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Ich habe Ihnen bereits öfter von unserem großem Glück geschrieben, in einer Region zu leben, in der es hervorragende landwirtschaftliche Betriebe gibt, die uns mit sehr guten Lebensmitteln in Bioland- oder Demeterqualität versorgen. So können wir uns täglich gesund ernähren ohne große Wege oder Umstände. Entweder werden wir beliefert oder wir können diese Produkte bei Tante Emma oder auf dem Wochenmarkt in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes kaufen. Die einzige Ausnahme ist der Hofladen unseres Fleischbauern. Aber dort kaufen wir auch nicht jeden Tag, sondern nur alle 2-3 Wochen ein.
Ganz erfreut bin ich über den diesjährigen Preisträger des Förderpreises ökologischer Landbau! Hier kaufen wir nämlich unsere Kartoffeln! In diesem Sinne: herzlichen Glückwunsch und vielen Dank!
Der Michelmann hat heute einen Teilzeittuckendienst und rettet bis zum späten Abend die Welt. Weil er nur so kurz arbeitet, hatte er vorher eine Menge Zeit und deshalb hat er eine neue Suppe gekocht. Komisch, woher er nur weiß, dass ich so gerne Eintöpfe esse? Eine leckere Geschmackskombination war das und weil ich ja leckere Rezepte sammele, gibt es heute also schon wieder ein Suppenrezept. Hahaha, ich fand nicht nur die Suppe auf dem Herd, sondern gleich einen Zettel mit dem Rezept. Ein lernfähiger Bloggerehemann eben.
Steckrübensuppe am Montag:

Je eine weiße und eine rote Zwiebeln würfeln und anschwitzen. Eine gewürfelte Steckrübe hinzugeben. Danach Lauch, Möhren und zwei Kartoffeln kleingeschnippeln und zusammen mit 1,5 l Gemüsebrühe und kleingehackten Ingwer 15 Minuten köcheln lassen, danach leicht pürrieren, gewürfelte Lammsalami dazugeben und 10 Minuten weiterköcheln lassen. Zum Schluß 2 EL saure Sahne dazugeben und servieren.

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Gestern Abend gab es übrigens einen Reis-Hähnchen-Tandoori-Auflauf mit Mirabellen. Die Mirabellen hatten wir noch im Kühler. Auch das war eine sehr tolle Geschmacksvariante.
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Für meine Gäste morgen habe ich vorhin Muffins gebacken nach einem Rezept aus „Sophie Cakes“ in leicht abgewandelter Form. Sie wissen ja, ich nehme immer weniger Zucker und in einen Teil der Muffins habe ich ein ganz wenig frisch gekochten Apfelkompott gefüllt.

Meine Muffins sehen nie so formvollendet aus wie in Backbüchern. Aber da sie lecker schmecken, auch dieses Rezept für mich zum Wiederbacken:
3 Eier mit 150 gr. Zucker schaumig rühren. 160 gr. Mehl mit 2 gestrichenen TL Backpulver mischen und dazugeben. 170 gr. gesalzene Butter (max. 3 % Salz) zerlassen und in den Teig gießen. Eine Vanilleschote halbieren und das ausgekratzte Mark einrühren. Muffins bei 180° ca. 20 Minuten backen.

Nach dem Abkühlen habe ich mir eine Tasse Kaffee aufgebrüht und ein Muffin probiert adoptiert. Der war nämlich über, weil er nicht auf die Platte passte. Selbstlos wie ich bin, habe ich mich dem armen kleinen Muffin angenommen….

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Es ist gerade so gemütlich bei uns. Draußen eisekalt und hier drinnen kuschelig warm. Der Michelmann ist oben im Arbeitszimmer und stöbert im Internet herum und ich habe bis eben in Zeitschriften und Kochbüchern herumgeblättert. Ich liebe es, mir Anregungen zu holen, aber das wissen Sie bereits. Jetzt, da wir in jeder zweiten Woche wieder früher zu Abend essen, wird es bei uns auch wieder öfter Quiches, Tartes und Cakes geben. Wenn Sie länger bei mir lesen und auch noch meinen alten Blog kennen, können Sie sich vielleicht noch an diese beiden Kochbücher erinnern:

Ganz wunderbare Rezepte hat Sophie Dudemaine zusammengetragen, die sich auch immer wieder leicht abwandeln lassen mit Zutaten, die zufällig gerade in der eigenen Küche zu finden sind. Sicherlich werden Sie in nächster Zeit das ein oder andere Rezept hier finden, jeweils in einer Variante, die unsere Biokiste vorgeben wird. Einen süßen „Cake“ werde ich am Montag backen, weil wir am Dienstag Kaffeebesuch bekommen. Der Michelmann hat an diesem Tag frei und ich bin ja jetzt immer rechtzeitig zur Kaffeezeit da. Es ist so schön, dass ich auch wieder in der Woche Besuch mit weiterer Anreise empfangen kann…
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Bevor ich mir das nächste Kochbuch schnappe, möchte ich Ihnen noch schnell einen schönen Sonntag wünschen! Ich reise jetzt kulinarisch nach Südfrankreich….

Als ich mir vor fast acht Jahren meinen Smartie in Frankreich kaufte, gab es hier bei uns kaum andere Autos dieser Marke. Das war doof, denn es gab deshalb auch keine Werkstatt in der Nähe, in der wir zur Inspektion fahren konnten. Und so mussten wir uns jedes Jahr aufmachen, um zur wohl schlechtesten Werkstatt der Welt mit dem miesesten Kundenservice, den man sich vorstellen kann, zu fahren. Berichtet habe ich davon jedes Jahr. Inzwischen ist der Smartie gesellschaftsfähig geworden und seit dem letzten Jahr müssen wir nicht mehr 100 Kilometer in die Werkstatt des Grauens fahren. Nein, stellen Sie sich vor, in unserem kleinen Dorf hier auf dem platten Lande, da gibt es eine Autowerkstatt, die sich auch mit meinem Auto auskennt. Zweimal haben wir ihn schon besucht, denn ein fast achtjähriges Auto hat auch schon mal Aua. Und was soll ich sagen: es arbeiten freundliche, kompetente, zuverlässige Menschen dort, die daran interessiert sind, dass ihre Kunden zufrieden sind. Die Preise sind fair und alles ist gut.
Ich finde das so toll und mein Smartie auch. Aber hoffentlich freut sich mein Smartie nicht zu dolle, schließlich möchte ich ihn nicht zu oft zum Automann bringen…..
++ ausschlafen ++ frühstücken ++ im Kaminzimmer faulenzen ++ Küche putzen ++ .. (Fahrt in die große Stadt) .. ++ mit der liebsten Schwester telefonieren & freuen * ++ ein Anruf vom Kollegen, der heute leider arbeiten musste, & freuen * ++ ein schnelles, einfaches und rustikales, vom Michelmann gewünschtes Abendessen mit dem restlichen Sekt von gestern ++
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Dies in Stichworten und in Fotos so:

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Und weil wir gestern statt der geplanten DVD den Film „Er war einer von uns“ im Fernsehen sahen, freue ich mich heute auf „Eat pray love“ .
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* zwei ganz tolle Nachrichten, zu persönlich, um sie hier zu bloggen. Die mich aber so glücklich machen, dass sie es verdienen, hier erwähnt zu werden.
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…, nebst Licht, Luft, Wasser und Erde, ist eine mit Verständnis, Sorgfalt und Liebe geführte Küche…“
Hildegard von Bingen
Sie fragten nach dem Rezept für die Rote-Beete-Salami-Pizza vom Michelmann. Da gibt es ein Problem. Nicht, dass es sich hier um ein Familiengeheimnis handeln würde, das wir nur unseren nicht vorhandenen Kindern vererben. Nein, aber der Michelmann backt seine Pizza grundsätzlich ohne Rezept. Natürlich habe ich den Michelmann für Sie gefragt, ob er sich noch erinnern kann, wie er sie zubereitet hat. Und er antwortete mir:
- Zuerst bin ich in die Küche gegangen.
- Dann habe ich das Mehl genommen und acht Schaufeln* davon (*ca. 8 gehäufte EL), ein TL Salz, 1 Packung Trockenhefe und einen Schuß Olivenöl vermischt und mit warmen Wasser angerührt.
- Das Wasser habe ich ganz langsam schluckweise hinzugegeben, damit der Teig nicht glitschig wird. Dann ist nämlich alles zu spät.
- Zwei Minuten muss der mit den Knethaken durchgeknetet werden. Je länger, desto besser.
- Der Teig muss zwei Stunden ruhen, damit er sich richtig entwickelt.
- Dann habe ich den Teig mit der Hand flach auseinandergezogen. Natürlich geht’s auch mit dem Nudelholz, aber bitte nur in eine Richtung immer von innen nach außen.
- Als nächstes habe ich das Tomatenmark auf der Pizza verschmiert.
- Danach den geriebenen Käse* darauf verteilen (*Es war diesmal ein Kuhmilchkäse aus dem Bioladen, den Name wusste der Michelmann nicht mehr, aber mittelalter Gouda passt ja auch immer)
- Als nächstes kam die Salami und die gehobelte Rote Beete und in Streifen geschnittene Zwiebel darüber.
- Den Ofen habe ich auf 250 °C vorgeheizt (Unterhitze-Umluft)
- Danach wird die Pizza 10 min. gebacken. Das war’s.
- Die Pizza aus dem Ofen nehmen, mit Thymian und Oregano würzen und mit Olivenöl beträufeln.
- Nun servieren und verspeisen.
Ich hätte Ihnen gern unser heutiges Abendessen gezeigt. Es sah so lecker aus und ich hatte auch schöne Fotos. Leider sind sie nicht alle auf meinem Läppi gelandet und auf der Kamera schon gelöscht. Deshalb beschreibe ich es Ihnen. Wir haben Chicoree überbacken mit Käse und Bacon gegessen. Dazu gab es ein schönes Vollkornbaguette mit einer Dillfrischkäsecreme und Walnusskäse. Dieser überbackene Chicoree sah sehr appetitlich aus und war auch sehr lecker. Wieder so ein spontanes Essen vom Michelmann. Zum Dessert gab es noch einen Vanillepudding.

Und falls es Sie interessiert, wie ich meinen langen Nachmittag verbracht habe, dann lesen Sie einfach weiter. Als erstes bin ich durch den Garten spaziert und habe nach weiteren Winterlingen gesucht. Die habe ich nicht gefunden, aber dafür diesen wunderschönen blauen Himmel:

Der begleitete mich schon den ganzen Tag in der großen Stadt. Und wenn Sie mich nach der Farbe des Tages fragen, dann antworte ich „himmelblau“ . So liebe ich den Winter am allermeisten: Sonne, blauer Himmel und ein ganz, ganz klein bisschen Schnee. Dazu eisekalte Luft und gute Laune. Herz, was willst Du im Januar mehr?
Nach dem Spaziergang habe ich einen Apfelkompott gekocht, weil ich Äpfel ja so gerne esse. Der kommt morgen mit in die große Stadt.

Weil eine perfekte Hausfrau nicht nur ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgeht kocht, habe ich heute die Fenster in der Küche und im Esszimmer geputzt und auch die Spiegel in der Küche. Ehrlich gesagt, war ich sehr beeindruckt ob der hausfraulichen Begeisterung zum Fensterputzen meinerseits. Hoffentlich hält die lange an. Das würde ein ganz schön sauberes Haus versprechen….
Und zum Abschluß meines heutigen „Hach-was-habe-ich-schon-wieder-gute-Laune-Eintrages“ zeige ich Ihnen noch, was ich mir am letzten Samstag gegönnt habe, als ich so schlecht darauf war:

Seitdem ich einen eigenen Garten habe, kaufe ich mir keine Schnittblumen. Aber die hier durften es dann doch mal sein. Wir hatten einen Strauß für die Gastgeberin des Kaffeetrinkens am Samstag gekauft und für mich eben diese Rosen.
So, und nun feiere ich mit dem Michelmann seinen Lieblingstag. Dafür, dass er Heiligabend und Weihnachten arbeiten musste, hat er morgen und auch das ganze Wochenende frei. Und das bei diesem Wetter! Raten Sie mal, was wir am Samstag auf vielfachen Wunsch vom Michelmann machen. Hahaha, Sie ahnen es bestimmt!
Einen schönen Abend für Sie alle!
Der heutige Feierabend stand unter dem Motto „freuen und wohlfühlen“ . Das ging gar nicht anders. Als ich nach Hause kam, stand nämlich dieses wunderschöne Geschenk vor der Tür:

Liebe Birgit, vielen, vielen Dank, ich habe mich riesig gefreut! Über den Tee sowieso, aber auch über den Rest. Der Strumpf ist so toll, der wird mich jetzt jeden Tag begleiten! Nie werde ich verstehen, wie man so etwas überhaupt stricken kann! Wahrscheinlich mit Zahnstochern oder so. Unglaublich!

Sie können mir glauben, dass ich den Rest des Tages mit einem breiten freudigen Grinsen durch das Haus gelaufen bin.
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Während der Michelmann diese großartigschmeckende Rote-Beete-Salami-Pizza gebacken hat….

…. habe ich den Vanilliepudding aus der LaLu gekocht:

Sehr, sehr lecker. Ich werde nur beim nächsten Mal etwas weniger Zucker nehmen. Ich verrate Ihnen mal das Originalrezept, vielleicht mögen Sie ja auch künftig Pudding ohne dieses fertige Tütenpuddingpulver kochen: von 1/2 l Milch ein wenig abnehmen und mit 3 Eigelb und 25 gr. Speisestärke verrühren, eine halbe Vanilleschote auskratzen und die restliche Milch mit dem Mark, der Schote und 2 1/2 EL Zucker aufkochen. Die Stärkemischung dazugeben und kurz aufkochen. Danach die Vanilleschote entfernen. Ich habe den aufgeschlagenen Eischnee untergehoben, das macht den Pudding natürlich sehr fluffig. Da der Pudding sehr süß ist, werde ich das nächste Mal nur 2 EL Zucker nehmen.

Dieses Puddingrezept ist ein schönes Grundrezept für viele Varianten und wird in mein Dessert-Repertoire einen festen Platz bekommen. Mjami, so lecker.
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Eins möchte ich Ihnen noch zeigen. Ich habe mir heute vor der Zugfahrt im Bahnhof in der Kleinstadt vor den Toren unseres Dorfes eine Zeitschrift gekauft, die ich im Zug durchblätterte. Dort las ich einen Artikel über Bio-Kisten:

Und, was lese ich da: die beschriebene Kiste kommt von meinem Kistenlieferant, zwei Dörfer entfernt von unserem Dorfe. Witzig, finde ich.
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Weitere hausfrauliche Aufgaben habe ich heute nicht übernommen, dafür habe ich ein wenig Schönheitspflege gemacht und mit der liebsten Schwester telefoniert. Reines Wohlfühlprogramm eben! In diesem Sinne: wünsche ich Ihnen einen friede-freude-eierkuchen-entspannten Abend und sende liebe Grüße überall dorthin, wo ich gelesen werde! Alles Liebe, Ihre Frau Landgeflüster.



Ihr Geflüster