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Es geht weiter und es scheint, als werden alle drei Bäume weichen. Etwas beunruhigt bin ich, weil der Nachbar selbst Hand anlegt. Es ist ja nicht so, dass ich ihm nichts zutraue. Aber das traue ich ihm wahrlich nicht zu. Hoffentlich kommt schnell kompetente Unterstützung und kein Krankenwagen.

ich weiß nur, dass der Michelmann heute eine Reise gebucht hat. Mehr hat er nicht verraten. Nur, dass ich auch mit darf. Immerhin.

Nicht nur die Birke bedrohte unser Haus bei jedem Sturm, nein, auch auf der Grundstücksgrenze des anderen Nachbarns stehen drei alte, große, morsche Bäume. Bisher ist nichts passiert, auch wenn wir nach jedem Sturm große, schwere Äste im Garten vorfinden, die glücklicherweise unser Gewächshaus verfehlten. Die Bäume sorgen dafür, dass in diesem Teil unseres Garten nichts Gescheites wächst. Wir haben uns damit arrangiert und uns direkt unter den Bäumen einen Sammelplatz für Laub und Schnittgut eingerichtet. Igel  danken es uns mit ihrem gesunden Appetit auf Nacktschnecken und Co.

Als der Michelmann mich heute vom Zug abholte, berichtete er mir, dass gerade auf dem Nachbargrundstück einer dieser drei Bäume gefällt wird. Oho, sollte ich demnächst einen normal sonnigen Garten bekommen und künftig meinen Bauerngarten „richtig“ nutzen und ein bisschen Gemüse anbauen können? Das wäre wunderbar, bin ich doch der totale Gemüsefan. Außerdem finde ich es so hübsch, wenn die Bohnen am Staketenzaun rankeln und Mangold rot zwischen den Blumen leuchtet. Sollte es so sein, dass die Bäume weichen, dann werde ich in diesem Jahr einen neuen Versuch starten….

Der schwarze Fleck in der Mitte des Fotos ist der Mensch mit der Säge. Noch ist das Geräusch der Motorsäge zu hören, obwohl es inzwischen stockdunkel ist. Kettensägenmassaker in Nachbarsgarten…. Sie werden wohl nur noch die bereits gefällten Baumteile zerkleinern.

Auch in unserem Flur hat sich etwas getan. Der Michelmann hat gestrichen! Das finde ich natürlich ganz wunderbar. Außerdem hat er für heute Abend einen Film aus der Videothek geholt und weil er so nett ist, ist das ein Frauenfilm. Hoffentlich beruhigt sich der Rebell, denn seit vorhin zickt er ein wenig rum.

Heute hat der Michelmann nicht nur den Freitagseinkauf übernommen, sondern auch das Kommando in der Küche. Und so kann ich ganz entspannt auf dem Sofa sitzen und darauf warten, dass ich zum Essen gerufen werde.

In dieser Woche erwarten uns übrigens diese famosen Dinge:

Heute gibt es noch den Weißkohl aus der letzten Kiste, zubereitet als Auflauf. Die weiteren Zutaten kann ich Ihnen noch nicht verraten. Der Michelmann hält sich da sehr bedeckt.

Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Abend und einen tollen Start in das Wochenende. Bei uns steht morgen eine Einladung zum Kaffeetrinken und am Sonntag erst ein mittaglicher Besuch bei der liebsten Schwester und danach Kaffeetrinken bei Mutter und Vater Landgeflüster auf dem Programm. Auf den Familiensonntag freue ich mich sehr, weil wir unseren ausgefallenen Heiligabend nachholen und endlich Zeit haben, meine Familie zu treffen. In diesem Sinne: auch Ihnen ein Wochenende nach Ihren Wünschen!

Wenn auffallend viele Besucher heute über einen Link einer Online-Singlebörse für registrierte Mitglieder auf meinen Blog kommen, finde ich das schon etwas verwunderlich. Sollte etwa eine einsame Dame meinen Blog in ihrem Profil eingetragen haben? Das wäre doof. Weil ich ja nicht in diesem Singlesuchverein registriert bin und somit auch keinen neuen Kerl suche. Nein, das würde eine einsame Singlefrau doch bestimmt gar nicht machen. Aber wieso kommen von dort so viele Besucher???? Irgendwelche Ideen?

Letzte Nacht habe ich sehr schlecht geschlafen. Ob der Vollmond mich ausnahmsweise nicht schlafen liess oder der Tag zu positiv aufregend für mich war, keine Ahnung, ist auch egal. Ich war den ganzen Tag müde und so habe ich mich nach der Arbeit auf das Sofa gelegt und zwei Stunden ein Stündchen geschlafen. Wat mut, dat mut, sagte schon Onkel Hein, aber natürlich war das nicht so geplant. Ich bin gespannt, wie sich das auf meinen heutigen Schlaf auswirkt.

Egal, andere hochwichtige Aufgaben standen sowieso nicht auf dem Programm. Außer natürlich das Abendessen (*) vorzubereiten und für die Arbeit morgen ein Müsli anzumischen, Obstsalat zu schnippeln und dies alles mit Joghurt zu einem nahrhaften leckeren Essen für den Tag in der großen Stadt zu verarbeiten. Und das haben ich eben noch geschafft.

Jetzt kommt gleich der Michelmann nach Hause und dann werden wir einen ruhigen Abend auf dem Sofa verbringen. Morgen fällt mir dann vielleicht wieder ein bisschen mehr zu berichten ein.

(* Ein Auflauf mit Pastinaken, Austernpilzen, Rosenkohl, Angusrinderhack und Walnüssen)

Ups, werden Sie jetzt vielleicht denken, jetzt hat Frau Landgeflüster einmal die 3000er Grenze geknackt und schon hört sie auf zu bloggen. Dem ist aber nicht so. Allerdings habe ich heute das Haus schon vor 6 Uhr am Morgen verlassen, weil ich mit meinen Kollegen an einem tollen Workshop in der großen Stadt teilnehmen durfte. Das haben wir gleich zum Anlass genommen, abends beim Spanier ganz wunderbar zu speisen. Deshalb bin ich erst um 22 Uhr nach Hause gekommen und konnte Ihnen vorher gar nichts berichten. Jetzt bin ich ein wenig müde und kaputt und möchte mich auch noch mit dem Michelmann unterhalten. Und weil das so ist, sage ich Ihnen nur schnell: „Gute Nacht und schlafen Sie gut.“

Bedanken möchte ich mich aber auch noch, dass Sie sich von der umständlichen Kommentar-Moderation nicht abschrecken lassen und weiterhin so fleißig kommentieren. Das finde ich sehr nett von Ihnen! Die Antworten kommen morgen….

stimmt, hier war letztens noch eine 25 Meter hohe Birke. Sie stand auf dem Grundstück nebenan und auf einmal ist sie weg. Ich habe es gar nicht bemerkt. Der Michelmann musste mich erst darauf hinweisen. Allerdings weiß er auch nicht so recht, wann sie verschwand. Es mag daran liegen, dass es doch noch recht dunkel ist, wenn ich das Haus verlasse oder abends wieder betrete. Jedenfalls ist sie nun weg. Einerseits finde ich es immer sehr traurig, wenn so alte und große Bäume verschwinden. Anderseits neige sich die Birke bei jedem Sturm bedenklich in unsere Richtung. Und in den letzten Jahren hatten wir eine Menge richtiger Stürme. Die vielen Äste auf unserem Grundstück zeugten davon, dass mit allem zu rechnen war. Ich denke, dies ist auch der Grund, warum sie weichen musste.

Meine Birkenpollenallergie wird dankbar sein und mein Gartenwohnzimmer auch. Obwohl es ja relativ abgeschlossen ist, haben wir es fast täglich gesaugt, um den Teppich einigermaßen sauber zu halten. Auf Wiedersehen, liebe Birke.

Muffins & Kaffee, Gespräche zu zweit, Lachen bis Tränen kamen irgendwie bekamen wir beide gleichzeitig einen Lachkrampf, offizielle Zimmereinweihung beim Michelmann, Pizza, Gespräche zu Dritt und ratz-fatz waren 5 Stunden vorbei. Und alles ohne Fotos! Unglaublich, oder?

Der Michelmann muss heute ja die Welt retten und weil er seinen Sessel jetzt gerade nicht braucht, habe ich mir meinen Arbeitsplatz bei ihm im Zimmer eingerichtet. Vielleicht sollte ich meinen Chef mal nach einem Heimarbeitsplatz fragen, es ist so nett beim Michelmann im Zimmer.

Besonders, nachdem er mich in die Geheimnisse seiner komplizierten Musikanlage eingeweiht und die Schallplatten in greifbare Nähe sortiert hat.

Ich schwelge gerade in Jugenderinnerungen…

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.

~japanische Weisheit~

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