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Wenn Sie bei uns aus dem Fenster in den Garten schauen, sehen Sie nur eins: Schnee! Heute auf der Zugfahrt aus der großen Stadt habe ich genau darauf geachtet, wo die Schneegrenze liegt. Bis Celle ist alles bereits weggetaut. Außer vielleicht an einzelnen Stellen, wo die Sonne nicht hinkommt. Kurz hinter Celle wird es dann wieder richtig weiß. An so einem sonnigen Tag, im wohlig warmen Zug, ist es ein schönes Bild. Trotzdem freue ich mich auf mildere Temperaturen, denn der Wind ist so eisigkalt. Brrrr. Am Wochenende soll es ja ein bisschen wärmer werden, aber dann ist es wohl auch mit der Sonne vorbei. Nun ja, ich werde nicht jammern, denn der Garten freut sich über ein bisschen Feuchtigkeit und ich möchte auch nicht, dass irgendetwas bei dem Dauerfrost vertrocknet.
Sobald es dann wieder wärmer wird, werden wir anfangen, uns auf die neue Gartensaison vorzubereiten. Wir möchten in diesem Jahr noch eine Art Tor für das Gartenwohnzimmer bauen. Nicht, um es abzuschließen, sondern als Wind- und Sichtschutz. Die nötigen Dinge haben wir jetzt zusammen: Zaunelemente, Metallwinkel und Transportollen mit Bremsen. Noch ist es zu kalt, aber bald geht es los. Als erstes werden die Zaunelemente passend zum GWZ weiß gestrichen. Zwei Elemente werden wir als zusätzlichen Windschutz links und rechts befestigen. Das dritte Element kommt auf Rollen und kann dann als Tor vor das GWZ gerollt werden. Oder als Sichtschutz vor die Sitzecke vor dem Küchenfenster oder als Windschutz vor dem Pflanztisch oder dorthin, wo wir es gerade gern hätten. Ursprünglich hatten wir gedacht, richtige fensterlädenähnliche Tore zu bauen, um auch Schmutz aus dem GWZ zu halten. Da aber nun die riiiiesige Birke vom Nachbar gefällt ist, bleibt uns der Pollenstaub und die vielen Blätter ja erspart. Deshalb haben wir uns für eine flexible Lösung entschieden.
Ich werde Ihnen Fotos zeigen, wenn sie fertig ist. Dann können Sie sich besser vorstellen, was ich meine. Noch parkt mein Smartie im Wohnzimmer und fühlt sich pudelwohl. So eine Luxusgarage hat er sich schon immer gewünscht. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der Frühling in diesem Jahr früher beginnt. Es muss ja kein T-Shirt-Wetter sein, aber der Frost muss weg. Denn warmeingemummelt lässt sich der Nachmittagskaffee schon bald im GWZ trinken.
In der nächsten Woche (Hallo, es ist März!) werde ich mir das erste Töpfchen mit Frühlingszwiebelblühern kaufen! Das mache ich erst im März, damit die Sehnsucht nicht zu groß wird. Aber danach gibt es ein Töpfchen nach dem anderen. Ich mag diese Zwiebeltöpfe sehr, weil die Blumen danach alle in den Garten können. Bei Schnittblumen tut es mir immer so leid, wenn sie verblüht sind.
Am allermeisten freue ich mich auf das erste Grün an den Bäumen. Dieses wunder-, wunderschöne helle Grün der Blätter. Hach, wenn ich so intensiv über den Frühling nachdenke, bekomme ich doch richtig Sehnsucht. Ich finde ja, jede Jahreszeit hat ihren Reiz, aber heute spüre ich, dass ich wohl doch eher ein Frühlingsmensch bin. Genau genommen ein Sonnen-Frühlingsmensch. Ein 20°C-Sonnen-Frühlingsmensch. Hach….
Vor einigen Jahren entdeckte ich durch eine Reportage im Fernsehen ein kulinarisches Paradies in der großen Stadt. Damals konnte ich noch nicht ahnen, dass ich Jahre später täglich in gerade diese große Stadt fahren würde. Das kulinarische Paradies, das ich meine, ist eine kleine Pâtisserie, in der es Gebäck und feinste Leckereien gibt, die nach originalfranzösischen Rezepten zubereitet sind. Traumhaft, sage ich Ihnen!
Da die Pâtiesserie soweit außerhalb der Innenstadt liegt und ich bis vor einem Jahr ganz selten in der großen Stadt war, haben wir sie nur 1-2 mal im Jahr besucht, um dort zu frühstücken oder Kaffee mit einem Gebäck zu genießen. Immer zu ganz besonderen Anlässen.
Um so glücklicher war ich, als ich Ende Januar dieses Schild in der Lister Meile erspähte:

Die Pâtisserie eröffnet eine Filiale direkt in der Stadt! Wie toll, toll, toll. Natürlich sind der Michelmann und ich bei unserem Besuch in der großen Stadt am letzten Wochenende gleich einmal durch die Lister Meile spaziert, um zu schauen, ob das “Elysée” schon eröffnet hat. Ein kleines Café ist dort entstanden, in dem es die feinen Dinge zu naschen und Kaffee & Trinkschokolade in verschiedenen Varianten zu genießen gibt. Eine kleine, aber feine Auswahl, passend zu der Größe des kleinen Cafés. Wir haben uns eine ganz famose Blätterteigtarte zum Kaffee bestellt und wurden nicht enttäuscht. Hmmm, so gut. Es gibt Dinge, die können nur die Franzosen!
Und wissen Sie was ganz großartig ist? Direkt in der Nähe des Bahnhofs gibt es noch ein weiteres Café und in dem können Sie alle Backwaren einkaufen, die es in der Hauptfiliale in Vahrenheide auch gibt: Croissants, Gebäck in allen Variationen, ganze Torten, eben alles was das Herz begehrt. Das verriet mir dieses hübsche Heftchen:

Es soll zwar immer etwas Besonderes bleiben, aber ich freue mich sehr darüber, jetzt so nah an der Genußquelle zu sein.


Ihr Geflüster