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“Ich backe eine Pizza”, sprach der Michelmann, als ich ihm das erste Mal von der Idee mit der kulinarischen Reise erzählte. Und weil der Michelmann der wohl beste Pizzabäcker der Welt ist, habe ich mich sehr darüber gefreut. Pizza kennt jeder, mag jeder. Ein schnelles schönes Familienessen. In unserem Bekannten- und Freundeskreis ist die Pizza vom Michelmann sehr beliebt. Irgendwie schafft er es immer, den Teig in der perfekten Konsistenz herzustellen und geschmacklich sind seine Pizzen sowieso ein Gedicht. Unsere Reise führt uns also heute nach Italien!

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Der Hefeteig wird schon zwei Stunden vorher zubereitet, damit er schön lange gehen kann. Und so macht ihn der Michelmannn:
8 gehäufte EL Weizenmehl, 1 Tüte Trockenhefe, 1 TL Salz, 1 Schuß Olivenöl, ca. 250 ml warmes Wasser.
Die Zutaten mit einem Rührbesen vermengen. Zunächst aber nur die Hälfte des Wasser hinzufügen. Mit dem Knethaken die Zutaten verrühren und das restliche Wasser schluckweise dazugeben. Wichtig ist, nur so viel Wasser zu nehmen, dass das Mehl gerade so vollständig verrührt ist, der Teig aber fest bleibt.
Die Teigschüssel abdecken und an einem warmen Ort zwei Stunden ruhen lassen.

Nun gibt es 273647372633567 verschiedene Möglichkeiten, die Pizza zu belegen. Wir bevorzugen auch hier oft die Variante “Weniger ist mehr” und so sind die Zutaten für diese Pizza sehr übersichtlich:

Tomaten (im Winter kommen sie aus der Glasflasche. Unser Biosupermarkt bietet passierte Tomaten aus der Toskana an. Sehr aromatisch und das ohne Geschmacksverstärker!), Zwiebeln, Lammsalami und Käse (hier: mittelalter Gouda, frisch gerieben).
Zuerst den Teig in die richtige Größe ziehen und auf das Blech legen. Auf keinen Fall den Teig noch einmal kneten! Nun die Tomaten und anschließend den Käse verteilen. Zum Schluß die Salami und Zwiebel darüber geben. So sieht das in Zeitraffer aus:

Sie sehen, wir bevorzugen viel Käse! Nun kommt die Pizza in den (wichtig: bei 250 °C vorgeheizten!) Ofen und wird dort 10 Minuten bei 220 ° Unterhitze mit Umluft gebacken. Nachdem die Pizza aus dem Ofen kommt, noch ein wenig Olivenöl darauf träufeln und Basilikum darüber streuen. Im Winter dürfen es auch gern TK-Kräuter sein. Der Michelmann schneidet die Pizza in handgerechte Stücke. Der Teig ist kein bisschen lapprig und so kann man ihn wunderbar mit der Hand essen. Bei uns gibt es Pizza auch schon mal auf einem Buffet und da bietet sich diese Variante sehr gut an. Wenn es Ihnen nicht formvollendet und fein genug ist, essen Sie eben mit Messer und Gabel.

Zur Pizza passt wunderbar ein schöner Rotwein, ein Bier, eine Apfelschorle und auch alles andere. Klar, das wissen Sie natürlich selbst. Ich brauchte aber noch eine Überleitung zu dem letzten Bild:

Übrigens reicht die Geschichte der Pizza schon viele, viele Jahre in die Vergangenheit zurück. Wenn Sie mehr erfahren möchten, klicken Sie hier.
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Diesen Eintrag wollte der Michelmann nicht selbst schreiben, deshalb habe ich das für ihn übernommen. Wenn Sie mögen, schreiben Sie dem Michelmann gern einen Kommentar. Lesen wird er ihn garantiert.
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In 1-3 Tagen finden Sie dann hier den Link zur neunten Etappe.
Wenn Sie regelmäßig im Landgeflüster lesen, wissen Sie, dass der Michelmann und ich gern Salate essen. Gern auch warm, besonders, wenn sie als Beilage zu einer warmen Speise dienen.

Wenn Sie mögen, verrate ich Ihnen das Rezept für unseren heutigen Salat. Die Zutaten: Rotkohl, Kräuterseiblinge, Mango, eine halbe Blutorange, eine rote Zwiebel und Kresse.

Zuerst wird der Rotkohl klein geschnippelt und in Olivenöl angebraten und mit ein bisschen Gemüsebrühe und etwas Orangensaft gedünstet. Die in Scheiben geschnittenen Kräuterseiblinge und die Zwiebel in Butter anbraten und mit Salz & Peffer abschmecken. Nun den Rotkohl auf den Teller geben, die Pilze, Zwiebel und zum Schluß die kleingeschnittene Mango und Blutorange darauf verteilen und mit Kresse bestreuen. Sieht schön aus und schmeckt sehr aromatisch.

Zu Beginn eines jeden Jahres tausche ich mit der liebsten Freundin eine CD aus. Auf dieser CD sind Fotos zu finden, die an unseren Frauentagen entstanden sind, die wir im Laufe des Vorjahres gemeinsam zelebriert haben. Das machen wir so, seitdem wir beide digital fotografieren. Eine feine Sache, denn wir fotografieren beide gern und viel. So kann ich unsere gemeinsamen Treffen aus ihrer Perspektive betrachten. Witzigerweise dauert es immer, bis wir beide es schaffen, diese Jahres-CD zu brennen und so haben wir die aus dem letzten Jahr auch erst gestern ausgetaucht. Vorher hatten wir telefoniert und ich habe meiner Freundin erzählt, dass ich CD am Freitag Abend fertig gebrannt hätte. Sie maulte ein bisschen mit mir, weil sie es bisher noch nicht geschafft hatte, und nannte mich Streberin. Abends trafen wir uns beim Geburtstagsessen und dort überreichte sie mir dann eine ganz frischgebrannte CD. Hahaha, war ja klar, dass sie die noch schnell brennen würde.
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Ich habe gestern von einem anderen Gast ein paar Papierfotos geschenkt bekommen, die vor Jahren in unserem Garten entstanden sind.

Über diese Fotos habe ich mich auch sehr gefreut. Zum einen zeigen sie, dass mein Garten auch grün sein kann und zum anderen, wie sehr er sich in den letzten Jahren verändert hat. Das waren wir ganz schön fleißig!
Hach, da verspüre ich doch gleich wieder diese Sehnsucht auf den Frühling….
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Jetzt werde ich mir die CD ansehen und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Das Richtige für diesen ruhigen Sonntag, denn unsere Frauentage sind immer sehr nett und kulinarisch auch immer ganz famos.
Der Michelmann muss heute seit 6 Uhr die Welt retten und natürlich bin ich mit ihm um kurz vor 5 Uhr aufgestanden, um ihn mit einem kleinen Frühstück einen guten Start in den Tag zu bieten. Während ich das Wasser in den Kaffeefilter goß, hörte ich die Nachrichten im Radio.
Wie jeden Morgen wundere ich mich über die Prioritäten, die die einzelnen Meldungen in unserem Lande haben. Jedenfalls denke ich, dass die Reihenfolge der Nachrichten die Prioritäten widerspiegeln. Jeden Morgen das Gleiche: eines “unserer” größten Probleme ist und bleibt in diesen Tagen die Doktorarbeit. So penetrant, dass es nervt. Natürlich finde ich Betrug und Verlogenheit auch schlimm, keine Frage, aber ich finde, es gibt Bedeutenderes.
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Die vielen Menschen, die dem Umsturz in der arabischen Welt zum Opfer gefallen seid und zu Hunderten sterben mussten, erinnern daran, wie viel Glück wir wirklich hatten, dass “unsere Revolution” damals so friedlich und glatt verlaufen konnte. Durch diesen Umsturz erfahre ich erst jetzt, in welchen Diktaturen und menschenverachteten Umfelder diese Völker leben mussten. Das war mir alles nicht bewusst und ich denke auch denen in meinem Bekanntenkreis nicht, die bisher regelmäßig Urlaub in Ägypten machten. In diesen Tagen werden wir alle daraufgestoßen, wie wichtig Demokratie und Menschenrechte sind. Für uns, die wir so frei und sicher leben, ist dies ganz selbstverständlich. Hoffentlich finden diese Völker in naher Zukunft ihren Frieden, Freiheit und Demokratie, damit es für sie irgendwann auch einmal zur Selbstverständlichkeit wird. Ob ich das noch erleben werde?
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Die weiteren drei Soldaten, die ihr Leben im Namen unseres Volkes im Krieg verloren haben, genauso sinnlos gestorben wie ich ihren Einsatz in Afghanistan als Ganzes empfinde. Wie viele müssen noch sterben, bevor die schlauen Bestimmer diese Sinnlosigkeit zugeben und entsprechend reagieren? Oder hat es einen Sinn, den ich übersehe?
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Nachdem Australien den ganzen Winter über so stark von Naturkatastrophen gebeutelt wurde, nun ein Erdbeben in Neuseeland. Wieder wird deutlich, dass wir nur ein unbedeutender Teil dieser Erde sind und die Natur viel stärker als wir alle zusammen. Doof das, aber viele Naturkatastrophen haben wir auch selbst zu verantworten…..
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Immerhin kommt erst am Ende der Nachrichtensendung die Meldung, dass Bayern verloren hat. Und ganz zum Schluß kommt die gute Nachricht des Tages: Es wird wärmer in unserem Land. Wenn ich allerdings auf unser Thermometer blicke, sehe ich auch heute Minustemperaturen. Wir werden sehen, ob wir den Schnee mit in den März nehmen.
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5 Minuten Nachrichten, die eine Menge zum Nachdenken bieten.
Gesagt, getan.

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Aufgewärmt und sonnenbeschieden, ausgiebig bewegt außerhalb der Fußgängerzone mit einem Geburtstagsgeschenk für das heutige Geburtstagskind fuhren wir frohgelaunt und zufrieden in unser Dorf, in dem auch heute der Schnee nicht wirklich weniger wurde. Und jetzt mache ich mich hübsch, damit der Michelmann uns zum Feiern fahren kann.
fahren wir eben zum Frühling! Während der Michelmann und ich im sonnigen Esszimmer frühstückten, fragte mich der Michelmann, was ich davon halten würde, zum zweiten Frühstück eins von den leckeren Fischbrötchen aus dem Fischladen in der Lister Meile im Rathauspark der großen Stadt zu verspeisen. Bekannterweise ist es in der großen Stadt immer einige Grad wärmer als in unserem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide. Wenn es bei uns schon so schön sonnig ist, dann muss es in der großen Stadt schon ziemlich frühlingshaft sein.
Eine prima Idee, fand Frau Landgeflüster. Sonne tanken ist immer gut. Wie schön diese Idee wirklich war, erkannten wir dann, als wir den Zug bestiegen. Beim Einfahren sahen wir schon, dass die vorbeifahrenden Waggons diese furchtbar unbequemen 90iger-Jahre-Modelle waren. Der Waggon, der hinter dem gereiht war, der direkt vor uns hielt, sah ein bisschen anders aus. Also entschieden wir uns für diesen Wagen. Eine wahrlich kluge Entscheidung. Er war zwar als 2. Klasse-Waggon gekennzeichnet, aber früher ein 1. Klasse-Wagen. Wir stiegen in einen Waggon mit wunderbar großzügigen Abteilen, mit sehr gemütlichen plüschigen Sesseln. Nostalgie pur. Da mit uns nur wenige andere Fahrgäste mitfuhren, hatten wir das Abteil ganz für uns allein. Nett war es. Wir konnten das Licht und die Heizung selbst einschalten, hatten Vorhänge zum Zuziehen und eben eine Menge Platz. Für mich, die ich ja seit einem Jahr fast täglich mit dem Zug fahre, war das ein ganz besonderes Erlebnis und für den Michelmann sowieso.
Ganz zufällig hatte ich den kleinen Fotoapparat dabei und deshalb kann ich Ihnen auch ein paar Impressionen aus unserem Zug zeigen. Ich habe sogar die Klotür für Sie fotografiert.
Diese Diashow benötigt JavaScript.
Habe ich doch glatt das Foto vergessen, das ich in den letzten Eintrag einbauen wollte!

Diesen Vitamincocktail werden wir also im Laufe der Woche verspeisen. Heute ist mindestens noch die erste Kiwi und Clementine fällig!
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Und hier geht es zur siebten kulinarischen Reise-Etappe!
- Der Nachrichtenmann im Radio sagt, dass der Bahnstreik erst um halb neun beginnen wird.
- Der Zug um kurz nach sechs ist superpünktlich und schön leer.
- In der großen Stadt ist es schon hell.
- Der Kaffee in der Teeküche ist fertig.
- Mein Posteingang schön leer.
- Die Kollegen gut drauf.
- Während meine Kollegin mit einer Schale Lakritze herumläuft, fällt mir auf, dass ich schon viele, viele Monate keine Süßigkeiten wie Weingummi, Lakritze usw. mehr gegessen habe. Ab und zu ein kleines Stückchen Schokolade, mehr nicht. Und das, obwohl überall bei uns im Büro diese Fressschälchen stehen. Dafür esse ich jeden Tag Obst und Nüsse, auch eine schöne Art zu naschen.
- Der Arbeitstag insgesamt sehr ruhig und entspannt.
- Der Zug, der mich nach Hause bringt, ist der einzige pünktliche Zug in meine Richtung. Der davor fällt komplett aus, die beiden danach haben 50 bzw. 150 Minuten Verspätung.
- Der Michelmann holt mich am Bahnhof ab.
- Die Sonne scheint und der Schnee ist etwas geschmolzen.
- Beim Rundgang durch den Garten erzählt der Michelmann, dass er heute einen Anruf aus der Firma erhalten hat und, tatataaaa, gefragt wurde, ob er morgen spontan frei haben möchte! (Dreimal dürfen Sie raten, ob er das Angebot angenommen hat.)
- Im Esszimmer erwartet mich frisch aufgebrühter Kaffee und toller Kuchen vom Lieblingsbäcker.
- Und die Abokiste.
Nicht im Esszimmer, sondern in der Küche natürlich. - Nach dem Kaffee klingelt es an der Tür: Unser neuer Wasserhahn für das Badezimmer wird geliefert.
- Der Michelmann hat Filme für das Wochenende aus der Videothek organisiert.
- Heute Abend planen wir einen Fußballabend. Die Fohlen vom Michelmann spielen gegen die Wölfe von Frau Landgeflüster. Wir wünschen uns beide einen hohen Sieg für die Fohlen, weil wir, wenn schon, denn schon, gemeinsam absteigen möchten. Dann können wir endlich wieder schöne Siegespiele sehen. Viel wichtiger ist bei so einem Fußballabend natürlich die
leckere Angus-Currywurstmit den selbstgeschnippeltenPommes. - Morgen Abend sind wir zum Essen eingeladen. Sehr spontan und gleich zugesagt.
- Und morgen treffe ich auch die liebste Freundin.
Bei so viel Nettigkeiten muss es ja auch etwas Negatives geben. Aber, grübel, grübel, ehrlich gesagt, fällt mir da gar nichts ein. Jetzt wird der ein oder die andere wieder die Augen verdrehen, aber pfff, ich kann es ja nicht ändern. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen genauso viele nette Dinge, die Sie hoffentlich durch das Wochenende begleiten werden. Haben Sie ein schönes Wochenende!


Ihr Geflüster