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Wenn Sie regelmäßig im Landgeflüster lesen, wissen Sie, dass der Michelmann und ich gern Salate essen. Gern auch warm, besonders, wenn sie als Beilage zu einer warmen Speise dienen.

Wenn Sie mögen, verrate ich Ihnen das Rezept für unseren heutigen Salat. Die Zutaten: Rotkohl, Kräuterseiblinge, Mango, eine halbe Blutorange, eine rote Zwiebel und Kresse.

Zuerst wird der Rotkohl klein geschnippelt und in Olivenöl angebraten und mit ein bisschen Gemüsebrühe und etwas Orangensaft gedünstet. Die in Scheiben geschnittenen Kräuterseiblinge und die Zwiebel in Butter anbraten und mit Salz & Peffer abschmecken. Nun den Rotkohl auf den Teller geben, die Pilze, Zwiebel und zum Schluß die kleingeschnittene Mango und Blutorange darauf verteilen und mit Kresse bestreuen. Sieht schön aus und schmeckt sehr aromatisch.

Zu Beginn eines jeden Jahres tausche ich mit der liebsten Freundin eine CD aus. Auf dieser CD sind Fotos zu finden, die an unseren Frauentagen entstanden sind, die wir im Laufe des Vorjahres gemeinsam zelebriert haben. Das machen wir so, seitdem wir beide digital fotografieren. Eine feine Sache, denn wir fotografieren beide gern und viel. So kann ich unsere gemeinsamen Treffen aus ihrer Perspektive betrachten. Witzigerweise dauert es immer, bis wir beide es schaffen, diese Jahres-CD zu brennen und so haben wir die aus dem letzten Jahr auch erst gestern ausgetaucht. Vorher hatten wir telefoniert und ich habe meiner Freundin erzählt, dass ich CD am Freitag Abend fertig gebrannt hätte. Sie maulte ein bisschen mit mir, weil sie es bisher noch nicht geschafft hatte, und nannte mich Streberin. Abends trafen wir uns beim Geburtstagsessen und dort überreichte sie mir dann eine ganz frischgebrannte CD. Hahaha, war ja klar, dass sie die noch schnell brennen würde.

Ich habe gestern von einem anderen Gast ein paar Papierfotos geschenkt bekommen, die vor Jahren in unserem Garten entstanden sind.

Über diese Fotos habe ich mich auch sehr gefreut. Zum einen zeigen sie, dass mein Garten auch grün sein kann und zum anderen, wie sehr er sich in den letzten Jahren verändert hat. Das waren wir ganz schön fleißig!

Hach, da verspüre ich doch gleich wieder diese Sehnsucht auf den Frühling….

Jetzt werde ich mir die CD ansehen und ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Das Richtige für diesen ruhigen Sonntag, denn unsere Frauentage sind immer sehr nett und kulinarisch auch immer ganz famos.

Der Michelmann muss heute seit 6 Uhr die Welt retten und natürlich bin ich mit ihm um kurz vor 5 Uhr aufgestanden, um ihn mit einem kleinen Frühstück einen guten Start in den Tag zu bieten. Während ich das Wasser in den Kaffeefilter goß, hörte ich die Nachrichten im Radio.

Wie jeden Morgen wundere ich mich über die Prioritäten, die die einzelnen Meldungen in unserem Lande haben. Jedenfalls denke ich, dass die Reihenfolge der Nachrichten die Prioritäten widerspiegeln. Jeden Morgen das Gleiche: eines “unserer” größten Probleme ist und bleibt in diesen Tagen die Doktorarbeit. So penetrant, dass es nervt. Natürlich finde ich Betrug und Verlogenheit auch schlimm, keine Frage, aber ich finde, es gibt Bedeutenderes.

Die vielen Menschen, die dem Umsturz in der arabischen Welt zum Opfer gefallen seid und zu Hunderten sterben mussten, erinnern daran, wie viel Glück wir wirklich hatten, dass “unsere Revolution” damals so friedlich und glatt verlaufen konnte. Durch diesen Umsturz erfahre ich erst jetzt, in welchen Diktaturen und menschenverachteten Umfelder diese Völker leben mussten. Das war mir alles nicht bewusst und ich denke auch denen in meinem Bekanntenkreis nicht, die bisher regelmäßig Urlaub in Ägypten machten. In diesen Tagen werden wir alle daraufgestoßen, wie wichtig Demokratie und Menschenrechte sind. Für uns, die wir so frei und sicher leben, ist dies ganz selbstverständlich. Hoffentlich finden diese Völker in naher Zukunft ihren Frieden, Freiheit und Demokratie, damit es für sie irgendwann auch einmal zur Selbstverständlichkeit wird. Ob ich das noch erleben werde?

Die weiteren drei Soldaten, die ihr Leben im Namen unseres Volkes im Krieg verloren haben, genauso sinnlos gestorben wie ich ihren Einsatz in Afghanistan als Ganzes empfinde. Wie viele müssen noch sterben, bevor die schlauen Bestimmer diese Sinnlosigkeit zugeben und entsprechend reagieren? Oder hat es einen Sinn, den ich übersehe?

Nachdem Australien den ganzen Winter über so stark von Naturkatastrophen gebeutelt wurde, nun ein Erdbeben in Neuseeland. Wieder wird deutlich, dass wir nur ein unbedeutender Teil dieser Erde sind und die Natur viel stärker als wir alle zusammen. Doof das, aber viele Naturkatastrophen haben wir auch selbst zu verantworten…..

Immerhin kommt erst am Ende der Nachrichtensendung die Meldung, dass Bayern verloren hat. Und ganz zum Schluß kommt die gute Nachricht des Tages: Es wird wärmer in unserem Land. Wenn ich allerdings auf unser Thermometer blicke, sehe ich auch heute Minustemperaturen. Wir werden sehen, ob wir den Schnee mit in den März nehmen.

5 Minuten Nachrichten, die eine Menge zum Nachdenken bieten.

 

Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.

~Guy de Maupassant~

 

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~japanische Weisheit~

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