kannten.

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Eisig kalt, aber sonnig. Und auch im Winter wunderschön.
Es ist vollbracht! Frau Landgeflüster hat die Nähsaison begonnen. Und soll ich Ihnen was verraten? Frau Landgeflüster ist nähtechnisch hochbegabt! Klingt das jetzt anmaßend? Das soll es nicht, denn aus diesen Worten spricht reine Bescheidenheit!
Geplant war heute ein Besuch beim Seelenzwilling, aber zum zweiten Mal macht das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Eisnebel und Streusalzmangel in Norddeutschland sprechen gegen eine 2 x 130 Kilometer lange Reise über Landstraßen und Autobahnen. Schade, aber vernünftig. Und aufgeschoben, ist nicht aufgehoben. So nutzt Frau Landgeflüster die geschenkte Zeit und setzt sich mit Lillifee in das wohlig warme kaminbeheizte Esszimmer. Ja, Sie lesen richtig: Frau Landgeflüster wagt sich endlich ans Nähen!

Gebrauchsanleitungen lesen findet Frau Landgeflüster ziemlich doof, aber vor Lillifee hat sie schon etwas Respekt. Und deshalb hat sie sich das große Heft doch einmal angesehen. Den Kasten mit den vielen Rollen, hat der Michelmann mitgebracht, als er Lillifee aus dem Heim holte. Der ist nicht nur schön bunt gefüllt, sondern auch ziemlich praktisch, findet Frau Landgeflüster. Da braucht sie nämlich nicht erst Garn auf die Spulen zu spulen. Die drei Spulen, die Lillifee im Kästchen hat, sind auch nur so dünne Plastikdinger, die Frau Landgeflüster bestimmt ziemlich schnell kaputt macht. Praktischerweise steht bei uns ein alter Nähmaschinentisch, den wir nur als Dekorationsablagefläche nutzen. Ein wunderbaren Platz für Lillifee!

„Michelmann, ich nähe Dir jetzt ein Tischset!“ sprach Frau Landgeflüster dann zum Michelmann. „Oder möchtest Du lieber eine Kissenhülle oder ein Lavendelherz? Ich kann Dir aber auch einen Anzug oder eine Winterjacke nähen.“ Darauf antwortete der Michelmann: „Ich freue mich über alles, was Du mir nähst. Such Du aus.“ Ehrgeizig wie Frau Landgeflüster ist, hat sie sich natürlich für die größte Herausforderung entschieden.
Mit Zickzackstich gesäumt und dann die Kanten genäht. So wie Frau Landgeflüster meint, müsste es sein. Nur kurz glaubte sie, das Nähvorhaben abbrechen zu müssen. Gleich zu Beginn, bevor es wirklich angefangen hat. Das Loch in der Nähnadel ist ganz schön lütsch. Viiiel lütscher als Sie es von Ihrer Nähmaschine kennen, glauben Sie mir. Das sind ja so Dinge, die findet Frau Landgeflüster äußerst unpraktisch. Hat wahrscheinlich ein ganz kluger Mann erfunden. Aber nun gut, Frau Landgeflüster ist ja talentiert und mit Lupe ging es dann irgendwie. Und sie hat nicht geflucht! Die Entspannungsreise nach Usedom war also nicht umsonst.
Schon nach kurzer Zeit merkte Frau Landgeflüster, dass sie wirklich begabt ist. Keine Nadel abgebrochen und die Naht hat den Stoff überall getroffen. Das findet Frau Landgeflüster ganz famos. Der Michelmann freut sich über sein Geschenk und Frau Landgeflüster ist sich sicher, das war nicht ihr letztes Nähprojekt. Möchten Sie es sehen? Voilà! Erkennen Sie es?

Damit beende ich meine Serie „Nähen für Anfänger“. Lesen Sie hier demnächst „Nähen für Hochbegabte Fortgeschrittene“. Bis dahin übe ich auch ganz bestimmt das zackenfreie gerade Nähen. Und dann zeige ich auch mal ein Makrofoto einer Naht.
Frau Landgeflüster sagt: „Ja!“
Ja, zu Wind, Schnee, Kälte, Sturm! Ja, zu geschlossenen Restaurants und Bars! Ja, zu Wintersonne und menschenleeren Stränden! Ja, zu einer wohligwarmen Wohnung mit Meerblick, aber ohne Nachbarn! Ja, zum Schlaf am Nachmittag und Spaziergang in der Nacht.

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E.R.H.O.L.U.N.G
Z.E.I.T
S.T.I.L.L.E
Und ganz viel L.I.E.B.E

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Frau Landgeflüster sagt: „Ja! Mehr Meer! Auch im Winter!“
Frau Landgeflüster hat ein wenig Zeit und auch Lust, noch einmal Kekse zu backen. Also schnappte sie sich das olle Heft und blätterte es noch einmal durch. Es müssen ja nicht immer Getreideflockenkekse sein, dachte sie sich und so wählte sie diesmal die „Hilda-Törtchen“ aus.

Die sind nämlich auch pupsieinfach und alle Zutaten sind im Hause Landgeflüster vorhanden. Prima, so einfach muss das mit dem Plätzchenbacken auch sein, wenn es Spaß machen soll.

Statt weißem Mehl hat Frau Landgeflüster wieder Dinkelmehl (250 gr) genommen, statt weißem Zucker den braunen Rohrzucker (50 gr), dazu ein Ei und 125 gr. Butter. Die Plätzchen sind ca. 10 min bei 225 °C gebacken. Zum Füllen habe ich die leckere Johannisbeermarmelade genommen. Und passend zum Schneesturm draußen natürlich gesiebter Puderzucker.

Und nun wenden sich der Michelmann und Frau Landgeflüster den vielen, vielen Ks zu, die für eine besinnliche Weihnachtszeit so wichtig sind.
Kekse:

Kamin:

Kerzen:

Kissen:

und auch Kaffee und Kuchen:

Draußen tobt seit einigen Stunden ein richtiger Sturm mit heftigen Böen. Dazu schneit es ununterbrochen. Winter eben. Und hier im Hause Landgeflüster macht sich das Berghüttengefühl breit. Gut, dass wir heute nicht mehr weg müssen. Sollten Sie sich noch aufmachen, dann passen Sie gut auf sich auf.
Nachdem wir in den letzten Jahren in Dresden, London und Paris waren, hat es uns in diesem Winter mal wieder ans stürmische Meer gezogen. Wir waren die letzten Tage auf Usedom. Und es war toll, toll, toll.
Drei Gutscheine haben wir dort eingelöst. Der Michelmann hat sie extra für unseren Vorweihnachtsurlaub aufgehoben.Wenn Sie mögen, verrate ich Ihnen, welche Gutscheine das waren.

„Hm“, werden Sie jetzt vielleicht fragen: „was soll denn das mit der perfekten Welle?“ Ich verrate es Ihnen gern. Wenn man sich so gerne mag wie der Michelmann und die Frau Landgeflüster, dann gibt es die ein oder andere romantische Situation, so eine zum Beispiel. Und da sagt er dann zu ihr oder sie zu ihm: „Ich schenke Dir einen Stern. Welchen möchtest Du?“ Stern schenken ist sehr beliebt, wenn man sich liebt. Frau Landgeflüster findet, der Michelmann ist etwas ganz Besonderes und deshalb hat er sich nicht nur einen Stern verdient, sondern auch die schönste Welle im ganzen Meer.
In unseren Sommerferien haben wir ganz lange danach gesucht, aber die perfekte Welle haben wir nicht gefunden. Deshalb war es sehr schön, dass es auf Usedom so wunderbar stürmisch war. Wir haben uns auf die Seebrücke von Ahlbeck gestellt und gaaanz lange ins Meer geschaut. Und auf einmal war sie da:

Sie kam ganz überraschend und war meterhoch. Und wir ziemlich nass. Der Michelmann war aber so geistesgegenwärtig, die Welle noch zu fotografieren, bevor sie wieder ganz verschwand.
Nachdem wir wieder trocken waren, haben wir den nächsten Gutschein eingelöst:

Stundenlang sind wir in den letzten Tagen auf den Strandpromenaden von Ahlbeck, Zinnowitz und Heringsdorf flaniert.

Davon werde ich Ihnen in den nächsten Tagen noch ein bisschen mehr zeigen. Erst einmal zeige ich Ihnen noch den dritten Gutschein:

Sie ahnen es, wir waren in Polen. Zweimal sogar. Einmal kurz mit dem Auto auf dem Rückweg von unser Bädertour. Da hatte Frau Landgeflüster aber ihren Ausweis nicht dabei und so illegal fühlte sie sich nicht so richtig wohl.

Also haben wir nur schnell zwei Fotos geschossen und sind dann wieder in unser Heimatland gefahren.

Gestern sind wir dann zu Fuß aus Ahlbeck nach Swinemünde spaziert. 14 Kilometer insgesamt. Bei eisigem Wind. Brrr, war das kalt und anstrengend. Aber wir waren ganz warm eingepackt und hatten auch heißen Tee mit. Gefroren haben wir beide nicht.

Und damit können wir sagen, wir waren beide das erste Mal in Polen. Damit sind die nächsten drei Gutscheine eingelöst!
sooo wenig Schnee!? Gute, freie Fahrt! Großartig! Das spricht für eine spontane Pause beim blau-gelben Schweden in Hamburg. Für die baldige Verschönerung unseres Flures.
Jetzt müssen wir irgendwie sicher durch die Schneemassen kommen und dann sind wir wieder zuhause.


Ihr Geflüster