Für Mutter Landgeflüster war es damals nicht so leicht, mich als Nesthäkchen ziehen zu lassen. Aber ich glaube, als sie realisierte, dass mein Auszug auch den Auszug meiner Musikanlage und meiner Schallplatten und CDs (? gab es die damals überhaupt schon?) bedeutete, spätestens da hat sie sich bestimmt gefreut… Als Jugendliche findet man natürlich immer, dass Musik um so besser klingt, je lauter man sie abspielt. Immerhin kannte meine Mutter damals alle Lieder von David Bowie und Janis Joplin.
Seitdem ich denken kann, liebe ich die Musik. Aufgewachsen bin ich mit der großen Schlagersammlung meiner Eltern und den 50 er Jahre Singles meines Vaters. Wie habe ich sie geliebt. Später, mit neun bekam ich einen wunderschönen roten Plattenspieler und je älter ich wurde, um so mehr Schallplatten kaufte ich mir. Als ich auszog durfte ich die Singles meines Vaters mitnehmen und ich halte sie noch immer in Ehren. Genau wie meine alten Schallplatten. Der Michelmann tickt da glücklicherweise genau wie ich und so veranstalten wir auch oft Musikabende. Davon habe ich Ihnen ja bereits öfter berichtet. Nun hat der Michelmann sich sein Zimmer neu eingerichtet. Deshalb räumt und kramt er jeden Abend herum, um alles wieder zu verstauen, was während der letzten Tage im Arbeitszimmer zwischengelagert war. Und während er heute den Endspurt einlegt, lege ich Schallplatten auf. Singles.

Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal die Singles in der Hand hatte. Der Michelmann hat sie mir in die Hand gedrückt und ich habe sie sortiert. Und gleichzeitig die ein oder andere aufgelegt.

Auf dem Foto erkennen Sie meinen vielfältigen Musikgeschmack. Die Schiwago-Platte stammt allerdings aus der Sammlung meines Vaters. Diese Single habe ich damals total geliebt:

Und auch diese. Ich mochte eben schon immer Powerstimmen, egal ob weiblich oder männlich.

Meine Single-Sammlung werde ich nie hergeben. Auch wenn wir einen Schallplattenspieler haben, mit dem ich sie digitalisieren könnte. Aber das wäre nicht das Gleiche, denn normalerweise würde ich wohl nicht auf die Idee kommen, diese Lieder als CD zu hören.

Der Musikgeschmack ändert sich ja glücklicherweise mit zunehmender Reife. Und tanzen lässt sich noch immer ganz wunderbar nach dieser Musik. Für die Tänze mit dem Michelmann dürfen es dann diese Platten sein:

Als Vorschulkind war ich ja so in Peter Alexander verliebt! Vielleicht möchten Sie auch sehen, wo es sich ganz wunderbar sitzen lässt, um Musik zu hören.

Ich selbst kann da nicht gut Musik hören, weil ich ja immer tanzen muss. Wenn ich dann ausgepowert bin, kann ich mich auf eines der beiden Sofas werfen, die der Michelmann im Zimmer hat.

Der Michelmann hat sich für gelbe Glühbirnen in seinen Kugellampen entschieden. Daher sind die oberen Fotos etwas gelbstichig. Aber ich finde der Michelmann hat sich gut entschieden. Mir gefällt sein Zimmer richtig gut. Mit den hellen Regalen und den umgestellten Sofas sieht es weeeesentlich größer aus. Ich fühle mich hier pudelwohl und der Michelmann auch!


4 Kommentare
Kommentar-Feed für diesen Beitrag
Januar 14, 2011 um 20:23
freidenkerin
Meine Liebe, ich hoffe sehr, du hältst mich jetzt nicht für besserwisserisch – aber Janis hieß Joplin mit Nachnamen.
Es gibt kaum Schöneres als einen breit gefächerten Musikgeschmack… Mit Peter Alexander konnte ich mich allerdings nicht so anfreunden – allerdings habe ich seine mit böhmischem Akzent vorgetragenen Couplets aus den Anfangstagen seiner Karriere immer sehr lustig gefunden…
Bei Musik von Carlos Santana hält es mich trotz Mitte Fünfzig auch nicht im Sitzen, da wird gerockt, bis die Fetzen fliegen…
Liebe Grüße!
Januar 14, 2011 um 20:51
Frau Landgeflüster
Ups, nein, gar nicht, danke für den Hinweis. Wie konnte mir das nur passieren? Habe ich wohl wieder schneller geschrieben als gedacht.
Januar 14, 2011 um 21:34
Sandiego
Ich hab auch noch ein paar Singles und LP’s und ich hör sie zwischendurch auch immer mal gerne wieder. Und was seh ich denn da auf dem Tisch?? Das sind doch die “Kleinen Schiffe”, oder?
Januar 14, 2011 um 23:18
silberpfeil
Ich hab da einige meiner Singles wiederentdeckt. Onkel Jürgen, Frank Duval, Cloud ,Karat. Hach, das waren noch Zeiten, als man alle 3,25 min aufstehen mußte um die Platte zu wechseln.
♥ Grüße
Beate
es hat geklappt mit dem ♥