Du durchsuchst gerade das Tagesarchiv für den Januar 22, 2011.

Den Nachmittag haben wir hinter uns gebracht. Glücklicherweise empfindet der Michelmann die Besuche dort als genauso unangenehm wie ich. Und so waren wir wirklich nur auf ein Tässchen Kaffee da. Günstig plaziert konnten wir uns unsere Gesprächspartner aussuchen und wurden von nervigem Gelaber verschont. Und nun haben wir 12 Monate Ruhe, sagt der Michelmann.

Leider zickt der Rebell noch immer rum. Aber ich bin fest gewillt, meinen Frauenfilm heute Abend zu sehen. “Briefe an Julia” steht auf dem Programm. Vorher werde ich noch einen Salat (Feldsalat, Orangen, gedünstete rote Zwiebeln und Walnüsse) anrichten. Dazu gibt es für jeden einen Hähnchenschenkel, Michelmann absolutes Lieblingsessen derzeit.

Jetzt werde ich noch mein aktuelles Zugbuch zu Ende lesen, damit ich es morgen der Lieblingsschwester mitbringen kann. Dazu werde ich mich auf den Sessel im Zimmer vom Michelmann verziehen. Dort liest es sich einfach großartig.

Ihnen allen wünsche ich einen schönen Abend!

Bis eben habe ich es noch erfolgreich verdrängt. Die Tatsache, dass heute ein nicht so toller Tag ist. Schon seit gestern verursacht der Rebell unerträgliche Schmerzen, verbunden mit Übelkeit, die sich auch mit Tabletten nicht eindämmen lassen. Auf meinen Frauenfilmabend habe ich gestern großzügig verzichtet und mich still unter die Decke auf dem Sofa verzogen. Gut, dass der Michelmann auch einen Männerfilm aus der Videothek mitgebracht hatte.

Auch heute morgen geht es mir nicht gut. Über Nacht hat sich der Rebell nicht beruhigt. Nachmittags sind wir zum Kaffeetrinken eingeladen. Mehr eine Pflichtveranstaltung denn eine vergnügliche Angelegenheit. Normalerweise würde ich das Treffen absagen und mich hinlegen. Um aber unnötiges Gezänk und Geschrei zu vermeiden, werde ich mich da durchquälen. Schade, dass ein Anruf mir den letzten Funken Gelassenheit geraubt hat. Heute also mal ein Tag im Leben der Frau Landgeflüster, an dem sie so richtig scheiße drauf ist.

Morgen Familienbesuch in der alten Heimat. Hoffnung am Horizont, dass hier bald wieder eitel Sonnenschein einzieht….

Es geht weiter und es scheint, als werden alle drei Bäume weichen. Etwas beunruhigt bin ich, weil der Nachbar selbst Hand anlegt. Es ist ja nicht so, dass ich ihm nichts zutraue. Aber das traue ich ihm wahrlich nicht zu. Hoffentlich kommt schnell kompetente Unterstützung und kein Krankenwagen.

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

Januar 2011
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

Geflüsterauswahl

vergangenes Geflüster

unvergessen

Ich bedanke mich für

  • 1,572,117 Besuche